Schlaflosigkeit aufgrund von Medikamenten

Hallo,

ich muss regelmäßig immer (lebenslang) schwere Medikamente nehmen, sie sind überlebensnotwendig. Diese verursachen bei mir Schlaflosigkeit, und zwar richtig krass. Ich habe 2 1/2 Jahre nur sehr wenig geschlafen, 4-6 Stunden höchstens, manche Nacht gar nicht. Ein Wechsel auf andere Medikamente schlug fehl. Die hatten noch schlimmere Nebenwirkungen. Gestern habe ich also mit dieser Kombination wieder angefangen, die ich 2 1/2 Jahre schon hatte. Ich habe nur 2 Stunden geschlafen, obwohl der Körper total müde ist und Schlaf dringend braucht. Was kann ich tun? Einen Tee mit Baldrian, Melisse und Hopfen habe ich schon probiert, sogar einen mit hochkonzentrierten Wirkstoffen. Das hat gar nichts bewirkt. Johanniskraut darf ich nicht. Die üblichen Ratschläge brauche ich nicht. Ich trinke abends keinen Kaffee usw., bewege mich tagsüber und habe mir das Schlafen am Tag abgewöhnt, damit ich nachts besser schlafen kann. Ich habe den Abend gestern wirklich ruhig ausklingen lassen, mir ging es sehr gut, und es waren keine Sorgen wegen irgendetwas da. Ich hatte auch nicht die Erwartungshaltung, dass es so sein würde. Ich habe eigentlich gedacht, der Tee würde helfen. Vor Schlaftabletten habe ich Angst. Da ich die Medikamente immer nehmen muss, müsste ich die ja dann auch immer nehmen. Die haben sicher wieder neue Nebenwirkungen, und ich bin dann vielleicht tagsüber auch müde, außerdem vermute ich, dass ein Schlaf, der durch Schlaftabletten herbeigeführt wird, nicht erholsam ist. Meine Vermutung ist, dass die Medikamente die Neurotransmitter durcheinander bringen, also Melatonin, Serotonin usw. Es gibt Heilpraktiker, die einen sog. Neurostresstest anbieten. Ich habe aber kein Geld für so etwas. Hat jemand einen Rat für mich?

Viele Grüße
Pramata

Da wir nicht genau wissen, um welche lebensnotwendigen Medikamente es sich handelt, lässt sich das schwer kommentieren.
Viele Medikamente lassen sich aber austauschen.
Hast du schon mal mit deinem Hausarzt geredet, der dich, wenn ihm selbst nichts einfällt und die Schlafhygiene optimal ist, vielleicht auch mal an ein Schlafmediziner überweisen könnte.
Auch Melatonin könnte man mal ausprobieren, wenn es nicht mit den anderen Medikamenten wechselwirkt.
Gruß Gerd

Hast Du es schon mal autogenes Training versucht?

Hallo,
vorab: ich bin Voll-Laie und natürlich kenne ich deine Medikamente nicht.
Ich war aber in einer ähnlichen Situation: auf Grund von Schmerzmitteln konnte ich auch eine lange Zeit nicht schlafen und bin nach einiger Zeit schon fast agressiv geworden.
Ich möchte dir raten (falls noch nicht geschehen), mit dem Arzt darüber zu sprechen. Mein Hausarzt hatte mir seinerzeit ein Medikament verschrieben. Das war kein direktes Schlafmittel. Es hat mir super geholfen und ich konnte es nach einiger Zeit problemlos wieder absetzen. Hatte danach dann keine Schlaf-Probleme mehr. Ich hatte nur in den ersten 2 Tagen das Problem, dass ich vormittags noch ziemlich müde war. Habe halt am Wochenende damit angefangen. Danach hatte ich einen ganz normalen Rhytmus und war tagsüber nicht müde.

Ich weiß, das klingt sehr schwammig; im Grunde genommen möchte ich dir nur sagen, dass ein Medikament nicht unbedingt ein abhängig machendes Schlafmittel sein muss und dass ein Gespräch mit dem Arzt vielleicht kurzfristig weiterhelfen kann.

Ich wünsche dir alles Gute!

hi prama,
Du beschreibst sehr ausdrucksstark Deine Probleme und Deine Schwierigkeiten, gibst uns aber keine Informationen über Dich: wie alt bist Du, weiblich/männlich; berufstätig, berentet, in Partnerschaft lebend/allein etc.
das ist so ähnlich wie ein Besuch bei Deiner Autowerkstatt: da klappert was, was ist das?
Also: ein paar Informationen mehr und Du bekommst ein paar Ratschläge mehr…
denkt synapse