Seit ca. einer Woche nimmt mein Freund das Antidepressiva Zoloft.
Er ist wie veraendert, praktisch alle negativen Gedanken sind verschwunden. Es ist wie ein Wunder!
Aber seit dem leidet er unter Schlaflosigkeit. Er schlaeft pro Nacht hoechstens 2 Stunden.
Ist hier der Einsatz von Schlaftabletten oder Beruhigungspillen sinnvoll? Oder ist das eh nur eine Anfangserscheinung? Warum ist das ueberhaupt so?
Seit ca. einer Woche nimmt mein Freund das Antidepressiva
Zoloft.
Normalerweise müsste dies dann noch besser werden weil diese
Medikamente erst eine Weile dauern bis sie richtig wirken
ja eben. bei ihm trat diese wirkung schon nach der ersten einnahme statt. ich denke, dass koennte auch der plazebo-effekt sein. aber wahrscheinlich sollte er sich jetzt gar nicht zu viele gedanken machen und es einfach geniessen.
der arzt hat auch gemeint, er soll noch etwas warten, da schlaftabletten sich je nach dem nicht mit dem medi vertragen (?).
Das sind Frage, die Dein Freund mit dem behandelnden Arzt besprechen sollte. Nur ganz grundsätzliche Überlegungen :
Wann nimmt er die Tablette(n) ? Morgens oder abends ? Ich würde eher zu einer morgendlichen Gabe raten
Welche Beschwerden lagen vorher vor ? Es ist nicht so ganz untypisch, dass es schon vorher im Verlauf einer Depression zu Schlafproblemen bzw. eine Störung des sog. REM-Schlafes gekommen ist. Durch die Medikation kann das vorrübergehend noch deutlicher werden, sollte sich aber innerhalb kurzer Zeit legen.
Wie wurde die Medikation dosiert ? Das ist wiederum eine Frage an den Arzt…
Eine ganz schnelle positive Wirkung des Medikamentes ist eher Placebo, aber nicht nur. Die SSRI haben bei einigen Patienten durchaus einen schnellen Effekt auf den Serotonin-Haushalt.
Ich persönlich würde nicht vorschnell die Medikation wechseln bzw. zu schnell eine Kombinationsbehandlung empfehlen. Ganz gute Erfahrungen haben viele Ärzte mit einer vorrübergehenden Gabe von Benzodiazepinen wie Lorazepam (Tavor) in der Anfangsphase einer Depressionsbehandlung gemacht. Aber dies würde ich persönlich eher bei starker innerer Anspannung und Grübelneigung empfehlen.
Ansonsten gilt es, mögliche weitere Ursachen für Schlafstörungen und entsprechende therapeutische Massnahmen im Auge zu behalten.
ja eben. bei ihm trat diese wirkung schon nach der ersten
einnahme statt. ich denke, dass koennte auch der
plazebo-effekt sein. aber wahrscheinlich sollte er sich jetzt
gar nicht zu viele gedanken machen und es einfach geniessen.
Die Wirkung von Antidepressiva verändert sich etwas im Laufe der Einnahme. Ich würde bis zu 4 Wochen warten und sehen, ob und wie sich die Wirkung verändert und auch stabilisiert. Da Zoloft ein „anregendes“ Mittel ist, würde ich auch zu einer morgendlichen Einnahme tendieren.
Ich rate dringend davon ab zu den Pillen ein weiteres Medikament (vor allem ohne Rücksprache mit dem Arzt) zu nehmen. Die Liste der Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die auf die Psyche wirken ist bei Zoloft doch recht umfangreich!