Schlafprobleme

Hallo zusammen,

unter diesem Titel sind bestimmt schon viele Postings gelaufen - allerdings viel mir zu unserem Problem nichts passendes ein.
Unser Sohn Luca (3 Jahre) geht seit Anfang Dezember in den Kindergarten. Seit ca. 14 Tagen schläft er nicht mehr alleine ein (einer von uns muss nebendran sitzenbleiben) und was uns noch mehr stört, er schläft nachts nicht mehr durch. Er kommt jede Nacht gegen 1.00 Uhr in unser Schlafzimmer gelaufen und schläft bei uns im Bett, was zur Folge hat, das er morgens nicht richtig ausgeschlafen ist. Dann (nach dem Aufstehen) geht es ca. 2 Stunden gut und dann geht das geknatsche und generve los.
Ausserdem ist es ziemlich hippelig und nervös. Wahrscheinlich kann er nicht abschalten / wird mit dem vielen aus dem Kindergarten nicht fertig. Wir haben es mit einem Kinder-Nerver-Beruhigungstee probiert, den mag er aber nicht trinken.
Unsre Fragen:
Sicherlich haben viele ähnliches durchgemacht - wer kann Tipps geben. Gibt es ein geschmacksneutrales, homöopatischen Medikament, an das er sich nicht gewöhnt.
Wir freuen und auf jeden Tipp

besten Dank
Gruss Andreas

Unsre Fragen:
Sicherlich haben viele ähnliches durchgemacht - wer kann Tipps
geben. Gibt es ein geschmacksneutrales, homöopatischen
Medikament, an das er sich nicht gewöhnt.

Hallo Andreas,

Gegenfrage:
habt ihr mit eurem Kurzen die neue Situation besprochen? Fragt ihr ihn jeden Tag, was so im Kindergarten gelaufen ist, lobt ihr ihn dafür, daß er schon alleine in den Kindergarten geht etc.?

So ein Einstieg ins Kindergartenzeitalter ist eine sehr aufregende Sache, die verarbeitet werden will. Wir nehmen uns jeden(!) Abend mindestens eine halbe Stunde pro Kind, um den Tag zu reflektieren. Was war schön, was was mies. Begründung, warum es wofür Mecker gab, Lob und Tadel…

Ist vielleicht besser als die Medikamentenkeule zu schwingen, zumindestens erst mal.

Gandalf

Hallo Andreas,

Gandalfs posting mich anschließend möchte ich noch anmerken, dass ich persönlich vermeiden würde bei zeitweiligen Schlafschwierigkeiten für das Kind ein Mittel zu suchen, und sei es so harmlos wie ein homöopathisches Mittel. Da fürchte ich so eine Art Suchtgefahr.
Wenn meine Kinder abends aufgewühlt sind, koche ich einen Tee mit nervenberuhigenden Kräutern. Da gibt es fertige Mischungen in der Apotheke.
Wenn sie etwas sehr beschäftigt, dann hilft bei ihnen immer eine Portion Bewegung mehr (mit der 9jähr. gehe ich manchmal joggen). Bewegung baut Stress ab. Bei dem kalten Wetter sind die Möglichkeiten nicht so üppig. Man könnte viele Wege Zufuß machen, einmal die Woche ins Hallenbad, Nachbarhund ausführen, Bettmatratze im Wohnzimmer aufbauen und Burzelbäume machen lassen…
Aber ich habe auch schon von Kindern gehört, dass sie von mehr Bewegung bewegungssüchtig werden und auch unruhiger als zuvor. Das muß man ausprobieren. Da helfen vielleicht meditative Spiele: Puzzle bei leiser Musik, Malen und Vorlesen. Oder abends vorm Schlafen ein warmes Bad nehmen lassen, danach vielleicht ein bißchen mit Öl massieren (das hat bei meinen Babys wie Wunder gewirkt).

Ansonsten habe ich das mit meinen Kindern auch erlebt. Ein Kind war zu Beginn der Kiga-Zeit besonders anhänglich und hat mir viele Nächte den Schlaf geraubt. Und irgendwann war es vorbei. Das ist wohl eines der vielen Phasen, die man mit den Kleinen erlebt (Koliken, Zahnen, Trotzphasen, Wachstumschübe…).
Augen zu und durch. In einem halben Jahr ist wahrscheinlich alles vorbei und vergessen.

viele Grüße
Claudia

Hallo Andreas,

macht euer Kleiner noch Mittagsschlaf? Bei meinem Sohn war es so, dass er immer ganz aufgewühlt aus dem Kindergarten wiederkam, andererseits aber sehr erschöpft war von den vielen neuen Eindrücken. Ich bestand daraufhin wieder auf Mittagsschlaf. Er hat dann tatsächlich ein halbes Jahr lang mittags geschlafen. Vielleicht ist euer Kind so „aufgedreht“ von der neuen Sitzation, dass er einfach abends nicht schlafen kann. Er kann sich ja mittags ausruhen, und dann den Rest des Tages mit neuer Kraft weitermachen.
Das hört sich jetzt so an, als ob ich dich nicht verstanden hätte, habe ich aber. Ich bin nur der Meinung, dass er sich auch tagsüber erholen sollte.
Zur Medikamentenfrage kann ich mich nur anschließen. Es gibt keine harmlosen Medikamente.
In unser Bett ist unser Junge auch eine Zeit lang gekommen. Wir haben erst probiert, ihn immer wieder zurückzutragen, aber es kostete uns mehr Nerven, als unserem Sohn. Lass ihn kommen, das wird ganz schnell uninteressant, vor allem wenn Mama und Papa ihren Platzanspruch durchsetzen. Auf der Besucherritze schläft sich’s nicht gut.

Viele Grüße Ordnazo

quatsch, keine Medikamente!
Ich habe meinem SOhn aus der Apotheke ein Ginkelkissen gekauft und mit verschiedenen Düften besprenkelt, die beimEInschlafen helfen sollen. EInfach mal in der Apotheke oder grünen Drogerie nachfragen.

Auch wenns kein Trost ist:

solche Phasen gehören einfach dazu und gehen irgendwann wieder vorbei :wink:

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hihi
hallo claudia,

kräutertee und auch die unten angeführten düfte auf kopfkissen sind doch in der konzentration millardenfach höher als homöopathie!!!
das ganze ist ungefährlich, weil ohne jede wirkung! ausgenommen die psychische.

cu

strubbel
=:0)

Ja, ja strubbel :wink:))
Du und die Homöopathie. Da stelle ich mir eine fesche Maid in einem wallendem weißem Gewand vor, die erschrocken ihre Zeigerfinger in Kreuzformation vor ein Fläschchen Globolis hält, sobald sie diese zufällig irgendwo stehen sieht. *kicher*

herzliche Grüße
Claudia

"
(°v°)
(( ))
>-""–

mir hat das buch: „jedes kind kann schlafen lernen“ (gibts überall für ca 10 euro) sehr geholfen. vielleicht könnt ihr ja auch was mit den dort gegeben ratschlägen anfangen.
viel erfolg
cordula

Aus eigener Erfahrung…
Hallo Andreas,

also ich dein Posting gelesen habe dachte ich du beschreibst UNSEREN Sohn.
Allerdings schläft er „alleine“ ein - weil die große Schwester auch im Zimmer ist, und nervös ist er auch nicht. Das mit dem Durchschlafen ist aber echt genau das Gleiche, man kann fast die Uhr nach ihm stellen, um eins kommt er angetapst.
Was bei uns grade leichte Erfolge zu zeigen beginnt: Wir haben den Mittagsschlaf abgeschafft.
Ausserdem steht im Schlafzimmer ein eigenes Kinderbett, so schlafen wir alle besser wenn er kommt.
Nervös ist er nicht, aber er hat jede Menge Energie, und da könnte ein Zusammenhang bestehen. Bei dem kalten Wetter haben die Kleinen einfach zu wenig Bewegung und schlafen vielleicht darum schlecht.
Bitte nicht dieses Schlaflernbuch, das ist meiner Ansicht nach reine Dressur, und schon gar nicht für Kinder geeignet mit denen man schon vernünftig reden kann.
Homöopathie würde ich nur im Ausnahmefall geben, aber nicht ständig. Mir persönlich hilft da übrigens Coffea, aber ich weiss nicht ob das was für die Kleinen ist, also lieber nachlesen/nachfragen; und vor allem nicht regelmäßig geben, denn es behebt ja nicht die Ursache.
Also ich baue auf: Ihn müde machen durch Bewegung und - wenns geht - keinen Mittagsschlaf mehr.
Wenn er nur kommt und dann friedlich in seinem eigenen Bettchen oder Matratze schläft die man auf den Boden legt finde ich es auch nicht schlimm. Man wacht kurz auf und schläft wieder. Irgendwie ist es doch auch nicht natürlich dass so ein kleiner Wuzel alleine schlafen soll, auch wenn irgendwelche angeblichen Fachleute behaupten das sei das einzig Wahre…
Schlimmer ist wenn er dann nachts zu nerven anfängt, das ist nicht tragbar. Meine Schiene ist da jetzt: konsequent sein. D.h. ich warne einmal „Hier ist ein SCHLAFzimmer, das ist zum Schlafen da. Ich will jetzt schlafen und kein Geschrei/Gequengel und auch keine Geschichten hoeren. Also entscheide dich: Stillsein oder im Kinderzimmer schlafen.“ Das gibt ihm die Entscheidung! Wenn er dann weiternervt setze ich ihn sofort vor die Tür. Das gibt natürlich einige stressige Nächte, aber auf Dauer wirkt es.
Was meinst du?
Viel Glück - ich werde um eins an euch denken, wenn die vertrauten Tapser über den Flur kommen…

Andrea :smile: