Hi Nina,
doch, das siehst Du schon etwas fehl. 
Es kommt, wie oben geschrieben, gar nicht mal selten vor: Ein Auslöser (Sorgen, Depressionen oder auch körperliche Umstände) führen zu einer Schlafsötrung, und auch wenn die behoben ist, bleibt die Schlafstörung zurück (sehr banal können viele junge Mütter nach dem ersten Babyjahr nicht mehr anständig schlafen: Das Baby schläft dann zwar durch, aber Mama hat’s verlernt …).
Das Schlaflabor wird zunächst einmal eingehend die äußeren Umstände des Schlafes herausfinden (wie lange schläfst Du, welche Aufwachphasen und wie tief). Dann werden sie versuchen, alle körperlichen Gründe herauszufinden und auszuschließen. Schließlich werden natürlich auch psychische Ursachen erforscht.
Und danach werden sie entscheiden, wie Du aus dem Problem wieder raus kommst.
Ich weiß natürlich nicht, was genau sie in einem wie dem von Dir geschilderten Fall vorschlagen werden (weil der ursächliche Grund, warum die Schlafsötung begann, immer doch eine Rolle spielt), bin mir aber sicher, daß sie auch dort individuelle Ratschläge haben. Manchmal schlagen sie Schlaftrainings vor, also „Stundenpläne“, nach denen Du ein paar Wochen vorgehen sollst, danach mußt Du wiederkommen und man schaut, ob es genützt hat. In solchen Plänen versuchen sie, den „Gewohnheitseffekt“ des Körpers zu durchdringen. Nur als Beispiel: Wenn Du immer um 22:00 Uhr ins Bett gehst und immer um 24:00 Uhr aufwachst, dann könnte es vielleicht helfen, wenn Du mal ein paar Wochen lang erst um 24:00 Uhr ins Bett gehst. WENN Du dann durchschläfst, machst Du das eine Zeitlang: Immer erst um Mitternacht ins Bett. Und dann verlegst Du die Bettzeit langsam nach vorne: 23:50, 23:40, 23:30 usw. Sehr langsam. Bis Du wieder bei 22:00 Uhr bist - und durchschläfst.
–> Das war jetzt ein SEHR vereinfacht dargestelltes Beispiel, das ist in Wirklichkeit natürlich viel komplizierter!
Um es kurz zu machen: Ich glaube schon, daß ein Schlaflabor auch in so einem Fall weiterhelfen kann.
Wobei natürlich auch viele Ärzte und Psychotherapeuten Mittel und Wege kennen, Schlafstörungen zu behandeln - es kommt darauf an, wem man eher vertraut. Ich persönlich würde erst mal meinen Arzt befragen, und wenn dem nichts mehr einfällt, mich an ein SL wenden.
Alles Liebe, Nike