Schlafstörung?

Hallo,

bedingt durch seine Lebensumstände geht es einem meiner Freunde nicht grade gut. Einschlafen ist ok, dann so 2 bis 4 Stunden Schlaf, aufwachen, das wars dann mit Schlafen. Und das geht schon seit über 2 Jahren so. Er scheut sich zum Arzt zu gehen, kriegt aber durch den permanenten Schlafentzug fast nichts mehr auf die Reihe. Gibt es eine Fachbezeichnung für diese „Krankheit“? Gibt es Internetseiten, wo solche Fälle beschrieben sind?

Gruß
André

Ne Diät macht er nicht grade oder so? Hab mal gehört, dass dadurch der Stoffwechsel so durcheinander gerät, un man dann nicht mehr durchschläft.

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Hallo.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Ursachen für Schlafprobleme. Psychologisch könnte man vielleicht sagen, dass es ein emotionales Problem ist (nur als Beispiel). Es könnte allerdings auch ein hormonelles Problem sein. Wenn zum Beispiel aufgrund der Hormone der Sympatikus meistens dominiert, kann es sein, dass der Schlaf darunter leidet. Das kann zum Beispiel an einer Schilddrüsenerkrankung liegen. Auf jeden Fall sollte dein Freund aber einen Arzt aufsuchen, der dann eine kompetente Diagnose erstellen kann.

Grüße,
Jack

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Hallo Andre,
wenn die Lebensumstände schon nicht optimal sind, wie du schreibst, hört sich das nach einer ausgewachsenen Depression an, für die er professionelle Hilfe braucht.
grüsse
dragonkidd

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Hi André,

Schlafstörungen können sich auf vielerlei Weise äußern. Manche können nicht einschlafen, andere wachen immer wieder auf und wieder andere, wie Dein Freund, wachen auf und schlafen nicht mehr ein.

Auch somatische Störungen wie Schlafapnoe oder Zähneknirschen zählt man zu den Schlafstörungen.

Das besonders Dumme bei Schlafstörungen ist, daß sie sich sehr schnell „einschleifen“, das heißt: Wenn sich Körper und Geist erst mal daran gewöhnt haben, nicht einschlafen zu können, geht es unglaublich schwer wieder weg.
Dein Freund wacht auf und WEISS schon, daß er nicht mehr schlafen kann.

Eines ist sicher: Wenn das schon seit zwei Jahren so geht, braucht er definitiv professionelle Hilfe. Er muß nicht unbedingt zum Psychodoc. Bei Schlafstörungen sind Schlaflabore gute Anlaufstellen.

Schau mal hier:

http://web.uni-marburg.de/sleep//dgsm/welcome.html

Da findest Du eine Liste aller deutschen Schlaflabore.

Liebe Grüße,
Nike

Eine ausgewachsene Depression also.
Wegen Durchschlafstörungen und nicht optimalen Lebensumständen.

Dann hoffe ich mal, dass Du Leuten mit Kopfschmerzen nicht unmittelbar die Diagnose „Hirntumor“ ans Bein bindest.

bedingt durch seine Lebensumstände geht es einem meiner
Freunde nicht grade gut. Einschlafen ist ok, dann so 2 bis 4
Stunden Schlaf, aufwachen, das wars dann mit Schlafen. Und das
geht schon seit über 2 Jahren so. Er scheut sich zum Arzt zu
gehen, kriegt aber durch den permanenten Schlafentzug fast
nichts mehr auf die Reihe. Gibt es eine Fachbezeichnung für
diese „Krankheit“? Gibt es Internetseiten, wo solche Fälle
beschrieben sind?

Gruß
André

Hallo Andre,
wenn die Lebensumstände schon nicht optimal sind, wie du
schreibst, hört sich das nach einer ausgewachsenen Depression
an, für die er professionelle Hilfe braucht.
grüsse
dragonkidd

Hallo,
die Leute, die hier antworten wollen tappen im Dunkeln. Alles
Hyothesen. Niemand kann Dir hier eine qualifizierte Antwort geben. Auch
auf den entsprechenden Seiten betreffend Schlafstörung im Internet
wirst du keine Antwort finden. Die Möglichekeiten der Ursache sind
einfach zu weit gestreut. Was sind das denn für Lebensumstände, die 2
Jahre dauern und eventuell zu Schlafstörungen führen? Todesfall,
Drogen- Alkoholprobleme, Probeleme beruflicher Art, Liebeskummer,
Krankheit? Ist es also ein physischer oder psychischer Lebensumstand?
Und was genau ist der Grund der Angst einen entsprechenden Arzt oder
Psychologen ins Vertrauen zu ziehen?
Viele Grüße
Chili

hallo nike,

ich habe da eine frage, evtl weisst du da ja was.

geht man in ein schlaflabor und es steltl sich heraus, der körper hat sich daran gewöhnt z.b oft zu erwachen und im grunde liegt der auslöser von einst nicht mehr vor… - was könnten sie daran ändern?

mein frage meint damit: das labor kann ggfs. die ursachen herausfinden oder aber bestätigungen (per ausschluss anderer möglichen dinge), aber lösen können sie es ja nicht wenn es eine „eingeschliffene“ sache ist - oder sehe ich das fehl?

interessiert mich aus nicht ganz uneigennützigen gründen :smile:

LG
nina

Hi Nina,

doch, das siehst Du schon etwas fehl. :smile:

Es kommt, wie oben geschrieben, gar nicht mal selten vor: Ein Auslöser (Sorgen, Depressionen oder auch körperliche Umstände) führen zu einer Schlafsötrung, und auch wenn die behoben ist, bleibt die Schlafstörung zurück (sehr banal können viele junge Mütter nach dem ersten Babyjahr nicht mehr anständig schlafen: Das Baby schläft dann zwar durch, aber Mama hat’s verlernt …).

Das Schlaflabor wird zunächst einmal eingehend die äußeren Umstände des Schlafes herausfinden (wie lange schläfst Du, welche Aufwachphasen und wie tief). Dann werden sie versuchen, alle körperlichen Gründe herauszufinden und auszuschließen. Schließlich werden natürlich auch psychische Ursachen erforscht.

Und danach werden sie entscheiden, wie Du aus dem Problem wieder raus kommst.

Ich weiß natürlich nicht, was genau sie in einem wie dem von Dir geschilderten Fall vorschlagen werden (weil der ursächliche Grund, warum die Schlafsötung begann, immer doch eine Rolle spielt), bin mir aber sicher, daß sie auch dort individuelle Ratschläge haben. Manchmal schlagen sie Schlaftrainings vor, also „Stundenpläne“, nach denen Du ein paar Wochen vorgehen sollst, danach mußt Du wiederkommen und man schaut, ob es genützt hat. In solchen Plänen versuchen sie, den „Gewohnheitseffekt“ des Körpers zu durchdringen. Nur als Beispiel: Wenn Du immer um 22:00 Uhr ins Bett gehst und immer um 24:00 Uhr aufwachst, dann könnte es vielleicht helfen, wenn Du mal ein paar Wochen lang erst um 24:00 Uhr ins Bett gehst. WENN Du dann durchschläfst, machst Du das eine Zeitlang: Immer erst um Mitternacht ins Bett. Und dann verlegst Du die Bettzeit langsam nach vorne: 23:50, 23:40, 23:30 usw. Sehr langsam. Bis Du wieder bei 22:00 Uhr bist - und durchschläfst.
–> Das war jetzt ein SEHR vereinfacht dargestelltes Beispiel, das ist in Wirklichkeit natürlich viel komplizierter!

Um es kurz zu machen: Ich glaube schon, daß ein Schlaflabor auch in so einem Fall weiterhelfen kann.

Wobei natürlich auch viele Ärzte und Psychotherapeuten Mittel und Wege kennen, Schlafstörungen zu behandeln - es kommt darauf an, wem man eher vertraut. Ich persönlich würde erst mal meinen Arzt befragen, und wenn dem nichts mehr einfällt, mich an ein SL wenden.

Alles Liebe, Nike

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