Schlafstörung = Depression?

Seit Oktober 2010 leide ich unter Schlafstörungen. Ich brauche ewig eh ich einschlafe und schlafe auch kaum durch und werde nachts des öfteren wach.

Meine Freundin hat dies auch mitbekommen und macht sich Sorgen, dass ich vielleicht depressiv wäre. Ich habe sehr oft Stimmungsschwankungen und ziehe mich auch vor allen Dingen von meiner Familie zurück. Ich habe das Gefühl es wird alles zu viel und mir machen meine Hobby´s die ich hatte nicht mehr spaß. Meiner Familie gegenüber lasse ich mir nix anmerken, dass es mir nicht gut geht. Ich weiß nicht ob es richtig wäre, ihnen das zu sagen, ich hätte das Gefühl dass ich nur jammern würde und das will ich nicht. Es gibt auch dauernd Stress zuhause, weil ich mich garnicht mehr konzentrieren kann und alles vergesse oder mir ist auch alles egal, was passiert.

Ich merke auch eine innere Unruhe und weiß nicht woher die kommt und ich habe auch wahnsinnige Angst davor, wie meine Zukunft aussieht. Ich habe in einem Monat meine Ausbildung abgeschlossen und noch keine Ahnung wie es danach aussieht. Momentan sehe ich für mich keine Zukunft und ich empfinde mein Leben momentan als sinnlos.

Ich weiß nicht ob ich den Arzt auf meinen Zustand aufmerksam machen sollte, ich traue mich einfach nicht ihn anzusprechen. Wie sollte ich ihn ansprechen? Ich will ja auch nicht, dass meine Familie das mitbekommt.

Sorry für den langen Text und das gejammer und danke schon mal für eure Antworten.

LG

Moin SuccubusBlues,
deine Schlafstörungen könnten auf eine Depression hinweisen… oder auf etwas anderes.
Z.B. kann auch eine ‚stinknormale‘ Schilddrüsenfunktionsstörung ähnliche Symptome auslösen.

Daher kann ich nur empfehlen: geh zum Hausarzt, lass dich erst mal untersuchen, Blut abnehmen, bestehe auf einem Schilddrüsentest, EKG, erzähl von deinem Gefühl.
Wenn du gesund bist, fange an Sport zu treiben.
Und warum soll deine Familie nichts davon erfahren dürfen? Von seinen Ängsten zu erzählen hilft oft schon besser damit umgehen zu können.
Erfolg und gute Besserung…lux

ich treibe regelmäßig Sport und ich bekomme monatlich Blut abgenommen weil meine Blutgerinnung geprüft wird. Werden da auch nicht die anderen Funktionen überprüft?

Ich möchte denen keine Sorgen machen, die haben selber schon genug Sorgen.

Hallo,

wie entstehen Depressionen? Unter anderem durch das, was du beschrieben hast.

Ziehe dich nicht von deiner Familie zurück. Im Gegenteil, rede offen darüber, wie es dir geht. Vielleicht erspart dir das den Arzt.

Und was die Zukunft angeht, niemand kennt seine Zukunft. Du wirst niemals wissen, was morgen passiert. Manche sagen sogar Zukunft sei eine Illusion.

Es gibt massenhaft Literatur darüber, im hier und jetzt zu leben. Wenn du damit zunächst nichts anfangen kannst, dann kaufe dir so ein Buch. Du bist alt genug eine Freundin zu haben, also bist du auch alt genug dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Angefangen hast du damit ja schon.

Gruß Ralf

Ich möchte denen keine Sorgen machen, die haben selber schon
genug Sorgen.

Meistens geht es denen, die immer alles schlucken, noch schlechter als denen, die ihre Sorgen aussprechen.

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Hallo,

ich leide seit gut 7 Jahren an sehr starken Depression, die mir mittlerweile noch viel mehr Krankheiten, Ticks und Störungen ‚geschenkt‘ haben.
Bei mir hat es genauso angefangen, wie bei dir.
Der größte Fehler, den ich gemacht hatte, war:

Ich habe mich zurückgezogen, von meinen Freunden, von meiner Familie… Und dadurch erst hat sich diese - NOCH - depressive Verstimmung erst zu einer RICHTIGEN Depression entwickelt.

Die Krankheit Depression kannst du dir vorstellen wie ein ‚Ding‘, das in deinem Kopf sitzt und dir das Gefühl gibt, allein wäre alles besser. Dann würde sich niemand Sorgen machen.
Oder: Dich versteht eh keiner, die sind alle gegen dich. Wie es dir geht ist egal.
Das und noch viele, andere Gefühle und Gedanken, wie die, dass eh alles nichts bringt, dass sich nichts ändert, dass es unwichtig ist ob es dich gibt oder nicht. Dir erscheinen winzig kleine Dinge plötzlich als großes Problem… Es gibt nichts positives mehr und du entwickelst Schwarz-Weiß-Denken.
Früher nannte man Depressionen auch Melancholie oder die ‚Denk-Krankheit‘, da man oft herumliegt und denkt und denkt und denkt… weint… weiter denkt und denkt… Man kann nicht schlafen, man findet keine Ruhe und man hat null Motivation.
Anfangs kommt es schleichend… Man merkt kaum, dass es einem schlecht geht, aber dann wird es schlimmer.

Aber Depressionen sind heilbar! Besonders, wenn man sie früh genug bemerkt! Und DAS hast du getan.

Brech aus dieser Denk-Schleife aus, ziehe dich NICHT zurück, sprich mit jemandem über deine Gefühle…! Alleine schaffst du es nicht, glaub mir, aber es gibt dutzende Leute, die dir helfen können. Es ist nichts schlimmes, du wirst weder weg gesperrt noch ausgelacht.
Am besten, du gehst zu deinem Hausarzt und redest ganz normal mit ihm darüber. Es ist eine Krankheit, wie jede andere auch. Es ist auch nicht so, dass du dir die Seele aus dem Leib reden musst - ein Hausarzt fragt immer nach und Antworten geben ist ganz, ganz leicht, glaub mir. Wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen, nichts, was peinlich sein müsste.
Geh zu ihm, setz dich da hin, sag „In letzter Zeit geht es mir einfach nicht gut…“ und wenn er fragt, warum? Dann erklärst du es ihm.

Übrigens:

Dein Arzt hat Schweigepflicht.
Du kannst ganz normal zu ihm hin gehen und ihm alles sagen, ohne, dass deine Familie es merkt. Es wäre aber besser, wenn du mit ihnen redest, denn sie verstehen dich sonst nicht.
Und wenn man Depressive nicht versteht, dann sieht man sie schon mal als faul an, vergesslich, unkonzentriert und so weiter und so weiter… Es ist nicht böse gemeint - sie wissen es eben nicht besser.

Es wird dir besser gehen, wenn du dir Hilfe holst und helfen kann man dir dann auch.

Sollte dein Hausarzt dir nicht helfen - was ich stark bezweifel - dann kauf ihm ein Shcild mit der Aufschrift „Nutzloser Scharlatan“ und such dir einen Neuen ;-D

Du hast die ersten Anzeichen bemerkt. Mach dir dieses Warnsignal bewusst und tu etwas dagegen, damit es dir wieder besser geht und du wieder lachen kannst.

Liebe Grüße und alles Gute,

die Joé

PS:

Hier gibt es eine kostenlose Mail-Beartung

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Einfach links den Bereich auswählen und dann gehts los!
Sehr gut, nur zu empfehlen!
ABER: Kein Ersatz für einen Arzt!

Abgesehen davon, machen sie sich nur mehr Sorgen, wenn sie merken, dass du immer mehr an Lebendigkeit verlierst, glaub mir ;-D

Diese Art zu denken ist typisch für Depressionen.
Würde es dir gut gehen, würdest du alles ganz anders sehen.

Weißt du auch wie Depressionen entstehen?

Früher hatte ich nie daran gedacht, mal so zu sein wie ich jetzt bin. Nach Außen hin versuche ich mich normal zu geben.

Richtig anvertraut habe ich mich nur meiner Freundin, die auch Depressionen hat und auch eine psychische Krankheit hat (welche weiß ich nicht mehr, ich glaube irgendwas mit B)

Ich hätte auch Angst, wenn ich es meiner Familie erzähle, dass sie denken ich spinne oder dass sie sagen, es wird schon wieder nur weil ich nicht zeige, wie es mir wirklich geht. Es gibt halt dauernd auch Stress zuhause, weil ich alles vergesse, unkonzentriert und teilweise Teilnahmslos bin. Ich versuche auch immer viel zu lachen, dass sie es nicht merken. Ich habe natürlich auch Momente ich denen ich wirklich lache weil es mir gut geht, aber schon im nächsten Moment kann meine Stimmung in Gegenteil umschwenken und ich empfinde das echt als anstrengend.

Ich wollte meinen Arzt schon oft ansprechen habe aber dann doch nicht getraut.

Hallo,

mal so ganz spontan: eine ausgewachsene Schlafstörung kann durchaus Symptome einer Depression mitbringen.

Ich würde dir raten, mal mit deiner Beschreibung bei einem Schlaflabor vorzusprechen, evtl. kommt man dort deinem Problem auf die Spur.

Unruhiger bzw. zu wenig Schlaf haben ziemlich krasse Auswirkungen auf die Psyche. Das kann Schlafapnoe, Restless Legs oder andere Störungen sein, die überprüft werden sollten. Wenn sich dann ein erholsamer Schlaf wieder einstellt, hören vielleicht die depressiven Anzeichen wieder auf.

Wie gesagt, vielleicht, eine Depression schließe ich mit meiner Idee nicht aus. Aber zur Ursachenforschung sollten alle Eventualitäten einbezogen werden.

Liebe Grüsse und gute Besserung

Michael

Richtig anvertraut habe ich mich nur meiner Freundin, die auch
Depressionen hat und auch eine psychische Krankheit hat
(welche weiß ich nicht mehr, ich glaube irgendwas mit B)

Könnte eine bipolare Störung sein, früher manisch-depressiv genannt.

Bei den Betroffenen wechseln sich depressive Phasen mit solchen der (jegliche Realität ignorierenden) Hochstimmung ab.

Nein, ich glaube das nennt sich Borderline.

Hallo,

ich habe wirklich oft das Gefühl dass es besser wäre ich wär allein udn dass mich niemand versteht.

Ich war heute beim Arzt und er hat mir pflanzliche Schlafmittel verschrieben und Maßnahmen die ich machen soll, bevor ich schlafen gehe. In 2 Wochen soll ich mich wieder vorstellen und wir gucken ob es geholfen hat. Er meint, wenn es nicht hilft müssen wir gucken wie es weiter geht. Er schien sich Sorgen zu machen. Ich habe auch geweint als ich ihm das erzählt habe und ich habe ihm gesagt, dass ich gestern eine Panikattacke hatte. Er meinte dann dass wir halt gucken müssen was mir Angst macht und er meinte ich sollte Sachen machen die mir Spaß machen. Nur machen mir so viele Sachen die mir früher Spaß gemacht haben garkeinen Spaß mehr :frowning:

Nach meinem Arztbesuch habe ich auch mit meiner Ma geredet (und dabei wieder geweint) und sie meinte nur, dass ich unzufrieden mit meinem Leben wäre und dass das alles ja garnicht so schlimm wäre. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich überhaupt nicht versteht was in mir vorgeht.

Mein Bruder setzt sich selber so unter Druck und dem geht es auch nicht gut. Da machen sie sich n Kopf was mit ihm passiert, aber wenn es mir schlecht geht (und das schon wesentlich länger als ihm) dann ist es ja nicht so schlimm.

Ich weiß nicht ob ich überreagiere oder nicht. Jedenfalls fühlt es sich mies an.

Das glaube ich.
Und das Gefühl, dass du meinst, deine Mutter versteht nicht, was mit dir ist, ist doch ganz normal: Du weißt es doch nicht einmal selber.

Tu, was dein Arzt dir empfohlen hat und sollte es VOR den 2 Wochen Wartezeit schlimmer werden, gehst du wieder zu ihm und lässt dir einen Psychologen empfehlen.

Bitte bedenke, dass dieses Forum dir nur Fragen beantworten kann. Wirkliche Unterstützung - die, die du brauchst - wirst und kannst du hier nicht finden.

meine Empfehlung an dich:

Wende dich mal da an Beratung > Mail-Beratung

und schreibe jemanden an. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen dort gehabt.
Bitte probier es mal.

Grüße, die Joé

Und ich glaube, du solltest keine Diagnosen erstellen, sondern das dem arzt/Psychologen überlassen ;D