Hallo,
ich leide seit gut 7 Jahren an sehr starken Depression, die mir mittlerweile noch viel mehr Krankheiten, Ticks und Störungen ‚geschenkt‘ haben.
Bei mir hat es genauso angefangen, wie bei dir.
Der größte Fehler, den ich gemacht hatte, war:
Ich habe mich zurückgezogen, von meinen Freunden, von meiner Familie… Und dadurch erst hat sich diese - NOCH - depressive Verstimmung erst zu einer RICHTIGEN Depression entwickelt.
Die Krankheit Depression kannst du dir vorstellen wie ein ‚Ding‘, das in deinem Kopf sitzt und dir das Gefühl gibt, allein wäre alles besser. Dann würde sich niemand Sorgen machen.
Oder: Dich versteht eh keiner, die sind alle gegen dich. Wie es dir geht ist egal.
Das und noch viele, andere Gefühle und Gedanken, wie die, dass eh alles nichts bringt, dass sich nichts ändert, dass es unwichtig ist ob es dich gibt oder nicht. Dir erscheinen winzig kleine Dinge plötzlich als großes Problem… Es gibt nichts positives mehr und du entwickelst Schwarz-Weiß-Denken.
Früher nannte man Depressionen auch Melancholie oder die ‚Denk-Krankheit‘, da man oft herumliegt und denkt und denkt und denkt… weint… weiter denkt und denkt… Man kann nicht schlafen, man findet keine Ruhe und man hat null Motivation.
Anfangs kommt es schleichend… Man merkt kaum, dass es einem schlecht geht, aber dann wird es schlimmer.
Aber Depressionen sind heilbar! Besonders, wenn man sie früh genug bemerkt! Und DAS hast du getan.
Brech aus dieser Denk-Schleife aus, ziehe dich NICHT zurück, sprich mit jemandem über deine Gefühle…! Alleine schaffst du es nicht, glaub mir, aber es gibt dutzende Leute, die dir helfen können. Es ist nichts schlimmes, du wirst weder weg gesperrt noch ausgelacht.
Am besten, du gehst zu deinem Hausarzt und redest ganz normal mit ihm darüber. Es ist eine Krankheit, wie jede andere auch. Es ist auch nicht so, dass du dir die Seele aus dem Leib reden musst - ein Hausarzt fragt immer nach und Antworten geben ist ganz, ganz leicht, glaub mir. Wie Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen, nichts, was peinlich sein müsste.
Geh zu ihm, setz dich da hin, sag „In letzter Zeit geht es mir einfach nicht gut…“ und wenn er fragt, warum? Dann erklärst du es ihm.
Übrigens:
Dein Arzt hat Schweigepflicht.
Du kannst ganz normal zu ihm hin gehen und ihm alles sagen, ohne, dass deine Familie es merkt. Es wäre aber besser, wenn du mit ihnen redest, denn sie verstehen dich sonst nicht.
Und wenn man Depressive nicht versteht, dann sieht man sie schon mal als faul an, vergesslich, unkonzentriert und so weiter und so weiter… Es ist nicht böse gemeint - sie wissen es eben nicht besser.
Es wird dir besser gehen, wenn du dir Hilfe holst und helfen kann man dir dann auch.
Sollte dein Hausarzt dir nicht helfen - was ich stark bezweifel - dann kauf ihm ein Shcild mit der Aufschrift „Nutzloser Scharlatan“ und such dir einen Neuen ;-D
Du hast die ersten Anzeichen bemerkt. Mach dir dieses Warnsignal bewusst und tu etwas dagegen, damit es dir wieder besser geht und du wieder lachen kannst.
Liebe Grüße und alles Gute,
die Joé
PS:
Hier gibt es eine kostenlose Mail-Beartung
http://www.beratung-caritas.de/
Einfach links den Bereich auswählen und dann gehts los!
Sehr gut, nur zu empfehlen!
ABER: Kein Ersatz für einen Arzt!