Schlafstörungen + merkwürdige Träume

Hallo ihrs!

Ich schlepp mich seit ca. zwei Woche mit starken Schlafstörungen und komischen Träumen, sollte ich doch mal schlafen, herum.
Es sieht so aus, dass ich zwar sehr gut einschlafe, aber es seit diesen zwei Wochen nicht mehr geschafft habe, auch nur ein einziges Mal durchzuschlafen. Es bleibt auch nicht bei einem einzigen Mal in der Nacht aufwachen, nein ich bin 3-4 Mal dabei - eine Stunde vorm Weckerklingeln sogar fast dauerwach, nur in einem Wach-Schlaf-Irgendwasdazwischen-Ding.
Natürlich wäre der erster Gedanke, dass ich mich mit irgendwelchen Problemen rumschlage, Sorgen habe oder irgendwas (halt das typische „schlaflose Nächte bereiten“) … aber dem ist nicht so. Ich hab ne tolle Partnerschaft, nen Job der mir Spaß macht - mir gefällt mein Leben wie es ist, bewusst fällt mir nichtmal das kleinste Fitzelchen ein, wo ich sagen würde, dass es mir nicht gefällt.
Gut, ich bin erst vor 4 Monate sehr weit umgezogen, neue Umgebung, neuer Job - aber Heimweh und die neue, erste Unsicherheit hab ich eigentlich alles soweit hinter mich gebracht und lustigerweise hatte ich in der ersten Zeit, wo es mir vor Heimweh beinahe das Herz zerrissen hat, überhaupt keine Probleme mit dem Schlafen. Ich glaube fast nicht, dass das damit zusammenhängt.
So, und seit dieser Woche, wo die Schlafstörungen anfingen, habe ich auch merkwürdige Träume, die ich nicht zuordnen kann.
Es ist nie die selbe Story, immer VOLLKOMMEN unterschiedlich (also auch nicht in irgendeiner Weise ähnlich oder so), hat aber immer wieder selbe Darsteller.
Und zwar sind die Darsteller Menschen aus meinem Leben, aber allesamt schon aus sehr weit zurückliegenden Jahren, Menschen mit denen ich schon damals wenig zu tun hatte. Schulkameraden, Freunde der Schwester/Eltern, sowas halt - zwischenmenschliche Beziehungen, die nie über „Hi“ und „Tschüss“ hinausgingen und wo ich es auch nie bereut habe, dass wir nicht befreundet waren. Es ist, als würde ich mich plötzlich an all die Menschen meines Lebens, die ich nicht näher kennengelernt habe, erinnern. Da sind Menschen dabei, an die habe ich seit 10 Jahren und mehr nicht mehr gedacht und hätte ich nicht von ihnen geträumt, hätte ich mich bewusst auch garnicht mehr an einige erinnert. Teilweise kann ich mich nichtmal mehr an die Namen erinnern, aber in den Träumen sehe ich ihr Gesicht klar vor mir.
Nun könnte man denken, dass ich mich einsam fühle, da ich ja auch meinen Freundeskreis zurücklassen musste. Aber dem ist auch nicht so - mit meinen besten Freunden führe ich schon seit Jahren hauptsächlich eine Telefonfreundschaft, da diese schon vor mir weggezogen sind und in anderen Städten wohnen. Das heißt, ich bin es gewohnt, meine Freunde nicht immer abrufbereit in der Nebenstraße zu haben. Auch habe ich in meinem neuen Heimatort bereits einige Bekanntschaften gemacht, mit denen ich am Wochenende auch weg gehe, sofern ich Lust dazu habe. Ich fühl mich ganz und garnicht einsam. Ich bin momentan sehr glücklich - wenn ich doch nur mal wieder ordentlich schlafen könnte! Ich bin nurnoch übermüdet, richtig schlimm knurrig - geh abends nicht mehr lang weg, weil ich so müde bin … dann fall ich 23 Uhr tot ins Bett und bin spätestens 2 Uhr wieder wach! Und wenn ich dann aufstehe, fühle ich mich doch nur wieder gerädert.
Wir dachten zuerst, dass es ganz simpel am Kopfkissen liegt, da ich damit scheinbar immer nachts Kämpfe ausgetragen habe - es lag fast immer am Boden, weit weg von meinem Kopf, wenn ich aufgewacht war. Also war/ist mein Schlaf auch sehr unruhig. Also, Kopfkissen gewechselt. Das liegt zwar jetzt immer brav unter meinem Kopf - aber besser schlafen ist immernoch nicht.
Ich will (noch) nicht zu Schlafmitteln greifen, sei es chemisch oder natürliches Zeugs, weil es ja auch ohne gehen sollte. Aber ich weiß bald nicht mehr weiter - es ist 12 Uhr an einem Sonntag, ich lag offiziel 9 Stunden im Bett und ich bin schon wieder so müde. Weiß jemand Rat, was ich machen könnte, ob ich mich mit irgendwas auseinander setzen müsste … irgendwas? Ich will doch einfach wieder erholsam schlafen, wie es seit 23 Jahren immer geklappt hat. :frowning:

Liebe Grüße

Hallo Calesca,

ich will ja nicht die Flöhe husten hören, aber kann es sein, dass du eine gute Schauspielerin bist? Ich meine, wenn es darum geht, heile Welt vorzugaukeln? Das meine ich nicht böse. Denke bitte darüber nach.

Wenn diese Schlafstörungen so plötzlich und in dieser Heftigkeit auftreten, dann gibt es Probleme. Diese Probleme willst du nicht sehen und schiebst sie so geschickt weg, dass du es selbst nicht merkst. Frauen können das ja von Natur aus schon, du scheinst es aber besonders gut zu können.

Wenn du überhaupt keinen Plan hast, was es sein könnte, beobachte mal deine Mutter. Töchter übernehmen oftmals Verhaltensweisen der Mutter, ohne es zu merken. Wie ist der Grundtenor bei deiner Mutter? Gibt sie Probleme zu oder verharmlost sie diese geschickt? Wenn du dir das beantworten kannst, dann komme wieder zu dir zurück und überlege, was du verharmlost.

Ich habe deine Zeilen aufmerksam gelesen und habe den Eindruck, dass du deine Probleme sehr weit wegschiebst. Falls du alleine nicht darauf kommst, würde ich dir empfehlen, mal zu einem Psychologen zu gehen. Der weiß, wie er deine Probleme an die Oberfläche holen kann, so dass sie für dich sichtbar werden.

Ich wünsche dir guten Erfolg und bald wieder einen guten Schlaf!

Liebe Grüße
Ina

Team: Vollzitat entfernt

Hallo Calesca,

Huhu

ich will ja nicht die Flöhe husten hören, aber kann es sein,
dass du eine gute Schauspielerin bist? Ich meine, wenn es
darum geht, heile Welt vorzugaukeln? Das meine ich nicht böse.
Denke bitte darüber nach.

Flöhe husten manchmal ziemlich laut. :wink:
Es ist ja eine natürliche Gabe von uns Frauen, Probleme zu übersehen oder zu verdrängen. :smiley: Jedoch bin ich ja nun sehr daran interessiert, das Problem zu lösen - und ich sag es mal so: Natürlich hab ich drüber nachgedacht, ob da nicht noch was ist, was mir bewusst nicht klar ist - aber da ist nichts oder anders gesagt: Nein, mir fällt absolut kein Lebensbereich ein, wo es nicht so laufen würde, dass ich nicht zufrieden bin. Sicher fluche ich mal auf Arbeit oder es gibt mal einen Streit mit meinem Freund … aber das ist nichts, was länger als einen Tag anhält. Bewusst stört mich NICHTS!

Diese Probleme willst du nicht sehen und schiebst sie so geschickt weg, dass du es selbst nicht merkst.

Ich würde viel dafür geben, sie zu sehen …

Wenn du überhaupt keinen Plan hast, was es sein könnte,
beobachte mal deine Mutter. Töchter übernehmen oftmals
Verhaltensweisen der Mutter, ohne es zu merken. Wie ist der
Grundtenor bei deiner Mutter? Gibt sie Probleme zu oder
verharmlost sie diese geschickt? Wenn du dir das beantworten
kannst, dann komme wieder zu dir zurück und überlege, was du
verharmlost.

Meine Mama tritt Probleme entgegen und bekämpft sie zur Not mit dem Schlaghammer - und genauso bin ich auch. Eigentlich sind wir sogar gut darin, Probleme schlimmer zu machen als sie sind. :wink:

Ich würde gern etwaigige Probleme lösen, um wieder schlafen zu können - nur fehlt mir absolut der Anhaltspunkt. -_-

Liebe Grüße

Grüße zurück

Urlaub?
Hi,

das hoert fuer mich ein wenig so an, als seist du noch nicht wirklich dort „angekommen“. Hattest du nach den ersten
Wochen dort bis heute schon mal einen geruhsamen Urlaub gehabt?

Ist es vielleicht so, dass du dich bei deiner Ankunft gleich wieder ins Leben gestuerzt hast, nachdem die ersten Heimwehsymptome verflogen sind?

Oftmals realisiert man erst richtig bzw. lebt man sich erst besser ein, wenn man mal in Ruhe ueber alles nachdenkt und sich auch in Ruhe sich mit der unmittelbaren Umgebung befasst.

Ich wuerde dir raten in der naechsten Zeit etwas Urlaub zu nehmen und dir alles ein wenig durch den Kopf gehen zu lassen. Spaziergaenge in der naeheren Umgebung helfen einen, sich mit dieser naher anzufreunden.
Nach einer Weile koennte sich dein Zustand vielleicht auf deinen vorherigen von deinem Ursprungsort eingeschwungen haben.

Aber bedenke: Du koenntest dir dadurch auch ueber einige beunruhigende Dinge klar werden, welche das auch immer sein moegen.

Wenn du dich ploetzlich, wenn du erstmal runtergeschaltet hast, sehr unwohl fuehlst oder sogar schon bei dem Gedanken daran Urlaub zu machen, und sich auch mal ganz mit allein zu beschaeftigen, dann solltest du nicht zoegern und mit vertrauensvollen Personen in deiner Umgebung darueber reden.

Darf man fragen wohin du gezogen bist?

Hi,

Huhu

das hoert fuer mich ein wenig so an, als seist du noch nicht
wirklich dort „angekommen“. Hattest du nach den ersten
Wochen dort bis heute schon mal einen geruhsamen Urlaub
gehabt?

Nein, wie denn? :smile: Bin in der Probezeit und darf noch ne Runde ohne Urlaub auskommen. Jedoch bin ich häufiger übers Wochenende im „Heimaturlaub“, finde das auch sehr schön, jedoch habe ich es in letzter Zeit weniger gemacht, weil mich währenddessen das Heimweh doch mehr plagt, als wenn ich in meiner neuen Heimat bin.

Ist es vielleicht so, dass du dich bei deiner Ankunft gleich
wieder ins Leben gestuerzt hast, nachdem die ersten
Heimwehsymptome verflogen sind?

Notgedrungen, ja. Bin auf Arbeit, hab daheim gegessen, geduscht und dann eigentlich gleich wieder ins Bett, da anfangs nichts mit festen Arbeitszeiten war. Nach Arbeitsplatzwechsel hat sich das gelegt, ich bin unter der Woche ehr zu Haus als mitten im Leben, einfach weil mir die Ruhe gut tut. Also ich weiß nicht, ich würde es nicht als sich mitten ins Leben gestürzt bezeichnen, schon allein, weil ich anfangs ja ziemlich niemanden kannte.

Oftmals realisiert man erst richtig bzw. lebt man sich erst
besser ein, wenn man mal in Ruhe ueber alles nachdenkt und
sich auch in Ruhe sich mit der unmittelbaren Umgebung befasst.

Ich kenne die Gegend ja durchaus schon vier Jahre, da ich in Fernbeziehung lebte und sehr oft gependelt bin, hatte also zwei Heimaten, die ich jetzt gegen einen Wohnort getauscht habe.

Spaziergaenge in der naeheren Umgebung helfen einen, sich mit
dieser naher anzufreunden.

Allein wegen der Schlafstörungen gehe ich Abends sehr oft nochmal ne Runde von einer halben Stunde, was ich auch toll finde.

Darf man fragen wohin du gezogen bist?

Vom beschaulichen Großstädtchen Erfurt ins Rhein-Main-Gebiet (was ich ja, wie bereits erzählt, durchaus auch vorher schon kannte :smile: ).

Oh man, ich hör mich so an, als würde ich jeden Vorschlag abschmettern, oder? :frowning: Aber ich habs entweder bereits probiert oder sehe da keinen Zusammenhang. *seuftz*

Ich war heute mal in der Apotheke und hab mir Baldrian besorgt, in der Hoffnung, dass es so wieder geht. Ich bin so dauermüde, dass ich autofahrenderweise bald eine Gefahr für mich und die anderen bin. :confused:

Grüße

merkwürdig? gar nicht…
hi,

neben der notwendigkeit, deine blutwerte untersuchen zu lassen und dabei die schilddrüse mal zu checken, würde ich mich deiner theorie „am leben kann es auf keinen fall liegen“ nicht so ganz anschliessen.

in deinem skript findet sich meines erachtens der klare hinweis auf zwei tiefgreifende veränderungen im leben: ein umzug und ein neuer job. entweder dir ist noch nicht ganz klar, wie sehr einen das auch nachts beschäftigen kann, oder du bist verdrängungskünstlerin -und dann würde die seele einen grund mehr haben, nachts angestrengt zu verarbeiten.

es kann die entfernung von zu hause sein, von den freunden, den eltern, es kann sich aber im laufe der zeit am neuen wohnort auch etwas anderes als beunruhigend herausstellen, was du noch gar nicht so bewusst weisst. vielleicht „drohen“ im neuen jon überfordernde aufgaben? hat der partner auf einmal ein problem mit deinen veränderungen, oder verändert er sich auf einmal?

auch möglich: du hast eine harmlose vorübergehende schlaf-irritation, die du sehr sorgenvoll bewertest und damit einen teufelkreis eröffnest. du würdest dich dann sozusagen immer weiter in den alarmzustand hineinsteigern und das macht natürlich schlaf weniger wahrscheinlich. ein toller satz für nachts, den du dir sagen kannst: „ich kann auch mit schlafstörungen schlafen!“

in jedem fall lohnt sich, die phase des momentan unruhigen schlafes als natürlich und passager hinzunehmen. die chemo-lösung ist etwas für notfälle, dabei sollte es auch bleiben.