Schlafstoerungen, staendiges Aufwachen

Hi

ich habe seit 4 Monaten Schlafstoerungen. I. d. R. schlafe ich schnell ein, wache jedoch nachts unzaehlige Male auf, bin dabei aber nicht hellwach. Natuerlich fuehle ich mich den Tag ueber meistens ziemlich graesslich.

Ich wohne seit 4 Monaten in einer WG mit drei anderen Leuten. Zwei davon nehmen leider keine Ruecksicht, Problem sind nicht laute Musik oder TV, sondern das Tuerezuknallen zu jeder Tages- und Nachtzeit, jedes Mal wenn sie eine “schliessen” oder auch wenn sie eine oeffnen. Gespraeche, auch mit dem Vermieter, nuetzen nichts. Ich versuche auch gerade was anderes zu finden. Selbst wenn Ruhe im Haus ist, wache ich auf, vermutlich weil ich erwarte, dass einer wieder eine Tuere knallt. Ohropax, die ich seit ein paar Wochen benutze, helfen, dass ich beim Tuerezuschlagen nicht aufwache, jedoch nicht, dass ich aufwache, auch wenn Ruhe ist. Mir ist auch nicht bewusst, dass mich etwas belastet. Habe darueber nachgedacht, jedoch nichts gefunden ausser dem Ueblichen, was einen so beschaeftigt, nichts Gravierendes. Grueble auch nicht nachts ueber etwas Bestimmtes.

Ueber Weihnachten und Neujahr waren meine Mitbewohner alle 2 Wo im Urlaub, hatte also Ruhe, die Schlafstoerungen wurden in dieser Zeit aber nicht besser. Zwischenzeitlich bin ich mit den Nerven runter und habe heute meinen zweiten Heultag (den ersten vor ein paar Wochen), nachdem ich letzte Nacht zwar theoretisch 8 Stunden geschlafen habe, aber staendig wach wurde.

Johanniskrautrotoelkapseln helfen nicht, Schlaftabletten moechte ich nicht nehmen.

Weiss jemand Rat? Bin dankbar fuer jeden Tipp.

Gruesse
Kris

Hi Kris,

jetzt wünsche ich Dir erst mal, dass Du ganz schnell etwas Neues findest, was Deiner augenblicklichen Wohnsituation Abhilfe schafft.

Vermutlich bist Du innerlich schon so auf Schlafstörung programmiert, daass Du selbst in Ruhephasen (Deiner Mitbewohner) diesen Fehlrhythmus weiterlebst. Zudem wird die Unruhe kommen, ob Du überhaupt am nächsten Tag ausgeschlafen sein wirst. Das hält zusätzlich wach.

Es gibt wunderbare Yoga-Atemübungen (ohne körperliche Knoten), die Dir Ruhe verschaffen. Dann solltest Du es einfach mal mit Baldrian und Melisse versuchen (Johanniskraut putscht nämlich anscheinend u. U. auf!). Wenn Du kannst, trink warme Milch (oder ein Bier…) vor dem Schlafengehen; und versuche, Dich nicht über den Lärm zusätzlich zu ärgern und lange darüber nachzudenken - es hilft ja leider doch nichts… Versuch lieber, an etwas besonders Schönes zu denken (Dein letzter Urlaub, Deine neue Sommergarderobe etc.)

Und heul ruhig - das ist besser als ein Magengeschwür (ich tu’s manchmal auch).

Verwöhn Dich gerade an so einem grässlichen Tag mal besonders - und vielleicht gibt es ja ein paar nette Freunde, die Dich zusätzlich aufmuntern können?

Alles Liebe,

Susanne

Hi,

allein der zeitliche Zusammenhang - seit 4 Monaten lebst Du in einer WG, seit 4 Monaten hast Du Schlafstörungen - deutet sehr darauf hin daß es einen Zusammenhang gibt. Du findest offenbar in der neuen Umgebung nicht die Ruhe, die Du brauchst um durchschlafen zu können. Du schreibst ja auch selber hauptsächlich über die Situation in der WG, weshalb man wohl vermuten kann daß Du die Ursache des Übels schon entdeckt hast.

Ich denke daß Du schlicht und einfach schauen mußt daß Du eine andere Wohnung findest, denn offenbar läßt dich allein die Erwartungshaltung, daß Du gestört werden könntest, in dieser Wohnung nicht mehr wirklich zur Ruhe kommen und wenn die Schlafstörungen auch bleiben wenn die anderen gar nicht da sind hast Du diese Wohnung, oder vielleicht auch die „Lebensform WG“ inzwischen schon so negativ besetzt daß dort für Dich kein zufriedenes Leben mehr möglich ist.

Was soll ich sagen? Viel Glück daß Du bald eine neue, eigene Wohnung findest!

Alles Gute und schöne Grüße,

MecFleih

Hi Kris,

nach zusätzlichem Grübeln noch ein Tipp: Türen schließen leiser, wenn man ein Stück Hühneraugenplaster auf die „Kollisionsstelle“ klebt (kann man ja in Türrahmenfarbe überstreichen) - das bloß als Übergangshilfe, bis Du Dein neues Zuhause hast.

Alles Liebe,

Susanne