Schlafwandeln

Hallo,

habe mich gestern beim Schlafwandeln erwischt.

Meine, daß gestern ein besonderer Tag gewesen war, an dem einiges hochgekommen ist, auf das ich jetzt nicht im Detail eingehen möchte, aber es überrascht mich nicht völlig, daß mir Folgendes gestern passiert ist:
Bin im Traum gestern Nacht die Treppe (2 Stockwerke) hinuntergerannt und habe meine Wohnungstür auch brav zugemacht :wink:, weil ich einfach nur aus dem Haus raus wollte, und hätte mich beinahe komplett aus dem Haus ausgeschlossen, wenn es draußen nicht so kühl gewesen wäre und ich deshalb aufgewacht wäre.
Es gab eine Zeit, in der ich ständig von Wohnungsumzügen geträumt habe. Kann mich sonst im Allgemeinen nicht an Träume erinneren. Bin in alle möglichen Wohnungen, WGs, Mehrbettenzimmer, Häuser etc. im Traum eingezogen. Fand es zum Schluß schon fast interessant, mal wieder eine Wohnung zu besichtigen… :wink:. Einer der Auslöser für meine Depression war u.a. eine Wohnungskündigung gewesen und gestern hatte ich u.a. einem guten Freund, mit dem mich schwierige Zeiten verbinden, beim Umzug geholfen. Insofern fand ich es nicht überraschend, mal wieder etwas über Häuser und Wohnungen zu träumen. - Der „Wohnungsumzug“ steht in der Traumdeutung für Veränderung, habe ich mal gelesen? Wie auch immer… :wink:

Als ich gestern das Licht eines einparkendes Autos vor dem Haus gesehen habe, habe ich mich gefragt, wo ich eigentlich bin und anhand der Hausnummer gesehen, daß es sich um das Haus handelt, in dem ich in Wirklichkeit wohne. Bin dann wohl aufgewacht, dachte vorher es wäre nur ein Traum.

Habe jetzt ein wenig zu Schlafwandeln im Internet gelesen, nehme an, daß ich geschlafwandelt bin.

Was kann ich machen, damit mir so etwas nicht noch mal passiert? Wohne alleine…

  • mich einschließen und meinen Haustürsschlüssel vor mir verstecken, so daß ich ihn am nächsten Morgen aber doch noch einigermaßen schnell wiederfinde :wink:? … oder reicht es einfach nur, die Tür abzuschließen und den Schlüssel dort hinzulegen, wo er immer liegt? - Finden Schlafwandler auch „versteckte“ Türschlüssel?
  • Lichtquellen im Zimmer vermeiden, also das Zimmer so gut es geht, abzudunkeln, so daß ich wegen einparkender Autos nicht mehr auf die Straße rennen will :wink:?
  • zum Arzt gehen und diesen einen Vorfall erwähnen…? Hoffe irgendwie noch, daß dies einmalig war und ich nicht noch häufiger umherwandeln werde, schon gar nicht auf der Straße…
    Depressionen und Therapie habe ich hinter mir, denke und hoffe ich.
    … Irgendwie möchte ich es nicht wahrhaben, daß ich scheinbar nachtaktiv bin. …oder wie häufig kommt das vor, daß mal jemand nachts aus dem Haus geht?

Würde mich über Antworten oder weiterführende Links freuen! Habe den Eindruck, daß die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten für Schlafwandeln derzeit eher unbekannt sind.

Gruß von Maggie

Hai, Maggie,

da biste ja echt in’ner blöden Situation…

Also, abschließen und Schlüssel vor Dir selber verstecken nützt garnix - den kramst Du auch im Schlaf völlig selbstverständlich raus und wenn Du Pech hast, lässt Du ihn dann auch noch innen im Schloß stecken, bevor Du die Tür hinter Dir zu ziehst.
Ebensowenig nützt es, die Tür mit Zeug zuzubauen (hab ich ausprobiert - und schlafend alles weg und sorgfältig aufgeräumt).

Was den Wandel-Impuls etwas ausbremst, ist totale Dunkelheit im Schlafzimmer (Schlafwandler wurden früher nicht ohne Grund mondsüchtig genannt).

Eventuell könnte eine Art Alarm-Schaltung an Deiner Tür helfen, die Du abends aktivierst und die dann, wenn nachts die Wohnungstür geöffnet wird, Festbeleuchtung und Beschallung einschaltet (keine Angst - Schlafwandler, die geweckt werden, fallen nicht tot um, oder so - es kann Dir aber passieren, daß Du ein wenig von der Rolle bist, wenn Du Dich plötzlich im hellerleuchteten Flur wiederfindest … ich finde (fand) es aber besser, etwas erschreckt im Flur zu stehen, als etwas erschreckt auf der Straße).

Gruß
Sibylle
(auch immer wieder mal wandelnd - heutzutage aber nur noch zum Katzen-Streicheln, sind meine beiden angemessen gekuschelt, geh ich wieder ins Bett und weiß am nächsten Morgen von nix)

Hallo Sibylle,

Hey, jemand mit Erfahrung meldet sich! :smile:

Also, abschließen und Schlüssel vor Dir selber verstecken
nützt garnix - den kramst Du auch im Schlaf völlig
selbstverständlich raus und wenn Du Pech hast, lässt Du ihn
dann auch noch innen im Schloß stecken, bevor Du die Tür
hinter Dir zu ziehst.

Ja, so etwas hatte ich befürchtet!

Ebensowenig nützt es, die Tür mit Zeug zuzubauen (hab ich
ausprobiert - und schlafend alles weg und sorgfältig
aufgeräumt).

Unheimlich, oder?

Was den Wandel-Impuls etwas ausbremst, ist totale Dunkelheit
im Schlafzimmer (Schlafwandler wurden früher nicht ohne Grund
mondsüchtig genannt).

Eventuell könnte eine Art Alarm-Schaltung an Deiner Tür
helfen, die Du abends aktivierst und die dann, wenn nachts die
Wohnungstür geöffnet wird, Festbeleuchtung und Beschallung
einschaltet

Ja, denke jetzt auch, daß ich mir eine Alarmschaltung zusammenstellen muß. …Irgendwie kommt mir das wie ein falscher Film vor, den ich am liebsten ganz schnell vergessen möchte. Bin ja nicht wirklich auf der Straße gelandet, aber ich mußte die Scheibe der Eingangstür einschlagen, um wieder in die Wohnung zu kommen. Die Nachbarn wollte ich auch nicht so gerne rausklingeln… :wink:

(auch immer wieder mal wandelnd - heutzutage aber nur noch zum
Katzen-Streicheln, sind meine beiden angemessen gekuschelt,
geh ich wieder ins Bett und weiß am nächsten Morgen von nix)

Na, die Katzen freuen sich bestimmt! :wink:

Gruß von Maggie

Hallo Maggie,

ich möchte meiner Vorrednerin mal widersprechen. Ich bin auch schon ein paar mal im Hausflur aufgewacht, und mir hat es (anscheinend) durchaus etwas gebracht, mich einzuschließen. Ich hab den Schlüssel bloß halt nicht dahin getan, wo er sonst ist, damit ich ihn nicht routinemäßig rausholen konnte.

Viel Glück für Deine nächtlichen Tourten, :smile:
Annika

Hallo Annika,

habe mich jetzt auch erst mal eingeschlossen und den Schlüssel woanders hingelegt. - Bloß, wenn man den Schlüssel jede Nacht an den etwas anderen Ort legt, bekommt man doch auch hierfür eine Routine, oder? Werde mir noch zusätzlich Alarm besorgen.
Gruß von Maggie

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Annika,

meinen nachträglichen Glückwunsch zum bestandenen Abschluß!

Grüße,

Oliver Walter

… wir standen ja auch gemeinsam auf dem Podest. :wink:

Viele Grüße,
Annika

Hallo Annika,

habe mich jetzt auch erst mal eingeschlossen und den Schlüssel
woanders hingelegt. - Bloß, wenn man den Schlüssel jede Nacht
an den etwas anderen Ort legt, bekommt man doch auch hierfür
eine Routine, oder? Werde mir noch zusätzlich Alarm besorgen.
Gruß von Maggie

Hallo Maggie,

puh, schwer zu sagen - ich weiß ja morgens nicht mehr, was ich nachts so unternommen habe (ich habe allerdings auch das volle Programm inklusive Zähneknirschen bzw. Zahnschiene und und im Schlaf sprechen, was meinen Freund manchmal noch etwas nervt…). Viel wichtiger finde ich, dass man morgens noch weiß, wo man den Schlüssel versteckt hat. :smile:

Viele Grüße,
Annika

Viel wichtiger finde ich, dass man morgens noch

weiß, wo man den Schlüssel versteckt hat. :smile:

Hi Annika,

…übe mich jetzt im Verstecken und Wiederfinden. :wink:

Gruß von Maggie