Schlaganfall - Behandlung

Hallo!

Wir haben jemanden in der Familie der bereits mehrere Schlaganfälle hinter sich hat. Er ist natürlich in ärztlicher Behandlung. Er ist ausländischer Staatsbürger und sprach früher fließend Deutsch. Seit seinem 2. Schlaganfall ist jedoch der gesamte deutsche Wortschatz weg. Die Verständigung beim Arzt sowie im KHS gestaltet sich immer sehr kompliziert. Bis jetzt nimmt er seine Medikamente selber ein, will sich da auch nicht helfen lassen. Lt. Hausarzt scheint er die Medi´s aber nicht regelmäßig und/oder korrekt einzunehmen und daher geht es ihm immer wieder schlecht - er steht schon wieder kurz vorm nächsten Schlaganfall. Problem: er weigert sich, von einem Pflegedienst betreut zu werden, ist der Meinung dass er alles alleine noch kann und will das Geld sparen. Reagiert regelrecht aggressiv auf diesen Vorschlag. Es wohnt aber von der Familie keiner in seiner Nähe (alle mind. 150 km entfernt) der ihn täglich mit den Medi´s betreuen oder auch zum Arzt begleiten könnte und einem Umzug stimmt er nicht zu. Stellt sich zudem die Frage, ob ein Pflegedienst überhaupt was bringt, da die ja nicht seine Sprache sprechen und er den auch nicht will. Es geht doch aber so nicht weiter. Er schafft es immer weniger und schlechter und wir möchten natürlich helfen, wir können als Familie ja nicht einfach so zuschauen, wie sich sein Zustand verschlechtert… Aber was hat man für Möglichkeiten, was macht man in so einem Fall? Wir sind total ratlos und der Arzt leider auch…

Danke im Voraus für eure Antworten!

was tut man…?
Hallo.

Wahrscheinlich muss man in so einem Fall sagen, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist.
Vielleicht könnte man versuchen eine richterliche Betreuungsverfügung zu bekommen, aber erstens glaube ich nicht, dass ein Richter da zustimmt, wenn der Patient alles noch selbst tun kann (die falsche Tabletteneinnahme ist ja im Moment noch eine Vermutung) und zweitens erhöht das die Bereitschaft mit einem Pflegedienst zusammen zu arbeiten auch nicht.
Es ehrt euch, wenn euch euer Angehörige nicht egal ist, aber wenn es Gespräche mit ihm nicht dazu bringen, dass er einsichtig wird, dann werdet ihr wohl nicht viel tun können. Es sei denn man versucht es mit einem Psychologen…wenn man das wöllte.

Alles Gute.
Stiftel