Schlagende Kleinkinder

Hallo Ihr,

Tatort Rewe, Dortmund:
Ich stehe an der Kasse und warte und warte und warte…
An der Nebenkasse steht eine junge Mutter mit zwei kleine Bla… ähh, mit zwei Kinder. Der Größere von beiden war ca. 5-6 Jahre, der Kleinere (geschätzt ca. 1-2 Jahre) saß im Kinderwagen, den die Mutter vor sich her schob. Der Kleine im Kinderwagen schaute die Kassiererin, die meine Ware abkassierte, an und … zack… schlug sie auf den Unterarm. Zweimal, dreimal, viermal. Die Kassiererin zog die Situation ins Lächerliche, die Mutter entschuldigte sich.
Eigentlich nur eine von vielen Situationen die es ja Tag für Tag gibt. Eigentlich nix ungewöhnliches, oder?

Meine Frage dazu:
Warum machen (Klein)Kinder so etwas? Ist das eine Art von versteckten Aggressionen. Testen Kinder wie weit sie gehen können?
Wie verhält mach sich in solchen Fällen fragt sich Jim Beam (der keine Kinder hat)?

Danke

hallo

ich kenne das natürlich auch mit meiner kleinen.
es sind immer unterschiedliche situationen, in denen kinder „zuschlagen“. mal wenn sie nicht weiterwissen, mal wenn sie sich bedrängt( durch ein anderes kind ) fühlen, wenn sie etwas nicht bekommen und und und…
wenn mich früher mal ein kind getreten hat, hab ich einfach zurück getreten( natürlich nicht so hart!!!) , mach ich heute bei meiner auch.
ich denke mal, das die kleinen ja noch gar nicht richtig einschätzen können, wie weh das tun kann.
was sie da machen, werden sie wohl schon genau wissen.

ach unsere kleinen süßen…

Servus Jim Beam,

also ich kenne dieses Verhalten von meinen Kindern nicht, deshalb kommt mir der Gedanke auf, ob dies nicht Ausdruck erlebter Gewalt im Kindesalter ist.
Schließlich spiegeln Kinder ja das Verhalten Ihrer Eltern wieder.

Gruß Richard

Nee, nee…

deshalb kommt mir der Gedanke auf, ob dies nicht Ausdruck
erlebter Gewalt im Kindesalter ist.
Schließlich spiegeln Kinder ja das Verhalten Ihrer Eltern
wieder.

Meine Kids wurden nie gehauen, und haben das auch gemacht, ich denke die probieren halt einfach aus, wie weit sie damit kommen.

Besonders schön ist die Gewalt auf dem Spielplatz zu beobachten.

Da gehst du nichtsahnend mit deinen friedlichen kleinen Engel in die Sandkiste, schon kommt so ein „Sandkasten-Rocker“, drischt deinem Kind die Schaufel über den Kopf und nimmt ihr den Eimer weg, lautstark erklärend: „MEINS!“.
Man ist entsetzt und denkt darüber nach, was die Mutter des Bengels wohl verkehrt gemacht hat in der Erziehung und so, bis das eigene Engelchen am nächsten Tag genau das selbe Verhalten zeigt, ‚Schaufel übern Kopp - Förmchen klau‘ und du versinkst im Erdboden unter den anklagenden Blicken der anderen Mütter.

Hat nix mit „erlebter Gewalt im Elternhaus“ zu tun.
Eher mit „Ich mach nach was ich von anderen Kindern sehe“

Gruß Richard

Gruß M.

5 „Gefällt mir“

Batsch Batsch
Hallo,

also das was Ihr schlagen nennt würde ich bei einem Kind von ein bis zwei Jahren höchsten als Batsch Batsch Batsch bezeichnen und hat nach meiner bescheidenen Meinung nach nichts mit schlagen oder wehtun zu tun.

Unser kleiner ist knapp ein Jahr alt und bei Ihm ist es auch eine Form der Zuneigung wenn er versucht einem z.B. im Gesicht zu streicheln. Da die kreisende Bewegung noch nicht so recht klappt sieht es halt etwas aus wie „schlagen“.

Was die Geschichte auf dem Spielplatz angeht so denke ich, dass es schon eher etwas mit ausprobieren zu tun haben könnte. Vor einigen Tagen waren wir mit unseren zwei auf dem Spielplatz. Der Kleine, kann grad sitzen, saß so im Sand als ein drei oder vier Jahre altes Mädchen vorbei ging und ihn umschubste. Wir ihn also wieder hingesetzt kam sie zurück und schubst Ihn wieder um. Der Mutter entglitt alles und wir hatten so etwas auch noch nicht erlebt, aber ich mag nicht daran glauben, dass das Mädchen unserem Kleinen wehtun wollte.

Was mich aber wirklich wundert ist wie manche Eltern auf solche Situationen reagieren. Wenn unser Grosser derartiges macht bekommt er schon schimpfe und darf sich ein paar Texte anhören, mache Eltern aber lächeln einfach und sagen sich na ja was solls, so sind sie halt die lieben Kleinen.

Viele Grüße
Me

Ich würde da eher an die Erziehung der Eltern appelieren.

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Hi,

Ich würde da eher an die Erziehung der Eltern appelieren.

Das ist meist unmöglich, da die Erziehung
der Eltern vor 20-40 Jahren entschieden
wurde und von deren Eltern zu verantworten
ist.

An wen willst Du da appellieren und warum?

Grüße

CMБ

servus,

also ich frag mich warum es dich interesiert da du ja scheinbar nichts von kindern haelst (…steht eine junge Mutter mit zwei kleine

Bla… ähh, mit zwei Kinder. )

also kann es dir ja wurst sein oder?

gruss manuel!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Manuel,

also ich frag mich warum es dich interesiert da du ja
scheinbar nichts von kindern haelst (…steht eine junge

Mutter mit zwei kleine
Bla… ähh, mit zwei Kinder. )

Nenne es einfach pures Interesse an meine Mitmenschen.
Das man aus einen einfachen Satz ableiten kann, dass ich nichts von Kinder halte ist merkwürdig.

also kann es dir ja wurst sein oder?

nö Du, wenn es so wäre hätte ich nicht gefragt

gruss manuel!

Lieben Gruss
Jim Beam

Hallo Ihr,

Tatort Rewe, Dortmund:
Ich stehe an der Kasse und warte und warte und warte…
An der Nebenkasse steht eine junge Mutter mit zwei kleine
Bla… ähh, mit zwei Kinder. Der Größere von beiden war ca.
5-6 Jahre, der Kleinere (geschätzt ca. 1-2 Jahre) saß im
Kinderwagen, den die Mutter vor sich her schob. Der Kleine im
Kinderwagen schaute die Kassiererin, die meine Ware
abkassierte, an und … zack… schlug sie auf den
Unterarm. Zweimal, dreimal, viermal. Die Kassiererin zog die
Situation ins Lächerliche, die Mutter entschuldigte sich.
Eigentlich nur eine von vielen Situationen die es ja Tag für
Tag gibt. Eigentlich nix ungewöhnliches, oder?

Meine Frage dazu:
Warum machen (Klein)Kinder so etwas? Ist das eine Art von
versteckten Aggressionen. Testen Kinder wie weit sie gehen
können?
Wie verhält mach sich in solchen Fällen fragt sich Jim Beam
(der keine Kinder hat)?

Danke

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Hallo Ihr,

Tatort Rewe, Dortmund:
Ich stehe an der Kasse und warte und warte und warte…
An der Nebenkasse steht eine junge Mutter mit zwei kleine
Bla… ähh, mit zwei Kinder. Der Größere von beiden war ca.
5-6 Jahre, der Kleinere (geschätzt ca. 1-2 Jahre) saß im
Kinderwagen, den die Mutter vor sich her schob. Der Kleine im
Kinderwagen schaute die Kassiererin, die meine Ware
abkassierte, an und … zack… schlug sie auf den
Unterarm. Zweimal, dreimal, viermal.

Hallo Jim.
Meine Reaktion wäre ziemlich kurzfristig gewesen. Nach dem ersten spätestens aber zweiten Mal hätte ich meinem Kind den Arm festgehalten und laut und deutlich „Nein“ gesagt. Klare Kiste finde ich. Alles andere würde ich nicht durchgehen lassen. In deinem Fall hätte ich auch an STelle der Kassiererin anders reagiert. Freundlich aber bestimmt. Ganz sicher! Auch kleine Kinder müssen Grenzen gegenüber anderen Leuten haben und die sind hier gefragt.
Schönen ABend noch
Tutulla

deshalb kommt mir der Gedanke auf, ob dies nicht Ausdruck
erlebter Gewalt im Kindesalter ist.
Schließlich spiegeln Kinder ja das Verhalten Ihrer Eltern
wieder.

Meine Kids wurden nie gehauen, und haben das auch gemacht, ich
denke die probieren halt einfach aus, wie weit sie damit
kommen.

Besonders schön ist die Gewalt auf dem Spielplatz zu
beobachten.

Wer wählte denn den Spielplatz aus?

Da gehst du nichtsahnend mit deinen friedlichen kleinen Engel
in die Sandkiste, schon kommt so ein „Sandkasten-Rocker“,
drischt deinem Kind die Schaufel über den Kopf und nimmt ihr
den Eimer weg, lautstark erklärend: „MEINS!“.
Man ist entsetzt und denkt darüber nach, was die Mutter des
Bengels wohl verkehrt gemacht hat in der Erziehung und so, bis
das eigene Engelchen am nächsten Tag genau das selbe Verhalten
zeigt, ‚Schaufel übern Kopp - Förmchen klau‘ und du versinkst
im Erdboden unter den anklagenden Blicken der anderen Mütter.

Hat nix mit „erlebter Gewalt im Elternhaus“ zu tun.
Eher mit „Ich mach nach was ich von anderen Kindern sehe“

doch, zählt auch zum Bereich Elternhaus, da die Verantwortung der Erwachsene trägt und nicht das Kind.
Oder muß ich hier Romane schreiben, damit es wirklich jeder versteht?

Gruß M.

Gruß R

Hallo Tutulla,

Meine Reaktion wäre ziemlich kurzfristig gewesen. Nach dem
ersten spätestens aber zweiten Mal hätte ich meinem Kind den
Arm festgehalten und laut und deutlich „Nein“ gesagt.

Was du hier schreibst klingt sinnvoll. Das Problem ist in der Praxis, das du dann häufig mit mit einer deutlichen Reaktion der Mutter rechnen musst. „Niemand fasst mein Kind an!“, „Hören Sie auf meinem Kind weh zu tun!“. Rationale Argumente zwecklos.

Wenn dich im Alltag irgendwelche fremden Kinder ärgern, ist die beste Methode, es still zu ertragen. Alles andere bringt dir nur mehr Ärger.

Gruß
Carlos

Nein, brauchst Du nicht
Hallo,

Hat nix mit „erlebter Gewalt im Elternhaus“ zu tun.
Eher mit „Ich mach nach was ich von anderen Kindern sehe“

Dann hat es wohl damit zu tun, dass dieses Erlebnis nicht vernünftig reflektiert wurde. Der „Rocker“ muss eine empfindliche Strafe bekommen und dem Kind erklärt werden, dass das Verhalten falsch war.
Zu oft sehe ich Kinder, die einfach ihren Willen durchsetzen und damit durchkommen. Tja, und das kommt dann dabei raus.

Oder muß ich hier Romane schreiben, damit es wirklich jeder
versteht?

Nee, ich hab’s verstanden.

Und dann?
Hallo,

Was du hier schreibst klingt sinnvoll. Das Problem ist in der
Praxis, das du dann häufig mit mit einer deutlichen Reaktion
der Mutter rechnen musst. „Niemand fasst mein Kind an!“,
„Hören Sie auf meinem Kind weh zu tun!“. Rationale Argumente
zwecklos.

Äh… und was will die Mutter dann tun? Außer mich zu beschimpfen (aber wen kratzt das schon)?

Wenn dich im Alltag irgendwelche fremden Kinder ärgern, ist
die beste Methode, es still zu ertragen. Alles andere bringt
dir nur mehr Ärger.

Sehe ich gar nicht so. Die Abwendung von körperlicher Gewalt, auch wenn sie von einem Kind ausgeht ist, auch gesetzlich, völlig legitim.

Grüße,

Anwar

Hallo Jim Beam,
meine Tochter (2J) macht auch so ähnliche Sachen.
Ich bin der Überzeugung dies machen Kinder um Aufmergsammkeit zu erhalten.
Klingt vielleicht blöd aber auch negative Aufmergsammkeit ist Aufmergsammkeit.
Bestimmt ist auch das austesten der Grenzen „wie weit darf ich gehen“ ein Motivator.

Gruß
Schnorz

Meine Frage dazu:
Warum machen (Klein)Kinder so etwas? Ist das eine Art von
versteckten Aggressionen. Testen Kinder wie weit sie gehen
können?
Wie verhält mach sich in solchen Fällen fragt sich Jim Beam
(der keine Kinder hat)?

Danke

Hallo Carlos.

Was du hier schreibst klingt sinnvoll. Das Problem ist in der
Praxis, das du dann häufig mit mit einer deutlichen Reaktion
der Mutter rechnen musst. „Niemand fasst mein Kind an!“,
„Hören Sie auf meinem Kind weh zu tun!“. Rationale Argumente
zwecklos.

Da hast du mich missverstanden. Ich meinte, ich als Mutter würde mein Kind daran hindern, jemanden zu schlagen.

Wenn dich im Alltag irgendwelche fremden Kinder ärgern, ist
die beste Methode, es still zu ertragen. Alles andere bringt
dir nur mehr Ärger.

Nee, aber wirklich nicht!! Ich lass mich nicht von einem kleinen Kind schlagen ( wobei „schlagen“ relativ ist). Wenn ich das Gefühl habe, dass es eindeutig aggressiv ist oder auch nur ausgetestet werden soll, was passiert, gebe ich dem Kind zu verstehen, dass ich das hier und jetzt nicht möchte. Es wirkt oft Wunder, wenn fremde Leute eine Reaktion zeigen.
Die Reaktion der Mutter kann ich dann auf jeden Fall aushalten.

Gruß
Tutulla

Hallo,

Hallo Me!

also das was Ihr schlagen nennt würde ich bei einem Kind von
ein bis zwei Jahren höchsten als Batsch Batsch Batsch
bezeichnen und hat nach meiner bescheidenen Meinung nach
nichts mit schlagen oder wehtun zu tun.

Sehe ich auch so.

Was die Geschichte auf dem Spielplatz angeht so denke ich,
dass es schon eher etwas mit ausprobieren zu tun haben könnte.
Vor einigen Tagen waren wir mit unseren zwei auf dem
Spielplatz. Der Kleine, kann grad sitzen, saß so im Sand als
ein drei oder vier Jahre altes Mädchen vorbei ging und ihn
umschubste. Wir ihn also wieder hingesetzt kam sie zurück und
schubst Ihn wieder um. Der Mutter entglitt alles und wir
hatten so etwas auch noch nicht erlebt, aber ich mag nicht
daran glauben, dass das Mädchen unserem Kleinen wehtun wollte.

Was mich aber wirklich wundert ist wie manche Eltern auf
solche Situationen reagieren. Wenn unser Grosser derartiges
macht bekommt er schon schimpfe und darf sich ein paar Texte
anhören, mache Eltern aber lächeln einfach und sagen sich na
ja was solls, so sind sie halt die lieben Kleinen.

Ich hab mal gelesen, dass schon Babys im ersten Jahr, wenn sie etwas machen, auf andere Kinder zugehen, äh krabbeln, immer wieder Blickkontakt mit den Eltern aufnehmen, so nach dem Motto: Ist es o.k., was ich mache. Nur kapieren das die meisten Eltern nicht, und dann kommt weder Lob noch Tadel. Aber den brauchen die Kleinen, um frühzeitig zu lernen, was toleriert wird und was nicht. Eigentlich einleuchtend. Ich werde mal auf Spielplatz-Beobachtungstour gehen :wink:

Viele Grüße
Me

Grüßle, Iris

Absolut richtig !
Mir selber passiert ist folgende Situation:

Einladung bei einem früheren Bundeswehrkameraden, jetzt Familienvater mit Kind. Söhnchen ein Miststück-zum-an-die-Wand-klatschen. Eine ganze Runde von Erwachsenen hat sich benommen wie doofe Schafe und sich von dem Gör mit dem Matchboxauto übers Gesicht fahren lassen und so Zeugs.

Als er es bei mir versuchte: Augenkontakt und unmissverstädnliches „LASS DAS BLEIBEN!“ > Jammerversuch und Wutausbruchansatz > seinen Oberarm fest im Griff und abwarten auf Augenkontakt „Freundchen, mit mir machst Du das nicht!“ > kleinlauter Abmarsch in´s Kinderzimmer.

Übrigens: Bei nächster Gelegenheit die Zustimmung der anderen Gäste.

Kommt also immer drauf an wie bestimmt man etwas ausführt.

Nonsense
Nonsense