Schlank im Schlaf...aber was ist mit den Kalorien?

hallo,

habe mir jetzt vorgenommen mal schlank im schlaf zu testen. soweit ich das verstanden hab sind die regeln auch ganz einfach: morgens kein eiweß, dafür aber kh entsprechend dem bmi (wären bei mir 50g). mittags mischkost (ebenfalls 50g kh). abends nur eiweiß (kann man da soviel eiweiß essen wie man will?), maximal 15g kh. zwischen den mahlzeiten 5 stunden pause und die letzte kh-mahlzeit vor 18 uhr essen. zu jeder mahlzeit maximal 20g fett. stimmt das soweit? da werden ja kalorien mit keinem wort erwähnt. was wäre also, wenn ich mittags beim bäcker einen nougatring essen würde? der hat 49g kh und 19g fett. das wär erlaubt??? das wären immerhin 450 kalorien. würde ich dann abends noch ei und rahmspinat essen und morgens die drei brötchen mit nutella, die ja bei sis immer so angepriesen werden, dann wäre ich doch mit den kalorien längst jenseits von gut und böse, oder?^^ und dann nimmt man trotzdem ab? also auf kalorien muss ich bei einhaltung von 20g fett pro mahlzeit und 100 g kh bis 18 uhr nicht achten???

Hallo,

du sprichst hier offenbar von der Insulintrennkost nach Dr. Detlef Pape, die du aber m. E. nicht richtig verstanden hast. Zum besseren Verständnis empfehle ich dir das Buch „Satt, schlank, gesund“.

Als grober Überblick mag dir dies dienen:

„Schlank im Schlaf“ ist keine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung.

Die Mahlzeiten bestehen zum

Frühstück aus kohlenhydratreichem Essen. Tierisches Eiweiß soll unbedingt vermieden werden. Erlaubt sind jedoch pflanzliche Eiweiße z.B. in Form von Sojamilch. Müsli soll daher mit Sojamilch, Saft oder Sahne angerichtet werden. Butter und Sahne sind erlaubt. Sahne - mit Wasser weiter verdünnt - kann so als sehr eiweißarmer Milchersatz für Kaffee, Tee, Müsli und Soßen dienen.

Das Frühstück kann folgenden Zutaten enthalten: Vollkornbrot, Brötchen, Toast, Müsli, Obst, Gemüse, vegetarische Aufstriche und nicht zu großen Mengen Marmelade, Honig und Schokoaufstrich. Tee, Wasser, Kaffee, Säfte. Die Getränke sollten nach Möglichkeit ungesüßt sein, Kaffee mit max. 2 TL Kaffeesahne - wenn man nicht auf die verdünnte Sahne ausweichen mag. Süßstoff ist erlaubt. Das pflanzliche Eiweiß sollte morgens nicht über 15 - 18 g liegen.

Für das Frühstück gelten die Regeln:
bei Frauen
BMI unter 30 = 75 KH
BMI über 30 = 100 KH

bei Männern
BMI unter 30 = 100 KH
BMI über 30 = 125 KH

Dazu zählen aber auch Säfte und Obst.

Mittagessen: Hierbei ist alles erlaubt, von der Vorspeise über das Hauptessen bis hin zur Nachspeise. Hierbei muss lediglich auf die Menge von KH, Fett und Eiweiß geachtet werden.

Das Abendessen soll aus einer eiweißhaltigen Mahlzeit bestehen. Hierzu zählen alle Salate, Eier in jeder Form, alle mageren Sorten Fleisch, Fisch, Gemüse und Rohkost. Unerwünscht sind hierbei gekochte Möhren, Mais, Erbsen, Hülsenfrüchte (Ausnahme sind grüne Bohnen) und stärkehaltige Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, Getreide und Co.
Da allerdings auch in Rohkost, Salat und Gemüse KH sind, ist darauf zu achten, dass der Anteil nicht über 15 - 18 g liegt.
Die Regel abends Eiweißaufnahme = BMI x 1,5 ist ein MUSS, ein MEHR ist durchaus erlaubt.
Obst gilt bei der Insulin-Trennkost als kh-haltig und führt gerade abends zu einer unerwünschten Insulinreaktion
3 Eier ersetzen abends immer eine vollständige Mahlzeit, unabhängig vom jeweilige BMI.

Der Fettanteil sollte täglich zwischen bei ca. 60g liegen, möglichst gleichmäßig auf die Mahlzeiten verteilt .

LG
sine

Hallo,

„Schlank im Schlaf“ ist keine Diät, sondern eine
Ernährungsumstellung.

Danke. Deine Erklärung verdeutlicht, warum diese Unterscheidung zwischen „Diät“ und „Ernährungsumstellung“, so wie das heute gebraucht wird, eine absolute Seifenblase ist.
Was du beschreibst, ist natürlich eine Diät.
Dass man sie theoretisch ein Leben lang durchhalten kann, ändert nichts daran, dass es sich um eine Diät handelt.

Gruß
Elke

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Ernährungsumstellung
Huhu!

Eine Bekannte macht jetzt so ein kostenloses Ernährungsumstellungsprogramm, das klingt richtig gut finde ich. Man kann theoretisch essen wann man will und was man will. Das ganze funktioniert über Symbole, die täglich abgestrichen werden müssen… man darf dabei nicht über die Symbolanzahl kommen, soll aber auch nicht drunter bleiben, damit der Körper eben nicht in dieses typische Diätmuster fällt.
Ich selbst habe zwar keine Erfahrung mit Diäten und ähnlichem, aber ich finde, das Programm klingt sehr vernünftig.
Vielleicht wäre das sinnvoller?

http://gesund-abnehmen.apotheken-umschau.de/magazin

lieben gruß
Aj

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Hallo,

ein Punktesystem ist dann doch auch eine Diät? (egal, ob das gut wirkt oder nicht wirkt oder nur bedingt wird)
Wie definiert ihr denn Diät?

Gruß
Elke

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Guten Abend allerseits!

Als Diät im Sinne von „Abnehmkur“ würde ich eine drastische Ernährungsumstellung definieren(drastisch = Verbot bestimmter Lebensmittel, starke Kalorienreduktion, Beschränkung auf bestimmte Lebensmittel, etc. pp.), die ein bestimmtes Ziel verfolgt (z.B. Fettreduktion, Gewichtsabnahme, etc.) und nach Erreichen dieses Ziels beendet wird.

Ernährungsumstellung würde ich, wie der Name schon sagt, als Umstellung der Ernährung sehen, welche jedoch auch „kleine Sünden“ erlaubt, Nichts verbietet, sondern lediglich aus hauptsächlich gesunden Mahlzeiten besteht, ohne jedoch bestimmte Lebensmittel gänzlich auszugrenzen.

Der Hauptunterschied würde meiner Meinung darin liegen, das man die Diät zwar über einen kurzen Zeitraum „durchhalten“ kann, die Ernährungsumstellung aber eine für einen längeren Zeitraum - eventuell auch lebenslang - optimierte Ernährung darstellt, die alltagstauglich ist und ohne zu viele Verbote auskommt.

„Eine Diät braucht nur ein paar Wochen/Monate Willenskraft, eine Ernährungsumstellung Interesse am eigenen Wohlbefinden und der eigenen Gesundheit.“ - ein weiser (und verdammt gutaussehender) Typ

Aber um mal auf den Thread zurück zu kommen: Ich selbst mache das auch so ähnlich: Morgens eher kohlehydratreich aber auch Protein, Mittags gemischt und Abends eher proteinreich und insgesamt nicht zu fettreich. Es ist, um einigermaßen in Form zu bleiben, sowieso ratsam, Abends eher auf Protein und gesundes Fett zu setzen und Kohlehydrate weg zu lassen, weil dadurch der Insulinspiegel niedrig gehalten wird, somit kein (oder kaum) Fett eingelagert werden kann und der Körper in der Nacht schön Wachstumshormone ausschütten, Fettdepots angreifen und Muskeln aufbauen kann.

So, genug geklugscheißert :smile:

Hoffe, ich konnte etwas helfen

Liebe Grüße
Alex

ah, ok… das ist mir auch als erstes durch den kopf gegangen, als ich es gelesen hab. ist nicht alles eine diät, was mir vorschreibt, was und wie ich essen soll bzw. muss. klar, ich mache das freiwillig und will mich auch gar nicht beschweren, aber das schlank im schlaf programm wird immer so hoch gelobt, weil man „alles“ essen kann. man kann auch, aber mit 50g kohlenhydraten kommt man wirklich nicht weit. eine laugenbrezel hat mehr. der teller nudeln, den man mittags angeblich essen kann ist also schonmal nicht drin. das wäre also ein leben ohne nudelauflauf, kartoffelgratin, pizza etc. ich glaube nicht, dass ich das durchhalte. es wird immer wieder gesagt, dass man sich morgens und mittags sattt essen soll. das ist bei den mengenangaben ganz einfach nicht möglich. und abends sind es dann die maximalen 20g fett die einem dazwischenfunken, wenn man etwas leckeres kochen will. pff… lange nicht so unbeschwert und einfach wie es nach außen hin wirken will!


aber das schlank im schlaf programm wird immer so hoch gelobt,
weil man „alles“ essen kann. man kann auch, aber mit 50g
kohlenhydraten kommt man wirklich nicht weit.

Was sind denn bitte 50g Kohlenhydrate und wo hast du etwas von 50 gelesen??? Je nach Geschlecht und BMI sind morgens UND mittags 75 oder 100 KH Pflicht. Das ist eine hübsche Menge :wink: Beschäftige dich doch erstmal ernsthaft mit dem Thema, bevor du es abbügelst :wink:

eine laugenbrezel hat mehr.

Ich habe keine Laugenbrezel im Haus, aber mal als ungefährer Anhaltspunkt: Eine große Scheibe Brot oder eine Semmel haben ca. 25-30 KH.

der teller nudeln, den man mittags
angeblich essen kann ist also schonmal nicht drin.

Doch, 100g rohe Nudeln haben ca. 70 KH und Dr. Pape empfiehlt, die 75 bzw. 100 KH eher zu überschreiten als zu wenig davon zu essen.

das wäre
also ein leben ohne nudelauflauf, kartoffelgratin, pizza etc.

Mittags ist all das erlaubt, nur abends eben grundsätzlich nicht, wobei natürlich Ausnahmen gemacht werden dürfen.

ich glaube nicht, dass ich das durchhalte.

Ich vermute mal, dass niemand das so streng durchzieht, aber wenn man das z.B. nur 40 Wochen pro Jahr macht, ist es doch schon ok.

es wird immer
wieder gesagt, dass man sich morgens und mittags sattt essen
soll. das ist bei den mengenangaben ganz einfach nicht
möglich.

Doch, die erforderlichen KH sind durch Essen kaum zu schaffen, so dass man manchmal zu KH-haltigen Getränken greifen muss, um die Vorgaben zu erfüllen :wink:

und abends sind es dann die maximalen 20g fett die
einem dazwischenfunken, wenn man etwas leckeres kochen will.

Im Buch werden 60 g Fett täglich empfohlen. Wenn man abends fettmäßig nicht geizen will, spart man halt beim Frühstück und Mittagessen etwas ein. Dr. Pape ist nicht so fürs Rechnen, schon gar nicht beim Fett. Die 60g dienen als Richtlinie zum Abnehmen, dürfen durchaus mal überschritten werden, vor allem, wenn es sich um gesunde Fette handelt. Bei Fisch, so sagt er, müsse man dessen Fettgehalt gar nicht wichtig nehmen.

pff… lange nicht so unbeschwert und einfach wie es nach
außen hin wirken will!

„Schlank im Schlaf“ findet Dr. Pape auch unglücklich als Titel, war nicht seine Idee.

LG
sine

Ernährungsumstellung vs Diät?
Huhu!

Also wie gesagt, ich habe jetzt keine tiefschürfenden Gedanken bisher zum Thema Diäten und Co gehabt. Aber spontan sehe ich es auch so wie Alex.
Das Punktesystem bei dem Figurcoach ist wohl dazu gedacht, dass man erst mal einen leichten Einstieg in die Materie bekommt und zunächst auf verbildlichter Ebene damit beginnt, sich mit seiner Ernährung auseinander zu setzen. Dazu bekommt man allwöchentlich bestimmte Hausaufgaben (letzte Woche musste sie sich zB eine richtige Mahlzeit vornehmen…also mit Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise ein Menü zusammenstellen… wohl auch um zu zeigen, dass es nicht ums Hungern geht, sondern ums „gewusst wie“)
Man bekommt nach individuellen Angaben einen Wochenplan zugewiesen. Bei meiner Bekannten war es zB so, dass sie anfänglich zu schnell abnahm, und dann auch auf einen Plan mit mehr Symbolen umsteigen sollte, weil es eben dabei nicht um eine schnelle Abnahme geht, sondern um eine dauerhafte Ernährungsumstellung und damit allmähliche Annäherung ans Idealgewicht.
Ich habe mir das mal bisschen von ihr erklären lassen, und ich fand eben (auf meiner unerfahrenen Basis) dass das alles recht vernünftig klingt. Und da nichts wirklich verboten ist, auch nach etwas, das man tatsächlich dauerhaft ins Leben integrieren kann…

Als Diät würde ich doch eher recht radikale Gewichtsabnahmen (oder den Versuch dazu) definieren, die per se nicht besonders dauerhaft sind, und sich ins Gegenteil umkehren, sobald man wieder normal isst. Bei einer Diät schaltet der Körper doch meist auf „Sparflamme“ und geht in den Modus „Notsituation“ über… bei einer Ernährungsumstellung soll dieser Effekt vermieden werden würde ich annehmen.

lieben gruß
Aj