Schlauchwaage

hallo,
Ich hab ein paar Fragen zur Schlauchwaage.
Ich habe einen neuen Tiertransportwagen der in der Deichsel eine Neigungsverstellung hat.
Einerseits zum Beladen damit der Aufstieg nicht zu steil ist und andererseits damit die Tiere halbwegs waagrecht stehen, da ich eigentlich immer bergauf und bergab fahre.
Vom Schlepper aus habe ich aber kein richtiges Gefühl ob der Wagen jetzt waagrecht steht.
Wie würde so eine Anzeige mit einer Schlauchwaage funktionieren?
Das eine Ende ist hinten am Waagen, das andere auf der Vorderseite, so dass ich die Anzeige im Rückspiegel habe.
Kann ich den Schlauch hinten zumachen? wegen hineinregnen usw.
Macht es etwas aus wenn der Schlauch nicht überall die gleiche Dimension hat? ich meine wenn ein Kupferrohr nach hinten geht und vorne ist als Anzeige ein transparenter Schlauch.
Wie ist eure Meinung hiezu?
Danke!
schöne Grüsse
jakob

Hallo jakob,

Wie würde so eine Anzeige mit einer Schlauchwaage
funktionieren?

Ja.

Das eine Ende ist hinten am Waagen, das andere auf der
Vorderseite, so dass ich die Anzeige im Rückspiegel habe.
Kann ich den Schlauch hinten zumachen? wegen hineinregnen usw.

Nein, das geht nicht.

Macht es etwas aus wenn der Schlauch nicht überall die gleiche
Dimension hat? ich meine wenn ein Kupferrohr nach hinten geht
und vorne ist als Anzeige ein transparenter Schlauch.

Das ist im Prinzip egal.

Für deine Anwendung wäre es das Beste wenn du einen geschlossenen Kreislauf machst. Dann kann es weder reinregnen, noch verdunstet das Wasser.

Am einfasten wir es wohl sein, wenn du zwei U aus kupfer machst.
Die beiden U verbindest du mit durchsichtigen Schläuchen.
Dadurch hast du hinten und vorne eine ablesemöglichkeit und bei einem Flüssigkeitsverlust kannst du sehen, dass das Niveau hinten und vorne zu niedrig ist.
Zur Besseren ablesbarkeit kann man dann das Wasser noch einfärben.

Um noch auf das Funktionsprinzip und wieso du hinten nicht zumachen kannst, zu kommen:
Wenn dein Waagen nach hinten kippt, läuft auch das Wasser dahin. Das geht aber nur, wenn die sich dort befindliche Luft irgendwohin ausweichen kann. Wenn du jetzt das hintere Ende, mit dem zweiten Kupferrohr verbindest, kann die Luft durch dieses nach vorne strömen, wo ja auch das nach hinten geströmte Wasser mit der Luft ersetzt werden muss.
Das obere Rohr sollte aber so angeordnet werden, dass in keinem Fall das Wasser da hinein kommen kann. es sollte also höher verlegt werden als der Wasserspiegel sein kann.

MfG Peter(TOO)

Hallo Jakob,

warum nimmst Du nicht einfach ein Pendel? Ist doch viel einfacher!

Einen Besenstiel oben beweglich befestigen und unten eine Skala anbringen. Der Aufwand wäre viel geringer!

Natürlich muß man für die Umsetzung an einem Fahrzeug etwas mehr Aufwand betreiben. Aber immer noch wesentlich einfacher als die Schlauchwaage-Konstruktion.

Gruß
Waldemar

Hallo,
wenn Du an Deinem Anhänger ein U- Rohr anbringst und dieses ausreichend mit Quecksilber füllst, danach an beide Enden des Rohres je einen Schlauch anbringst, die beide in Deinem Zugwagen enden, dann kannst Du diese Schläuche mit Wasser füllen und so eichen, dass sie im waagerechten Zustand den gleichen Wasserstand angeben. Bei einer Neigung des Anhängers kannst Du dann die Neigung am unterschiedlichen Wasserstand ablesen, ohne in den Spiegel zu schauen.
MfG Wolf Ratsch.

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Hallo,
wenn Du an Deinem Anhänger ein U- Rohr anbringst und dieses
ausreichend mit Quecksilber füllst, danach an beide Enden des
Rohres je einen Schlauch anbringst, die beide in Deinem
Zugwagen enden, dann kannst Du diese Schläuche mit Wasser
füllen und so eichen, dass sie im waagerechten Zustand den
gleichen Wasserstand angeben. Bei einer Neigung des Anhängers
kannst Du dann die Neigung am unterschiedlichen Wasserstand
ablesen, ohne in den Spiegel zu schauen.
MfG Wolf

Hallo,

und nicht vergessen bei einem Unfall sofort Chemie-Alarm auslösen und die Feuerwehr informieren, dass sie mit geschlossenen Schutzanzügen kommen soll, um das Quecksilber einzufangen. Selbstverständlich braucht der Hänger dann eine Zulassung für hochgiftige Chemikalien und eine entsprechende Gefahrgut-Kennzeichnung.

Gruss Reinhard

Ich habe einen neuen Tiertransportwagen der in der Deichsel
eine Neigungsverstellung hat.
Einerseits zum Beladen damit der Aufstieg nicht zu steil ist
und andererseits damit die Tiere halbwegs waagrecht stehen, da
ich eigentlich immer bergauf und bergab fahre.

Ich würde ein Pendel nehmen, das an der Achse eines Potentiometers befestigt ist.
Eine simple Schaltung zur Spannungskonstanthaltung und ein passendes analoges Einbaumessgerät würde eine Fernanzeige der Hängerneigung möglich machen.
Wenn dann am Pendel noch ein Dämpfungselement angebracht wird, hast Du eine perfekte Lösung.

andere länder, andere Sitten
Hallo,
schau mal in die ViKa des „Ratgebers“ !
Vielleicht wird Dir dann einiges klar :smile:
Gruß Uwi

wenn Du an Deinem Anhänger ein U- Rohr anbringst und dieses
ausreichend mit Quecksilber füllst, danach an beide Enden des

Hallo,
und nicht vergessen bei einem Unfall sofort Chemie-Alarm
auslösen und die Feuerwehr informieren, dass sie mit
geschlossenen Schutzanzügen kommen soll, um das Quecksilber
einzufangen. Selbstverständlich braucht der Hänger dann eine
Zulassung für hochgiftige Chemikalien und eine entsprechende
Gefahrgut-Kennzeichnung.
Gruss Reinhard

hallo,
Danke für Eure Tipps.
Die Ausführungen werden für einen Laien immer komplizierter.
Da brauch ich ja einen Techniker :wink:
Das „Patent“ sollte watscheneinfach, billig und unkompliziert sein.
An Waldemar: Das mit dem Pendel ist sicher einfach, das Pendel muss ich aber an der Längsseite anbringen damit die Neigungsänderung sichtbar wird.
Dann aber habe ich vom Schlepper aus das Pendel nicht im Blickfeld???
Wie hast du Dir das vorgestellt?

Ich werde mit Peter s Tipp probieren.

Ich werde vorerst die oberen Ende vom Schlauch einfach umbiegen.Der Bogen muss auch soweit oben sein dass das Wasser nicht auslaufen kann und Luft kann doch hinein und heraus.
schöne Grüsse
jakob

Hallo Fragewurm,

Ich würde ein Pendel nehmen, das an der Achse eines
Potentiometers befestigt ist.
Eine simple Schaltung zur Spannungskonstanthaltung und ein
passendes analoges Einbaumessgerät würde eine Fernanzeige der
Hängerneigung möglich machen.
Wenn dann am Pendel noch ein Dämpfungselement angebracht wird,
hast Du eine perfekte Lösung.

Das glaube ich weniger :wink:

Einsatzgebiet ist ein Bauernhof !

Praktisch kannst du damit rechnen, dass dein Poti auch mal durch die Jauche gezogen wird, wobei Ammoniak auch schon lustig ist, wenn du nur mit den Dämpfen zu tun hast.

MfG Peter(TOO)

Hallo Waldemar,

warum nimmst Du nicht einfach ein Pendel? Ist doch viel
einfacher!

Aber auch sehr unpraktisch !

Jakob will wissen ob sich sein Hänger nach Hinten oder Vorne neigt, also muss der Besenstiel an einer Seitenwand befestigt werden.
Wenn du dann aber vorne auf dem Trecker sitzt, kannst du den Besenstiel nicht ablesen …

MfG Peter(TOO)

Wenn dann am Pendel noch ein Dämpfungselement angebracht wird,
hast Du eine perfekte Lösung.

Das glaube ich weniger :wink:

Einsatzgebiet ist ein Bauernhof !

Praktisch kannst du damit rechnen, dass dein Poti auch mal
durch die Jauche gezogen wird, wobei Ammoniak auch schon
lustig ist, wenn du nur mit den Dämpfen zu tun hast.

Das Pendel könnte in einem IP67 Kasten untergebracht werden.
Natürlich VA.
Man könnte das Ausgangsignal auch elektronisch auswerten, ne Regeleelektrnik draufsetzen und entsprechende Aktoren verbauen, die die Neigung dann vollautomatisch angleichen.

Oder mittels geeigneter Sprengmittel die vorhanden Berge/Täler einebnen.

Eine Antigravitationsmaschine würde das alles noch vereinfachen. Jegliche Anzeige/Regelung wäre überflüssig.
Das Viehzeug müsste allerdings durch geeignete Zurrgurte am Hänger befestigt werden und eine entsprechende Anzahl Kotztüten (geeignet für Rinder & Co.) bereit gestellt werden.

Eine simple Eindämmung des Antigravitationsfeldes sollte genügen, um aus dem Linienflug LH873 Mailand-Düsseldorf, der gerade den Acker des Fragestellers überquert, nicht zufällig den Flug Mailand-Mond zu machen.

Weitere Möglichkeiten wären noch eine pendelnde Lagerung des Hängers bzw. das komplette Ausschäumen des beladenen Hängers zur Fixierung der Viecher mit PU-Schaum.

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Hallo Fragewurm,

Die allereinfachste Methode wäre natürlich die Viecher einfach auf der Weide stehen zu lassen oder sie dazu zu bewegen, die Strecke aus eigener Kraft zu bewältigen.

Im letzteren Fall kämen dann die seit Millionen Jahren bewährten biologischen Sensoren und Aktoren zum Einsatz …

*SCNR*
MfG Peter(TOO)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Peter,
der Besenstiel war natürlich nur als Denkanstoß gedacht!
Ich habe ja geschrieben: "Die Umsetzung an einem Fahrzeug erfordert etwas mehr Aufwand.

Daß aber die Umsetzung so schwierig ist, daß sogar Du damit Probleme hast, wundert mich!

Eine von 99 denkbaren simplen Lösungen:
Man nehme einen Winkel von ca 1 m mal 1,5 m. Der Eckpunkt wird drehbar oben am Wagenkasten befestigt. Der lange Schenkel geht nach unten und tägt das Pendelgewicht. Der kurze Schenkel geht nach vorne zum Traktor und trägt eine rote oder weiße Scheibe. Wenn jetzt das Pendel nach vorne oder hinten geht, geht die Scheibe nach oben oder unten und ist vom Traktor aus gut zu erkennen.
Wie gesagt, nur eine primitive Lösung, aber auch für einen ungeübten Bastler leicht zu machen.

Wenn ich selbst sowas brauchen würde, würde ich etwas mehr Aufwand betreiben. Ich würde eine Übertragung mit Bowdenzug bevorzugen, weil man damit auch eine mechanische Übersetzung (Vergrößerung) des Anzeige-Ausschlages erreichen kann. Außerdem wäre natürlich ein Dämpfung sinnvoll, damit die Anzeige nicht wackelt, wie ein Kuhschwanz.

Diese Mängel, daß der Ausschlag gering ist und daß die Anzeige sehr unruhig ist, trifft aber auch auf die Schlauchwaage-Lösung zu.

Gruß
Waldemar