die schlimmsten Party deutschen sind auf Ibiza und Malle. Dort sind wir wirklich nicht beliebt.
Sonst sind wir im Rest der Welt mehr beliebt als verhaßt - Ok unsere ehemaligen Kriegsgegner mal weggelassen.
Der normale deutsche Tourist beschäftigt sich vor der Reise mit dem Land und kann wenigstens ein wenig Landessprache. Das machen z.B. Amis und Engländer nicht. Auch Trinkgeld geben deutsche auch. z.B. Holländer sind in den meisten Euro-Länder als Knipper abgestempelt.
Holländer - wir wahren mal in Thailand im Dschungel auf einem Floßhotel - mit Holländern - toll - die haben gesoffen wie die Löcher - laut und sehr unhöflich - haben auch gleich versucht uns Deutsche anzumachen (wir habe sie links liegen gelassen) Als die Holländer es geschaft haben das Hotel trocken zu saufen, haben wir noch was aus den Privatbeständen von den Angestellten bekommen. Die Holländer nicht.
Also Kopf hoch - so schlecht ist unser Ruf nicht - man sollt sich immer normal Benehmen - offen und höflich auf die Einheimischen zugehen und was sehr wichtig ist - die Kultur de Landes achten - wenn man das beherzigt hat mein keine Probleme in nicht Deutschland.
„Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage,
ob man sich anständig benehmen muß oder ob schon
deutsche Touristen dagewesen sind.“
Kurt Tucholsky
Leider nur zu wahr. Sicher benehmen sind unsere Landsleute nicht überall so unglaublich wie auf „Malle“, aber in meiner Familie galt immer schon das Prinzip, dass wir uns von Landsleuten im Ausland möglichst fern gehalten haben und nur sehr vorsichtig und zögerlich mal einen Kontakt gewagt haben. Meiner Frau und mir geht es immer wieder so, dass wir bei deutschen Sprachfetzen sehr schnell stumm werden oder in Landessprache verfalle, weil wir unzählige Situationen im Ausland erlebt haben, in denen wir nicht mit anderen deutschen Urlaubern in Verbindung gebracht werden wollten. Und dabei bevorzugen wir schon Urlaubsziele und Zeiten, in denen man recht „sicher“ sein kann.
Gerade vor ein paar Wochen haben wir wieder in Dänemark eine entsprechende Situation erlebt. Wir waren mal wieder in unserem Lieblingslampenladen und hatten viel dreisprachigen Spaß mit dem Eigentümer als ein muffeliger unwirscher Landsmann das wirklich hilfsbereite und überaus freundliche Personal auf deutsch bearbeitete. Hätte es nur das Sprachproblem gegeben, hätte ich gerne geholfen. Aber so wie der Mann auftrat, haben wir uns mit dem Eigentümer schnell in eine andere Ecke verzogen. Und gerade dieses unwirsche Verhalten, wenn unsere Weltsprache nicht überall und sofort perfekt verstanden wird, ist uns schon sehr häufig begegnet. Wir finden leichte Sprachverwirrungen ganz normal und haben oft viel Spaß dabei und kämen nie auf die Idee hieraus dem Gegenüber einen Vorwurf zu machen. Schließlich sind wir in seinem Land zu Besuch. Hierüber haben sich schon viele nette Kontakte ergeben. Aber wenn ich mir regelmäßige Restaurantkommunikationen mit Landsleuten anhöre, die in Rom Schwierigkeiten mit der Bestellung ihrer Schweinshaxe haben, …
mein Kontakt mit deutschen Touristen ist (himmelseidank)
relativ begrenzt, dafuer der mit ‚im Ausland lebenden
Deutschen‘ um so ausgedehnter. Schon immer lebe ich nach
dem Ratschlag:
„Gott behuete uns vor Sturm und Wind
und Deutschen, die im Ausland sind.“
(Quelle leider nicht bekannt)
Meine Erfahrungen decken sich ziemlich mit deinen.
Wobei ich hinzufuegen muss, dass wenn sie als Gruppen auftreten,
franzoesische, amerikanische, englische Reisegruppen genauso
negativ auffallen.
Irgendwie werden in Gruppen die negativen „Nationaleigenschaften“
konzentriert.
häufig bin ich im Ausland unterwegs und habe dort auch schon einige Kontakte zu Einheimischen geschlossen. In vielen Gesprächen habe ich erfahren, dass Italiener Italiener-im Ausland-hassen, dass Griechen Griechen-im-Ausland hassen, dass Schweizer Schweizer-im-Ausland hassen. Ich könnte diese Liste noch mit Amerikanern, Engländern, Spaniern, Österreichern usw. fortsetzten. Ich glaube, dass es in jeder Nation Idioten und Menschen gibt, die sich (nicht nur) im Ausland nicht benehmen können oder meinen, sie seien der Nabel der Welt.
Also: Lasst das lamentieren und zeigt den Menschen in anderen Ländern, dass es sonne und sonne gibt. Gebt offensiv zu, dass ihr Deutsche seid und kommt mit den Menschen ins Gespräch. So baut man Vorurteile ab.
Grüssli, ciao, adios, bye und was man sonst noch so sagt auf der Welt.
Auszug aus Hans Söllner ‚Der deutsche Tourist‘
un jetzt flackt er da am Strand
un macht ein’n auf coolen Typ
er benimmt sich wi a Sau
er is a daitscha Tourist