Schlechte mama?

Aussenstehende geben gute Ratschlaege
und denken: wenn die das bloss richtig anpacken wuerde, dann
wuerde das nicht passieren.

das denke ich garantiert nicht.

hallö

hallo jil,

wie oft willst du eigentlich noch auf dem „hochbegabt“
herumreiten? auch schon mal an hyperaktiv gedacht?

ich reite nicht darauf herum, sie ist getestet mit dem resultat von über 160. hyperaktiv ist sie definitiv nicht.

und sperr sie ruhig mal ein und zeig ihr die kalte schulter,
dann hört sie nach einigen malen auch mit dem manipulieren
auf.

das klappt nur bei „normalen“ kindern.es wäre fatal, wenn ich das durchsetzen würde. sie ist in diesen momenten derart gefrustet, daß sie sich selbst etwas antut. sei mal sicher, daß ich keine lust mehr habe, sie mit blutender stirn in die notaufnahme zu bringen. das hatte ich alles zur genüge.

wenn du jedesmal reagierst weiß sie ja dass sie was
erreicht… außerdem solltest du dir mal genaue gedanken über
grenzen machen, die festlegen und dann auch radikal
durchsetzen…

hahaha… also gedanken mache ich mir reichlich, kannst du gerne glauben.
(habe sogar, man höre und staune, pädagogik studiert)

und ein wenig mehr selbstbewusstsein täte dir
auch gut! wenn du ständig ein schlechtes gewissen hast weil du
meinst mehr geben zu müssen, dann merkt sie das auch und tritt
dich halt genau da wos wehtut. du musst dir selber bewusst
machen was du tun kannst und willst und das dann wieder
radikal umsetzen.

radikal umsetzen - gelehrte theorie und reale praxis!

wieso tust du dir das an? wie gesagt, setz deine grenzen und
mach die rangfolge in deiner kleinen familie klar.

du hast kein „besonderes“ kind, stimmt`s?

schon mal nen anderen therapeuten ausprobiert?

ja, schon 6 !!!
offensichtilich scheitern selbst die verschiedendsten experten am verhalten meiner tochter. was also bitte kann ich tun? ich kann mich hier ein bißchen „ausjammern“ und vielleicht hoffen, daß es ähnliche fälle gibt wie meinen, bei denen ich lösungsansetze für uns erkennen kann.

;übrigens is
triple p (wenn ich mich in dem namen nicht irre) eine
wunderbare erziehungsmethode und da gehts auch um grenzen
setzen und so…

das buch liegt quasi unter meinem kopfkissen.

meine persönliche meinung ist: wenn sie doch ach so hochbegabt
ist, dann sollte sie deine position doch mal verstehen können!

sorry, aber du hast keine ahnung. ja, sie ist hochbegabt und dann versetz dich mal in ihre lage. wie verwirrend muß das alles für sie sein? pädagogen, lehrer, psychologen und berater scheitern an ihr. kannst du dir auch nur im geringsten vorstellen, wir groß ihre frustration ist? kein wunder, daß sie bei kleinigkeiten ausrastet.

also, bau dir ein stärkeres selbstbild auf, setze deiner
tochter grenzen und halte durch bis sie sich hoffentlich
ändert…

sie wird ihren IQ sicher nicht für mich herunterschrauben.

ich hoffe du nimmst mir manchen satz nicht übel, aber solche
themen (bei uns in der näheren verwandtschaft auch gerade sehr
aktuell) wühlen mich doch ziemlich auf…

ok, kann ich verstehen, doch langsam finde ich es halt nicht mehr schön, daß ich von leuten gute ratschläge bekomme, die kein kind haben - erst recht kein besonderes?!
wußtest du, daß hochbegabung als behinderung gesehen wird?

grüße
elisa

mfg
jj

doch langsam finde ich es halt nicht
mehr schön, daß ich von leuten gute ratschläge bekomme, die
kein kind haben - erst recht kein besonderes?!

und ich finde es seltsam, daß abqualifiziert wird, was man nicht hören will.

willst du keinen rat mehr von pädagogen/ psychologen/ usw., was man ja nach 6 verschiedenen therapeuten oder was auch immer verstehen kann, dann gib diese information doch nicht erst nach einem kilometerlangen thread preis! hätte ich das gleich gewußt, hätte ich mir sicher nicht die mühe gemacht.

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schon mal nen anderen therapeuten ausprobiert?

ja, schon 6 !!!
offensichtilich scheitern selbst die verschiedendsten experten
am verhalten meiner tochter. was also bitte kann ich tun? ich

Es gab ja mal eine Zeit, und zwar waren das so ein paar Dutzend Jahrtausende bis so vor wohl so einem halben Jahrhundert. Und in dieser Zeit waren Erziehungsmethoden üblich, mit denen man auf die Achtung des Kindes für die Eltern Wert legte.

Ich meine ja nur,

mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

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Hallo Elisa!

aber ich bin leider auch nur ein mensch, ich versuche, meine
emotionen rauszulassen. wenn man aber immer wieder enttäuscht
wird, stumpft man ab und gesteht sich auch mal ein, ausrasten
zu „dürfen“. wobei ich hier nochmal ausdrücklich betonen
möchte, daß ich keine körperliche gewalt anwende - lieber
schleuder ich irgendeinen teller in die küche.

Da hab ich wohl eine zu einfach Antwort auf ein komplexes Thema gehabt. Natürlich darfst du auch (im Rahmen) ausrasten, dass du Emotionen raus lassen musst zeigt, dass du nicht abgestumpft bist. Du sollst dir deine Gefühle auch gar nicht nehmen lassen. Und Kinder müssen auch mit den Emotionen anderer umgehen lernen - und können das meist auch sehr gut.

Halt die Ohren steif. Ihr kommt da durch!

lg. Christine

mir gehts jetzt richtig mies…wie
lange wird das dauern, bis wir uns wieder richtig verziehen
haben…wieder richtig zueinander gefunden haben?

Keine Ahnung…ich finde so eine Auseinandersetzung zwichen Mutter und (erst) sechsjähriger Tochter nicht ganz so normal, wie manche meiner Vorredner. Was keinesfalls heißen soll, daß ich Dich als schlechte Mutter ansehe, bestimmt nicht!!!

Ich hätte meinen Kindern solche Art des Ausbruches nicht durchgehen lassen sondern mir konsequent einen solchen Ton verboten. Dann käme der Komentar ‚wer nicht will der hat‘ oder die Bemerkung, daß der kaputte Arm ja nicht schlimm ist, wenn die Puppe sowieso doof ist.

Am nächsten Tag würde ich versuchen in Ruhe den Sinn vom Schenken zu besprechen. Auch, daß man seiner Mutter gegenüber natürlich seine Enttäuschung über ein Geschenk Ausdruck verleihen darf, das aber ohne die Mama zu verletzen. Letzlich war DEIN Ausbruch doch auch nur die folge DEINER Schmerzen. Das solltest Du dem Kind in seiner Sprache nahebringen, natürlich ohne eine Schuldzweisung an das Kind zu formulieren.

Mir fällt noch was anderes ein, ich habe erst um einiges später begonnen meinen Kindern das Thema ‚wir haben (zu) wenig Geld‘ nahezubringen. Ich habe eher versucht bestimmte Dinge mit ‚dafür ist mir unser Geld zu schade‘ abzublocken. Es geht mir dabei um die Unbeschwertheit, die ich erhalten wollte. Ich kann mich noch erinnern, daß die öfter mal fragten: Mama sind wir eigentlich arm und reich?’ …ich habe dann immer erklärt, daß sowas relativ ist und auch viel Geld zu wenig sein kann und umgekehrt, man mit wenig Geld glücklicher sein kann, als andere. Auch heute versuche ich nicht unsere finanzielle Situation nie direkt als Problem darzustellen, auch wenn ich ab und jammere, vor allem wenn unvorhergesehen Dinge benötigt werden. Vielleicht belastet sich Deine Tochter ja unterbewußt zu sehr mit der Frage, daß Du Geldsorgen hast und es kommt auf die Art raus? Ist aber nur so ein Gedanke.

Alles in allem solltest Du aber so einen Streit auch nicht überbewerten, da kommen noch ganz anders Sachen auf Dich zu :wink:.

Gruß Maid