mein Schwiegervater leidet an einem bösartigen Tumor im Unterkiefer (Plattenepithel-Karzinom).
Durch die Bestrahlung ist er seit einigen Monaten nicht mehr in der Lage zu schlucken, kann also keinerlei Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nehmen und wird durch eine Magensonde ernährt. Diese „Astronautennahrung“ (Isosource Engergy Faser) kann er allerdings sehr schlecht verdauen - hinzu kommt, dass er mittlerweile so schwach ist, dass man von regelmäßiger Bewegung nicht mehr sprechen kann.
Kennt jemand ne Möglichkeit zumindest die Verdauung wieder etwas anzuregen?
Gesund wird er nicht mehr werden, aber in der Zeit, die er noch hat, möchten wir zumindest alles tun, damit er nicht unnötig leiden muss.
Ich weiß, ich drücke mich jetzt ziemlich dämlich aus - geht mir doch alles ziemlich an die Nieren…
positiv auf die Verdauung wirken sich auch entsprechende Massagen und außerdem Atemtherapie aus. Letzteres deswegen, weil jeder einzelne Atemzug im Rahmen entsprechender Übungen über das Zwerchfell sanft und bestimmt die Verdauungsorgane massiert.
Ich erlebe es bei mir selbst immer mal wieder im Gesangsunterricht, wenn wir Atemübungen machen. Da entfleucht dann manchmal schon vor lauter Anregung der Verdauungsorgane ein Wind…
Ich habe zwar selbst keinen Krebs, habe aber Kontakt zu Leuten, die Krebs haben ( in www.stomawelt.de ) … und die berichten übereinstimmend, daß Milchzucker ( gibts im Supermarkt, Drogeriemarkt, Apotheke ) oft recht hilfreich ist.
welcher Natur sind denn die Verdauungsbeschwerden? Magenschmerzen? Übelkeit? Blähungen? Völlegefühl? Verstopfung?
Zur Verstopfung wäre zu sagen, daß Astronautenkost ja eben keine Balaststoffe hat, sie wird komplett resorbiert, es wäre also kein Stuhlgang mehr zu erwarten. Von hohen Mengen Milchzucker (Laktose) würde ich eher abraten. Er würde nur bei Verstopfung helfen, ist also von Haus aus nicht indiziert, zudem sinkt bei Schwerkranken die Aktivität der milchzuckerspaltenden Darmenzyme, die Laktose gelangt daher bis in den Dickdarm, wo sie von Bakterien zu Gasen verstoffwechselt wird. Es kommt also zu hefitgen Blähungen, die für einen ohnehin schon kranken Patienten noch mehr Schmerzen bedeuten.