Schleichfahrt mit uboot

hi zusammen,

ich les bissl grad lektüre über uboote und es wird andauernd von schleichfahrt geschrieben…kann mir vielleicht jemand erklären wie das genau funzt?

mfg

asi

Es funzt über E-Motor als Antrieb!

Gruß Max

Hallo,

Es funzt über E-Motor als Antrieb!

ja, der Hintergrund ist natürlich der, daß der normale
Antrieb (Dieselmotor) meilenweit zu hören ist.

Ein Überraschungsmoment gibt es dann nicht mehr, weil der
Horposten auf jedem Schiff das U-Boot hören kann.

Mit E-Motor kann man das U-Boot aber fast lautlos bewegen.
Nur nicht so schnell und nicht sehr lange (bis eben die Akkus
leer sind).
Gruß Uwi

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Hi!

Es funzt über E-Motor als Antrieb!

ja, der Hintergrund ist natürlich der, daß der normale
Antrieb (Dieselmotor) meilenweit zu hören ist.

Dieselmotor bei Unterwasserfahrt?
Da dürfte es aber ziemliche Probleme mit den Abgasen und der Luftzufuhr für den Motor geben!

Ein Überraschungsmoment gibt es dann nicht mehr, weil der
Horposten auf jedem Schiff das U-Boot hören kann.

Mit E-Motor kann man das U-Boot aber fast lautlos bewegen.
Nur nicht so schnell und nicht sehr lange (bis eben die Akkus
leer sind).

Auch bei Fahrt mit E-Maschine konnte ein gut ausgebildeter Horcher ein U-Boot ausmachen. Schleichfahrt bedeutet eben nicht nur, mit E-Maschine zu fahren, sondern sich ganz langsam zu bewegen (max. ein bis zwei Knoten) und im Schiff absolute Ruhe zu halten. Bei schneller Fahrt mit E-Maschine kommt es zu Wasserverwirbelungen am Heck des U-Bootes, die dem Horcher ein deutliches Geräusch zur Ortung liefern.

Grüße
Heinrich

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Tach

Es funzt über E-Motor als Antrieb!

ja, der Hintergrund ist natürlich der, daß der normale
Antrieb (Dieselmotor) meilenweit zu hören ist.

Dieselmotor bei Unterwasserfahrt?
Da dürfte es aber ziemliche Probleme mit den Abgasen und der
Luftzufuhr für den Motor geben!

Deswegen haben die Deutschen ja auch einen Schnorchel erfunden. Setzte zwar die Geschwindigkeit herab und man konnte nur knapp über der Wasseroberfläche fahren, aber man sparte den Saft der Batterie für den Angriff bzw die Flucht.

http://home.t-online.de/home/041656556-0001/utorpedo…

‚Gegen Kriegsende wurde die Bedrohung durch Flugzeuge immer massiver. Die U-Boote mußten oft lange Strecken unter Wasser zurücklegen und kamen kaum noch dazu, ihre Batterien wieder aufzuladen. Ein Fliegeralarm jagte den nächsten. Um auch unter Wasser mit Diesel fahren zu können, wurde ein aufklappbarer Schnorchelmast entwickelt, der die nötige Luft für den Dieselbetrieb bereitstellte. Am oberen Ende verhinderte ein „Kugelkopfventil“, das Wasser eindringen konnte. Im Prinzip nur eine verbesserte Version des „Schnorchelmastes“ der „CSS Hunley“. Trotzdem rettete dieses eigentlich primitive Gerät vielen U-Boot-Fahrern das Leben.‘

Gruß

Christoph

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Deswegen haben die Deutschen ja auch einen Schnorchel
erfunden.

Guten Morgen,

der Schnorchel ist eine holländische Erfindung von kurz vor dem zweiten Weltkrieg.

Grüße

Winfried

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hi zusammen,

ich les bissl grad lektüre über uboote und es wird andauernd
von schleichfahrt geschrieben…kann mir vielleicht jemand
erklären wie das genau funzt?

Je schneller ein U-Boot fährt, desto mehr Krach macht es. Besonders lästig ist dabei der Kavationslärm der Schrauben und die ganze Antriebsmechanik, die vor sich hin knirscht.

Allerdings kann man ohne Fahrt im Boot ein U-Boot kaum auf Tiefe halten. Also fährt man gaaaaaaaaanz langsam, um den Jungs (und heutzutage ja auch Mädels) beim Feind oben in der Fregatte möglichst wenig zum hören zu geben.

Die haben zwar auch Aktive Sonargeräte (Ping Ping Ping) aber wenn sie das Einsetzen, dann wissen die im U-Boot ja auch, wo die da oben stecken, und könnten entweder ausweichen oder ihnen einen Torpedo verpassen.

Gruß
Mike

Dieselmotor bei Unterwasserfahrt?
Da dürfte es aber ziemliche Probleme mit den Abgasen und der
Luftzufuhr für den Motor geben!

Schon mal was von Schnorchel gehört?? Damit fahren und fuhren U-Boote getaucht.

Gruß max

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Deswegen haben die Deutschen ja auch einen Schnorchel
erfunden. Setzte zwar die Geschwindigkeit herab und man konnte
nur knapp über der Wasseroberfläche fahren, aber man sparte
den Saft der Batterie für den Angriff bzw die Flucht.

Nein, nein, nicht die guten Deutschen haben den Schnorchel erfunden! Er lag schon gut durchkonstruiert auf einer holländischen Werft.
Wir haben nicht alle „guten“ Sachen erfunden!.

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hmm… ich dachte immer der Schnorchel wäre erst später, ich glaub 1943 in der dt. U-Boot-Waffe eingebaut wurden (zumindest bin ich der Meinung das so bei Suhren gelesen zu haben.

hmm… ich dachte immer der Schnorchel wäre erst später, ich
glaub 1943 in der dt. U-Boot-Waffe eingebaut wurden (zumindest
bin ich der Meinung das so bei Suhren gelesen zu haben.

Die ersten Fahrten mit dem Schnorchel wurden im Juni 1944 durchgeführt, die Erfindung ist aber schon älter und stammt aus Holland.

Grüße

Winfried

1944 fuhr das erste Boot mit Schnorchel.

Gruß max

Tach

Ich habe auch ‚einen‘ und nicht ‚den‘ Schnorchel geschrieben. Es gab auch früher schon Schnorchel und das Prinzip an sich ist auch schon recht alt. Aber das ganze auf die deutschen U-Boote zu adaptieren war auch noch ein Stück Arbeit…

Gruß

Christoph

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hmm… ich dachte immer der Schnorchel wäre erst später, ich
glaub 1943 in der dt. U-Boot-Waffe eingebaut wurden (zumindest
bin ich der Meinung das so bei Suhren gelesen zu haben.

Der Grund war simpel:
Vorher brauchte man ihn nicht!
Erst als 1943 die Navy mit Ultra, Hunter-Killer Groups, Geleiträgern, HF-DF und flugzeuggestütztem Radar incl Leigh-Light ziemlich plötzlich die U-Boote in den Griff bzw auf den Grund des Meeres bekam, merkte man plötzlich, dass die U-Boote veraltet und für eine effiziente Kriegführung unbrauchbar waren. Technologisch waren die Deutschen Subs ja immer noch auf dem Stand WK1
Die Lösung lag zwar schon seit längerem in den Schubladen (Das Walther-Uboot - Typ XVI, bzw dessen Rumpf, vollgepfropft mit Batterien und E-motoren Typ XXI)
aber die Marine hatte in charakteristischer Kommiskoppmanier gemeint „brauch mer net, gefällt uns net…“ Die Entwicklung dieser typen wurde ab Mitte 1943 mit Hochdruck vorangetrieben, aber das erste der neuen Boote kam erst April 1945 an die Front… zu spät.

Um die alten U-Boote halbwegs kampftauglich zu halten, wurde ab 1944 der Schnorchel eingebaut, der sie beim Batterieaufladen der Radarortung entzog. Der Schnorchel war aber eine niederländische Entwicklung.

Gruß
Mike

Ich habe auch ‚einen‘ und nicht ‚den‘ Schnorchel geschrieben.
Es gab auch früher schon Schnorchel und das Prinzip an sich
ist auch schon recht alt. Aber das ganze auf die deutschen
U-Boote zu adaptieren war auch noch ein Stück Arbeit…

Es gab aber nur „den“ Schnorchel, wenn wir von Schnorchel reden. „Der“ Schnorchel, der das U-Bootfahren revolutionierte, war der in Holland konstruierte.

gruß max

Dieselmotor bei Unterwasserfahrt?
Da dürfte es aber ziemliche Probleme mit den Abgasen und der
Luftzufuhr für den Motor geben!

Schon mal was von Schnorchel gehört?? Damit fahren und fuhren
U-Boote getaucht.

Schnorchel und Dieselmotor bei Schleichfahrt?
Schleichfahrt wurde doch immer dann befohlen, wenn feindliche Zerstörer in unmittelbarer Nähe waren. Welcher U-Boot-Kommandant war dann so lebensmüde, mit Diesel und Schnorchel zu fahren?

Grüße
Heinrich

Schon praktich so ´n Schnorchel
Viel kann man zu dem geschriebenen auch nicht mehr sagen.
Fakt ist das durch das Programm Ultra (Enigma-Dechiffrierung)
den Allierten fast nix mehr verborgen blieb, also auch die
meisten U-Boot Bewegungen bekannt waren, gegen 42/43 die
Luftüberwachung des Atlantiks u.a. auch durch Geleitträger
fast flächendeckend war. Die Einführung des Schnorchels kam
viel zu spät (Wie so aaaaaniges im WK II) und selbst dieser
war (!) als Radarsignatur ortbar !
Aber wenn man sich die Verlustlisten der U-Boot Truppe ansieht
dann wird so einiges klar. Kein einfaches Leben und auch meist
ein sehr kurzes.