Schleimbeutelentzündung rechte Schulter

Liebe/-r Experte/-in,
habe seit Wochen Schmerzen in der rechten Schulter, bei bestimmten Bewegungen bzw. wenn ich Druck ausübe (Beim Arbeiten -bin ZMA- oder auch beim Putzen etc.) Nach Rö-Aufnahme beim Orthopäden wurde eine Schleimbeutelentzündung diagnostiziert.
Ich bekam bei zwei Besuchen beim Arzt jeweils eine Injektion gegen die Schmerzen, außerdem soll ich Ibuprofen nehmen und den Arm nicht zu sehr heben.

Die Schmerzen werden nicht besser.
Als Rechtshänder muss ich den Arm natürlich auch benutzen. Mein wöchentliches Yoga habe ich schon auf Eis gelegt…
Meine Frage: Dauert es einfach bis die Entzündung wieder verschwindet oder kann ich unterstützend noch etwas machen??
Vielen Dank für Ihre Antworten! LG SM

Zunächst einmal: Ich bin kein Arzt!
Aufgrund meiner langjährigen Patientenerfahrung kann ich allerdings sagen, dass viele Orthopäden erst mal ein Standardprogramm abspulen, bevor sie einräumen, dass sie eigentlich keine Lösung für Dein Problem kennen. Eine Schleimbeutelentzündung (wenn es das ist) deutet ja daraufhin, dass die Schulter über längere Zeit nicht adäquat belastet oder überlastet wurde. Um eine vernünftige Diagnose zu stellen, ist es meiner Ansicht nach wichtig, genau zu beobachten, wann die Schmerzen auftreten oder stärker werden, aber auch wodurch sie gelindert werden. Schließlich ist der Begriff „Schleimbeutelentzündung“ nur ein Begriff für das Symptom „Schmerzen in der rechten Schulter“. Bei Schmerzen in den großen WS-nahen Gelenken (also Schulter oder Hüfte) kommt auch ein Zusammenhang mit der Wirbelsäule, wie eine chronische Fehlhaltung oder eine schwache Rückenmuskulatur in Betracht. Die Vermeidung bestimmter Bewegungen oder eine Schonhaltung führen jedenfalls zu weiteren Einschränkungen der Beweglichkeit und möglicherweise zu weiteren Symptomen. Ich hoffe, dass Dir meine Antwort weiterhilft! Gute Besserung!

Freedom 107

Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort!!
LG SM

Hallo Schwarzmann,

eine Bursitis kann u. U. andauern.
Neben Injektionen und regelmäßiger Ibuprofen-Einnahme hilft ggf. auch Bromelaine (Traumanase, Wobenzym u.a.) und Arnica D12.

MfG

F.Syré

Vielen Dank für die schnelle Antwort!!

LG -sm

lieber Schwarzmann,

wenn Sie natürlich bei der Arbeit oder in der Freizeit noch massive Anforderungen an den Schleimbeutel stellen, kann es sehr schwierig werden das wieder loszuwerden. Selbst bei optimaler Therapie gehen schnell mal 6 Wochen ins Land. Es gibt schöne Krankengymnastik, die das beschleunigen kann, die kann man sich gern mal verschreiben lassen und dann die Übungen zu Hause weiter machen. Von dem Ibuprofen braucht man meist ganz schön viel am Anfang (Achtung Magenschutz) und nicht zu lange nehmen ohne dass es der Hausarzt weiß, denn die Nieren mögen das nicht über Monate zu bekommen (Vergleich mal Klasnic).
Also noch mal hin zum Orthopäden, ggf. noch mal Spritze und KG (kostet ein wenig… 10€ Rezept plus 10% pro Behandlung). Lohnt sich aber.

Die Liste der Therapiemöglichkeiten für dieses Phänomen ist ebenso lang wie die Dauer der Beschwerden. grundsätzlich rechnen wir Fachleute bei Beschwerden an der Schulter nie in Tagen oder Wochen, sondern immer in Monaten oder Jahren. Grundsätzlich heißt aber auch, daß es Ausnahmen gibt. Die hängen ab vom Alter, Geschlecht, Schmerzverarbeitung und Berufstätigkeit. Grundsätzlich (wieder dieses Wort) sollen repititive Bewegungen im schmerhaften Bewegungsberecih vermieden werden, weil das die Entzündung des Schleimbeutels so richtig „aufkochen“ läßt. Andererseits muß aber die Schulter mindestens fünf Mal am Tag vollständig durchbewegt werden, was meist nur mithilfe des anderen Armes und eines Beißholzes gelingt. Aber eins steht fest: Ist die Schulter einmal steif, weil sie nicht mehr ausreichend WEIT (nicht OFT) bewegt wird, was in diesem Fall schon in drei Tagen gelingt, dann wird sie auch mit allen Mitteln der Medizin zwar irgendwann schmerzfrei, aber nie wieder vollständig beweglich.
Die Schulter ist ein Sensibelchen erster Güte. Sie macht immer aus einer Mücke einen Elefanten. Das liegt daran, daß sie das beweglichste Gelenk im Körper, dafür aber auch das empfindlichste ist. Damit die Schulter richtig funktioniert, ist das Zusammenspiel einer unzehl von Muskeln erforderlich. Andererseits darf aber die mechanische Führung die Schulter nicht behindern. Dadurch ist sie so gelagert, daß sie - ungeschützt großen Kräften augesetzt - immer Gefahr läuft, beispielsweise auszurenken. Also schützt sie sich anders, nämlich durch eine übergroße Empfindlichkeit. Damit umzugehen erfordert in Ihrem Falle sehr viel Wissen. Also fragen Sie ihrem Orthopäden Löcher in den Bauch.
Gute Besserung!
Ein Orthopäde

sorry, nicht mein Gebiet
wolfgang