angenommen, ich benötige einen Schlepper. Dabei stelle ich mir das in etwa so vor wie ein Bagger buchen: man ruft bei ggf. mehreren Unternehmen, fragt ob sie Zeit haben und wenn man mit dem Stundensatz einverstanden ist, dann bestellt man die.
Am Einsatztag kommen die vorbei und verrichten inkl. Fahrer ihren Job.
Stimmt das so in etwa? So 'ne Schlepperleistung in Anspruch zu nehmen ist doch nichts besonderes, oder?
Ich nehme vorerst an, du meinst damit ein Schiff. Bevor es überhaupt zu Verhandlungen über die Kosten kommt, kommen hoffentlich Rückfragen zu den näheren Umständen wie benötigte Zugkraft, Einsatzort, Einsatzlänge, Platzverhältnisse etc. Je nach dem kann oder wird es vorkommen, dass ein Mitarbeiter sich die Situation vor Ort anschauen möchte.
Es könnte schließlich ein kleiner Schlepper für einen Kanal benötigt werden oder ein Hochseeschlepper im Offshore Bereich..
Sinngemäß sollte das auch für Nutzfahrzeuge wie Ackerschlepper etc. gelten.
Moin,
zur Ergänzung:
natürlich meinte ich den ostkarpatischen Röhrenschlepper. Eine Schmetterlingsart die tief im Berg lebt und bei dem geringsten Kontakt mit Sonnenlicht zu Staub zerfällt.
Deshalb auch meine Anfrage im Rechtsbrett und nicht unter Haushaltsgeräte.
Klar. Im konkreten Fall muss man sich natürlich über die Details einigen. Es ging mir nur darum prinzipiell zu verstehen wie sowas läuft. Ein Haus darf man in Deutschland zB eben NICHT so einfach bauen, obwohl einem das Grundstück gehört und man mit dem Bauunternehmer handelseinig ist. Auch eine Kneipe zu betreiben ist nicht so einfach, Taxen auch nicht.
Kollegen von mir haben mit der Materie hin und wieder zu tun. Da geht es dann um etwas komplexere Dinge, bei denen aber u.a. eben auch Schlepper eingesetzt werden. Und das geht teilweise mit großen Rahmenverträgen, teilweise aber eben auch im Einzelfall, so wie Du Dir das vorstellst. Da ruft dann natürlich kein Privatmensch bei der Reederei an, der so rein gar keine Ahnung hat, was er braucht und will, sondern Profis, die so etwas nicht zum ersten Mal machen. Aber da geht es dann eben auch um so Dinge wie die Abgrenzung der zu beauftragenden Leistung, also z.B. wenn da jetzt besondere Genehmigungen benötigt werden, wer die dann besorgt. Wer Beauftragungen am Rande übernimmt, und wie Kosten solcher Leistungen verrechnet werden, …
Grundsätzlich kannst Du das auch als Privatmensch machen, wirst aber vermutlich etwas überfordert sein, und viel Hilfe benötigen (die sich die Reederei dann bezahlen lassen möchte). Aber stell Dir z.B. den Fall vor, Du hast als Hobby ein etwas größeres Traditionsschiff, und das muss mit Motorschaden in eine Werft, schon bist Du bei genau dieser Thematik.
Genau darum ging es mir. Wie bei jedem Auftrag ist es natürlich besser, wenn man sich auskennt. Wenn nicht wird es halt teurer, aber es gibt eigentlich kein PRINZIPIELLES Problem. Nicht wahr?
Aber stell Dir z.B. den Fall vor, Du hast als Hobby ein etwas größeres Traditionsschiff, und das muss mit Motorschaden in eine Werft, schon bist Du bei genau dieser Thematik.
Zum Beispiel. Oder ich will einfach einen Leichter von Poel in die Nordsee schleppen lassen. Dann rufe ich bei der Reederei an, sage ich habe keine Ahnung von der Sache, aber genug Geld. Die kommen dann vorbei, fragen nicht viel und erledigen den Job einfach. Darum ging es mir.
Ja, auf jeden Fall. Denk z.B. an den Einsatz von größeren Baumaschinen. Beruflich kommen bei mir massenhaft so richtig dicke Dinger zum Einsatz. Also z.B. einer der größten Mobilkrane der Welt. Den kannst Du nicht “einfach mal kommen lassen”, sondern das Ding besteht aus einem ganzen Konvoi von Schwertransportern, braucht einen je nach Bodenverhältnissen recht aufwändigen Kranplatz, … Das kannst Du durchaus “all inkl.” beim Kranunternehmer buchen, und der kümmert sich dann gegen Einwurf größerer Münze um alles, was nötig ist, damit dein geplanter Hub dann mit dem passenden Gerät zum gewünschten Zeitpunkt durchgeführt wird. Mit jeder Menge beteiligter Unternehmen, die ohnehin vor Ort sind, verteilen wir aber normalerweise die Aufgaben. Aber ich hatte durchaus auch schon mal privat Bedarf an einem Kran, und da habe ich selbst einfach ein entsprechendes Unternehmen angerufen, denen zum Glück alle Fragen selbst beantworten können, und dann sind die hier direkt angerückt, weil das ein Standardfall ohne große Besonderheiten war.
eben! Und so einen Leichter von A nach B zu bugsieren ist an sich keine große Besonderheit im Frühling, in der Ostsee. Wenn Geld keine Rolle spielt erst recht nicht.
Grundsätzlich nicht. Dieses kleine Schwimmdock ist schon eine Besonderheit, die man nicht an jeder Ecke findet, aber wenn man weiß, dass es so etwas gibt/mit den richtigen Leuten spricht, die darum wissen, dann findet man auch dafür sicher schnell einen Anbieter. Ich hätte es leicht, weil ich bloß die Offshore-Kollegen bei uns im Einkauf oder einen ehemaligen Kollegen ansprechen müsste, der jetzt bei einer Firma arbeitet, die jeden Menge Offshore-Equipment im ganz großen Stil besitzt/selbst entsprechende Leistungen anbietet/einkauft. Aber in Zeiten des Internets, und wenn man bedenkt wer alles jemanden kennt, der einen kennt, … ist das alles kein Hexenwerk.