Schlimme Erlebnisse totschweigen - warum?

Hallo,

wie ist folgendes Verhalten einzuordnen?

Mein Verlobter hat früh seine Eltern verloren; sie sind an Krebs gestorben, als er 5 bzw. 12 Jahre alt war. Er ist dann von seiner Großmutter aufgezogen worden.

Und er spricht NIE über seine Eltern, fast genau so wenig über seine Kindheit. In seiner Schulzeit (er studiert heute Physik und hat ein super Abi gemacht) galt er schon als äußerst gebildet, allerdings etwas verschlossen / unnahbar (aber nicht unsympathisch).

Er hat selbst mir (wir sind seit 3 Jahren zusammen) nie aus freien Stücken von seinen Eltern erzählt, selbst wenn man ihn „um drei Ecken“ zum Reden bringen will, versanden diese Versuche schnell. Bsp: Eine (nichtsahnende) Freundin von mir fragte ihn mal, ob seine Eltern ihn bei seinem Studium unterstützen, da kam dann nur „Nein, ich komme allein gut zurecht.“ So geht das immer.

Als wir uns kennen lernten, erzählte ich mal meine Lebensgeschichte im Schnelldurchlauf, und fragte ihn dann, wie es bei ihm war - ohne große Reaktion. Auch scheint ihm nicht besonders viel an Erinnerungsstücken oder Gegenständen, die seinen Eltern gehörten, zu liegen.

Bei allem, was ich aus seinem Familien-/Bekanntenkreis gehört habe, war vor diesen Todesfällen in der Familie alles in Ordnung, seine Eltern haben ihn (und seine Geschwister) sehr geliebt und gefördert.

Ich wage nicht, ihn darauf anzusprechen, weil ich davon ausgehe, dass er auch vorher nie mit irgend jemandem darüber gesprochen hat und ich weiß ja, dass Krebserkrankungen langwieriger sind und die Kinder damals das Leid der Eltern mitbekommen haben. Ich möchte da keine alten Wunden aufreißen, und ich verstehe auch, dass man mit Details aus der Krankheitszeit etc. nicht hausieren geht. Aber warum schweigt er wohl ALLES über seine Eltern tot, mit Sätzen wie „ich lebe in der
Gegenwart“?

Das bißchen, was ich darüber weiß (Todesursache, Namen der Eltern usw.) weiß ich durch seine Großeltern und weiteren Verwandten, die darüber „normal“ reden.

Weiß jemand, wie sein Verhalten einzuordnen ist? Und ist es eine gute Strategie, das totzuschweigen? Und wie sollte ich mich verhalten? Bisher behandle ich das Ganze ja als Tabu-Thema.

Danke für Eure Anregungen.

Gruß, Lara

Hallo Lara,

wie man das Verhalten generell einordnen kann, weiss ich nicht.

Vielleicht hat es einfach zu weh getan? Ich habe meine Mutter auch sehr früh verloren. Jeder verarbeitet das wohl auf seine Weise, deswegen kann ich nur von mir sprechen.

Nichts ist mehr, wie es vorher war. Man kommt zu „anderen Leuten“, wenn man Glück hat zu Verwandten, die man ein bisschen besser kennt. Aber letztendlich ist das ein Erlebnis, dass das ganze Leben durcheinander schmeisst und man sich ganz plötzlich mit Dingen beschäftigen muss, die nicht gerade in eine „Kinderwelt“ passen.

Vielleicht ist Dein Freund im Moment noch nicht dazu bereit, darüber zu reden. Vielleicht geht es ihm besser damit, alles erst einmal ruhen zu lassen.

Die Verwandten, wie Oma, Onkel, Tante … die sehen es aus einer anderen Sicht.

Warum ist es Dir so wichtig, dass er mit Dir darüber spricht?

Liebe Grüße
usch

Hi,

na ja, es ist nun schon 10 Jahre her…

Warum ist es Dir so wichtig, dass er mit Dir darüber spricht?

Ich verlange ja nicht, dass er darüber mit mir spricht. Ich will ihn auch nicht zwingen. Aber ich würde gern wissen, was da los ist, damit ich entsprechend damit umgehen kann. Natürlich bohre ich da nicht in den Wunden herum und spreche ihn darauf an, klar.

Aber ich denke auch, dass zu wissen, was dahinter steckt, zu einem besseren Verständnis mancher seiner Ansichten führen könnte. Wenn man die Vorgeschichte einer Person kennt, kann man z. B. auch manche Fettnäpfchen vermeiden. Manchmal frage ich mich auch, wie sehr ihn das belastet, ob er es überhaupt verarbeitet hat usw.

Bsp: als ich noch überhaupt keine Details wußte, ist er mal ständig zum Arzt gegangen, hatte wegen Halsschmerzen drei oder vier Termine. Da habe ich ihn noch als Hypochonder gepiesakt (nicht gemein). Aber heute würde ich das nie wieder tun, gegenüber einer Person, deren Eltern vor dem 50. Lebensjahr gestorben sind und wohl noch leben könnten, wären sie zur Vorsorge gegangen (sagt man).

Ich weiß nicht… ich möchte ihn einfach verstehen!

Hallo Lara,

Aber warum schweigt er wohl ALLES über seine Eltern tot, mit Sätzen wie „ich lebe in der Gegenwart“?

Ganz einfach weil er in der Gegenwart leben möchte, eine Flucht vor der unangenehmen Vergangenheit.

[…]

Gruß Gerold

MOD: entsprechend der Netiquette editiert

Auch hallo,

das könnte eine Schutzfunktion bzw. Vermeidungsverhalten sein.

Was nicht da ist, nicht da war oder an was man nicht denkt, vermißt man nicht. Man denkt nicht daran, also tut es nicht weh.

Er hat seine Eltern in einem Alter verloren, in dem man normalerweise noch eine starke Bindung zu ihnen hat.

Möglicherweise wären Erinnerungen zu schmerzhaft für ihn, auch vielleicht deshalb, weil er das Erlebte eben nur verdrängt und nie (oder nicht richtig) verarbeitet hat.

Ich würde ihn nicht darauf ansprechen, wenn er nicht von selbst mit der Sprache rausrückt.

Jeder Manesch geht mit persönlichen Verlusten anders um…der eine redet sich seinen Kummer von der Seele, der nächste blendet es einfach aus.

Solange er gut damit zurecht kommt, würde ich es dabei belassen.

Vielleicht kommt irgendwann der Tag an dem er sich so weit von seiner Vergangenheit entfernt hat, dass die Erinnerung nicht mehr so weh tut und er den nötigen Abstand gewonnen hat um über seine Erlebnisse sprechen zu können.

Gruß
Maja

Hallo Lara

Und er spricht NIE über seine Eltern, fast genau so wenig über
seine Kindheit. In seiner Schulzeit (er studiert heute Physik
und hat ein super Abi gemacht) galt er schon als äußerst
gebildet, allerdings etwas verschlossen / unnahbar (aber nicht
unsympathisch).

Ich finde, damit hast du alles gesagt. Das passt doch wunderbar zusammen: Physik-Studium und nicht über Gefühle und Kindheitserinnerungen sprechen, passt genauso gut wie Psychologie-Studium und alles andauernd hinterfragen. :wink:
Nein, im Ernst: Die Menschen sind nunmal verschieden und wenn du duch sonst gut mit ihm verstehst,bringt es nichts, ihn da ändern zu wollen. Es wird schon seinen Sinn haben, dass du dir einen Mann mit einer solchen Persönlichkeitsstruktur ausgesucht hast.
Gruß,
Branden

Liebe Lara,

ich verstehe Deinen Wunsch, auch diesen Teil des Lebens Deines Freundes/Partners zu kennen.

Andererseits musst Du m. E. akzeptieren, dass er damit einen anderen Umgang hat als Du (für gut bzw. richtig hältst) und dass ihn jede Erinnerung daran schmerzt.

Wenn für ihn die richtige Zeit ist, wird er mit Dir darüber reden, aber lass´ um Himmels Willen ihn den Zeitpunkt bestimmen, ansonsten könnte sich dieser Punkt zu einer Zerreißprobe Eurer Beziehung hochstilisieren.

hätte als Überschrift vielleicht besser gepasst.

Hallo,

allgemein:
man kann solche Erlebnisse doch auch totreden, oder?
Man kann über solche Erfahrungen dauernd - viel - wenig - oder gar nicht reden. Das macht jeder mit sich selbst ab. Der Partner oder die Partnerin sollte nicht versuchen (auch über drei Ecken) dies Verhalten zu ändern (oder gar ein mangelndes Vertrauen hinein interpretieren).
Wenn er das Gesprächsangebot erkannt hat, kann er es irgendwann oder nie annehmen.

Das Schweigen über schlimme Erlebnisse ist nicht ungewöhnlich und auch nicht „krankmachend“ - was einige Psycho-Kollegen gern behaupten.

Zu Dir Lara: Lass ihn im Heute, sei fröhlich mit ihm,

rät der Vieux

Hallo Lara, auch wenn es schon 10 Jahre her ist, das ist für den Verlust der nähesten Bezugspersonen, denjenigen, die einem Halt geben sollen und einem den Weg im Leben zeigen sollen, recht kurz.
Dazu kommt noch der Zeitraum dazwischen, einer starb in einem wichtigen Zeitraum, in dem man sich behutsam erstmalig von den Eltern lösen sollte (Beginn Schulzeit), der nächst in der nächsten Loslösephase (Anfang Pubertät). Aber normalerweise geschieht sowas schrittweise, man kann sich eben doch wieder in die Arme der Mutter/Vaters flüchten, wenn man was nicht gut läuft da draussen.
Dein Freund konnte das nicht, weg war weg und davor war sicher auch eine Zeit in der er „ganz toll tapfer“ war, auch für die Aussenstehenden. Denn mit Krebs stirbt man nicht einfach so weg, sondern man siecht so dahin und braucht eigentlich genausoviel Kraft und Zuspruch wie ein Kind in dem Alter wie es dein Freund zu der Zeit war. (Vielleicht hat er sich auch deshalb gerade in der Schule so angestrengt, damit ihn jemand wahrnahm, damit er mal ein Lob bekam und vielleicht auch damit mami mal lächelte)
Im Grunde hatte er also schon beim tod des ersten Elternteils Probleme diese emotionale Unterstützung zu bekommen, die er schon im Normalfall gebraucht hätte; denn alle mussten sich um den todkranken Elternteil kümmern. Wenn dann auchnoch die reihenfolge erst Mama dann Papa war, wundert mich am Verhalten Deines freundes nichts mehr.
Dann hat in den späteren Jahren nur der Vater den jungen erzogen und Männer weinen nicht. Der Vater hat dann sicher auch nicht mit dem Jungen über den Tod der Mutter geredet, denn Männer zeigen keine Gefühle, er wollte vielleicht ein starkes Vorbild sein und über sowas redet man nicht mit Kindern etc.
Es gibt also sehr viele Gründe, weshalb er sich dieses Verhalten abgeschaut haben kann. Es hat nicht nur etwas mit Verdrängung zu tun.

Also lass ihn, zeig ihm allenfalls dass du bereit bist ihm zuzuhören, wenn er denn mal über die Zeit reden will, aber frag nicht, auch nicht unbedingt bei den Verwandten hinter seinem Rücken.
Gruß Susanne

Liebe Lara!
Du wirst den richtigen Weg schon finden: Gib ihm Zeit damit zu kommen, wann er will. Er sollte aber auch wissen, dass er jederzeit überalles mit Dir reden kann.
Ich hab es bei meinen Freund (jetzt Mann) auch so gemacht. Es hat bei Ihm ein paar Jahre gedauert, bis er mir alles erzählt hat (halt andere schlimme Sachen), aber er konnte dann loslassen.
Liebe Grüße
Sabine

… worum es ursprünglich ging / gehen sollte :wink:
Hallo,

ja, diese Diskussion hat sich leider ein wenig verlaufen in Hinblick darauf, dass es bald darum ging, ob ich ihn ansprechen soll oder nicht usw. So wie ich meinen Freund kenne, würde ich ihn nicht ansprechen, eben weil ich weiß, dass es ein Tabu-Thema ist. Das kann ich akzeptieren.

Der Kern meiner Frage - das hab ich nicht richtig herausgestellt - war eigentlich derjenige, wie sein Verhalten zu deuten ist, so wie Maja das beantwortet hat (vielen Dank dafür!); d. h. Stichwort Trauma / Verdrängung / Schutzfunktion und was es noch alles gibt.

Selbstverständlich kann ich damit leben, ihn nicht darauf anzusprechen (ich lasse es ja auch), und alles, was ich weiß, haben mir seine Verwandten von sich aus erzählt. Ich bin kein aufdringlicher
Mensch. :smile:

Wenn man keine ahnung hat kann man viel schwätzen!
schau mal hier: http://www.aerztekammer-bw.de/25/15medizin04/A10/2.pdf

viele grüße nashorn

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Hallo Lara!

Ich kann deine Besorgnis gut verstehen. Du möchtest gern unbeabsichtigte Verletzungen vermeiden und glaubst, das gelingt dir durch eine bessere Kenntnis seiner Lebensgeschichte.

Vergiss aber bitte nicht: das ist DEIN Weg und deine Art, mit seiner schlimmen Vergangenheit umzugehen, nicht SEINE! Er hat das alles weit verdrängt und das ist seine Art, damit fertigzuwerden. Ob er es verarbeitet hat, können wir nicht beurteilen - das muss aber auch nicht sein. Manche Dinge sind so schrecklich und traumatisch, dass man mit der Verdrängung besser lebt.

Ein Beispiel: meine Großmutter wurde im Krieg von mehreren Soldaten vergewaltigt. Jahrzehntelang hat sie das Erlebnis verdrängt und nie anders über ihre Flucht als über „die Hölle“ gesprochen. Details haben wir nie erfahren. Erst kurz vor ihrem Tod erzählte sie mir und meiner Mutter, was damals passiert war und im nachhinein wurden uns viele ihrer Verhaltensweisen verständlich - u.a. ihre Abneigung gegen körperliche Nähe, die Tatsache, dass sie nur ein Kind bekam, usw. Wir haben sie so genommen, wie sie war - wir wußten z.B., dass sie uns Enkel nie umarmte oder mit uns kuschelte und haben das eben so hingenommen. Jetzt verstehe ich nur, warum es so war. Hätte ich es damals gewußt, hätte dies aber an ihrem Verhalten nichts geändert. Durch die Verdrängung konnte sie überhaupt weiterleben und sogar ein erfülltes und glückliches Leben führen.

Wäre es dir passiert, wärst du vielleicht ein Mensch, der darüber immer gesprochen hätte, vielleicht sogar ein Buch geschrieben oder anders an die Öffentlichkeit getreten wäre, um auf dein Schicksal aufmerksam zu machen. Das wäre genauso richtig - für DICH. So würde es dir gelingen, damit fertigzuwerden. Meine Großmutter hat einen anderen - nicht weniger richtigen - Weg gewählt, ebenso wie dein Freund/Mann.

Du scheinst ein sehr sensibler Mensch zu sein, der sehr feinsinnig, gefühlvoll und sensibel auf die Bedürfnisse anderer reagiert. Das sind großartige Eigenschaften. Sie werden dir auch dabei helfen, mit ihm richtig und gut umzugehen. Selbst wenn du aus Unwissenheit mal in ein „Fettnäpfchen“ trittst, wirst du es an seiner Reaktion bemerken. Dann kannst du fragen: „Hat dich verletzt/verwirrt/gestört, was ich da gesagt/getan habe?“ Er wird dir mit Sicherheit antworten: „Ja, das hast du. Das mag ich nicht.“ (Möglicherweise kommt sogar gelegentlich der Zusatz: „Das hat mich an meine Kindheit/an meine Eltern erinnert. Das haben die auch immer gesagt/getan.“)Dann reagier einfach verständnisvoll und antworte beispielsweise mit: „Das tut mir leid. Das hab ich nicht gewußt. Es kommt nicht wieder vor.“ Da er dich liebt, wird er dich nie dafür hassen, dass du ihn an Dinge erinnerst - denn er hasst nicht dich, sondern die Dinge, die geschehen sind.

Du hast eine große Aufgabe vor dir, aber nach allem, was ich von dir gelesen habe, wirst du das alles schaffen. Und möglicherweise - eines Tages - wird er dir nach und nach offenbaren, was er erleben musste. Und selbst wenn das nie geschieht - er ist das Produkt seiner eigenen Geschichte, und du liebst das Produkt und nicht den geschichtlichen Hintergrund…

Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen…

Gruß,
thewritingcat

MOD: Fullquote gelöscht

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Hallo Lara,

von mir noch etwas aus persönlicher Erfahrung. Ich bin der Meinung, dass es sich wahrscheinlich bei ihm um Verdrängung handelt um diese schrecklichen Begebenheiten nicht allgegenwärtig mit sich herumzuschleppen.

Mein Mann ist da ähnlich wie dein Freund. Er hat als Kind sehr sehr schlimme Dinge erlebt. Ich habe nicht viel von ihm darüber erfahren, nur das nötigste damit ich überhaupt eine Ahnung habe was los war. Ich weiß allerdings nur ganz grob bescheid. Er möchte nicht über diese Erlebnisse reden und weiß zudem auch vieles nicht mehr. Es war wohl so belalstend für ihn, dass er es aus Selbstschutz vergessen hat.

Mit deinem Freund könnte es ähnlich sein. Es ist ein Schutz für ihn. So kommt er besser mit der Situation klar. Solange er so gut damit Leben kann, ist es ok. Schwierig wird es, wenn durch diese traumatischen Erlebnisse und seine dadurch abzuleitendem Verhalten Schwierigkeiten für ihn entstehen. Sei es für ihn ganz alleine oder in euerer Beziehung. Erst dann sollte man über eine Therapie nachdenken um das Geschehene zu verarbeiten.

Gruß

Phoebe

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Hallo,

http://www.aerztekammer-bw.de/25/15medizin04/A10/2.pdf

viele grüße nashorn

ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Soweit ich gesehen habe, kann der Text höchstens als Beleg dafür dienen, daß bestimmte Erlebnisse in der Kindheit (sexueller Mißbrauch, körperliche Mißhandlung, psychische Störungen bei den Eltern) mit Rauchen, Drogenmißbrauch und Suizid korrelieren. Er belegt trotz gegenteiliger Behauptung im Text nicht, daß „unabgeschlossenes Erlebnismaterial“ (jedes? immer?) krank macht oder - Bezug zum Ausgangsposting - daß man über (alle?) negativ empfundene Erlebnisse (immer?) sprechen muß.

Grüße

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ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Soweit ich gesehen habe,
kann der Text höchstens als Beleg dafür dienen, daß bestimmte
Erlebnisse in der Kindheit (sexueller Mißbrauch, körperliche
Mißhandlung, psychische Störungen bei den Eltern) mit Rauchen,
Drogenmißbrauch und Suizid korrelieren. Er belegt trotz
gegenteiliger Behauptung im Text nicht, daß „unabgeschlossenes
Erlebnismaterial“ (jedes? immer?) krank macht oder - Bezug zum
Ausgangsposting - daß man über (alle?) negativ empfundene
Erlebnisse (immer?) sprechen muß.

Hallo aiwendi, ich glaube man duzt sich hier!
…was du nicht sagst!
wenn dir wirklich an Information gelegen ist kann ich dir ja die
Originalstudie (Felitti oder ACE Studie) zukommen lassen.
An Haarspaltereien (jedes? immer?) bin ich nicht interessiert.
viele grüße nashorn

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