Schlimme Schmerzen... alles Einbildung!?

Hallo,

ich habe seit einiger Zeit ein riesiges Problem…

ich weiß, dass sich das äussert dumm anhören muss und ich bin mir auch im klaren dass es das ist, aber ich weiß wirklich nicht mehr was ich tun soll…

Ich habe sehr starke Nacken-schmerzen…

ich weiß aber ganz genau dass ich mir diese Schmerzen nur einbilde! Denn ich habe sie nur wenn ich daran denke, sonst nie!
Bitte glaubt mir das, ich bin mir da ganz sicher!

Das Problem ist jetzt folgendes:
ich WEIß dass ich nur Schmerzen habe wenn ich daran denke, aber ich kann nicht aufhören daran zu denken…
es ist wie beim " denken sie nicht an einen rosa elefanten" - prinzip…

mir ist klar dass sich das alles sehr merkwürdig anhören muss für jemanden der das problem nicht kennt…

jedenfalls bekomme ich teilweise panikattacken weil ich diesen verdammten gedanken einfach nicht aus meinem kopf kriege und mache mir nur noch gedanken darüber wie das weitergehen soll, dass ich meinen beruf aufgeben muss… bis hin zu selbstmordgedanken…

ich war schon öfters mal leicht depressiv, aber so schlimm wie zur zeit war es noch nie!

Und ja! Ich muss zum psyichater, ich weiß…

hab auch schon einen termin…
allerdings erst in 2 monaten…
war der erste den ich bekommen konnte…

aber ich weiß nicht ob ich das bis dahin aushalte…

Kennt vielleicht jemand diese symptome?
Kann ich vielleicht auch so etwas dagegen tun?
Schon mal tausend dank im Vorraus für jede art von antwort…

Wann treten diese Gedanken genau auf und wie lange hast du sie schon?

Sollten diese Gedanken auftreten, sobald du z.B. nach Hause kommst, alleine bist bzw. nicht abgelenkt, dann könnte es sich um beginnende Zwangsgedanken handeln.
Hier ein leicht verständlicher Artikel dazu:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/…

Solltest du diese Gedanken schon länger haben bzw. sie nicht innerhalb von ein paar Tagen (Ich würde sagen: maximal 2-3 Wochen) weg gehen, dann such einen Arzt oder direkt einen Psychologen auf, um dich beraten zu lassen.

Versuch außerdem deine aktuelle Situation kurz zu überdenken. Hast du irgendwelche enormen Probleme, die im Hintergrund gären? Beziehungsprobleme? Finanzielle Probleme? Oder wichtige Dinge um die du dich kümmern müsstest, die dir aber schwer fallen?
Wenn dem so ist, versuch diese Probleme irgendwie zu lösen.
Meist kann man die Entstehung einer Zwangsstörung so unterbinden.

Liebe Grüße & die besten Wünsche,

P.

Guten Tag!

ich weiß, dass sich das äussert dumm anhören muss

Nein, es hört sich nicht dumm an, weil es überhaupt nicht selten klingt.

jedenfalls bekomme ich teilweise panikattacken weil ich diesen
verdammten gedanken einfach nicht aus meinem kopf kriege und
mache mir nur noch gedanken darüber wie das weitergehen soll,
dass ich meinen beruf aufgeben muss… bis hin zu
selbstmordgedanken…

ich war schon öfters mal leicht depressiv, aber so schlimm wie
zur zeit war es noch nie!

Damit hast du dir die naheliegendste Diagnose schon selbst gestellt.
Was du schilderst (Nackenschmerzen, Denkzwänge, Ängste, Suizidalität) würde vollkommen zu einer erneuten depressiven Episode passen, die sich in somatisierter Form manifestiert.

[Dem User „Praefrontal“ sei bei diesem Anlass gesagt, dass eine depressive Episode ein Ausschlusskriterium für eine Zwangsstörung ist.]

Und ja! Ich muss zum psyichater, ich weiß…
hab auch schon einen termin…
allerdings erst in 2 monaten…
war der erste den ich bekommen konnte…
aber ich weiß nicht ob ich das bis dahin aushalte…

Dann geh doch bitte woanders hin, notfalls in eine Notfallambulanz.
Normalerweise bin ich kein Freund des Hausarztes, aber der hat wenigstens gleich einen Termin frei für dich …

E.T.

Was Du sagst ist weder dumm, noch auf eine andere Art und Weise „bescheuert“ sondern ein - wahrscheinlich - psychologisch/psychiatrisches Problem, mit dem Du sicher nicht alleine bist.

Leider sind die Wartezeiten für Psychiater und generell Therapeuten sehr lange zur Zeit. Ich würde mich daher der Empfehlung anschließen mich an eine Psychiatrie zu wenden, eventuell die Problematik der Unerträglichkeit der Situation schildern. Zudem: Sollten wirklich psychosoziale Faktoren eine Rolle bei der Aufrechterhaltung spielen, kann man diesen Faktor eher in der Klinik bei einem Aufenthalt ausklammern. Zudem: Sollte die Störung doch neurologisch sein (ich weis nicht wieviel da schon abgeklärt wurde), ist man dort schneller an den notwendigen Terminen und Abteilungen.

Es wurden eben Zwangsstörungen und Depression aufgeführt, mir kam eher die somatoforme Schmerzstörung in den Sinn. Damit sind jetzt drei verschiedene Diagnosen genannt worden, was die Dringlichkeit einer ordentlichen Diagnostischen Abklärung (sprich: Nicht über ein Internetforum) über eine längere Zeit beinhaltet.

Hallo,
also das Problem mit den Nackenschmerzen kenne ich (zum Glück) nicht, dafür aber das „denken Sie nicht an rosa (bei mir sind es normalerweise blaue) Elefanten“ Thema. Ich kann recht schlecht von der Arbeit abschalten und schlafe deshalb teilweise schlecht ein, ganz besonders wenn ich Nachts aufwache und dran denke was ich am nächsten Tag so vor mir habe fällt mir das Wiedereinschlafen schwer.
Ich habe mir mittlerweile angewöhnt mir eine Geschichte auszudenken, im Prinzip knüpfe ich einfach beim nächsten mal wieder dort an wo ich das letzte Mal aufgehört habe. Ich weiss dann schon, dass ich jetzt gerade NICHT an die Dine des nächsten Tages denke, zwinge mich aber einfach weiter an die Geschichte zu denken und irgendwann wird es ein Selbstläufer.
Vielleicht hilft dir das ja ein Stück weiter.

Viel Glück

Raul