Hallo liebe Gemeinde,
mein Sohn (10 Klasse) muss in Psychologie eine Arbeit über die bewegensten Momente im Leben eines Menschen schreiben.
Er kam auf die Idee, hier so eine Art Umfrage zu starten.
Dazu würde er gerne wissen, was die schönsten bzw. schlimmsten Erlebnisse waren und wie ihr Euch daran noch erinnert, bzw. es geschafft habt, sie zu vergessen.
Gruß
Stefan mit Sohn Oliver
hi ihr beiden,
ich kann mir nicht vorstellen, das die aufgabe so angedacht ist.
er soll doch sicher von sich selbst schreiben oder wem, der/die ihm
nahesteht und sich selbst erarbeiten was du hier anfragst - das wäre doch nur eine lieferung, die er dann abtippt.
da er in der 10 klasse ist, wird er selbst so einiges erlebt haben,
was ihn tief berührt hat - darum gehts doch wohl bei der aufgabe?
abgesehen davon wird sich hier wohl kaum wer den aufwand machen,
eine ellenlange geschichte in allen details zu beschreiben -
die seelische entblätterung dabei nichtmal berücksichtigt.
motiviere ihn doch lieber bei sich zu schauen - ob es die erste liebe ist, der tot eines lieben menschen oder auch scheinbar harmlosere dinge, die ihn berührt haben - es wird auch in deinem leben reichlich dinge geben - selbst wenn schicksale andere trafen und er sie mitbekam, wird innerhalb dessen auch reichlich „stoff“ für seine aufgabe sein,
denn auch das leid oder die freude anderer berührt einen ja.
LG
nina
Hallo, Stefan und Oliver,
die Schlimmen Erlebnisse habe ich entweder vergessen oder will sie hier nicht noch einmal aufkochen.
Die schönsten, bewegendsten und mich am tiefsten berührenden Momente war die jeweils erste Begegnung mit meinen Kindern, also als ich diese kleinen Wesen zum ersten Male sah und sie im Arm hielt.
Gruß
Eckard
Hallo Stefan, hallo Oliver,
die schönsten Erlebnisse waren, als ich meine Katze, meinen Hasen, meinen Hund und das Aquarium bekommen hab, als ich mein Latinum endlich in der Tasche hatte. Es gab auch noch so viele andere schöne Momente. Die schreib ich dann immer in mein Tagebuch.
Schlimme Erlebnisse gab es in meinem Leben bis jetzt zum Glück recht wenige.
Ziemlich traurig war ich mit 6, als mein Papa gestorben ist und die Beerdigung fand ich damals ziemlich krass.
Weniger schöne Ereignisse versuch ich zu vergessen und ehr an die schönen Dinge zu denken.
Viel Erfolg, bei der Arbeit - ich musste auch mal so was in Psychologie schreiben.
Gruß
Fee
Hallo,
die schönsten Erlebnisse: die Stunden nach der Geburt meiner Kinder.
Die schlimmsten Erlebnisse: geliebte Menschen verlieren, sei es durch Verlassen werden, oder durch Tod.
Wie schafft man es, schlimme Erlebnisse zu vergessen? Die Zeit heilt fast alle Wunden, - die Frage wie man es schafft zu vergessen ist nicht ganz logisch, denn wer etwas vergisst, kann es hier kaum aufschreiben, oder? 
Wohl eher: Wie schafft man es irgendwann nicht mehr darunter zu leiden? Mein persönlicher Favorit ist, es anfangs einfach zu durchleiden, es nicht wegzuschieben, sondern sich dem Schmerz zu öffnen, sich selbst die Zeit zu geben, bis die Seele von allein wieder bereit ist, wieder aufzustehen.
Wenn das nicht nach einem gewissen Zeitraum (der, denke ich, unterschiedlich sein kann) wieder gelingt ist es Zeit für eine Therapie.
Gruß,
Matilda
hi
über die schlimmsten dinge will ich nichts schreiben. das macht doch schlechte stimmung!
aber über die schönsten - gerne.
da gibt es die „großen dinge“, die wahrscheinlich jeder mensch auf ähnliche art und weise als die schönsten im leben erlebt:
- die geburt des eigenen kindes (hier bereits 2x erwähnt)
- „ich liebe dich“ aussprechen und es auch meinen
- als brautpaar vor hunderten leuten einziehen
bei jüngeren leuten:
- den führerschein schaffen
- zum ersten mal wählen gehen
- der schulabschluß
- der erste kuß
und dann gibt es die „kleinen dinge“, die teilweise tiefgreifende gefühle und lebenslange erinnerungen auslösen, die aber keinen persönlichen bezug zu anderen menschen und auch keine tiefe bedeutung haben. hier eine kleine liste, geordnet nach der intensität:
- eine totale sonnenfinsternis erleben
- mit delphinen im meer schwimmen
- ein pferd im galopp durch die wüste reiten
- einen vulkan aus der nähe sehen und erleben
- auf einer achterbahn mehrere G erleben
- im toten meer schwimmen
- mit einem jumbojet fliegen
- mit einer cessna fliegen
- in einem uboot fahren
- mit einem großen schiff fahren
- nackt im meer baden
- ein professionelles fotoshooting mitmachen (mehr was für frauen)
ein besonderes, ganz kleines erlebnis war für mich:
- ein schnee-eulen-baby in der hand halten (das klingt so doof, aber die auftretenden positiven gefühle waren überwältigend. konnte man auch an den gesichtern der anderen leute erkennen.)
das muß auch ganz toll sein:
- schwerelos sein
- einen formel 1 wagen steuern
- einer großkatze nahe sein
zur liste der schönsten möglichen dinge gehört auch:
- einem menschen das leben retten
(diesen punkt würde ich persönlich zwischen die erste und die zweite liste einreihen.)
gruß
dataf0x
Als ich 10 war, war mein schlimmstes Erlebnis ganz eindeutig, und es ist damals bereits 2 Jahre zurückgelegen.
Als im Unterricht danach gefragt wird, melde ich mich, weil ich erklären kann, was ein Fieberthermometer ist. Ich beschreibe diesen Gegenstand nach bestem Wissen, und als ich sage, „das steckt man dann da hinten rein“, werd ich von der ganzen Klasse ausgelacht. Die Lehrerin sagte in das Gelächter hinein noch was zu meiner Verteidigung, aber trotzdem war das so irrsinnig peinlich…
In dem Schuljahr, gleich im Herbst, ist auch ein Klassenkamerad gestorben, vom Lkw zerquetscht. Ich mußte ein Gedicht lernen und am offenen Grab mit lauter Stimme aufsagen. Ich war der kleinste Bub der Klasse, und nur mein auffallendes Talent für sprachlichen Ausdruck hatte die Klaßleiterin überhaupt erst auf die Idee zu dieser Aktion gebracht. Kurz gesagt, das war für die erwachsenen Teilnehmer der Beerdigung herzzerreißend bis zum Zusammenbruch!
Ich wurde nachher sehr gelobt, und die Klaßleiterin sagte dabei zu meiner Mutter, ich höre es noch, „die begreifen ja gar nicht, wie tragisch sowas ist.“ Und das hat ja auch gestimmt. Mir jedenfalls hat das alles kaum was ausgemacht.
Gruß
Pavel
Hallo,
mein schlimmstes Erlebnis: Als ich meinen damals Freund-mittlerweile Ehemann- mitten in der Nacht wiederbeleben musste. (Gott sei dank erfolgreich)
Sueh
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Hallo
mein Sohn (10 Klasse) muss in Psychologie eine Arbeit über die
bewegensten Momente im Leben eines Menschen schreiben.
Diese Aufgabenstellung ist tatsächlich so?
Wie ist „eines Menschen“ gemeint. Konkret (also
eine auszuwählende Person) oder Konjunktiv (was
das mögliche Erlebnispotential „des Menschen
überhaupt“ ausmacht) ?
Also wie?
Dazu würde er gerne wissen, was die schönsten bzw. schlimmsten
Erlebnisse waren und wie ihr Euch daran noch erinnert, bzw. es
geschafft habt, sie zu vergessen.
Bei mir: Wie meine damals knapp einjährige Tochter
in einem Fieberkrampf blau anlief und aufhörte zu
atmen. Und wie sie eine kurze Zeit später wieder
mit dem Atmen begann …
Grüße
CMБ