Schluckbeschwerden und anderes

Hallo

Hat einer eine Idee, woran es liegen könnte, wenn man Schluckbeschwerden in Verbindung mit Schmerzen/Verspannung im Schultergürtel hat? Das Schlucken ist mit einem stechenden Schmerz begleitet, und ebenso manche Bewegungen des Schulterapparates.

Dann hätte ich noch eine Frage, die nichts damit zu tun hat:
Mein Sohn hat nach dem fast einwöchigen Aufenthalt in einem Skatecamp Knieschmerzen. Während dieses Camps hat er nichts bemerkt, sondern erst danach.

D.h. Wenn er jetzt Sprünge macht, so tut es ihm in den Knien weh, wenn er sich warmgelaufen hat, dann verschwindet der Schmerz allerdings. - Sollte er auf die Sprünge verzichten, oder sollte er einfach weitermachen? - Wissen die Orthopäden immer, was man hat, oder wäre ein Physiotherapeut besser?

Viele Grüße

Hi,

ohne Gewähr - Schluckbeschwerden hängen oft auch mit der Halswirbelsäule zusammen, da würden auch die Probleme an der Schulter dazupassen. Da würde ich einfach mal beim Hausarzt fragen - durch einige Kniffe und Bewegungen kann man das schnell diagnostizieren. In dem Fall würde manuelle Therapie sicher gut helfen.

Bei dem anderen Problem kann ich leider nicht helfen, aber hier kommen sicher noch kompetentere Antworten :wink:

Grüßle, Claudi

Hi

Da würde ich einfach mal beim Hausarzt fragen - durch einige Kniffe und Bewegungen kann man das schnell diagnostizieren.

Das wäre ja gut, wenn das so schnell geht! Ich hatte schon eine Odyssee von Arzt zu Arzt befürchtet, deswegen habe ich hier schon mal gefragt!

In dem Fall würde manuelle Therapie sicher gut helfen.

Das Gefühl habe ich auch. :smile:

Grüßle, Claudi

Auch Grüßle

Das wäre ja gut, wenn das so schnell geht! Ich hatte schon
eine Odyssee von Arzt zu Arzt befürchtet, deswegen habe ich
hier schon mal gefragt!

Man weiß leider nie, es ist wie gesagt nur eine Vermutung meinerseits, aber meine Schwester hatte ähnliche Symptome und hat sich bezüglich der Schluckbeschwerden schon viele böse Sachen ausgemalt - tja, nach der manuellen Therapie war es dann wieder gut :wink:

Alles Gute,
Claudi

Hallo Simsy Mone,

Dann hätte ich noch eine Frage, die nichts damit zu tun hat:
Mein Sohn hat nach dem fast einwöchigen Aufenthalt in einem
Skatecamp Knieschmerzen. Während dieses Camps hat er nichts
bemerkt, sondern erst danach.

Das ist von meiner Seite ein wenig Stochern im Heuhaufen, da ich nicht weiß, was ein „Skatecamp“ ist. Ich stelle mir folgendes darunter vor: Eine Art Zeltlager, bei dem man den ganzen Tag draußen in der freien Natur ist und bei dem man unter anderem lernt, wie man mit Roller-Skates rumfährt.
Korrigiere mich bitte, wenn das falsch ist.
Somit ergibt sich für mich folgendes Bild: Viel Natur, auch Wiese und Wald, einige Stunden am Tag mit Rollerskates auf Beton oder Teer.
Mein Verdacht bezieht sich just auf die Zeit, die NICHT auf Beton/Teer verbracht wird, sondern in der sonstigen Natur. Und da ist dann bei unerklärlichen (nicht hingefallen, nicht gestoßen, nicht verdreht u.ä.) Kniebeschwerden dann natürlich sofort an Zecken zu denken: diese kleinen schwarzen Monster übertragen etliche verschiedene Krankheiten. Die gefährlichste ist die FSME (gegen die man aber im Vorfeld gut verträglich impfen kann). Die häufigste Krankheit, welche von Zecken übertragen wird, ist die Borreliose. Diese Bezeichnung ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für verschiedene Krankheiten, welche durch unterschiedliche Erreger durch den Zeckenstich übertragen werden, die sich aber allesamt mit recht ähnlichen Symptomen (leider) sehr langsam und schleichend erst im Laufe der Zeit bemerkbar machen. Da es recht unspezifische Symptome sind („das kann alles oder nichts sein“), ist sie recht schwer zu diagnostizieren, sofern keine sogenannte „Wanderröte“ (= roter Fleck, der mehr oder minder rundlich meist um die Zeckenstichstelle erscheinen kann - aber leider nicht muss! ca. 50% aller Borre-Patienten hatten nie eine Wanderröte!). Mittlerweile weiß man aber auch, dass die Wanderröte - sofern vorhanden - nicht an der Zeckenstichstelle erscheinen braucht, sondern irgendwo am Körper erscheinen kann. Es ist in der Fachliteratur schon beschrieben worden, dass man manchmal nach dem Verschwinden des Flecks (geht nach ein paar Tagen von alleine wieder weg), diesen wieder sichtbar machen kann (angeblich!) indem man ein heißes Vollbad nimmt. Dieser beschriebene Fall kann natürlich ein Einzelfall und somit Zufall gewesen sein. Auch tut man sich schwer, z.B. auf dem Kopf unter den Haaren einen entsprechenden Fleck zu finden.

Da fällt mir noch was ein: Die Symptome einer Borreliose müssen nicht unmittelbar nach dem Zeckenstich erscheinen, sondern können sich manchmal erst Monate oder gar Jahre später zeigen. Somit die allgemeine Frage: hatte Dein Sohn im Verlauf der letzten Jahre mal eine Zecke?

D.h. Wenn er jetzt Sprünge macht, so tut es ihm in den Knien
weh, wenn er sich warmgelaufen hat, dann verschwindet der
Schmerz allerdings. -

dieser nicht-ständige Schmerz ist typisch für Borreliose, so es denn eine ist. Aber dies aus der Entfernung zu beurteilen fällt schwer.
Fällt Dir denn an Deinem Sohn sonst noch was auf? z.B. verstärkte Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Hör-/Sehstörungen, unerklärliche blaue Flecke oder Streifen als hätte er sich gekratzt (aber ohne Schorf, nur Farbveränderungen), geschwollene Lymphknoten, vermehrtes Schwitzen/Frieren, Schlafprobleme (Ein-/Durchschlafen), etc. Halt irgend was, was er davor nicht gehabt hat. Du musst wissen, die Borre kann sich in ca. 130 verschiedenen Symptomen äußern, u.a. die oben genannten.

  • Wissen die Orthopäden
    immer, was man hat,

gerade Orthopäden haben unter Borreliose-Chronikern einen extrem schlechten Ruf.
Überhaupt, diese Krankheit ist bisher sehr wenig erforscht und die allerwenigsten Ärzte kennen sich damit wirklich aus. Und das, obwohl man deutschlandweit von ca. 2,5 Mio.Menschen ausgeht, die unter chronischer Borreliose leiden.

oder wäre ein Physiotherapeut besser?

Dieser - wenn es dann wirklich diese Infektionskrankheit sein sollte, wovon ich aufgrund Deiner viel zu kurzen Ausführungen bei weitem noch NICHT überzeugt bin (es ist aber eine Möglichkeit!) - kann bei einer bakteriellen Infektion auch nichts ausrichten.

Die Grundübel an der Krankheit sind, dass
-sie sehr schleichend und unauffällig daher kommt mit Symptomen, die alles Mögliche bedeuten können
-sie über bisher zur Verfügung stehende Testverfahren (Bluttests) nur sehr unsicher feststellbar ist (Fehlerquote mancher Bluttestverfahren über 65%!
-sie in den Köpfen der allermeisten Ärzte noch nicht als schlimme Krankheit angekommen ist und es somit nur deutschlandweit eine Handvoll Ärzte gibt, die das (wenige) Fachwissen über diese Krankheit auch kennen und anwenden können und wollen.

Wenn man einen aufgeschlossenen Hausarzt hat, der bei entsprechender Diagnose aufgrund der Symptome (es müssen mehrere zusammenkommen! Ein Symptom alleine reicht nicht!!!) auch mal bereit ist länger als nur 3 Wochen Antibiotika zu geben, der sich über Internet (z.B. den Deutschen Borreliose Bund und dessen Borreliose-Forum) informiert, der vielleicht auch eine Therapieempfehlung von entsprechenden Fachkollegen von zwei oder drei Medikamenten gleichzeitig umzusetzen bereit ist, dann ist man beim Hausarzt am besten aufgehoben, da dieser noch am ehesten das ganze Spektrum der Krankheiten kennt, im Gegensatz zu den meisten Internisten, Rheumatologen, Orthopäden etc., die ausschließlich über ihren Fachbereich Bescheid wissen.

Damit genug für heute.

Nochmal die Aufforderung: Beobachte Deinen Sohn, er selbst soll sich auch beobachten, ob dieses oder jenes oder drittes oder viertes etc. in letzter Zeit aufeinmal so ganz anders ist als vorher/früher. Egal was, was irgendwie mit seinem Körper zusammen hängt. Ein Skater-camp halte ich für einen 10 bis 15 Jährigen für am wahrscheinlichsten. Daher bitte NICHTS auf die (mögliche) Pubertät schieben, sondern alles mal aufnotieren! Mit Datum/Uhrzeit von bis, Heftigkeit (Schulnoten), und natürlich wo und was (genauestmögliche Beschreibung).

Nur so kann man Glück haben, der wahren Ursache auf die Spur zu kommen.

Schnelle Besserung für Deinen Sohn und auf dass mein Verdacht der Borre falsch sein möge!
wünscht

Alexander, dessen Frau schon seit 2.5 Jahre an chronischer Borreliose leidet

Hallo Alexander Peren!

Deine Antwort hatte ich gerade erst entdeckt!

Ich denke, ich muss erstmal deine Vorstellungen vom Skatecamp etwas korrigieren.

Es handelt sich nicht um Roller-Skates, sondern um Skateboards, und damit werden vorwiegend Sprünge auf hartem Asphalt geübt. Gewohnt haben die auch nicht in Zelten, sondern anscheinend in so einer Art Matratzenlager, das sich direkt unter eine Skate-Halle befand. Sehr viel Natur und Wald war da also eher nicht zu sehen!

Es wurden auch Ausflüge gemacht, aber stets nur dorthin, wo man Skaten konnte, und das geht nun mal nur auf glattem Asphalt (oder Marmorböden).

Insofern kam eine solche

… Zeit, die NICHT auf Beton/Teer verbracht wird, sondern in der sonstigen Natur …

gar nicht vor.

Trotzdem beantworte ich natürlich gerne deine Fragen:

Somit die allgemeine Frage: hatte Dein Sohn im Verlauf der letzten Jahre mal eine Zecke?

Nicht dass ich wüsste!

Fällt Dir denn an Deinem Sohn sonst noch was auf? z.B.
verstärkte Müdigkeit, Unkonzentriertheit,

Das fällt mir schon seit Jahren auf … :frowning:

Die anderen Sachen nicht, aber sehr gut, wenn man mal die Symptome dieser Krankheit aufgezählt kriegt!

Schnelle Besserung für Deinen Sohn und auf dass mein Verdacht
der Borre falsch sein möge!

Oh das hoffe ich auch!

Aber die Knie tun ihm tatsächlich immer genau dann weh, wenn er mit dem Skateboard Sprünge macht. Wenn er eingefahren ist, dann nicht mehr. Er dachte einmal schon, es sei wieder gut, aber dann ist er darauf gekommen, dass er vorher Fahrrad gefahren ist, und sich damit aufgewärmt hat.

Für mich spricht doch da viel für eine Gelenkentzündung o.ä.

Aber vielen Dank für die ausführliche Schilderung dieser Krankheit. Ich hoffe zwar, dass ich dieses Wissen niemals brauchen werde, aber wenn doch, wird es mir bestimmt viel helfen!

Alexander, dessen Frau schon seit 2.5 Jahre an chronischer Borreliose leidet

Ist das nicht heilbar?!

Viele Grüße
Simsy

Hallo Simsy,

Alexander, dessen Frau schon seit 2.5 Jahre an chronischer Borreliose leidet

Ist das nicht heilbar?!

Das ist so eine Sache. Es gibt den Ausspruch: „Einmal Borreliose - immer Borreliose“ und es gibt den Ausspruch (leider sehr wahr!): „An Borreliose stirbt man nicht, sie tötet nur das Leben“.

Es kommt immer darauf an, welchen Erreger-Mix man von der Zecke abbekommen hat. Hat man Glück und es war wirklich nur eine Sorte Erreger (es gibt ca. 1 Dutzend verschiedene), und hat man dann noch das Glück, dass man frühzeitig das richtige Antibiotika in der richtigen Dosierung und der richtigen Dauer verordnet bekommt, dann kann es tatsächlich sein, dass man die Erreger soweit unschädlich machen kann, dass man lange Zeit Ruhe hat und unbeschwert weiter leben kann. Aber dennoch - wie man heute weiß - bleiben Resterreger im Körper und warten nur drauf, bis der Körper durch irgend eine andere Infektion stark geschwächt wird, so dass sich das Immunsystem nicht mehr um diese Rest-Borrelien kümmern kann - und schwupp, schon bricht sie wieder aus.
Hat man aber das Unglück (wie bei meiner Frau zu vermuten ist), dass man verschiedene Erreger abbekommen hat, so müssen bei fehlerhaften Testverfahren zuerst mal die Erreger bestimmt werden (ist wie Stochern im Heuhaufen), dann müssen die befallenen Orte festgestellt werden (wofür es auch keine sicheren Testverfahren gibt), d.h. ob die Viecher in der Zellwand oder im Zellinneren oder was weiß ich wo sind, dann muss - teilweise experimentell, weil keine bzw. zu geringe Studien darüber vorliegen - ermittelt werden, welche Medikamentenkombination hilft gegen diese Erregerkombination an diesen befallenen Stellen in welcher Dosierung und wie lange am besten, so dass die Nebenwirkungen noch in Kauf genommen werden können. und und und.

Nur ein einziges Wort reicht: Versuchskanickel. Und Du weißt alles.

Also: heilbar? In der Theorie ja, aber in der Praxis seeeeeehr schwierig. Seien wir schon mal froh, wenn die durchgeführten Therapien die Krankheit zumindest soweit verlangsamen (von stoppen möchte ich gar nicht reden), dass sie nicht in absehbarer Zeit berufsunfähig wird (was leider die meisten Borre-Chroniker über kurz oder lang werden, teilweise landen sie sogar im Rollstuhl).

Bei meiner Frau hat das Ganze übrigens auch mit unerklärlichen Kniebeschwerden begonnen (bei ihr beim Treppensteigen und Fahrradfahren - mittlerweile ist an Fahrradfahren gar nicht mehr zu denken…). An Borreliose stirbt man nicht, sie tötet nur das Leben…

Möge es Deinem Sohn bald wieder besser gehen, denn nach Deinen Ausführungen bin ich noch skeptischer als zu Beginn und glaube selbst eigentlich nicht mehr, dass er sich diese heimtückische Krankheit eingefangen hat. Also vielleicht doch zum Orthopäden und/oder Physiotherapeuten…

Einen schönen Abend und alles Gute

Alexander