Hallo Leute
Fuer alle, die die Struwwelpeterdiskussion interessant fanden:
Ich habe die Angewohnheit vor dem Schlafengehen den Schluessel von
innen ins Schloss zu stecken, damit eventuelle Einbrecher mehr Muehe
haben das Schloss zu oeffnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein
Einbrecher kommt, schaetze ich sehr niedrig ein, aber da das
Einstecken des Schluessels gar keine Muehe macht, kann ich dem
unwahrscheinlichen Fall ja vorbeugen.
Meine Freundin erkennt darin uebertriebene Aengstlichkeit, denn in
unsere Wohnung eines grossen Mietshauses mit sogar verschlossener
Aussentuer in einem Rentnerviertel verirre sich doch nie ein
Einbrecher.
Wenn wir einmal ein Kind haben werden, dann solle ich diese
Angewohnheit abstellen, denn dadurch lerne das Kind nur misstrauisch
und aengstlich gegenueber anderen Menschen zu sein, meint meine
Freundin. Ich halte dagegen, dass das zu bis zu einem gewissen Grad
auch gut sei, denn wenn es glaubt, alle Menschen waeren gut, dann
falle es vielleicht auch einem Kinderschaender in die Faenge, der
sie, wie im Film, mit Naschwerk lockt.
Nun meine Frage:
Wird ein kleines Kind wirklich aengstlich, wenn es sieht wie der
Vater, der eigentlich ja Sicherheit und Staerke ausstrahlen soll,
jeden Abend die Tuer verbarrikadiert oder entwickelt sich dadurch ein
gesundes Misstrauen gegenueber Fremden oder ist das dem Kind voellig
egal?
Vielen Dank fuer Antworten, Tychi
ich für mein Teil schliesse die Tür nicht ab und lasse den Schlüssel auch nicht stecken.