im Duden Online habe ich nachgeschlagen. Es gibt Beides, mit und ohne Umlaut. Sind beide von der Bedeutung und auch grammatikalisch gleich? Im Duden online sind anscheinend beide gleich, ohne Unterschiede. Bei „Schlüpfen“ mit Umlaut hat Duden noch mehr Anwendungsformen aufgelistet.
Kleine Anekdote: Als von Norddeutschland nach Ulm Umgezogener war ich dort wegen einer Erkältung mit Schnupfen beim Arzt. Nach der Untersuchung sagte der Arzt: „Jetzt schlupfen Sie in Ihr Hemd.“ (Er meinte: „Jetzt ziehen Sie weder Ihr Hemd an“). Da ich „schlupfen“ noch nie gehört hatte, verstand ich „schnupfen“. Das habe ich allerdings, meinem Hemd zuliebe, nicht getan.
Was sollen mir all die hübschen Adressen über Maschinenenbau, Sanitärkeramik, Wohnbau, Kühltechnik u.ä. in Plochingen?
das sind bloß einige typischen Beispiele, was die Sprecher oberdeutscher Dialekte in ihrer Ausprägung als Schwaben außer Folklore sonst noch so machen. Warum ich da grad immer auf Plochingen komme, obwohl Sindelfingen, Leonberg, Esslingen, Göppingen und auch so illustre Orte wie Ebersbach an der Fils und Uhingen genausogut passen täten, kann ich nicht erklären. Wahrscheinlich, weil man ein Verb „plochen“ als eine besondere Technik aus der Metallbearbeitung verkaufen könnte, ohne dass das besonders auffiele.
Also eigentlich bloß ein Auswalzen (siehste: schon wieder Metallbearbeitung!) der Unterstellung, Schwaben seien bloß für volkstümliches Liedgut zu gebrauchen, obwohl das ja außer ihnen selber gar niemand behauptet. Moral: Mit Bezug auf den eigenen Bauchnabel geht das Brutteln viel schöner.
dass die Erläuterung der Bedeutungen beim Artikel „schlüpfen“ umfangreicher ist, ist Zufall. „Schlupfen“ ist eine süddeutsche Form, die von der Vereinheitlichung der Deutschen Sprache verdrängt worden ist und heute nur noch in oberdeutschen Dialekten zu finden ist.
bei uns im Österreichischen hat sich das „Schlupfen“ ebenfalls parallel im Dialekt erhalten:
Wenn ich den rede , schlupf i a unter die Deck, i schlupf ins G’wand, i schlupf in meine Schuach, i schlupf ins Haus, die Küken schlupfen, als Kind bin i unbemerkt hinter an Kasten g’schlupft, um mich zu verstecken, etc.
Will damit sagen, auch bei uns - zumindest in Westösterreich - haben sich beide Formen sehr wohl erhalten.
jaja, für folkloristisches Dekor sind wir dann schon noch recht.
Zwar sonst auch für einiges, aber das braucht man ja nicht so laut sagen, wenn man einmal am bruddeln ist (noch so ein Wort, das es angeblich nicht mehr gibt!).
den Link hab’ ich jetzt nicht ganz verstanden? Was sollen mir all die hübschen Adressen über Maschinenenbau, Sanitärkeramik, Wohnbau, Kühltechnik u.ä. in Plochingen?
Ab wie ich mich kenn, steh ich einfach nur wieder auf der Leitung.
Einen Württemberger Grantler nennt man in seiner Heimat Bruddeler.
Bruddeln unterscheidet sich vom Granteln dass es weniger laut aber dafür um so verbohrter ist.