Schmerz im Ellenbogen/einschlafen der Finger

Hallo,

habe seit einiger Zeit, ich denke nun ca. 6 Monate, Schmerzen im linken Ellenbogen. Dieser Schmerz (stechend/ziehend) ist nicht dauernd, aber am Tag über schon öfter.

Außerdem schläft meine linke Hand oder einige Finger davon oft ein. Wenn der Arm beim Liegen angewinkelt ist, passiert das kribbeln am meisten. Außerdem, gibt es am Ellenbogen eine Stelle, die schmerzt, wenn man sie anfässt.

Nun habe ich auch noch festgestellt, dass bei Kälte (vor kurzen bei Schneeballschlacht gemerkt) danach mein ganzer Arm richtig doll schmerzt.

Was kann das sein, welchen Arzt kann ich aufsuchen. Bin weiblich, 28 Jahre alt.

Danke für eine Antwort!

Hallo Sabine,

habe seit einiger Zeit, ich denke nun ca. 6 Monate, Schmerzen
im linken Ellenbogen. Dieser Schmerz (stechend/ziehend) ist
nicht dauernd, aber am Tag über schon öfter.
Außerdem schläft meine linke Hand oder einige Finger davon oft
ein. Wenn der Arm beim Liegen angewinkelt ist, passiert das
kribbeln am meisten. Außerdem, gibt es am Ellenbogen eine
Stelle, die schmerzt, wenn man sie anfässt.
Nun habe ich auch noch festgestellt, dass bei Kälte (vor
kurzen bei Schneeballschlacht gemerkt) danach mein ganzer Arm
richtig doll schmerzt.
Was kann das sein, welchen Arzt kann ich aufsuchen. Bin
weiblich, 28 Jahre alt.

Hab die gleichen Symptome. Nur bei mir ist auch noch die Schulter über das Schulterblatt bis an die Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen.

Hab das Leiden seit Juli verschleppt und bin das erst Mitte Dez. zum Hausarzt marschiert, der mich zum Neurologen überwies, da er auf Kapaltunnelsyndrom tippte. Zugleich verordnete er mir Krankengymnastik.

Die Neurologin maß mit Schwachstrom ein paar Nerven an der Hand und im Arm durch. Sie schickte mich zum MRT (Magnetwellenresonanztomogramm)der Halswirbelsäule, welches mir 15 Minuten Platzangst in der Röhre beim Röntgenologen bescherte und für die Neurologin unauffällig war.

Von dort also Überweisung zum Orthopäden, der sich nun um die vermutlich verantwortliche Halswirbelsäule kümmern sollte. Leider hatte dieser zwischen den Jahren geschlossen und ist erst ab 2. Januar wieder da.

Dummerweise hab ich den Rat des Hausarztes befolgt und bin zur Krankengymnastik marschiert. Gymnastik konnte ich wegen der akuten Schmerzen nicht machen, ich wurde deshalb massiert. Die Behandlung war 2 Tage vor Heilig Abend und hat die Sache so verschlimmbessert, daß ich seitdem mit Wärmflasche und Heizkissen in Schonhaltung auf der Couch sitze und froh bin, wenn ich morgen zum Orthopäden darf. Hoffentlich kann der nun auch helfen.

Ich leide mit Dir,
Gruß,
Gerhard

hallo Sabine,
leider schreibst Du nicht, welche Stelle am Ellenbogen weh tut und welche Finger taub werden.
Nach Schmerzauslösung tippe ich am ehesten auf den Nervus ulnaris. Stützt Du Dich oft auf harter Unterlage mit dem Ellenbogen ab? Wenn Ellenbogen hinten/innen in einer Knochenrille weh tut, dürfte es der N.ulnaris sein. Zeigt sich die Taubheit am deutlichsten im kleinen Finger und Ringfinger?
Andernfalls ist es ein anderer Armnerv. Weniger sicher Halswirbelsäule, weil Deine Probleme anscheinend ziemlich auf Unterarm und Hand beschränkt sind.
Der geeignete Arzt dafür ist m.E. der Neurologe. Gruß, I.

Hallo Sabine,

[…]

Leider hatte dieser zwischen den Jahren geschlossen und ist
erst ab 2. Januar wieder da.

ich war jetzt beim Orthopäden, welcher Bandscheibenvorfälle zwischen den Wirbeln C5/6 und C6/7 diagnostizierte. Größtenteils ging das aus dem Bericht für das MRT hervor. (Da hätte mir die Neurologin ja auch schon mal mehr dazu sagen können als „neurologisch unauffällig“ :frowning:

Habe ein Tens Gerät bekommen (Muskelstimulation durch Schwachstrom), soll Krankengymnastik machen. Schmerzmittel wie Diclofenac und Ibuprofen vertrag ich nicht, hab das Rezept also dankend abgelehnt.
Benzodiazepine sollten zum Abbau der Muskelverspannungen verordnet werden, kann ich leider auch nicht nehmen, da ich durch Sucht (politox) vorbelastet bin.

Wenns dann nicht besser wird, muß ich operiert werden.

Not so amused,
Gruß,
Gerhard

Hi Gerhard,

hört sich ja übel an! Armes Hascherl!

Obwohl ich keinen Bandscheibenvorfall habe, leide ich auch unter ähnlichen Beschwerden und zwar schon seit ich Anfang 20 bin. Gott sei Dank sind sie bis heute nur muskulär bedingt. Aber die ganze Palette kenne ich auch.

Schlimme Schmerzen, Massagen hasse ich wie die Pest weil sie immer erst einmal eine Verschlimmerung bedeuten (Erfahrung: Teilgelockerte Muskeln leiten Schmerz besser).

Die von dir genannten Mittel zur Muskelentspannung bringen bei mir leider gar nie nichts! Mach dir also nix draus, dass du sie nicht nehmen kannst. Außer einer mittleren Dösigkeit im Kopf bewirken sie oft gar nichts.

Aber: Die Reizstromtherapie hat bei mir immer etwas gebracht! Leider ist es so, dass alle Maßnahmen bei diesen Beschwerden (die ich mir bei dir potentiert vorstelle) immer erst langsam greifen.

Da muss man leider durch! Ich weiss, das hört sich erst mal fürchterlich an, aber unter einer Schmerzperiode von ca. 3 bis 4 Wochen bin ich bisher leider nie weggekommen.

Augen zu und durch! Gute Besserung.

Gruß
Nita

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Hi Sabine,

guck mal weiter unten bei „Taubheitsgefühle in der Hand“ da siehst du einige möglich Erklärungen.

Mit Beschwerden, die deinen ähneln hat meine Orthopädin mal einen „Tennisarm“ bei mir festgestellt. Links. Ich bin Rechtshänderin und spiele kein Tennis.

Aber: Durch meine Verspannungen im Nackenbereich bilden sich die schönsten Dinge aus! Eine Druckmanschette - unter dem Ellenbogen angelegt - und eine Spritzen"kur" auf die Akkupunkturpunkte des Arms brachten nach einigen schmerzvollen Wochen Abhilfe.

Wie ich unten zu Gerhards Beitrag schon schrieb: Ich habe die unterschiedlichsten Ausprägungen bereits seit ich Anfang 20 bin (damals wurde ich noch als Simulantin mit den schlimmsten Schmerzen vom Arzt nach Hause geschickt, nett, nicht wahr?). Alles von Nackenmuskelverspannungen. Da passieren die seltsamsten Dinge.

Schmerzattacken dauern in der Regel etwa 3 bis 4 Wochen (unter Behandlung) dann sinke ich wieder in den Normalzustand von eigentlich immer vorhandenen leichten schmerzhaften Beschwerden in Nacken, Armen und Händen. Lange Beiträge verstärken die Beschwerden deswegen:

Gute Besserung!

Gruß
Nita

Hallo Gerhard,

ich überflog gerade zufällig auch Deinen Beitrag und blieb quasi an Deinem letzten Satz hängen: ehe Du Dich in dieser Angelegenheit operieren läßt, gehe lieber länger und gründlich mit Dir und Deinen behandelnden Ärzten zu Rate: erfahrungsgemäß sind OPs im Zwischenwirbelscheibenbereich gar nicht immer so erfolgreich wie es gerne dargestellt wird. Das kann verschiedene Ursachen haben (OP-Technik vielleicht auch gerade dieses einen Dich operierenden Arztes, anatomische Besonderheiten, die Abheilung läuft nicht so, wie sie laufen sollte und bietet u.U. Grund für neue Beschwerden etc.). Vielleicht hast Du auch einen Bandscheibenvorfall, aber der ist garnicht die Ursache für Deine Schmerzen und so weiter. Denke bitte nicht, ich wüßte nicht, wie schrecklich insbesondere stark ausgeprägte chronische Schmerzen sind, aber oft ist die OP halt nicht der Königsweg, als den man sie gerne sehen möchte (oder als der sie dargestellt wird). Falls Du die Möglichkeit hast, frag mal einen (oder besser noch mehrere) Ärzte, ob sie sich auch so bereitwillig unters Skalpell begeben würden, wenn sie unter den gleichen Beschwerden litten. Man hat natürlich gut reden, wenn man selbst nicht betroffen ist, ich würde aber trotzdem noch warten (oder andere Meinungen/Diagnosen einholen.

Auf jeden Fall: viel Glück und gute Besserung
Heidi

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Hallo Heidi,

entschuldige die späte Reaktion, ich Töffel hatte mal wieder vergessen mich per email bei Antworten benachrichigen zu lassen. Gelobe aber Besserung :smile:

ich überflog gerade zufällig auch Deinen Beitrag und blieb
quasi an Deinem letzten Satz hängen:

für den ich ebenfalls gerade einen Einlauf von einer Arztkollegin, die hier auch bei w-w-w unterwegs ist, per mail bekommen habe.

ehe Du Dich in dieser
Angelegenheit operieren läßt, gehe lieber länger und gründlich
mit Dir und Deinen behandelnden Ärzten zu Rate:
erfahrungsgemäß sind OPs im Zwischenwirbelscheibenbereich gar
nicht immer so erfolgreich wie es gerne dargestellt wird. Das
kann verschiedene Ursachen haben (OP-Technik vielleicht auch
gerade dieses einen Dich operierenden Arztes, anatomische
Besonderheiten, die Abheilung läuft nicht so, wie sie laufen
sollte und bietet u.U. Grund für neue Beschwerden etc.).
Vielleicht hast Du auch einen Bandscheibenvorfall, aber der
ist garnicht die Ursache für Deine Schmerzen und so weiter.

Mit dieser Meinung stehst Du nicht allein da. Irmtraut, war bis vor Kurzem als Oberärztin in der Neurologie eines Krankenhauses tätig. Sie übersetzte mir freundlicherweise den Befund des MRT und klärte mich dahingehend auf, daß mein Bandscheibenvorfall offensichtlich schon mindestens 10 Jahre zurückliegt, für meine akuten Schmerzen eher eine Nervenwurzelentzündung verantwortlich ist.

Denke bitte nicht, ich wüßte nicht, wie schrecklich
insbesondere stark ausgeprägte chronische Schmerzen sind, aber
oft ist die OP halt nicht der Königsweg, als den man sie gerne
sehen möchte (oder als der sie dargestellt wird). Falls Du die
Möglichkeit hast, frag mal einen (oder besser noch mehrere)
Ärzte, ob sie sich auch so bereitwillig unters Skalpell
begeben würden, wenn sie unter den gleichen Beschwerden
litten.

Man hat natürlich gut reden, wenn man selbst nicht
betroffen ist, ich würde aber trotzdem noch warten (oder
andere Meinungen/Diagnosen einholen.

Auch das sind beinahe die gleichen Worte, mit denen Irmtraut mir von einer vorschnellen OP abriet. Ich werde Eure Ratschläge befolgen und zunächst weitere Untersuchungen, wie z.B. auch ein EMG machen lassen und mich nicht voreilig unters Messer legen.

Die Entscheidung fällt mir umso leichter, da ich heute erstmalig fast schmerzfrei bin. 11 Tage Dauerschmerz machen ganz schön mürbe.

Auf jeden Fall: viel Glück und gute Besserung

Danke, Heidi.

Lieben Gruß,
Gerhard
*der hofft, daß es Renate auch ein wenig besser geht*

Hallo nita,

hört sich ja übel an! Armes Hascherl!

Danke für die Streicheleinheit, tut richtig gut nach 11 Tagen Dauerschmerz.

Obwohl ich keinen Bandscheibenvorfall habe, leide ich auch
unter ähnlichen Beschwerden und zwar schon seit ich Anfang 20
bin. Gott sei Dank sind sie bis heute nur muskulär bedingt.
Aber die ganze Palette kenne ich auch.

„Nur muskulär“ heißt ja leider nicht weniger Schmerzen, eher ganz im Gegenteil, wie ich mir hab sagen lassen.

Schlimme Schmerzen, Massagen hasse ich wie die Pest weil sie
immer erst einmal eine Verschlimmerung bedeuten (Erfahrung:
Teilgelockerte Muskeln leiten Schmerz besser).

Dann brauch ich mich ja gar nicht zu wundern, hab nämlich 2 Tage vor Heilig Abernd eine 30 Massage von 30 Minuten Dauer bekommen. Allerdings ging die Masseurin da noch von einem Karpaltunnelsyndrom aus, wußte nix von Bandscheibenvorfall. Es überschreitet nicht meine Vorstellungskraft, daß dadurch reichlich Unruhe an den entzündeten Nervenwurzeln ausgelöst wurde.

Die von dir genannten Mittel zur Muskelentspannung bringen bei
mir leider gar nie nichts! Mach dir also nix draus, dass du
sie nicht nehmen kannst. Außer einer mittleren Dösigkeit im
Kopf bewirken sie oft gar nichts.

Na ja, bei mir würden sie Sehnsüchte wecken, die ich nicht mehr möchte. Ich war 5 Jahre exessiv auf Kokain und Heroin und hab an Benzos so reingefressen, was da war. Rohypnol, Flumis, Lexotanil, Tavor, Diazepam und Co. entspannten mich durch Überdosen bis zur Bewußtlosigkeit. Da muß ich nie wieder hin, dann lieber verkrampfte Muskeln.

Aber: Die Reizstromtherapie hat bei mir immer etwas gebracht!

Bei mir auch. Allerdings kurzfristig nach der Behandlung war alles wieder da. Und man kann sich den Strom ja nicht ständig durch den Körper jagen. Dennoch, unverzichtbare Hilfe. In Kombination mit Heizkissen, Wärmflasche und Rotlichtlampe war es dann aushaltbar. Ohne alles ging gar nix mehr.

Leider ist es so, dass alle Maßnahmen bei diesen Beschwerden
(die ich mir bei dir potentiert vorstelle) immer erst langsam
greifen.

Stimmt leider, ist bei mir auch so :frowning:

Da muss man leider durch! Ich weiss, das hört sich erst mal
fürchterlich an, aber unter einer Schmerzperiode von ca. 3 bis
4 Wochen bin ich bisher leider nie weggekommen.

Und ich stöhne schon jetzt und fühl mich richtig mürbe nach nur 11 Tagen Dauerschmerz.

Augen zu und durch! Gute Besserung.

Und danke für die guten Wünsche, sie haben irgendwie geholfen, obwohl mich die Antworten so spät (durch meine eigene Töffeligkeit) erreicht
haben. Bin heute fast schmerzfrei. Hab in den 11 Tagen 55 Stunden getenst, gut 110 Stunden Rotlicht genommen und Arm und Schulter rund 150 Stunden mit Heizkissen oder Wärmflasche warm gehalten. Hoffentlich bleibt der Erfolg bestehen und morgen früh ist nicht alles wieder beim Alten.

Danke für Deine Zeilen,
Lieben Gruß,
Gerhard