wie verändert sich das Leid welches man durch Schmerzen erlebt dadurch, dass man sich als Lebewesen seiner Selbst und was gerade mit einen geschieht bewusst ist? Oder anders ausgedrückt: wenn man weiß wer man ist und dass man gerade starke Schmerzen hat die eventuell wieder abklingen werden - oder aber immer schlimmer und unaushaltbar werden können… macht es das leichter oder schwerer damit umzugehen?
Der Mensch weiß ja wer er ist und kann auch beschreiben wie es ihm ergeht. Bei Tieren gibt es offensichtlich sehr unterschiedliche Stufen der Selbstwahrnehmung. Wie beeinflusst das deren Leid bei Schmerzen?
Schöne Frage. Tiere leben im Hier und Jetzt - sie wissen nicht, dass morgen die Sonne wieder aufgeht oder die Schmerzen weniger oder mehr werden.
Menschen können, je nach Erkrankung, Hoffnung haben, die sie durch die Schmerzen durch trägt und sie sie aushalten lässt.. Besteht keine Hoffnung kann es für ihn selbst auch mal zur finalen Entscheidung kommen.
Tiere haben so etwas wie”Hoffnung”nicht - die leiden jetzt und wissen nicht wie lang es dauerm wird.
Auf das Schmerzempfinden an sich hat das “Bewusstsein” bei Tieren m.E. keinen Einfluss.
P.S. Meine Ex- Katze (die Katze meiner Ex, norwegische Waldkatze) war da herrlich wurschtig; wenn Du der mit ‘ner Spritze gekommen bist, hat sie Dich eher a’la “bist Du Dir sicher?” angeschaut, im Gegensatz zu manchen Drama-Queens, auch bei Hunden hab ich schon übertriebene Erwartungsängste gesehen.
Die Evolution hat Schmerzempfinden und Schmerzerinnerung erfunden, wie immer, um das Fortbestehen der Arten zu fördern. Also Fluchtinstinkt bei Verletzung, Vermeidung von Bewegung und Schonung von verletzten Gelenken, um die Heilung zu befördern. Alle damit verbundenen Begleiterscheinungen wie chronische Schmerzen, Schmerzen die diesen evolutorischen “Sinn” längst verloren haben, weil ein Individuum längst keine Chance mehr hat gesund zu werden und sich fortpflanzen kann, sind evolutorisch neutral, sinnfrei. Schmerzen sind da wo sie evolutorisch Sinn machen ausgeprägt. In Wirbeltieren wahrscheinlich stark, in weniger entwickelten wohl weniger. Eine am Felsen festgewachsene Auster kann auf einen Reiz nicht fliehen. Auch verwurzelte Pflanzen nicht. Deshalb denke ich, dass bei diesen Arten Schmerz ganz andere biochemische Wege hat. Bei Tier und Mensch soweit Wirbeltiere gemeint sind, sehe ich keinen Unterschied.
konnte nicht widerstehen und bin dem Link hinterher, da ist mir ein schöner Lesefehler widerfahren: Die Spinne hat eine Kottasche - öha, dachte ich mir, die Schluchtensch… ham da bestimmt was französisches vereinnahmt, sofort Tante Gurgl nach Cottage gefragt, aber nichts sinnvolles gefunden. Also reumütig Kottasche (Kott-asche, ist doch logisch) eingetippt und siehe da, jetzt weiß ich’s - die braucht Mme fürs Schoßhündchen.