Na, analysieren wir mal das Posting, gleich zusammen mit dem UP
ich kann Dir nur empfehlen sofort einen Arzt aufzusuchen.
Das kann man immer, da ist schwer Widerspruch zu erheben.
Ich selbst hatte mir am 24.12.09 einen Muskelfaserriss in der
linken Wade zugezogen. Ich bin nach Weihnachten dann zum
Orthopäden gegangen, der dies dann bestätigt hat. Bekam
Reizstrom und das Ganze wurde auch noch mal kontrolliert. Die
Wade war geschwollen und tat ziemlich weh.
War’s denn wirklich ein Muskelfaserriß? Ich kriege so meine Zweifel.
Am 7. Januar bekam ich dann höllisches
Stechen im Rücken. Zuerst dachte ich eine Blockade im Rücken,
da ich des öfteren damit zu tun habe. Die Nacht vom 8.1. zum
9.1. habe ich dann Sitzen im Bett verbracht, da es nicht mehr
auszuhalten war. Ich bin dann am nächsten Tag zum Hausarzt,
der eine Lungenentzündung und eine Rippenfellentzündung
festgestellt hat.
Lungenentzündung bakterieller oder viraler Art ohne Fieber gibt es nicht.
Fragt sich jetzt sofort, wo die zweite Thromose gesessen hat, die diese Lungenembolie verursacht hat (nichts anderes war das nämlich!)
Die erste Thrombose spielte ja „Muskelfaserriß“. Differentialdiagnose ist halt manchmal schwer.
Nach der Einnahme von 2 verschiedenen Antibiotika immer noch
keine Besserung.
Natürlich nicht! Lungenembolien spielen oft „Lungenentzündung“ (sie verursachen auch gewissermaßen eine). Da helfen Antibiotika nichts.
Beim nächsten Kontrolltermin beim Arzt kamen
wir zufällig auf meinen Muskelfaserriss zu sprechen. Ich wurde
sofort zum Ultraschall der Beinvenen geschickt.
Und da ging dem Hausarzt blitzartig ein Licht auf. Ich denke, den Ultraschall hat er schon gar nicht mehr benötigt, er wird sich der Diagnose sofort sicher gewesen sein.
Und siehe da
eine Thrombose in der linken Wade.
Schon, aber die wird die LE nicht gemacht haben. Zuviel Zeit seit dem „Muskelfaserriß“ vergangen.
Hierdurch hatte ich eine
Lungenembolie und darauf hat sich dann noch eine Lungen- und
Rippenfellentzündung gesetzt.
Um Dir das alles zu ersparen, solltest Du umgehend zum Arzt
gehen. Lieber einmal zuviel als zuwenig. Eine Lungenembolie
kann tötlich sein.
So dem so ist, jetzt wohl nicht mehr. Außerdem gibt es für die geklagten Beschwerden noch eine Reihe anderer Erklärungen.
Ich habe viel Glück gehabt und einen sorgfältigen Arzt.
Na ja, Sie hätten das wohl auch ohne Arzt überlebt. Der Orthopäde allerdings… - ich sag’ mal besser nichts.
Und wenn es darum geht mein Leben zu schützen, trage ich auch
gern den mir verschriebenen Thrombosestrumpf, spritze mir
selbst Heparin und nehme auch noch artig Macumar.
Beides? Ich bin etwas verblüfft.