Schmerzen im Brückenpfeiler

Habe seit 2,5 jahren eine Brücke über zwei fehlende Zähne im Oberkiefer.
Hinterster Backenzahn und 2. Backenzahn dienen als Brückenpfeiler. Nach dem Abschleifen dieser beiden hatte ich schon dumpfe Schmerzen im hinteren Brückenpfeiler. Immer unterdrückt mit Iboprophen. Nach Einsatz der Brücke ging das noch Monate so weiter, ließ dann aber langsam nach. Das Kauen auf der Brücke funktionierte dann auch relativ gut ohne Schmrezen über 1,5 Jahre - bis ich auf eine Erdnuss biss …

Seitdem (seit Juni 2009) kann ich ohne stechen Sofortschmerz und daran anschließendes tagelanges Rumoren (dumpfer fieser Schmerz) im hinteren Zahn nicht mehr auf der Brücke kauen. Der hintere Zahn ist auch plötzlich sehr kälteempfindlich.

Meine Zahnärztin fand auf dem Röntgenbild keinerlei Hinweis auf etwas. Nur dass am Brückenzahn eine „Tasche“ sei, die sich wohl immer wieder entzünde. Antibiotika halfen nicht. Außerdem sei hier eine starke Parodontose vorhanden (wurde ohne Erfolg behandelt). Einzige Lösung: Zahn raus.

Dann habe ich aber keinen Brückenpfeiler mehr, ein Implantat käme wegen der Parodontose nicht in Frage. Ich müsste also auf mittelalterliche Methoden (Teleskop) zurückgreifen.

D.h. die Brücke ist für mich unbrauchbar geworden.

Weiß jemamd, welche Behandlung noch in Frage käme? Ich will einfach nur wieder mit der Brücke essen können ohne Schmerzen, hatte mir schon überlegt, ob man nicht den Nerv ziehen soll.

Erstmal Hallo oder Guten Tag (so viel Zeit muß sein!)

Habe seit 2,5 jahren eine Brücke über zwei fehlende Zähne im
Oberkiefer.
Hinterster Backenzahn und 2. Backenzahn dienen als
Brückenpfeiler. Nach dem Abschleifen dieser beiden hatte ich
schon dumpfe Schmerzen im hinteren Brückenpfeiler. Immer
unterdrückt mit Iboprophen. Nach Einsatz der Brücke ging das
noch Monate so weiter, ließ dann aber langsam nach. Das Kauen
auf der Brücke funktionierte dann auch relativ gut ohne
Schmrezen über 1,5 Jahre - bis ich auf eine Erdnuss biss …

Ich nehme mal an, dass Du in diesen 1,5 Jahren doch mal bei Deiner ZÄ warst. Über einen so langen Zeitraum sich Schmerzmittel einzuschmeißen, finde ich (und wahrscheinlich auch Deine ZÄ) schon kritisch.

Seitdem (seit Juni 2009) kann ich ohne stechen Sofortschmerz
und daran anschließendes tagelanges Rumoren (dumpfer fieser
Schmerz) im hinteren Zahn nicht mehr auf der Brücke kauen. Der
hintere Zahn ist auch plötzlich sehr kälteempfindlich.

Meine Zahnärztin fand auf dem Röntgenbild keinerlei Hinweis
auf etwas. Nur dass am Brückenzahn eine „Tasche“ sei, die sich
wohl immer wieder entzünde. Antibiotika halfen nicht. Außerdem
sei hier eine starke Parodontose vorhanden (wurde ohne Erfolg
behandelt). Einzige Lösung: Zahn raus.

Wie sieht sie denn die Erfolgschancen einer Wurzelbehandlung?

Dann habe ich aber keinen Brückenpfeiler mehr, ein Implantat
käme wegen der Parodontose nicht in Frage. Ich müsste also auf
mittelalterliche Methoden (Teleskop) zurückgreifen.

Also Teleskope sind ja nun wirklich nicht mittelalterlich. So ein Zahnersatz erfordert schon eine hohe Präzision und ist im Allgemeinen schon hochwertiger Zahnersatz.

Weiß jemamd, welche Behandlung noch in Frage käme? Ich will
einfach nur wieder mit der Brücke essen können ohne Schmerzen,
hatte mir schon überlegt, ob man nicht den Nerv ziehen soll.

Wäre eine Überlegung (s.o.), aber eine Garantie für eine erfolgreich Behandlung (also anschließende Beschwerde-Freiheit) wird Dir da auch keiner geben können. Gerade im Hinblick auf die vorhandene Parodontose kann es eben auch sein, dass der Zahn anschließend doch gezogen werden müßte.

Welche Behandlungen hat denn Deine Zahnärztin angeraten? Immerhin hat sie ja die genauen Befunde und sollte Dich dementsprechend aufgeklärt und beraten haben.

LG Kathi

Eine ‚Tasche‘ fällt nicht vom Himmel. Wenn man eine Brücke im Seitenzahnbereich plant, gehört die Beurteilung der parodontalen Verhältnisse der Pfeiler unverzichtbar dazu. Ein Zahn mit einer Tasche scheidet dann als Brückenpfeiler aus, wenn es nicht durch eine vorherige Parodontalbehandlung gelingt, ihn für diese Aufgabe geeignet zu machen.
Andererseits bildet sich an einem - einigermaßen gepflegten und durch den Zahnarzt gewarteten - Molaren nicht innerhalb von 2,5 Jahren eine solche Tasche, dass nur noch die Extraktion als finales Mittel verbleibt.

Aus der Ferne und ohne eigene diagnostische Möglichkeiten stelle ich also fest:

entweder die Tasche war schon vorher da, dann dürfte auf den Zähnen keine Brücke sein, oder es stimmt nicht, dass jetzt eine Tasche besteht, die zur Extraktion zwingt.

Lösung: kompetente Zweitmeinung

BTW: das ‚Ziehen des Nervs‘ würde bei einem Zahn mit den geschilderten parodontalen Befunden überhaupt nichts nützen.

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort.

Die Parodontosebehandlung erfolgte erst nach Einsatz der Brücke. Meine Zahnärztin war seinerzeit der Meinung, dass zunächst die Brücke drin sein sollte. Ich vermute schon länger, dass sie nur auf Ihren Umsatz bedacht war.

Ich werden also eine Zweitmeinung einholen.

Nochmals danke.

Freundlcihen Gruß

Marlies Kahns

Hallo Kathi,

lieben Dank für Deine Antwort,

ich habe damals nach Einsatz der Brücke nur ca. 4 Wochen Schmerzmittel genommen und danach erst mal gar keine mehr, weil es ja 1,5 Jahre o.k. war.

Eine Wurzelbehandlung wurde überhaupt noch nicht erwähnt,

Meine Zahnärztin hat mich nun sozusagen als austherapiert nach Hause geschickt, weil ich das Ziehen des Zahnes vorerst ablehne, immerhin erfüllt die Brücke noch ästhetische Zwecke.

Ich werden als Rat einer weiteren Antwort eine Zweitmeinung einholen.

Danke für Deine Mühe.

Gruß Marlies

Guten Morgen,

austherapiert? Erst Zahnersatz, dann Paro-Behandlung? Klingt alles sehr merkwürdig.

Ich würde mir wie schon erwähnt eine Zweitmeinung einholen.

LG Kathi