Schmerzen im Gesäß

Hallihallo,

Mich plagen schon seit längerem Schmerzen in der linken Gesäßhälfte. Da mir drei verschiedene Ärzte nicht weiterhelfen konnten, versuche ich nun hier mein Glück. Vielleicht findet sich ja ein Allroundmediziner oder Wunderheiler :smile:
Der Schmerzes ist um das Hüftgelenk herum, aber eher abwärts, lokalisiert. Ich leide nicht, es ist erträglich, jedoch merke ich permanent, dass dort etwas nicht stimmt. Wenn ich es beschreiben sollte, würde ich von starken Verspannungen sprechen. Was könnte es wohl sein und wie kann ich es dauerhaft lindern?

Vielen Dank für die Hilfe!

Lieber Gesaessgeplagter…

Lieber Gesaessgeplagter…
wie immer bei diesen med. Fragen - das Problem einer serioesen Beantwortung ist die fehlende EIGENE DIAGNOSESTELLUNG mangels Patient vor Ort.
Ihre beschriebenen Belaestigungen koennen der Beginn einer Hueftarthrose sein. (Roentgen!)
Auch koennte es eine Fehlstellung des Iliosacralgelenks sein. (Chiropraktiker!)
Mehr kann ich Ihnen leider auf die Entfernung nicht sagen.
Obiges bitten klaeren lassen.
Wuensche alles Gute und Erfolg.
Peter Held - Uruguay

Hallo und guten Tag,
ich tippe auf das Ileosacral Gelenk, wenn sich die winzige Spalte zwischen Wirbelsäule und Beckenknochen nur um ein Bruchteil verschiebt kann es zu diesen Schmerzen kommen. Eine gute Physiotherapeutin müßte das in den Griff bekommen einen Wunderheiler braucht man nicht!

Viel Erfolg

Guten Tag,

anhand ihrer Ausführungen fallen mir mehrere Möglichkeiten ein:
Der Schmerz kann von einer Nervenwurzelreizung aus dem Bereich der Lendenwirbelsäule herrühren, er kann vom Hüftgelenk ausgehend sein und er kann vom Kreuz-darmebin-Gelenk ausgehen.
Das sollte durch eine gründliche körperliche Untersuchung voneinander zu unterscheiden sein.
Die Therapien sind je nach Ursache unterschiedlich.

Mit freundlichen Grüßen

F. Syré

durchs Netz sicherlich nicht zu lösen, aus meiner Erfahrung kann ich aus der dürftigen und teilweise widersprüchlichen Schilderung mindestens 30 Diagnosen gegeneinander abwägen, während ein guter Orthopäde 7min braucht um seinen Algorithmus durchzuziehen.
Die Hüfte schmerzt in der Leiste und ich nehme an, dass das Gesäß die Rückseite (wo die Taschen fürs Portemonai genaäht sind) zu suchen ist.
„dass dort etwas nicht stimmt ist mir auch zu diffus“.
Das harmloseste ist ein Piriformis Syndrom, das schwerwiegenste ein Tumor der an der Beckeninnen- oder Außenseite wächst. Dass ersteres sehr häufig, letzteres selten auftritt, wird in dem Einzelfalle keinem etwas nützen, so dass im Zweifelsfall immer noch zu fordern ist, dass Du einen weiteren Arzt aufsuchst oder was eigentlich mein Favorit ist:
gehe zurück und teile denen mit, dass Du nicht zufrieden mit Diagnose und Therapie bist, da sich kein Erfolg einstellt. Aus deinem Feedback und den untersuchungen bisher kann der Orthopäde nämlich wesentlich genauer vorgehen und nach Ausschlüssen einiger Differentialdiagnosen durch zusätzliche Untersuchungen (Röntgen oder MRT Becken) die Diagnose schon finden. Jetzt den 4ten Arzt aufzusuchen beduetet immer das Risiko, dass der wieder bei Null anfängt und wieder Zeit vergeht. Ein Einkreisen durch mehrere Termine ist durchaus ein legitimes Verfahren, denn das Piriformis-Syndrom geht ohe Bildgebung herauszufinden, teilweise nur durch einen Versuch mit spezieller Krankengymnastik, der Tumor braucht ein MRT. Da das letztere so selten ist, wird nicht jeder, der neu zum Orthopäden kommt sofort das MRT bekommen.
Jeder Dauerschmerz >6 Wochen trotz Bemühungen sollte meiner Meinung nach aber durchaus ein MRT mit ggf. Kontrastmittel haben, damit auch die seltenen Sachen früh genug gefunden werden.

Also: Geh wieder zu einem der Ärzte zurück, der sich am meisten Zeit genommen hat zurück, damit er im Auschlußverfahren herausbekommt was Du hast.
Die anderen 30-40 Diagnosen, die auch in Frage kommen, hab ich erst gar nicht hingeschrieben, die bekommt auch recht einfach raus. Dauert halt.

Hallo,
grundlegend gibt es viele Möglichkeiten für so einen Schmerz. Das Problem ist die Ursachenfindung, wie für jedes andere Problem auch.
Ärtze haben dafür meist bildgebende Verfahren, wie Röntgen, Computertomograf usw. Es kommt nur sehr häufig vor, daß man auf diesen Bildern nix sieht, weil es Momentaufnahmen sind und keine Funktionsanalyse.
Ein Bandscheibenschaden, Knorpelschäden, Tumore … kann man alles sehen, aber nicht, wie Muskeln in Bewegung zusammenarbeiten.
Gerade bei schmerzhaften Zuständen im Muskel/Skellet-System gibt es aber häufig sogenannte Dysbalancen.
Du kannst das dir so vorstellen:
Ein Gelenk ist wie eine Wippe, sitzen auf beiden Seiten gleichschwere Leute , geht die Wippe leicht und alle sind fröhlich am bewegen. Wenn aber nun auf einer Seite ein Gummiband vom Boden zu einem Ende der Wippe gespannt wird , verliert die Wippe an Bewegungsspielraum, bzw am Gelenk geht Elastizität verloren.
Wenn Elastiziät am Halteapperat(Muskeln) des Menschen verloren geht, gibt es immer höhere Drücke in den Gelenken und Strukturen. Das „merkt“ der Körper aber und gibt Dir durch den Schmerz an, diese oder jene Bewegung nicht mehr zu machen, daß kein Gewebeschaden entsteht, quasie als Schutz.
Ignoriert man dies über längere Zeit entstehen Schäden an Knorpel, Bandscheiben usw.
(das würde man dann auch in den Bildern des Artzes sehen, wenn so ein Schaden schon entstanden ist)
Warum das so ist,daß Elastizität verloren geht ? ist im Einzelfall selten genau herauszufinden. Das können einseitge Bewegungen oder Bewegungsmangel sein, physische oder psychische Verletzungen, oder auch biologische oder chemische Einwirkungen auf ein Gewebe .
Viel wichtiger ist nun, die fehlende Elastizität zu finden und aufzulösen.
Das kann m.E. nach am besten ein/e Krankengymnast/in.
Mein Rat an Dich: laß dich zum Therapeuten überweisen, der sich Deine Körperstatik und Bewegungseinschränkungen mal genauer ansieht.
Gut sind Therapeuten mit einer Zusatzausbildung in „Manueller Therapie“ , „Brügger“ , Craniosacrale Therapie" „Hock-Methode“ usw. Frage einfach mal in den Praxen deiner Umgebung nach.Einfach Massagen bringen hier eher wenig . Wenn du nach 2-3 Behandlungen noch keine wesentliche Änderung spürst, dann wechsele lieber nochmal.Du nimmst ja auch nicht gleich das erste paar Schuhe im Geschäft, sondern die, die gut zu dir passen :smile:.

Du brauchst also keinen Wunderheiler, ist eigentlich reine Physik, Hebelverhältnisse und so was.
Also lass da mal jemand ran,der das gelernt hat:smile:.
Es gibt sie fast in jeden Dorf… Krankengymnasten !
Und bitte , gib keinem Arzt eine Schuld. Der Arzt und Krankengymnast sind 2 völlig unterschiedliche Berufe und Ausbildungen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg, es ist weniger geheimnisvoll, als du denkst…
LG von Inaya

Kann ich Dir nicht helfen.
Viel Erfolg

Hallo,

Mich plagen schon seit längerem Schmerzen in der linken
Gesäßhälfte. Da mir drei verschiedene Ärzte nicht weiterhelfen
konnten, versuche ich nun hier mein Glück. Vielleicht findet
sich ja ein Allroundmediziner oder Wunderheiler :smile:

tja – meisne Kristallkugel ist leider auch gerade in Reparatur …

Der Schmerzes ist um das Hüftgelenk herum, aber eher abwärts,
lokalisiert. Ich leide nicht, es ist erträglich, jedoch merke
ich permanent, dass dort etwas nicht stimmt. Wenn ich es
beschreiben sollte, würde ich von starken Verspannungen
sprechen. Was könnte es wohl sein und wie kann ich es
dauerhaft lindern?

Das könnte vieles sein, und Ferndiagnosen sind nun mal nicht möglich. Es kann eine Nervenreizung sein (eventuell der sog. Ischiasnerv), es kann aber auch an den Blutgefäßen liegen: Wenn ein Gefäß eventuell verengt ist, bringt es nicht mehr genügend Blut zu den betroffenen Muskelpartien, und auch das verursacht Schmerzen.

Ich kann Ihnen nur dazu raten, persönlich zum Arzt zu gehen – ggf. zu einem anderen – oder in eine Schmerzambulanz.

Gute Besserung und freundliche Grüße

Elke Ruchalla

Hallo und guten Tag,

es kommen (wie immer im Leben) mehrere Möglichkeiten in Betracht. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit z.B.:

  1. Lumboischialgie
  2. Ileosacralgelenk-Blockade
  3. Coxalgie
    etc.

An Ihrer Stelle würde ich einen qualifizierten Orthopäden aufsuchen, der neben der klinischen Untersuchung durch bildgebende Technik in der Lage ist, die Ursache des Beschwerdebildes zu ermitteln.

Unter Umständen ist ein versierter Physiotherapeut dann erfolgreich in der Therapie.
Auf jeden Fall ist eine „Ferndiagnose“ in einem Forum sicher nicht erfolgversprechend. Gerade bei unklarer Ursache von Schmerzen des Skelettsystems ist eine funktionelle klinische Untersuchung unbedingt erforderlich. Leider (oder Gott sei Dank!)funktioniert das aber (noch) nicht per Internet.

Viel Erfolg und gute Besserung

Leider kann ich mit der Lokalisations-Beschreibung nicht viel anfangen - „Gesäßhälfte“, „um das Hüftgelenk herum“. Gesäß ist hinten, Hüftgelenk ist vorne (Leiste), Oberschenkel außen. Per Internet wird Dir aber sowieso keiner weiterhelfen können, weil man das sehen und fühlen muss. Ich würde mich nach einem guten Physiotherapeuten umhören und mir 6 x MT (Manuelle Therapie) verschreiben lassen, in den meisten Fällen handelt es sich um funktionelle Probleme. Angesichts Deiner Beschreibung kann ich nur mußtmaßen, ob es sich z.B. um ein sog. „Piriformis-Syndrom“ handelt oder ein erhöhter Zug auf dem Tractus iliotibialis.

Thomas

Vor jeder Therapie sollte auch in Ihrem Falle eine entsprechende Diagnostik erfolgen: Rö, CT/MRT der Hüften und LWS, auch zum Ausschluß eines Bandscheibenvorfalles. Ansprechpartner ärztlicherseits wären ein Orthopäde, Neurologe bzw. Neurochirurg; manchmal kann auch ein Enddarm-Tumor dahinterstecken. Mitunter handelt es sich auch nur um eine Fehlstellung des Beckens mit entsprechender Beinverkürzung, die diese Symptome bewirken kann und durch simple chiropraktische Eingriffe beim Physiotherapeuten zu beheben ist.
Medikamentös käme m.E. vor allem Flupirtin in Frage, am besten in Retardform, abends 1x400 mg, auch Magnesium könnte diese „Verspannungen“ lösen, ebenso lokale Maßnahmen mit Einreibungen, Kältepacks etc.
Wie Sie sehen, kann alles möglich dahinterstecken, von harmlosen muskulären Verspannungen bis zu schwerwiegenden, operativ zu behebenden Krankheiten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. u. Engel, Geseke

Hallo,
Ferndiagnosen sind ziemlich schwierig! Je nach deinem Alter würd ich sagen Hüftarthrose oder vielleicht ein Labrumeinriss! Vielleicht ist es aber auch der N. Ischadicus also der Ischiasnerv!
LG Nadine

Zunächst eine Frage: Wo ist bei Ihnen das Hüftgelenk? Normalerweise liegt es in der Leiste und ein daher kommender Schmerz zieht typischerweise aus der Leiste in den vorderen Oberschenkel und ins Knie. Oder meinen Sie die Hüfte, also den Rollhügel seitlich am Oberschenkel?

Hallo,

würde Dir gerne helfen, aber aus Deiner Schilderung kann ich mir leider kein Bild machen und mit einer Reihe von Verdachtsdiagosen ist Dir auch nicht geholfen. Ist das Hüftgelenk mal untersucht worden?

Hallo,
ich würde einen Osteopath mit zusätzlicher Qualifikation in der Arbeit mit FDM konsultieren.
http://www.fdm-europe.com/
Mit besten Grüßen aus Kassel
Andreas