Schmerzen in Brust und Angst?!

Hallo Experten!

Ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil mir seit einiger Zeit ein paar Symptome anhängen.
Und zwar bekomme ich ab und an grundlos ein Ziehen in der linken Brust. Der Schmerz ist bewegungsunabhängig und tritt manchmal beim Sitzen auf, manchmal beim Liegen vorm Einschlafen…
Oft bekomme ich dann auch total Angst, mein Herz pocht schneller und es fühlt sich ein wenig so an, als würde ich gleich umkippen. Mein Puls ist aber generell auch im Ruhezustand sehr hoch.
Bei der Ärztin wurde schonmal ein kurzes EKG gemacht, dort war nichts auffälliges zu erkennen.
Die Ärztin meinte, die Schmerzen könnten auch von der Wirbelsäule kommen, da ich generell auch Rückenprobleme habe.
Ich habe aber gelesen, dass die Schmerzen - wenn sie vom rücken kommen - bewegungsabhängig sind.

Eigentlich sind die Schmerzen nicht sehr stark und sie strahlen auch nicht in Kiefer oder Nacken aus, aber ich bekomme einfach jedes Mal eine kleine Panikattacke und fühle mich dann, als würde mein Körper nicht mehr zu mir gehören oder ich gleich umfallen.

Weiß jemand, wie ich überprüfen lassen kann, ob das etwas Ernstes ist, oder doch nur eine Panikattacke? Oder wie ich mich in solchen Situationen verhalten soll?
Wenn man auf dem EKG nicht sieht, kann doch auch nichts mit dem Herzen sein, oder?

Ich hoffe auf Antwort und sende herzliche Grüße!

Meike

Ach so! Ich bin erst Anfang 20 und weiblich!

Ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil mir seit einiger Zeit
ein paar Symptome anhängen.
Und zwar bekomme ich ab und an grundlos ein Ziehen in der
linken Brust. Der Schmerz ist bewegungsunabhängig und tritt
manchmal beim Sitzen auf, manchmal beim Liegen vorm
Einschlafen…

Also zunächst mal zur Beruhigung: Im Alter von 20 Jahren ist eine Herzkranzgefäßerkrankung äußerst unwahrscheinlich, ich möchte sogar sagen, unmöglich.
Zudem stimmt der Ort des Schmerzes nicht: Herzschmerzen treten nicht in der linken Brust auf.

Oft bekomme ich dann auch total Angst, mein Herz pocht
schneller und es fühlt sich ein wenig so an, als würde ich
gleich umkippen. Mein Puls ist aber generell auch im
Ruhezustand sehr hoch.

Ich setze mal voraus, daß die Ärztin die üblichen Untersuchungen einschließlich Schilddrüse gemacht hat, dann kommen wir nämlich auf ein rein psychosomatisches Geschehen.

Bei der Ärztin wurde schonmal ein kurzes EKG gemacht, dort war
nichts auffälliges zu erkennen.
Die Ärztin meinte, die Schmerzen könnten auch von der
Wirbelsäule kommen, da ich generell auch Rückenprobleme habe.
Ich habe aber gelesen, dass die Schmerzen - wenn sie vom
rücken kommen - bewegungsabhängig sind.

Das stimmt nicht so unbedingt, allerdings muß die arme Wirbelsäule immer herhalten, wenn den Doktors nichts besseres einfällt.

Eigentlich sind die Schmerzen nicht sehr stark und sie
strahlen auch nicht in Kiefer oder Nacken aus, aber ich
bekomme einfach jedes Mal eine kleine Panikattacke

Eben! Psychosomatisch, wie ich schon schrieb.

und fühle
mich dann, als würde mein Körper nicht mehr zu mir gehören
oder ich gleich umfallen.

Weiß jemand, wie ich überprüfen lassen kann, ob das etwas
Ernstes ist, oder doch nur eine Panikattacke? Oder wie ich
mich in solchen Situationen verhalten soll?
Wenn man auf dem EKG nicht sieht, kann doch auch nichts mit
dem Herzen sein, oder?

Das stimmt leider nicht, aber diese Frage stellt sich für Sie erst in 40 Jahren - so ungefähr.

Natürlich kann man eine Menge UNtersuchungen durchführen, aber Sie werden keinen verantwortungsbewußten Arzt finden, der das tut. Schließlich sind solche Untersuchungen nicht ungefährlich, keiner wird Sie solchen Untersuchungen unterziehen bei der mikroskopisch kleinen Möglichkeit, daß Sie tatsächlich Herzkrank sind.

Hallo,

leider habe ich gerade nicht viel Zeit, aber trotzdem möchte ich kurz antworten.
Ich bin zwar 43, aber habe seit ca. 15 Jahren immer mal wieder solche Beschwerden ähnlich Deinen Schilderungen.
Ach, was habe ich schon solche (Attacken?) mit Schmerzen unterschiedlichster Art auf der linken Brustseite hinter mir. Dutzende EKG’s ohne Befund. Es könnte der Rücken sein, wurde mir oft gesagt. Mache Krankengmnastik, scheint dadurch etwas weniger geworden zu sein mit den Anfällen. Auch bei mir schnellt dann der Puls durch die Aufregung schonmal über 100.

Ging vor zwei Jahren regelmässig laufen, also joggen und es ist nix passiert. Kardiologe und Internist sagen, da iss nix. Nix Organisches.

Also, beachte den Rücken und überlege Dir auch mal, ob es psychosomatisch bedingt sein könnte. Bei mir lagen früher mal solche Probleme vor, da ich einfach nicht mehr allein sein wollte (Partnerwunsch).

Gute Besserung Deiner Beschwerden

Nicht unbedingt psychosomatisch…
Hi,

so wie du das alles beschreibst mit eben nur leichten schmerzen, dieses „seltsame“ gefühl dabei und herzklopfen muss das nicht unbedingt psychosomatisch sein. So eine vermutung sollte auch erst ganz am ende von etlichen möglichkeiten stehen.
Zunächst brauchst du ein langzeit-ekg. Dann Laboruntersuchungen. Schilddrüse, herzenzyme etc.

Aber, um an meinen beginn anzuknüpfen: Das klingt ein wenig nach rhythmusstörungen. Die müssen in deinem alter nicht gefährlich sein und treten bei jungen menschen oft auf. Eben auch mit den beschriebenen symptomen. Sie gehören aber auf jeden fall abgeklärt. Also: Ab zum arzt und mal ein lz-ekg etc. machen lassen.

Lg Alex:smile:

Ebenfalls: Nicht unbedingt psychosomatisch
Hallo Meike,

meine Mutter hat recht genau die von dir beschriebenen Symptome. Ist von ihrem Hausarzt abgekanzelt worden, wie weiter unten beschrieben: Kommt nicht vom Herz, Rücken ist es auch nicht, psychosomatisch. (Setzen 6…)

Entgegen dem Rat ihrer Kinder hat sie sich nicht zu einem anderen Arzt und weiteren Untersuchungen begeben und sich fast 3 Jahre rumgequält. Irgendwann war sie wegen einer anderen Geschichte im Krankenhaus - und siehe da: es kam vom Rücken! (bzw. der gesamte Brustkorb, genaue Diagnose weiß ich nicht mehr, aber es war etwas orthopädisches. Vermutlich ausgelöst durch Fehlhaltung in Folge einer länger durchmachten Lungenentzündung und der damit verbundenen Hustenattacken) Das, was angeblich ja „nur“ psychosomatisch war, war die Angst, die sich durch das tatsächlich vorhandene Beklemmungsgefühl ergeben hat. Als die Ursache fest stand, musste da 2, 3 mal ein Physiotherapeut ran und der Spuk war vorbei.

„Rücken“ ist Volkskrankheit. Tatsächlich oft durch Bewegungsmangel verursacht. Allerdings ist das genau auch deshalb ein immer mal wieder Fehldiagnostizierter Bereich, weil er gerne so abgetan wird, wir hier erlebt. Insofern: lass das noch mal vernünftig internistisch und vor allem orthopädisch abchecken.

LG Petra