Sehr geehrte Helfer,
ich habe da für mich sehr gravierende Probleme seit je her womit mir bisher kein Arzt helfen konnte. Ich hab folgende Beschwerden:
Der komplette Harnleiter (vom Damm bis zur Eichel) fühlt sich bei druck drauf an, als wäre eine Klinge drin.
Schmerzen an der Eichel beim Orgasmus, ab kurz bevor es los geht, und wenn sie sich danach weiter bewegt sterb ich fast vor schmerzen für die nächsten 30 Sekunden.
Momentan auch ein leichtes Brennen in der Harnröhre beim Pinkeln, vor allem wenn ich ein wenig auf den Harnleiter drücke um den Strahl abzuschwächen.
Sie können sich sicher vorstellen, was das für eine Belastung für mich und meine Freundin ist, da ich Sex absolut nicht genießen kann, sogar nur Schmerzen hab. Wir haben daher sehr selten Sex was nicht gerade förderlich für unser Beziehungsglück ist.
Ich hoffe Sie können mir weiter helfen.
Vielen Dank schonmal für die Antwort.
MFG Mark
P.S.: Ich war bis her bei 2 Urologen, die beide sagen, dass alles normal ist. Der erste schickte mich dann zum Neurologen. Auch der Neurologe konnte nichts feststellen. Und die zweite schickte mich jetzt zum Psychiater, wo ich bis her aber nicht hin bin, da sich die Beschwerden doch zu „real“ anfühlen. Auch ein MRT von Kopf und Rücken ergab nichts. In einem Monat soll ich eine Blasenspiegelung machen.
ich hoffe, dass die Urologen eine Infektion ausgeschlossen haben!!! Dazu untersucht man den Urin (sog. Mittelstrahl-Urin) und / oder macht einen Abstrich von der Eichel/Harnröhrenmündung. Besteht ein Ausfluss aus der Harnröhrenmündung? Tritt trübe Flüssigkeit aus, wenn man entlang der Harnröhre (unten am Glied verlaufend) zur Eichel hin vorsichtig ausstreicht - wie wenn man eine Tube ausdrückt? In dieser Flüssigkeit sind möglicherweise Erreger nachweisbar.
auch die Schmerzen (oder andere Beschwerden) bei psychiatrischen/psychosomatischen Ursachen fühlen sich sehr „real“ an, d.h. das ist kein Kriterium um diese Krankheiten auszuschließen! Ich würde diesen Bereich durch diagnostische Gespräche bei einem Facharzt dieser Richtung abklären lassen.
auf Grund de Schilderung Ihrer Beschwerden kann man von der Ferne neben dem vollen Verständnis für die Problematik zwei Ursachen festhalten:
Anatomische Gründe->
-> hier ist in der Tat die urologische Evaluierung inklusive der Blasenspiegelung notwendig (leider auch schmerzhaft),
-> die neurologische Untersuchung sollte ausschließen, dass eine Mononeuritis (eine Fehlfunktion des Nerven, entzündlich, nicht entzündlich), der Nerv wird gereizt, der Auslöser ist jedoch nicht das Organsystem selbst, sondern das Nervensystem, z.B. encephalitis disseminata, Neuroborreliose, Hypo- /Avitaminose, Medikamentennebenwirkung, rheumatische Grunderkrankung, Noxen (Beruf?)
->Sie beschreiben eine Schmerzsteigerung bei Druckerhöhung im Gewebe, sowohl physikalisch wie auch physiologisch induziert, s. Punkt 2 Weichteilbeteiligung!
funktionelle Gründe->
-> nach Ausschluss einer anatomisch dokumentierbaren Störung, Untersuchung, ob psychosomatische Ursachen verantwortlich sind. Ich habe verstanden, dass Sie hier eher zurückhaltend sind. Bitte bedenken Sie, dass Sie nicht als aus dem Kontext ver-rückt, als daneben, gelten, wenn eine psychosomatische Störung vorliegt.
Es gibt einen psychischen Auslöser und eine rein körperliche Reaktion, die Sie als „real“ einstufen.
Wenn man traurig (=psychischer Auslöser) ist, weint (=körperliche Reaktion) man, die Tränen sind „real“. Das ist banal, die höhere Kunst ist es, diffizile Zusammenhänge zu erkennen und diese zu kommunizieren.
für mich hört sich das nach einer Prostatitis an. Es gibt bakterielle und abakterielle Formen. Die abakteriellen Formen sind weit häufiger.
Geh noch mal zum Urologen und Frag ihn danach.
es könnte natürlich ein Erinnerungssymptom sein. Das würde auf eine Misshandlung oder einen Unfall hinweisen.
Ein Schmerz hat immer etwas mit verengten Gefäßen zu tun. Unbewusste Angst z, B, erzeugt auch unbewusst Enge= Angstsymptom = Erinnerung an etwas Gravierndes.
mfg
IB
es könnte an die Übersäurung liegen. Vielleicht ist es eine Geschlechtskrankheit, aber das haben die ärzte ja ausgeschlossen. Ich würde mal zum Heilpraktiker gehen!
Hallo McSnoop,
zunächst finde ich es beruhigend, dass schon 2 Urologen und ein Neurologe das Problem untersucht haben
und bisher keine gravierenden Veränderungen gefunden wurden, einschliesslich der MRT-Untersuchungen.
Das hilft aber nicht bei den Schmerzen, ist schon klar.
Die Schilderung erinnert mich sehr an ein Beckenschmerz-Syndrom und diese Beschwerden sind wohl wirklich ätzend. Dieses Problem lässt sich aber tatsächlich hauptsächlich durch psychologische Massnahmen beseitigen. Die Schmerzen sind natürlich real und manchmal stark, das heisst aber nicht, dass sie nicht durch das Nervensystem entstande sein können.
Jeder kennt doch Magengeschwüre. Das ist auch so eine Krankheit, die durch psychologische Massnahmen behandelt werden sollte (manchaml braucht es auch dabei Medikamente, aber die Ursache bekämpft man besser psychologisch). Und auch so ein Magengeschwür ist verdammt real…
Also: gute Idee, das mit dem Psychiater.