Hallo zusammen, ich bin neu hier und versuche mein Glück mit großer Hoffnung auf diesem Wege.
Ich habe seit ca. 2 1/2 Monaten Schmerzen in der rechten Po-Backe, der sich bis runter in den Fuß zieht. Am Nachmittag wird es zunehmend schlimmer, so daß ich den Resttag nur noch mit Schmerztabletten aushalte. Wenn ich sitze und aufstehen muß, dauert es einige Sek. bis ich das rechte Bein belasten kann, ich habe ganz ekliges Kribbeln im Bein und höllische Schmerzen unterhalb der Pobacke. Ischiasschmerzen hatte ich des öfteren schon, diese verschwanden jedoch immer wieder nach 1 - 2 Tagen. Jetzt ist es anders.
Folgendes Programm habe ich bereits hinter mir:
Hausarzt
Der gab mir eine Spritze, die den ganzen Schmerzzustand betäuben sollte - ohne Wirkung.
Physiotherapeut (6 x)
Hier konnte ich div. Übungen schon gar nicht mehr machen, da ich abartige Schmerzen im rechten Bein hatte und dieses auch schon nicht mehr durchstrecken konnte.
Orthopäde
Der sagte eindeutig Ischias und verschrieb mir 6 x biomechanische Traktionen, die ich nach dem 4. Mal absagte, da ich nach dieser Behandlung am Abend noch schlimmere Schmerzen hatte.
CT - Wirbelsäule
das übliche - ohne Befund
Neurologe
Er klopfte mit dem Hämmerchen auf mein rechtes Knie und nachdem mein Bein reagierte, sagte dieser, es wäre kein Ischias !!!
Nach diesem Hin und Her ging ich nach Basel in eine Spezial-Orthopädie-Klinik. Leider auch ohne Erfolg. Weitergehende Untersuchungen müsste ich dann selbst bezahlen.
Röntgen Becken
soweit alles im grünen Bereich bis auf leichte Arthrose.
Und jetzt bleibt mir nur noch das MRT. Ich war schon einmal und hatte Panikattaken. Das nächst gelegene offene MRT befindet sich in Mannheim oder Stuttgart, also heißt es 1 Tag frei nehmen und auf nach Stuttgart.
Daß die bisherigen Röntgenaufnahmen ohne Erfolg blieben, ist ja eigentlich schon beruhigend, doch für mich und meine Schmerzen eher unbefriedigend. Denn seit 2 Monaten nehme ich im Wechsel Ibuprofen und Voltaren.
Aber wer weiß, vielleicht weiß ja jemand von Euch Rat oder hat schon ähnliches erlebt.
Ich bedanke mich voraus und grüsse herzlich
aus dem Badener Land.
Hallo Bobberli,
da Sie die ganze schulmnedizinische Palette durch haben, könnten Sie ja in Erwägung ziehen, dass es einen psychosomatischen Hintergrund hat,
Psychosomatisch bedeutet, dass der Schmerz im Zusammenhang mit einem gravierenden Erlebnis steht. Was das sein kann, kann man nicht ohne Ihr Mitsuchen sagen.
Ich arbeite seit vielen Jahren mit Menschen, die mit allen möglichen Symptomen kommen, die schulmedizinisch nicht erfolgreich behandelbar waren. Ein psychosomatischer Zusammenhang kann sehr früh seine Ursache haben, z. B. schon während der Geburt oder davor.
Erfahrungen aus diesem Zeitraum werden auf der Körperebene abgespeichert. Eine einseitige Überstreckung oder Überdehnung, eine schwere Geburt, weil zu der Zeit als Sie geboren wurden, fast alle Frauen lagen und es sehr viel schwieriger für die Kinder war, den Geburtsweg zu durchwandern. (In vertikaler Haltung hilft die Schwerkraft mit und das Kind findet seinen Weg meist leichter.)
Auch kommt infrage ein Unfall im Kleinkindalter, an den Sie sich nicht mehr erinnern.
Man stelle sich vor, ein Kind erleidet einen Unfall und kommt ins Krankenhaus und hat sowohl Schmerz als auch Verlassenheitsgefühle, weil die Mutter vielleicht nicht da sein konnte. Später kann dann, wenn eine Verlassenheitssituation eintritt (z. B. durch Partnertrennung) der damalige Schmerz als Erinnerung auftauchen, ohne, dass der Zusammenhang deutlich wird.
Psychosomatisch an solche Schmerzen heranzugehen, macht Sinn.
Suchen Sie im Netz, Sie werden bestimmt jemand geeignetes finden, die oder der ihnen hilft, die Ursache zu finden.
In den meisten Fällen handelt es sich nämlich um einen Erinnerungsschmerz, der durch irgend etwas anderes ausgelöst wurde.
Fragen Sie gern nach, wenn Sie dazu noch Fragen haben.
MFG
IB
Hallo Frau Behrmann,
vielen lieben Dank für Ihre Antwort.
Auszuschließen ist das nie, dass Schmerzen psychosomatisch sind. Ich warte jetzt noch die MRT-Untersuchung in Stuttgart ab und dann werden wir weiter sehen. Nur so, wie es im Moment ist, kann es nicht bleiben.
Liebe Grüsse
Hallo,
die häufigste Ursache von solchen Symptomen sind muskuläre Ungleichgewichte.
Diese entstehen über einen langen Zeitraum vollkommen unbemerkt, weil der Körper selber versucht auszugleichen und sind daher nicht mit 6 x Physiotherapie weg zu machen. Die bei Dr. Brügger ausgebildeten Physiotherapeuten beschäftigen sich damit.
Also ist Geduld angesagt.
Eine Alternative wäre noch die Fußreflexzonentherapie. Bitte darauf achten, dass die/der bei Hanne Marquardt ausgebildet wurde.
Ansonsten gibt es natürlich auch noch ganz andere Ansätze, z.B. Familienaufstellung.
Grüße
Daniela
Hallo,
das hört sich nicht gut an. Ich hatte auch letztes Jahr Schmerzen im Fuß und war auch überall, wie du. Bei mir fand ein Alternativarzt, der in der Nähe von Wiesbaden ist, heraus, dass es stressbedimgte somatoforme Schmerzen sind. Er hat mich wieder weitestgehend hinbekommen. Außerdem mache ich eine Verhaltenstherapie. Die hilft mir mit bestimmten Schmerzen umzugehen. Vielleicht etwas Brauchbares für dich dabei. Andere Dinge betrachten und Alternative Wege gehen.
Alles Gute
Hallo bobberli,
Also zu deiner frage, es kann sein das im Po ein nerv eingeklemmt ist, das müsste sich aber bei dem MRT sichtbar machen lassen MRT bitte nur mit Kontrastmittel da man es da besser sehen kann…
Ich höre mich auf jeden fall noch einmal um und wenn ich etwas genaueres weis, dann gebe ich es jetzt auf jeden fall weiter…!
Ich bin ca. im Februar ds.Js. zu Hause die Treppe „runtergesegelt“, habe mich zwar nicht groß verletzt, aber vielleicht eine blöde Bewegung gemacht. Ist es möglich, daß die Schmerzen noch vom Sturz herrühren können und erst Monate später auftreten?. Es macht mich total crazy, nicht so beweglich zu sein wie sonst auch, zumal ich noch ein ziemlich quirliger Typ bin. Euch allen schon mal vielen Dank für Eure Ratschläge. Sobald ich einen Termin im MRT in Stuttgart hatte (hoffentlich bald) werde ich auf jeden Fall berichten. Liebe Grüsse aus dem Badener Ländle
Hallo.
Leider wohnen Sie am anderen Ende von Deutschland…
Suchen Sie einen erfahrenen Chirotherapeuten (Heilpraktiker) oder Manualmediziner auf, wenn möglich mit der Zusatzausbildung in Akupunktur und Homöopathie -
und vertrauen Sie auf Ihr Gespür!
Zu Ihren Schmerzen: ja was soll es denn anderes sein, als eine neurologische Störung, die mit Schmerzen verbunden ist…??? Natürlich ist es aus orthopädischer Sicht eine Ischialgie - und nein, Streck-Therapien sind von Vorgestern! Und Betäuben ist keine Lösung (außer bei Neuraltherapie). Und Schmerzmittel und Cortison lindern vielleicht, aber helfen nicht ursächlich!
Und nach zweieinhalb Monaten haben Sie nun auch noch eine chronische Entzündung dazu bekommen - was sollen die Nerven, Bänder und Muskeln denn noch tun, außer vor Schmerzen um Hilfe zu schreien (=Schmerz).
Also: 1. Ursache finden, z.B. Beckenschiefstand, ISG-Blockade, 2. das Skelettsystem korrigieren, 3. Akupunktur und Homöopathie beruhigen Nerven, Muskeln und Bandapparat.
… und ich dachte, im Süden Deutschlands sei alles besser…
Gute und baldige Besserung
Friedrich Schelberg, Praxis für Schmerztherapie und Naturheilverfahren, Bad Schwartau
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe in meiner Not wirklich alles unternommen, bin von einem Doc zum andern. Zu allem Übel ist jetzt auch noch Urlaubszeit. Ihren Rat bzgl. Akupunktur werde ich gerne beherzigen. Auch habe ich schon mal nach einem guten Osteopathen gesucht (befindet sich aber leider auch im Urlaub).
Ich kann nur sagen, daß ich total enttäuscht bin von den deutschen Ärzten. Der Neurologe hat sich gerade mal 2 Min. Zeit für mich genommen, dann war ich schon wieder draussen. Der Orthopäde meinte, ich solle positiv denken und Geduld haben!!! Da war die Totaluntersuchung bei den Schweizern ein wahrer Luxus, mußte ich allerdings auch selbst bezahlen. Meine Hoffnungen liegen jetzt noch bei der MRT-Untersuchung, wo ich mich nächste Woche anmelden kann.
Es kann und darf so nicht weitergehen. Nachmittags ab ca. 15/16.00 Uhr kann ich nur noch unter total Schmerzen vom Stuhl aufstehen. Bücken ist der reinste Horror. Tja, was solls??? Da muß ich wohl durch, auch wenn es mich z.Zt. total zermürbt und ich abends teilweise mit Tränen in den Augen dem nächsten Tag entgegensehe und mich frage, ist es morgen wohl besser???
Lieben Gruß
eine ferndiagnose ist natürlich nie wirklich möglich. Ich müßte dich sehen.
Für mich klingt das nach einer neurologischen geschichte. Dein problem wird (optisch) so klein sein, daß es weder auf ct noch mrt zu sehen sein muß.
Ich tippe auf isg oder lws.
Wenn du nach berlin kommen kannst, kann ich versuchen, dir zu helfen.
Im erfolgsfall merkst du den unterschied sofort nach der behandlung.
Kannst du nicht nach berlin, googel einen osteopathen in deiner nähe und suche den auf. Eine behandlung sollte 80eur nicht übersteigen. Auch hier solltest du den erfolg direkt nach der behandlung merken.
(Wenn schon neurologische schäden entstanden sind, bleiben rest schmerzen noch länger - der unterschied zu „vor der behandlung“ sollte aber ein deutlicher sein.)
Ich denke nicht, daß ortho, krankenhaus oder hausarzt dir helfen können.
Vielen Dank Karsti für Deine Zeilen. Termin beim Osteopathen habe ich nächste Woche Montag. Du glaubst gar nicht, wie ich mich auf diesen Termin hinsehne. Jedes noch so winzige Strohhalm gibt mir Hoffnung.
Ich wäre zu gerne nach Berlin gekommen, aber das sind von der Schweizer Grenze glaube ich so an die 1.000 km.
Obwohl, gebe ich ja zu, Berlin eine Reise wert ist.
Danke für die guten Wünsche, ich werde wieder berichten.
Liebe Grüsse aus dem Badischen
Edith