Schmerzen nach Lumbalpunktion

Hallo,

am letzten Mittwoch wurde bei mir eine Lumbalpunktion durchgeführt. Anschließend hatte ich keinerlei Probleme, aber seit Freitag habe ich starke Kopf- und Nackenschmerzen, sobald ich mich aufrichte. Zusätzlich wird mir nach kurzer Zeit übel, wenn ich es schaffe einige Minuten zu sitzen, sodass ich kaum noch richtig essen kann.
Im Internet habe ich jetzt erfahren, dass das nach der Punktion durchaus nicht selten vorkommt, worauf mich meine Ärztin nicht hingewiesen hat.
Meine Frage ist nun, wie lange können diese Schmerzen anhalten und was kann ich dagegen tun? Schmerzmittel scheinen nicht zu wirken. Ich hoffe auf eure Hilfe.

Liebe Grüße!

Hi

Ich hatte nach meiner Lumbalpunktion auch extreme Kopfschmerzen, die nur im Liegen überhaupt zu ertragen waren. Das liegt einfach daran, dass das Nervenwasser im Gehirn jetzt fehlt, sobald man sich hinstellt, weil es ja dann nach unten fließt.

Bis sich diese Flüssigkeit nachgebildet hat, vergeht einige Zeit.

Zudem muss die Einstichstelle erst heilen, solange läuft immer etwas Nervenwasser ins Gewebe ab.

Sollte es nicht langsam besser werden, musst du nochmal zum Arzt, dann kann es eventuell sein, dass die Einstichstelle nicht vernünftig abheilt.

Solange du im Liegen keine/wenig Schmerzen hast und du schlafen kannst ohne Schmerztabletten ist es vorläufig zumindest nicht gefährlich.

Grüße und gute Besserung

Karana

… und viel Trinken nicht vergessen, regelmäßig und schluckweise. Nicht alles auf einmal.

die Franzi

Bitten Sie den oder die Ärztin das nächste Mal wenn er oder sie Ihren Liquor punktiert atraumatische Nadeln zu verwenden, das mildert die Symptome etwas.
Nach einigen Tagen sollte es aber wieder gehen.
Traurigerweise gibt es immer wieder Ärzte, die Patienten nicht auf möglicherweise Risiken oder Nachwirkungen hinweisen und im Nachhinen ärgern sich die Patienten - in dem Fall würde ich den Arzt wechseln.

Hallo,

in den üblichen Patientenaufklärungsbögen, die nahezu überall verwendet werden, wird das als mögliche Komplikation vermerkt.
Ich frage mich, ob ein solcher hier wirklich nicht zum Einsatz kam.

Grüße
Liete

Kann sein, vielleicht hat aber auch ein unerfahrener Jungarzt Hand angelegt.

Hallo Liete,

in den üblichen Patientenaufklärungsbögen, die nahezu überall
verwendet werden, wird das als mögliche Komplikation vermerkt.

das ist leider völlig schnurz… Solange es nicht im Aufklärungsgespräch angesprochen (und dokumentiert) wird, ist es ein Aufklärungsmangel. Auch wenn vermerkt wurde, dass der Patient den Bogen ausführlich gelesen, verstanden und keine weiteren Fragen dazu hat…

Viele Grüße
Daniel

Hallo Daniel,

Danke für deine Erklärung. Ich habe mich bloß gewundert, dass diese Nebenwirkung für den UP aus heiterem Himmel zu kommen schien, daher die Anmerkung.

Dienen denn diese Bögen nicht u.a. dazu, dass man sie gemeinsam mit dem Patienten durchgeht, damit möglichst nichts Relevantes nicht erwähnt bleibt?

Grüße

Hi Liete,

Ich habe mich bloß gewundert, dass
diese Nebenwirkung für den UP aus heiterem Himmel zu kommen
schien, daher die Anmerkung.

Das ist ja eine ganz andere Frage - bei der ich Dir ggf. Recht geben würde. :wink:

Dienen denn diese Bögen nicht u.a. dazu, dass man sie
gemeinsam mit dem Patienten durchgeht, damit möglichst nichts
Relevantes nicht erwähnt bleibt?

Doch, schon. „Zählen“ tut’s aber im Zweifelsfall erst, wenn Du es nochmal eingekringelt, angestrichen oder (am Besten) im Teil „handschriftliche Notizen“ nochmal vermerkt hast.

Grüße
Daniel