Schmerzende Beine und taube Füße

Hallo Zusammen,

Kurze Vorgeschichte: Mein Vater leidet seit etwa einem Jahr an schmerzenden Beinen und tauben Füßen. Anfang war es nach längeren Spaziergängen. Doch es wurde immer schlimmer. Jetzt kann er kaum mehr im Hausflur die Treppe in den 1. OG hinauf. Er hat 2 Bandscheibenvorfälle und schon ein paar leichte Herzinfarkte hinter sich (der letzte is etwa 3 Jahre her).
Er war jetzt 2 1/2 Wochen im Krankenhaus. Er war in der Röhre (Ich glaube MRT) mit Kopf und Rücken. Venen wurden untersucht (i.O.) und ihm wurden nerven entnommen und untersucht. Auch eine Rückenmarksuntersuchung (wegen Borrelioseverdacht)wurde gemacht (i.O.). Es ist wohl jetzt klar, dass es an den Nerven liegt, aber WARUM weiss Keiner und etwas daran tun kann man lt. der bahandelnden Ärzte auch nicht. Und genau das glaube ich nicht.
Kennt einer von Euch eine Einrichtung die mehr Erfolg verspricht, bzw. die auf Nervenbehandlungen spezialisiert ist?

Grüße
Inflame

Guten Tag

Denke es kommt nur eine Neurologische Klinik in Frage. Anbei einen Link zur Kliniksuche: http://profi-gba.gkvnet.de/

Hallo Inflame,

eine Rückenmarksuntersuchung (wegen Borrelioseverdacht)wurde
gemacht (i.O.).

Leider ist die Untersuchung des Rückenmarks zwecks Bestimmung einer Borreliose sehr unzuverlässig. Es gibt leider sehr viele falsch-negative Testergebnisse.

Seit einiger - nicht allzu langer - Zeit gibt es eine Borreliose-Untersuchung, welche anscheinend zuverlässigere Ergebnisse liefert: Sie läuft über eine Untersuchung von Hautpartikeln und ist noch nicht sehr weit verbreitet.

Genauere Informationen kannst Du über das Borreliose-Forum des Deutschen Borreliose Bundes erhalten, auch welche Labore sich darauf spezialisiert haben und als gut gelten.

Es ist wohl jetzt klar, dass es an den Nerven
liegt, aber WARUM weiss Keiner und etwas daran tun kann man
lt. der bahandelnden Ärzte auch nicht. Und genau das glaube
ich nicht.

Das mit einer Erkrankung der Nervenbahnen dürfte vermutlich zutreffen, dass die bisher behandelnden Ärzte sich damit nicht auskennen, glaube ich Dir auch. Es gibt deutschlandweit nur etwa ein Dutzend Ärzte, die sich wirklich mit der Krankheitsgruppe „Borreliose“ (eine Art Überbegriff für ca. 10 verschiedenen Einzelerkrankungen) auskennen.

Kennt einer von Euch eine Einrichtung die mehr Erfolg
verspricht, bzw. die auf Nervenbehandlungen spezialisiert ist?

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Dort kann man Dir auch entsprechende Tipps auf konkrete Ärzte geben.

Schnelle Besserung für Deinen Vater wünscht

Alexander

Hallo,

Kurze Vorgeschichte: Mein Vater leidet seit etwa einem Jahr an
schmerzenden Beinen und tauben Füßen. Anfang war es nach
längeren Spaziergängen. Doch es wurde immer schlimmer. Jetzt
kann er kaum mehr im Hausflur die Treppe in den 1. OG hinauf.
Er hat 2 Bandscheibenvorfälle und schon ein paar leichte
Herzinfarkte hinter sich (der letzte is etwa 3 Jahre her).

Aufgrund der zweimaligen Bandscheibenvorfälle, schmerzenden Beine und tauben Füßen, sollte noch eine weitere Möglichkeit in Betracht gezogen werden: wurden die Nerven durch die Bandscheibenvorfälle verletzt und entstanden diese Probleme danach? Falls es so etwas ist, bietet sich eine Osteopathische Behandlung an. Mehr Informationen dazu unter: http://www.osteopathie.de.

Die immer kürzer werdende Gehstrecke ohne Schmerzen: wurde die Durchblutung der Beine geklärt? Herzinfarkte könnten zu Durchblutungsstörungen führen bzw. zu der sog. Schaufensterkrankheit. Die von dir hier gegebenen Informationen reichen nicht, um konkret etwas dazu zu sagen. Sie bieten allenfalls Verdachtsmomente, die abgeklärt werden sollten, falls das nicht schon geschehen ist.

Er war jetzt 2 1/2 Wochen im Krankenhaus. Er war in der Röhre
(Ich glaube MRT) mit Kopf und Rücken. Venen wurden untersucht
(i.O.) und ihm wurden nerven entnommen und untersucht. Auch
eine Rückenmarksuntersuchung (wegen Borrelioseverdacht)wurde
gemacht (i.O.).

Falls die Borreliose definitiv ausgeschlossen werden kann, sollten obige Möglichkeiten auf jeden Fall geprüft werden.

Es ist wohl jetzt klar, dass es an den Nerven
liegt, aber WARUM weiss Keiner und etwas daran tun kann man
lt. der bahandelnden Ärzte auch nicht.

Hier muß zunächst geklärt werden, was denn nun wirklich mit den Nerven nicht stimmt. Wurden sie bei den Bandscheibenvorfällen geschädigt? Sind die Myelinscheiden (leiten die Nervenreize weiter) betroffen? Diese könnten, je nach Ursache evtl. medikamentös behandelt werden, damit sie sich wieder aufbauen.

Und genau das glaube ich nicht.
Kennt einer von Euch eine Einrichtung die mehr Erfolg
verspricht, bzw. die auf Nervenbehandlungen spezialisiert ist?

Da kann ich leider nicht helfen. Würde dir aber mal empfehlen, dir im Netz noch weitere Informationen zu physiologischen Nervenschädigungen zu suchen, u.a. zu Myelinscheiden, Nervenleitungsgeschwindigkeit, Nervenkompressionssyndrom, Neuritis = Nervenentzündung, Nervenblockade = Unterbrechung der Nervenleitung durch Lokalanästhesie u.ä.m. Mit diesen Informationen und der genauen Kenntnis der Symptome deines Vaters, könntest du dann auch gezielt nach entsprechend qualifizierten Neurologen, Kliniken schauen.

Grüße,
Cantate

Hallo!

Ist dein Dad Diabetiker? Die haben nämlich auch häufig Probleme mit den Nerven, hier ein Link zum Thema - ist wahrscheinlich ganz interessant, auch wenn er kein Diabetiker ist ( beachte den Abschnitt mit der Schaufensterkrankheit )

http://www.macht-ist-wissen.de/?p=3230

Alles Gute!!!

Hallo Zusammen,
vielen Dank für Eure Antworten, habe gestern Abend mit meinem Vater mal über Eure Meinungen/Anregungen diskutiert. Sehr interessante Ansätze sind dabei. Ich soll Euch danke von ihm sagen. Und ich danke Euch natürlich auch.

Grüße
Inflame