Schmerzensgeld - Ist ein Anwalt nötig?

Servus,

angenommen, jemand hatte als Beifahrer einen Autounfall und es sind einige Verletzungen aufgetreten.
Mir geht es hier jetzt nicht um die Art der Verletzungen und die mögliche Höhe der Zahlungen, sondern vorab mal um eine Grundsatzfrage:
Muß derjenige einen Anwalt mit der Wahrnehmung der Interessen beauftragen? Oder zahlen Versicherungen auch ohne Anwalt, quasi als eine Art gütliche Einigung, Schmerzensgeld? (Immerhin würde die Versicherung dabei ja sparen, denn der Anspruch besteht auf jeden Fall).

Der Geschädigte würde gern auf einen Anwalt verzichten, fragt sich aber ob er sich selber damit ins eigene Fleisch schneiden würde, weil man dann vielleicht mit einer geringeren Zahlung abgefunden wird als ein Anwalt für einen herausschlagen könnte?

Ich hab hier schon die Expertensuche bemüht, allerdings nur 2 Experten zu diesem Thema gefunden, der eine hat noch nicht geantwortet, der andere versuchte gleich auf Mandantenfang zu gehen mit der Antwort „Beauftragen Sie mich mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen, dann wird alles gut“. So hatte ich mir eine sachliche Auskunft nicht gewünscht, daher doch nochmal der Versuch über das Forum.

Viele Grüße,
Fabienne

Hi,

Der Geschädigte würde gern auf einen Anwalt verzichten,

Wieso? Und vor allem: wieso gerne?

fragt
sich aber ob er sich selber damit ins eigene Fleisch schneiden
würde, weil man dann vielleicht mit einer geringeren Zahlung
abgefunden wird als ein Anwalt für einen herausschlagen
könnte?

Genau das liegt durchaus im Bereich des Möglichen.
Und warum sollte ein Geschädigter ein zweites mal „geschädigt“ werden - Briefe schreiben, Informationen suchen etc. ist, sofern man es gewissenhaft macht, für einen Laien durchaus zeitintensiv (und der Profi hat i.d.R. weniger Probleme damit jemanden mit der Wahrnehmung seiner Interessen zu beauftragen).

Gruß Stefan

Moin,

Der Geschädigte würde gern auf einen Anwalt verzichten,

Wieso? Und vor allem: wieso gerne?

Ja, das fragte man sich gestern abend dann auch…
„Gerne“ war nur eine Floskel. Im Prinzip war es zuerst der Gedanke, daß es ohne Anwalt und den ganzen Kram streßfreier geht. Vielleicht war dieser Denkfehler auch 'ne Unfallfolge… Inzwischen ist man zu dem Entschluß gekommen, den Kram wirklich an jemanden abzugeben, der sich damit auskennt, der das für einen regelt und sich nicht selber um alles kümmern zu müssen…

Ein weiterer Punkt ist auch, daß Unfallfahrerin und Beifahrerin (eine „die“ Geschädigte, nicht mal das hab ich gestern korrekt formuliert bekommen) ein Paar sind und da war natürlich dann auch die Frage, inwiefern sowas einen Keil in die Beziehung treibt.

Egal… Wozu gibt es Anwälte? Und immerhin hat die Geschädigte seit Jahren eine gute Anwältin, der man vertrauen kann…

Danke trotzdem für die Antwort :wink:

LG,
Fabienne

Im Prinzip war es zuerst der
Gedanke, daß es ohne Anwalt und den ganzen Kram streßfreier
geht. Vielleicht war dieser Denkfehler auch 'ne Unfallfolge…

Vermutlich :wink: Die Einschaltung eines Anwaltes bedeutet gerade, weniger Stress zu haben.

Levay

Mail an die Anwältin ist schon raus :smile:

Bissl Off Topic: Auch der zweite Experte, den ich hier angeschrieben habe, nutzt die Expertensuche offenbar eher für Kundenfang, so kann das doch eigentlich nicht gedacht sein, oder?..

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Hallo,

Bissl Off Topic: Auch der zweite Experte, den ich hier
angeschrieben habe, nutzt die Expertensuche offenbar eher für
Kundenfang, so kann das doch eigentlich nicht gedacht sein,
oder?..

So ist es auch nicht gedacht. Bitte wende Dich mit dieser Sache ans Team von wer-weiss-was (http://www.wer-weiss-was.de/app/service/emailsupport), damit dem Einhalt geboten werden kann.
Gruß
loderunner

Hab ich schon gemacht und auch gerade eben eine Antwort vom Team bekommen. Werde beide Antwortschreiben gleich direkt weiterleiten.

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