Schmerzensgeld / Schadenersatz

Hi!

Mal angenommen, ein Mensch verunglückt auf dem Parkplatz eines großen Kaufhauses und bricht sich recht kompliziert den Fuß (doppelter Knöchelbruch [trimalleolare Luxationsfraktur], Innenband ab-, Achillissehne angerissen, Absplitterung vom Wadenbein…). Dies ist passiert, weil das Kaufhaus seiner Streupflicht nicht nachkam und stellenweise Glatteis vorhanden war (alle Straßen wären frei).

Der Mensch wäre dann von Dezember 2003 bis Ende April 2003 arbeitsunfähig (kein Verdienstausfall, da arbeitslos).

Nach anderthalb Jahren muss der Metallschrott raus - also wieder arbeitsunfähig für 3 Wochen (mittlerweile wieder Job - aber auch kein Verdienstausfall) und insgesamt 2,5 Monate in Behandlung.

Damlas hätte die Versicherung, nennen wir sie Arroganz, schon mal einen „Vorschuss“ auf das Schmerzensgeld/Schadenersatz in Höhe von 2000,00€ gezahlt.

Nun beantragt die fiktive Rechtsanwältin nach vorläufigem Abschluss der Behandlung noch weitere 4000,-€ Schmerzensgeld bei der Arroganz.

Wie realistisch ist diese Forderung, oder besser: Wo würde sich in der Regel geeinigt, ohne, dass man das Gericht bemühen muss?

Ich kann mir vorstellen, dass da ein „Es kommt ganz darauf an“ zutreffend ist, aber vielleicht hat ja jemand Erfahrungswerte.

LG
Guido

Es kommt drauf an *g*

Aber ernsthaft, so ein bisschen kann dir geholfen werden:

Punkt 1: Schadensersatz heißt Schadensersatz, weil der Schaden ersetzt wird. Im Gegensatz zum Recht etwa in den USA wird auch wirklich nur der Schaden ersetzt, der SEA hat keinen Sanktionscharakter oder so. Darum kann man, wenn das auch nicht immer einfach ist, den SEA doch MEISTENS leicht errechnen: Wieviel Schaden gibt es?

Punkt 2: Beim Schmerzensgeld gibt es ja in der Tat Erfahrungswerte und Zahlen, die sich quasi „durchsetzen“ vor Gericht. Nachzulesen sind sie in der ADAC-Tabelle:

http://www.marktplatz-recht.de/online/adac.pl

Hoffe, damit fürs erste geholfen zu haben!

Levay

Nicht so ganz klar!
Hi!

Es kommt drauf an *g*

Fühle Dich gewürgt!

Punkt 1: Schadensersatz heißt Schadensersatz, weil der Schaden
ersetzt wird. Im Gegensatz zum Recht etwa in den USA wird auch
wirklich nur der Schaden ersetzt, der SEA hat keinen
Sanktionscharakter oder so. Darum kann man, wenn das auch
nicht immer einfach ist, den SEA doch MEISTENS leicht
errechnen: Wieviel Schaden gibt es?

Wie errechnet man einen Schaden, der entstanden sein könnte?
Wenn man sich über 4 Monate nicht auf offene Stellen bewerben kann und stattdessen mit Arbeitslosen- und Krankengeld auskommen muss…

In diesem EINEN Fall bedauert die fiktive Person, nicht in den Staaten zu leben - das wär vermutlich sein Haus gewesen :wink:

Punkt 2: Beim Schmerzensgeld gibt es ja in der Tat
Erfahrungswerte und Zahlen, die sich quasi „durchsetzen“ vor
Gericht. Nachzulesen sind sie in der ADAC-Tabelle:

http://www.marktplatz-recht.de/online/adac.pl

DANKE! Das hilft.
Ich sehe gerade, dass die geforderte Summe soo utopisch gar nicht ist!

LG
Guido

Ok, du hast Recht, und wie ich auch schon gesagt habe: Die Schadensberechnung ist nicht immer ganz einfach. Ich habe es jetzt aber so verstanden, dass die Person keinen Verdienstausfall, sondern nur Heilungskosten hatte. Und dann scheint es mir doch wieder recht einfach zu sein…

Levay

Hast mir ja geholfen
Hi!

Dein Link zum Schmerzensgeld hat mir ja geholfen!

Wenn ich da mal ein bißchen aufaddiere, und zusätzlich noch mal pauschal einige Euros als fiktiven Schaden zuschlage, kommt die Summe ja fast hin :smile:

LG
Guido