Hallo liebe Leute,
ich plane mir demnächst die Spirale einsetzen zu lassen (dies wird mein zweiter Versuch nach einer gescheiterten „Metzger-Nummer“ mit Höllenschmerzen und vorzeitigem Abbruch- gehe selbstverständlich diesmal zu einem anderen Arzt…).
Jedenfalls soll beim Einsetzen der Muttermund betäubt werden, ich habe aber auch gelesen, dass die Einnahme von Schmerzmitteln vorher helfen soll.
Deshalb würde mich interessiern welche Schmerzmittel empfehlenswert sind und wie lange vor dem Eingriff man sie einnehmen sollte. Außerdem sollte es ein Schmerzmittel sein nach dessen Einnahme man noch Auto fahren kann (muss ja danach auch noch irgendwie nach Hause kommen
).
Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten und
viele Grüße
Susi
Hallo,
nach der Nummer würde ich mir zumindest einen Dämmerschlaf gönnen. Du wirst wahrscheinlich nicht sehr entspannt sein, was dem ganzen auch nicht gerade förderlich ist. Ich kenne auch einige Frauen, bei denen die Spirale in kurzer Narkose gesetzt wurde.
Wenn es so gehen soll/muss:
Es soll helfen, schon vorher Schmerzmittel zu nehmen und es soll auch Tabletten geben, die den Muttermund weicher machen. Bei den Schmerzmitteln würde ich entweder Richtung Ibuprofen/Diclofenac gehen oder bei mir besser wirkend was krampflösend. Z.B. Kombination Novalgin+Buscopan. (Novalgin ist verschreibungspflichtig)
Frag einfach mal den Gyn, der wird dich da beraten können. Das ganze kann ganz erträglich sein, kann aber eben auch weh tun. Der wird da Erfahrungen haben.
VG
Monroe
Hi,
vor einem ärztlichen Eingriff würde ich keine Medikamente nehmen die ich nicht mit dem Arzt abgesprochen habe (schon gar nix a la ASS/Aspirin). Deshalb wird es dir IMHO auch nix nützen hier antworten von anderen zu bekommen was denen denn so geholfen hat. Ich würde beim Arzt anrufen oder natürlich noch besser in der Vorbesprechung fragen.
Grüße,
J~
Hallo Susi
Deshalb würde mich interessiern welche Schmerzmittel
empfehlenswert sind und wie lange vor dem Eingriff man sie
einnehmen sollte.
was sagt denn der behandelnde Arzt dazu?
Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig mit dem Arzt gesprochen und Meinungen aus Foren vertraut wird.
Gandalf
Das ist ein schwieriges Thema
Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig mit dem Arzt
gesprochen und Meinungen aus Foren vertraut wird.
Ich möchte wetten, dass nur ein ganz geringer Anteil der Patienten wirklich alle Fragen in einem Arztgespräch beantwortet bekommt. Und auch wenn nach Liste alles durchgekaut wird, entstehen oft hinterher noch Fragen. Natürlich kann man dann wieder einen neuen Termin machen und nochmal weitere Fragen stellen. Aber irgendwann ist die „Sprechzeit“ für eine Sache beim Arzt eben vorbei. Ich habe zwei Ärzte, wo ich solche Fragen später auch mal kurz am Telefon oder per Mail loswerden kann. Wenn das nicht wäre, würde ich bei dem einen 300 km pro Tour fahren und bei dem anderen zwei Stunden im Wartezimmer sitzen.
Weiteres Problem ist oft, dass die Ärzte sich gar nicht groß Gedanken um alle Dinge machen (können/wollen). Die haben ihre Vorgehensweise und machen es einfach so. Wenn man dann nicht im Vorfeld mal andere Seiten gehört/gelesen hat, kann man ja auch nicht selber Vorschläge machen.
Natürlich ist es schwierig, konkrete Vorschläge aus einem Internet-Forum zu holen. Aber da sind oft Betroffene, die mehr Erfahrungen mit einer Erkrankung haben als der Arzt selber. Mein Gyn hat mir z.B. Schmerzmittel gegeben, die einfach vom Wirkansatz völlig ungeeignet sind. Erst durch Arztwechsel und Lesen im Internet habe ich heraus gefunden, was eher geeignet wäre. Daraus lässt sich sicher kein persönliches Allheilmittel ableiten. Man hat aber mal einen Ansatzpunkt.
Ich lese Sachen im Internet nach, hole mir Empfehlungen aus Foren. Dann gehe ich damit zum Arzt und frage ihn, was er davon hält. Dann kann er entweder zustimmen oder mir erklären, warum das in meinen Fall nicht für gut hält. Ich stimme es also mit dem Doc ab.
Und die Fragestellerin hat ja auch nur gefragt und nicht gesagt, dass sie sich vor einer OP mit ASS vollpumpen will. Vielleicht beruhigt es auch einfach, wenn man weiss, DASS es Möglichkeiten gibt.
VG
Monroe
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Hallo noch mal,
erst mal vielen Dank für Eure Antworten.
Was mich dazu „getrieben“ hat im Internet diese Frage zu stellen ist folgendes:
Der Arzt scheint ja der Meinung zu sein dass ein bißchen Muttermund betäuben reicht. Wäre schön wenn es so wäre, aber ich denke doch, dass der Muttermund nur die erste Hürde sein dürfte. Der eigentliche Schmerz entsteht doch wahrscheinlich eher hinterher (oder bereits während des Eingriffs) in der Gebärmutter.
Ich bin bestimmt was Schmerzen angeht nicht zimperlich und niemand der sich beim kleinsten Kopfschmerz eine Aspirin einschmeisst.
Aber nach dem Erlebnis bei diesem Frauenarzt weiß ich sicher, dass ich das kein zweites Mal erleben will.
Leider habe ich das Gefühl dass dieser Eingriff insgesamt bagatellisiert wird . Der erste Frauenarzt hat wohl auch erst gemerkt dass das alles nicht so easy ist, nachdem ich ihm die ganze Praxis zusammengeschrien habe. 
Fakt ist aber das viele Frauen offenbar schlimmstenfalls ohnmächtig vor Schmerzen werden. Ich denke das zu verhindern, müßte durch ein zusätzliches Schmerzmittel schon möglich sein.
Nun wird mein neuer Frauenarzt aber wohl kaum sagen:" Glückwunsch, Sie sind beim nächsten Stümper gelandet. Schmeißen Sie sich schon mal vorsichtshalber vorher 3 Tonnen Paracetamol rein."
Na ja, werde jetzt mal in der Praxis nachfragen ob die noch einen Tipp haben.
Euch erst mal vielen Dank und
viele Grüße
Susi
Hallo,
meiner Erfahrung nach ist das Schlimmste wirklich schon überstanden, wenn das „Hindernis“ Muttermund geschafft ist. Der muss ja nun aufgedehnt werden und das tat bei mir sehr weh. Danach gehts ja nun weiter in die Gebärmutter. Wenn Du dir die mal auf Abbildungen anschaust, liegen die Wände zwar zusammen, sind aber ja nicht zusammengewachsen. Da muss also nicht so viel gewerkelt werden um Platz zu schaffen. Wie gesagt, würde ich nach so einem Dämmerschlaf fragen. Sowas gibt es bei Darmspiegelungen z.B. auch…
VG
Monroe