hier ein Artikel eines Kollegen (Achim).
Unabhängig, wie und wann das neue Gesetz zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung endgültig kommen wird, kann man heute schon kritisch zu den Verhandlungspunkten Stellung nehmen:
Durch die Herausnahme von Zahnschutz ab 2005, Zahlung von Besuchsgebühren beim Arzt, Selbstzahlung von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten, Zuzahlungen zu den sonstigen Medikamenten, Aufenthaltsgeld im Krankenhaus, ab 2007 Eigenabsicherung von Verdienstausfallschutz etc.soll der Beitragssatz auf durchschnittlich 13% gesenkt werden.
Rechnet man aber die die Eigenleistungen in Euro um, ergibt sich - wie sollte es auch anders sein - ein jährlicher Zusatzaufwand von 400 bis 600 Euro für Arbeitnehmer. Was hilft es also eigentlich, wenn der Hebesatz von 15% auf 13% reduziert wird, der einzelne Versicherte den gesparten Aufwand in Form von „Zwangszahlungen“ wieder investieren muß?
Von dem gesamten Einsparvolumen von immerhin 23 Mrd. Euro zahlen die Versicherten 80% (18,4 Mrd. Euro). Es zeigt sich auch hier wieder deutlich, daß „Vertragssicherheit“ in der gesetzlichen Kasse eine Phrase ist und bleibt, weil nach Gutdünken, Verhandlungsgeschick und Wohlwollen (z.B. auch gegenüber bestehenden Pfründen) Leistungen geändert, reduziert oder sogar eleminiert werden können!
Eine Sicherung oder zumindest Stützung der Beitragslasten im Alter ist weiterhin für die GKV nicht angedacht. Vielmehr wird immer wieder andiskutiert, weitere (bald wohl dann: ALLE) sonstigen Einnahmequellen zur Bemessung der Beitragszahlungen heranzuziehen und zusätzlich weitere Leistungseinschränkungen durchzuführen.
Fazit - und jetzt noch wichtiger : Die Alternative für alle, die grundsätzlich dürfen: DIE PKV
Recht hat er!
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
der Weg in die kapitalgedeckte Lösung bei den Zähnen finde ich richtig.
Mich persönlich trifft die Arztgebühr nicht wirklich. Die zahle ich 2 mal im Jahr beim Zahnarzt und alle 5 Jahre wegen der Impfung. Zumindest derzeit.
Die Medikamente hole ich mir eh selber, daher juckt auch das mich nicht…
Und der Tagegeldanspruch… ja gut… aber die Lücke bisher war ja auch schon groß…
Gruß
Marco
hallo Marco,
Du musst das etwas anders sehen: aus der Sicht der schlechten Risiken (Alte und solche, die für die Versicherungen indiskutabel sind).
Die werden von den Privaten nicht aufgenommen. Doch ich vermute, dass den Kassen erlaubt wird, dieses Risiko extra abzusichern. Ergebnis ist wie beschrieben: Absenkung des Beitrages von 14% auf 13 % und einen Tarif für die Zähne für 1 % . Unterm Strich bedeutet das eine Beitragsanpassung von um + 1,5 %, weil der AG sich daran nicht beteiligt. Ab 2007 kommen dann vermehrt die Sozialfälle: da es genügend gibt, die von der Privaten nicht aufgenommen werden, gibt´s ne Menge ohne Tagegeld. Wer dann nicht versichert ist oder nicht genügend auf der Bank liegen hat, muss Konkurs anmelden, z.B. Haus verkaufen oder seine Wohnung. Ab da heißt es dann: wer nichts hat, dem kann man auch nichts nehmen. Also das Geld nicht sparen, sondern sofort wieder ausgeben. Wohnen möglichst in Jaffamöbel: die man nicht pfänden kann, usw.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
soweit wie ich weiß, wird die Zahnversicherung ca. 0,35% des Bruttos kosten… zumindest schwirrte sowas durch die Medien.
Klar… die alten und Kranken kommen im normalen Fall schlechter weg. Durch die Begrenzung auf das Brutto und wer will, muss genommen werden (Kontrahierungszwang, ohne Zuschläge), analog zur Kfz und zu Beamten…
so würde es glaube ganz gut funktionieren und durch ca. 80 Mio besteht auch ein entsprechender Ausgleich.
Gruß
Marco
Hallo Marco,
Kontrahierungszwang bedeutet nicht logischerweise auch ohne Risikopzuschläge. Besonders, da die Privaten wesentlich bessere Zahnabsicherungen bieten.
Es müsste dann ein Tatif sein, der analog zur GKV wäre. Mit Aufbesserungsmöglichkeit.
Außerdem: wenn Du hier auf den Kontrahierungszwag bei den Bamten rüberschielst: den haben bei witem nicht alle Gesellschaftern. Und wen sie nicht wollen, dem geben sie einen so hohen risikozuschlag, dass ihm die Ohren runterfallen.
Aber schön wär´s … für mein Geschäft! 
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
wundert mich aber, weil dieser innerhalb der Frist meines Erachtens nach Pflicht ist.
Gruß
Marco
Hallo Marco,
versuche mal einen mit Jugenddiabetes gestraften bei der … sagen wir mal DKV unter zu bringen (Beamten).
- fällt denen die Kauleiste auf den Beton
- bekommt er mindestens 50 % Risikozuschlag, evtl. sogar 200% (habe ich selbst von einem DKV´ler gesagt bekommen)
- erhältst Du evtl. keine Provision…und spätestens jetzt fällt Dir die Kauleiste runter.
Leider finde ich auf die Schnelle nicht die Homepage der privaten KV zu diesem Thema. Hab´ sie irgendwo gespeichert.
Da sind die Gesellschaften aufgelistet, die den noch haben.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
Hallo Marco,
ob es einen Kontrahierungszwang gibt kann ich leider nicht sagen aber
der Weg, zur kapitalgedeckten Vorsorge (Kranken-Renten-etc.), ist auch meiner Meinung nach richtig.
Ich vermisse aber das Konzept. Oder habe ich etwas nicht mitbekommen. Wenn also jemand weiss, welches langfristige Umdeckungskonzept dort durchgeführt wird, bitte teilt es mir mit.
Und noch eine Frage möchte ich hier loswerden:
„Was tut ein Unternehmer, der sinkende Einnahmen hat?“
Gruß
Martin
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