Schmierentheater der Union

Das ist lächerlich.

Auch Dir einen schönen guten Morgen, Ralf!

die Frage, welchen Sinn der UA haben soll, hast Du nicht
beantwortet.

Das habe ich implizit durchaus getan. Es werden nun Zeichen
gesetzt. Man akzeptiert ein solches Verhalten nicht mehr.

Wer ist „man“? Der UA wird ja wohl von der Union eingesetzt.
Weiter unter schreibst Du aber:

Natürlich nicht. Ich halte die Union aber für dumm genug, die
für das Volk positive Wirkung dieses Vorgehens und die sich
daraus ergebende politische und moralische Verpflichtung für
alle Politiker Deutschlands nicht rechtzeitig durchschauen zu
können.

Die Union setzt einen UA und damit Zeichen, begreift aber
selbst nicht, was sie tut und welche Zeichen sie setzt. Für
wie blöd hälst Du eigentlich die Union? Nein, sie weiss ganz
genau, was sie tut.

Die Union verfolgt das Ziel, der Regierung eins auszuwischen. Die Verpflichtung, die sie hier eingeht, scheint den Christlichen jedoch noch nicht so ganz bewusst zu sein.
So sehe ich das. Ist doch nicht allzu schwer nachvollziehbar, oder?

Nach einer nicht repräsentativen Umfrage eines TV-Senders
scheint die Zustimmung im Volke vorhanden zu sein.
Eine repräsentative Umfrage mit 33% SPD und 40% CDU/CSU
(Spiegel) erhärtet diese Annahme.

Was war die Frage?

Das übliche: „wen würden Sie wählen, wenn heute Wahl wäre?“.

  1. Wo hat das Volk Einfluss bei einem Untersuchungsausschuss
    einzuwirken? Da wären Demonstrationen etc. glaubhafter.

Das Volk wirkt nicht ein, sondern es wird vielmehr auf das Volk
eingewirkt.

Aha. Es geht also nur um Show.

Das war das Ziel. Nur eben mit ungeahnten Folgen in Form einer gewissen Anspruchshaltung seitens des Volkes auch gegen die Initiatoren, wie ich meine.

Und diesmal in eine zweifelsfrei korrekte Richtung, denn es
geht ja vielmehr um Wahlbetrug allgemein und weniger um die SPD
an sich, auch wenn die Initiatoren des UA das gerne anders
akzentuiert hätten.

Unsinn. Glaubst Du ernsthaft, es wird auch der Wahlbetrug von
Kohl angesprochen?

Nein, warum auch? Es bleibt eher zu hoffen, dass sich die politischen Parteien in Zukunft genauer überlegen müssen, was sie vor Wahlen kommunizieren (lassen).

Oder es gibt am Ende des UA eine
Vereinbarung, wie in zukünftigen Wahlkämpfen mit der Wahrheit
umgegangen wird. Nein, es wird um Schröder und Eichel und -
als Retourkutsche - um Stoiber und Merkel gehen. Also der
Wahlkampf wird fortgeführt werden.

Das wird sich als Nebenschauplatz kaum vermeiden lassen.
Meine persönliche Ansicht hierzu ist, dass dies auch wichtig für die Union ist, denn ich rechne damit, dass die nächste BT-Wahl nicht erst 2006 stattfinden wird.

Eine Demo bringt nichts, der Deutsche ist zu dumm, zu fett und
zu faul, um etwas wirklich signifikantes in dieser Hinsicht auf
die Beine zu stellen (s. auch IKEA-Werbung…).

Unsinn. Es gibt und gab in Deutschland durchaus schon massive
Demonstrationen.

Ja, gegen selbstinitiierte Castor-Rücktransporte…
Da jagen dann sozialistische Lehrer ihre Schüler auf Bahngleise. Was für eine großartige Demonstrationskultur wir doch haben…

Das Thema muss den Deutschen nur wirklich
interessieren und nicht - wie in diesem Fall - am Arsch
vorbeigehen.

Der Deutsche ist offenbar zu dumm. Zu dumm, Prioritäten zu setzen und zu dumm, diese dann auch durchzusetzen.

  1. Welchen Einfluss kann der Untersuchungsausschuss auf die
    Neuwahl der Regierung haben?

Der UA startet nun eine neue Qualität der Kritik an der
Regierung.

Richtig. Fragt sich nur ob diese „Qualität“ gut ist.

Das liegt, wie so oft, rein im Auge des Betrachters. Ich halte diesen Vorstoß für äußerst positiv, da ich ja auch, wie oben geschrieben, von einer Verpflichtung auch für die Initiatoren des UA ausgehe.

Ob wir
jetzt nach jedem Wahlkampf einen Wahrheitsausschuss haben
wollen. Denn ich kann mich an keinen Wahlkampf erinnern, in
dem der Verlierer dem Sieger nicht irgendwo der Lüge
bezichtigt hat. Das ist politischer Standard.

…welchen man nun eben ändert. Ist doch eine feine Sache.

Das Volk wird aufgeweckt (so hoffe ich jedenfalls).
Der Zusammenhang ist also mittelbar.

Das Volk ist nur gelangweilt. Der UA wird der Union auf die
Füsse fallen. Soviel ist sicher.

Ich sehe das eben anders.

Denn spätestens in einigen
Monaten wird das Volk sich fragen, warum die Union sich nicht
mal mit Oppositionspolitik beschäftigen will.

Das steht auf einem anderen Blatt.

Rotgrün kann sich nur bei der Union für die Einsetzung des UA
bedanken. Etwas dümmeres hätte die Union ja nicht tun können.

Glaube ich nicht. Es wird beide Seiten in die Pflicht nehmen.

  1. Die rotgrüne Regierung hat im Wahlkampf nichts anders
    gemacht als jede andere Regierung 1980.

Wie bereits gesagt, halte ich es nicht für den richtigen Weg,
die aktuellen Verfehlungen der Regierung mit denjenigen einer
früheren Regierung zu erklären/ins Recht zu setzen.

Darum geht es aber. Der Vorwurf ist ja nicht, dass rotgrün
gelogen hat sondern dass rotgrün gelogen hat, wie noch keine
Regierung vorher in der Geschichte Deutschlands. Also muss man
dies mit früheren Wahlkämpfen vergleichen.

Glaube ich nicht. Das ist nur die polemische Seite der Diskussion. Gehört eben dazu.

Glaubst Du wirklich,
dass die Politiker sich ändern werden durch einen solchen
Untersuchungsausschuss?

Wenn man es jetzt richtig anstellt, werden sie es müssen.

Es hat aber niemand, der im UA sitzt, ein Interesse daran.
Denn da sind nur Politiker.

Man sollte sich das erst mal ansehen. Schließlich ist dies die einzige Möglichkeit, in solchen Dingen überhaupt etwas zu unternehmen. Der Versuch zählt.

Man darf nun die Diskussion nicht versanden assen, sondern muss
auch Sanktionen entwickeln. Sicherlich auch in straf- und
zivilrechtlicher Hinsicht.

Das ist lächerlich. Wie willst Du denn die gesetzliche
Regelung fassen? Wie willst Du nachweisen, dass eine Lüge
vorhanden war? Und dass diese Lüge nicht notwendig war?

Das ist einfach. Es gibt ausreichend dokumentierte Interviews, Wahlprogramme u.s.w.
Wer also unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Macht an sich reisst, muss sanktioniert werden können.
Somit habe ich eine mögliche Rechtsgrundlage geliefert. Sanktionen könnten zunächst Geldstrafen gegen die betr. Parteien sein. Deren Protagonisten könnten im zweiten Schritt auch persönlich zur Verantwortung gezogen werden. Analog zur rechtslage für Unternehmen, die sich der „Vorspiegelung falscher Tatsachen“ oder beispielsweise auch des Mangels der „nicht zugesicherten Eigenschaft“ schuldig machen.
Das wäre ein Ansatz.

Denn natürlich gibt es in der Politik auch notwendige Lügen.
Z.B. internationale Geheimprotokolle.

Ich sehe einen Unterschied zwischen „Lügen“ und „Weglassen“.

Klartext: m.E. sollten volksvermögensvernichter wie Schröder,
Trittin, Waigel & Co. ihren Hintern finanziell Zeit ihres
Lebens nicht mehr auf den Boden bekommen dürfen.

Das hat aber nun mit dem Vorwurf der Lüge nichts mehr zu tun.

Natürlich. Sie alle versprachen eine Verbesserung der Situation und konnten diese nicht herbeiführen…

Glos hat ja schon gesagt zum Sinn des UA: „In Deutschland sind
ja praktisch andauernd Wahlen, in denen das Volk seine Meinung
kundtun kann.“

Nur leider tut es das nach falschen M´ßstäben. Vielleicht
ändert sich das jetzt und es wird nicht immer automatisch
jahrzehntelang dasselbe gewählt.

Das Volk entscheidet nach seinen eigenen Maßstäben, die -
automatisch in einer Demokratie - die richtigen sind.

Das stimmt nicht, denn unter falschen Versprechungen gewählt zu werden, erfüllt die Anforderungen der Demokratie nicht. Daher muss solches Verhalten ja auch sanktionierbar sein.

Grüße,

Mathias

Die Union verfolgt das Ziel, der Regierung eins auszuwischen.
Die Verpflichtung, die sie hier eingeht, scheint den
Christlichen jedoch noch nicht so ganz bewusst zu sein.

Die Union geht keinerlei Verpflichtung ein. Denn die SPD kann meinetwegen 2006 andauernd auf 2002 verweisen. Die Union wird immer sagen, dass 2002 anders und schlimmer war. Ein Vergleich könnte nur eine neutrale Instanz - z.B. ein Gericht - bringen. Dafür bräuchte man aber ein Gesetz. Das strebt aber auch die Union nicht an.

Nach einer nicht repräsentativen Umfrage eines TV-Senders
scheint die Zustimmung im Volke vorhanden zu sein.
Eine repräsentative Umfrage mit 33% SPD und 40% CDU/CSU
(Spiegel) erhärtet diese Annahme.

Was war die Frage?

Das übliche: „wen würden Sie wählen, wenn heute Wahl wäre?“.

Ach so. Es ging also nicht um die Einsetzung des Untersuchungsausschuss und ob dieser sinnvoll ist. Dann sind diese Zahlen für diese Diskussion nicht zu gebrauchen.

Das Volk wirkt nicht ein, sondern es wird vielmehr auf das Volk
eingewirkt.

Aha. Es geht also nur um Show.

Das war das Ziel. Nur eben mit ungeahnten Folgen in Form einer
gewissen Anspruchshaltung seitens des Volkes auch gegen die
Initiatoren, wie ich meine.

Wie Du meinst. Nur gibt es irgendwelche Anhaltspunkte für diese „Anspruchshaltung seitens des Volkes auch gegen die Initiatoren“?

Und diesmal in eine zweifelsfrei korrekte Richtung, denn es
geht ja vielmehr um Wahlbetrug allgemein und weniger um die SPD
an sich, auch wenn die Initiatoren des UA das gerne anders
akzentuiert hätten.

Unsinn. Glaubst Du ernsthaft, es wird auch der Wahlbetrug von
Kohl angesprochen?

Nein, warum auch? Es bleibt eher zu hoffen, dass sich die
politischen Parteien in Zukunft genauer überlegen müssen, was
sie vor Wahlen kommunizieren (lassen).

Danke, für die Zustimmung. Du merkst also auch, dass es nicht um eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema „Wahlbetrug in der deutschen Geschichte“ geht sondern ausschließlich um die Wahllügen 2002 gehen soll und zwar - nach Union-Sicht - um die SPD-Wahllügen im Jahr 2002.

Oder es gibt am Ende des UA eine
Vereinbarung, wie in zukünftigen Wahlkämpfen mit der Wahrheit
umgegangen wird. Nein, es wird um Schröder und Eichel und -
als Retourkutsche - um Stoiber und Merkel gehen. Also der
Wahlkampf wird fortgeführt werden.

Das wird sich als Nebenschauplatz kaum vermeiden lassen.

Eben. Dann geht es nur um die Fortsetzung des Wahlkampfes 2002 und um nichts anderes. Das Volk wird sich schnell angeekelt abwenden.

Meine persönliche Ansicht hierzu ist, dass dies auch wichtig
für die Union ist, denn ich rechne damit, dass die nächste
BT-Wahl nicht erst 2006 stattfinden wird.

Das ist die Täuschung der Konservativen. Sie haben die Niederlage immer noch nicht akzeptiert und müssen sich daher in diese Illusion begeben. Es gibt hierfür nicht die geringsten Anhaltspunkte.

Eine Demo bringt nichts, der Deutsche ist zu dumm, zu fett und
zu faul, um etwas wirklich signifikantes in dieser Hinsicht auf
die Beine zu stellen (s. auch IKEA-Werbung…).

Unsinn. Es gibt und gab in Deutschland durchaus schon massive
Demonstrationen.

Ja, gegen selbstinitiierte Castor-Rücktransporte…
Da jagen dann sozialistische Lehrer ihre Schüler auf
Bahngleise. Was für eine großartige Demonstrationskultur wir
doch haben…

Das ist gleich mehrfacher Unsinn. Erstens gibt es in Deutschland so gut wie keine sozialistische Lehrer. Zweitens lassen sich keine Schüler auf Bahngleise schicken. Sie tun das schon freiwillig. Drittens gibt und gab es auch grosse Demos in Deutschland, die mit Castor nichts zu tun haben.

Der Deutsche ist offenbar zu dumm. Zu dumm, Prioritäten zu
setzen und zu dumm, diese dann auch durchzusetzen.

Jaja, wenn das Volk anderer Meinung ist als es Mathias in dem Kram passt, dann ist das Volk dumm. Tolle demokratische Einstellung.

Das liegt, wie so oft, rein im Auge des Betrachters. Ich halte
diesen Vorstoß für äußerst positiv, da ich ja auch, wie oben
geschrieben, von einer Verpflichtung auch für die Initiatoren
des UA ausgehe.

Nur könntest Du bislang noch keinen Anhaltspunkt angeben, dass es sich dabei nicht um eine Illusion handelt.

Ob wir
jetzt nach jedem Wahlkampf einen Wahrheitsausschuss haben
wollen. Denn ich kann mich an keinen Wahlkampf erinnern, in
dem der Verlierer dem Sieger nicht irgendwo der Lüge
bezichtigt hat. Das ist politischer Standard.

…welchen man nun eben ändert. Ist doch eine feine Sache.

Weiterhin: gibt es auch nur den geringsten Anhaltspunkt, dass sich der Standard ändert? Auch der Spendenausschuss hat den Standard ja nur geändert, in dem die Gesetze verändert wurden. Ohne andere Gesetze verändert sich gar nichts. Welche Gesetze werden also im Anschluss an diesen UA verändert?

Das Volk wird aufgeweckt (so hoffe ich jedenfalls).
Der Zusammenhang ist also mittelbar.

Das Volk ist nur gelangweilt. Der UA wird der Union auf die
Füsse fallen. Soviel ist sicher.

Ich sehe das eben anders.

Dann begründe mal. Du hast bislang nur Deiner Hoffnung Ausdruck gegeben, dass aufgrund dieses UA in der Zukunft in der Politik weniger gelogen wird. Näher begründen konntest Du dies bislang nicht.

Denn spätestens in einigen
Monaten wird das Volk sich fragen, warum die Union sich nicht
mal mit Oppositionspolitik beschäftigen will.

Das steht auf einem anderen Blatt.

Nein, das steht genau auf diesem Blatt. Wenn sich das Volk - anscheinend selbst nach Deiner Überzeugung - schon in wenigen Monaten vom UA abwenden wird, warum soll dies dann noch einen Einfluss auf zukünftige Wahlkämpfe haben?

Rotgrün kann sich nur bei der Union für die Einsetzung des UA
bedanken. Etwas dümmeres hätte die Union ja nicht tun können.

Glaube ich nicht. Es wird beide Seiten in die Pflicht nehmen.

Nö, es wird ein lächerlicher Klamauk werden. Das Ende der Politik.

  1. Die rotgrüne Regierung hat im Wahlkampf nichts anders
    gemacht als jede andere Regierung 1980.

Wie bereits gesagt, halte ich es nicht für den richtigen Weg,
die aktuellen Verfehlungen der Regierung mit denjenigen einer
früheren Regierung zu erklären/ins Recht zu setzen.

Darum geht es aber. Der Vorwurf ist ja nicht, dass rotgrün
gelogen hat sondern dass rotgrün gelogen hat, wie noch keine
Regierung vorher in der Geschichte Deutschlands. Also muss man
dies mit früheren Wahlkämpfen vergleichen.

Glaube ich nicht. Das ist nur die polemische Seite der
Diskussion. Gehört eben dazu.

Wie? Angenommen rotgrün hätte im Wahlkampf gelogen, aber weit weniger als es eine deutsche Regierung in allen Wahlkämpfen zuvor getan hätte, wäre der UA Deiner Ansicht nach dennoch sinnvoll?

Glaubst Du wirklich,
dass die Politiker sich ändern werden durch einen solchen
Untersuchungsausschuss?

Wenn man es jetzt richtig anstellt, werden sie es müssen.

Es hat aber niemand, der im UA sitzt, ein Interesse daran.
Denn da sind nur Politiker.

Man sollte sich das erst mal ansehen. Schließlich ist dies die
einzige Möglichkeit, in solchen Dingen überhaupt etwas zu
unternehmen. Der Versuch zählt.

Nein. Andere Versuche wären Demonstrationen, parlamentarische Debatten, Gesetzesanträge, dass weniger gelogen wird (wie die auch immer aussehen, aber das wäre das Problem der Union). Das hier ist nur hessischer Wahlkampf auf Bundesebene.

Vor vier Jahren die Unterschriftenaktion gegen Ausländer, heute der Untersuchungsausschuss gegen die politische Kultur. Ernsthafte Politik kann Koch halt nicht machen.

Man darf nun die Diskussion nicht versanden assen, sondern muss
auch Sanktionen entwickeln. Sicherlich auch in straf- und
zivilrechtlicher Hinsicht.

Das ist lächerlich. Wie willst Du denn die gesetzliche
Regelung fassen? Wie willst Du nachweisen, dass eine Lüge
vorhanden war? Und dass diese Lüge nicht notwendig war?

Das ist einfach. Es gibt ausreichend dokumentierte Interviews,
Wahlprogramme u.s.w.

Und? Du musst nachweisen, dass die Situation schon vorher bekannt war. Und das ist schlechterdings nicht möglich. Die Regierung kann immer sagen, dass sie von einem viel besseren vierten Quartal ausgegangen ist, als sich nachher eingestellt hat. Wahlprogramme sind übrigens schon Anfang 2002 geschrieben worden. Die sind uninteressant.

Wer also unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Macht an
sich reisst, muss sanktioniert werden können.

Und Du musst es eindeutig beweisen können. Im übrigen: warum? Darüber muss dann das Volk entscheiden. Es ist ja möglich, dass das Volk schon ahnte, dass die rotgrünen Aussagen so nicht stimmten, sie rotgrün aber dennoch lieber wollten als schwarzgelb. Auch dieses müsstest Du dann nachweisen.

Somit habe ich eine mögliche Rechtsgrundlage geliefert.

Nein. Es fehlt jegliche Nachweismöglichkeit.

Sanktionen könnten zunächst Geldstrafen gegen die betr.
Parteien sein. Deren Protagonisten könnten im zweiten Schritt
auch persönlich zur Verantwortung gezogen werden. Analog zur
rechtslage für Unternehmen, die sich der „Vorspiegelung
falscher Tatsachen“ oder beispielsweise auch des Mangels der
„nicht zugesicherten Eigenschaft“ schuldig machen.
Das wäre ein Ansatz.

Um eine solche Gesetzesveränderung geht es der Union aber nicht. Dann könnte sie ja ein solches Gesetz in den Bundestag einbringen. Warum tut sie das wohl nicht?

Denn natürlich gibt es in der Politik auch notwendige Lügen.
Z.B. internationale Geheimprotokolle.

Ich sehe einen Unterschied zwischen „Lügen“ und „Weglassen“.

Ich habe auch nicht ums Weglassen gesprochen. Schon der Satz „Darauf antworte ich nicht.“ kann entlarvend sein. Ein Politiker muss da häufig antworten und teilweise mit einer Lüge.

Klartext: m.E. sollten volksvermögensvernichter wie Schröder,
Trittin, Waigel & Co. ihren Hintern finanziell Zeit ihres
Lebens nicht mehr auf den Boden bekommen dürfen.

Das hat aber nun mit dem Vorwurf der Lüge nichts mehr zu tun.

Natürlich. Sie alle versprachen eine Verbesserung der
Situation und konnten diese nicht herbeiführen…

Toll. Dann hättest Du jede Regierung seit 1969 juristisch belangen müssen. Insofern geht es um die Wahl 2002. Da agiert die Regierung nun erst seit knapp zwei Monaten. Etwas kurz wohl, um sie juristisch belangen zu können. Zumal keiner eine sofortige Verbesserung versprochen hat.

Nur leider tut es das nach falschen M´ßstäben. Vielleicht
ändert sich das jetzt und es wird nicht immer automatisch
jahrzehntelang dasselbe gewählt.

Das Volk entscheidet nach seinen eigenen Maßstäben, die -
automatisch in einer Demokratie - die richtigen sind.

Das stimmt nicht, denn unter falschen Versprechungen gewählt
zu werden, erfüllt die Anforderungen der Demokratie nicht.
Daher muss solches Verhalten ja auch sanktionierbar sein.

Ist es ja auch. In darauffolgenden Wahlen. Schließlich muss man ja auch berücksichtigen, dass das Volk lieber eine lügende, aber gute als eine wahrheitsgetreue, aber schlechte Regierung will.

Ciao

Ralf

Guten morgen, Ralf,

Die Union verfolgt das Ziel, der Regierung eins auszuwischen.
Die Verpflichtung, die sie hier eingeht, scheint den
Christlichen jedoch noch nicht so ganz bewusst zu sein.

Die Union geht keinerlei Verpflichtung ein.

Ich widerspreche.

Denn die SPD kann
meinetwegen 2006 andauernd auf 2002 verweisen. Die Union wird
immer sagen, dass 2002 anders und schlimmer war. Ein Vergleich
könnte nur eine neutrale Instanz - z.B. ein Gericht - bringen.
Dafür bräuchte man aber ein Gesetz. Das strebt aber auch die
Union nicht an.

Darum geht es noch nicht. Zunächst muss einmal der politische Boden für diese Diskussion geschaffen werden. Und dies geschieht nun durch den UA.
Es geht mir persönlich gar nicht um den erfolg dieses UA oder darum, dass die SPD/Grünen ja auch den Vorsitz in selbigem führen würden, er daher sicherlich stark behindert werden wird. Es geht darum, dass man das Thema nun nicht mehr einfach unter den teppich kehren kann, wie ich hoffe.

Nach einer nicht repräsentativen Umfrage eines TV-Senders
scheint die Zustimmung im Volke vorhanden zu sein.
Eine repräsentative Umfrage mit 33% SPD und 40% CDU/CSU
(Spiegel) erhärtet diese Annahme.

Was war die Frage?

Das übliche: „wen würden Sie wählen, wenn heute Wahl wäre?“.

Ach so. Es ging also nicht um die Einsetzung des
Untersuchungsausschuss und ob dieser sinnvoll ist. Dann sind
diese Zahlen für diese Diskussion nicht zu gebrauchen.

Natürlich sind sie das. Sie zeigen, dass Schröder u.a. durch seinen Wahlbetrug keinen Rückhalt mehr im Volk hat und somit der UA sicherlich nicht gegen den Willen des Großteils der Leute verstößt.

Das Volk wirkt nicht ein, sondern es wird vielmehr auf das Volk
eingewirkt.

Aha. Es geht also nur um Show.

Das war das Ziel. Nur eben mit ungeahnten Folgen in Form einer
gewissen Anspruchshaltung seitens des Volkes auch gegen die
Initiatoren, wie ich meine.

Wie Du meinst. Nur gibt es irgendwelche Anhaltspunkte für
diese „Anspruchshaltung seitens des Volkes auch gegen die
Initiatoren“?

Natürlich gibt es die. Liest Du Zeitung (Leserbriefe)? Diskutierst Du darüber?
Schätzungsweise ja. Und alle Leute, mit denen ich darüber sprach, wünschen sich eine seriösere Praxis.

Und diesmal in eine zweifelsfrei korrekte Richtung, denn es
geht ja vielmehr um Wahlbetrug allgemein und weniger um die SPD
an sich, auch wenn die Initiatoren des UA das gerne anders
akzentuiert hätten.

Unsinn. Glaubst Du ernsthaft, es wird auch der Wahlbetrug von
Kohl angesprochen?

Nein, warum auch? Es bleibt eher zu hoffen, dass sich die
politischen Parteien in Zukunft genauer überlegen müssen, was
sie vor Wahlen kommunizieren (lassen).

Danke, für die Zustimmung. Du merkst also auch, dass es nicht
um eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema „Wahlbetrug in
der deutschen Geschichte“ geht sondern ausschließlich um die
Wahllügen 2002 gehen soll und zwar - nach Union-Sicht - um die
SPD-Wahllügen im Jahr 2002.

Darum geht es der Union, natürlich. Ich schrieb das doch alles schon. Es ist nicht mehr wichtig, was die Union damit erreichen wollte, sondern was sie erreichen wird. Und auch das schrieb ich ja bereits.

Oder es gibt am Ende des UA eine
Vereinbarung, wie in zukünftigen Wahlkämpfen mit der Wahrheit
umgegangen wird. Nein, es wird um Schröder und Eichel und -
als Retourkutsche - um Stoiber und Merkel gehen. Also der
Wahlkampf wird fortgeführt werden.

Das wird sich als Nebenschauplatz kaum vermeiden lassen.

Eben. Dann geht es nur um die Fortsetzung des Wahlkampfes 2002
und um nichts anderes. Das Volk wird sich schnell angeekelt
abwenden.

Glaube ich nicht. Ich gehe von einer gewissen Eigendynamik der Sache aus.

Meine persönliche Ansicht hierzu ist, dass dies auch wichtig
für die Union ist, denn ich rechne damit, dass die nächste
BT-Wahl nicht erst 2006 stattfinden wird.

Das ist die Täuschung der Konservativen. Sie haben die
Niederlage immer noch nicht akzeptiert und müssen sich daher
in diese Illusion begeben. Es gibt hierfür nicht die
geringsten Anhaltspunkte.

Dann bist Du für selbige blind. Schröder und seine Sozialisten (spare Dir die übliche Fage nach der PDS, ich habe ja hinreichend erklärt, wen ich meine…) sind am Ende, bevor das erste Fünftel der Legislaturperiode zuende ist. Bis Ende nächsten Jahres wird sich die Situation weiter zugespitzt haben, die gemäßigten SPD – Länderchefs werden die Nase voll haben von der Mitregentschaft der Gewerkschaften. Dann könnte es soweit sein. Mal sehen.

Eine Demo bringt nichts, der Deutsche ist zu dumm, zu fett und
zu faul, um etwas wirklich signifikantes in dieser Hinsicht auf
die Beine zu stellen (s. auch IKEA-Werbung…).

Unsinn. Es gibt und gab in Deutschland durchaus schon massive
Demonstrationen.

Ja, gegen selbstinitiierte Castor-Rücktransporte…
Da jagen dann sozialistische Lehrer ihre Schüler auf
Bahngleise. Was für eine großartige Demonstrationskultur wir
doch haben…

Das ist gleich mehrfacher Unsinn. Erstens gibt es in
Deutschland so gut wie keine sozialistische Lehrer.

Natürlich nicht… ,-)

Zweitens
lassen sich keine Schüler auf Bahngleise schicken.

Ralf, das ist passiert. Hier gibt es nichts wegzudiskutieren.

Sie tun das
schon freiwillig.

…nach einschlägiger politischer „Meinungsbildung“ in der Schule im Beisein des Lehrers. Ralf, lass` es, es ist nur peinlich.

Drittens gibt und gab es auch grosse Demos
in Deutschland, die mit Castor nichts zu tun haben.

Richtig. Vor ca. 35 Jahren vor der FU und LMU, ich vergaß…

Der Deutsche ist offenbar zu dumm. Zu dumm, Prioritäten zu
setzen und zu dumm, diese dann auch durchzusetzen.

Jaja, wenn das Volk anderer Meinung ist als es Mathias in dem
Kram passt, dann ist das Volk dumm. Tolle demokratische
Einstellung.

Ich konnte bei der letzten Wahl gut mit der differierenden Ansicht leben. Heute allerdings muss jeder einigermaßen wache Mensch von nichts anderem als Dummheit sprechen, tut mir leid. Oder ist es nicht dumm, seinen Arbeitsplatz, von dem man wirtschaftlich abhängig ist, abzuwählen?

Das liegt, wie so oft, rein im Auge des Betrachters. Ich halte
diesen Vorstoß für äußerst positiv, da ich ja auch, wie oben
geschrieben, von einer Verpflichtung auch für die Initiatoren
des UA ausgehe.

Nur könntest Du bislang noch keinen Anhaltspunkt angeben, dass
es sich dabei nicht um eine Illusion handelt.

Ich schrieb, dass ich „davon ausgehe“. Was soll ich sonst tun? Ich bin kein staatlich anerkannter Hellseher.

Ob wir
jetzt nach jedem Wahlkampf einen Wahrheitsausschuss haben
wollen. Denn ich kann mich an keinen Wahlkampf erinnern, in
dem der Verlierer dem Sieger nicht irgendwo der Lüge
bezichtigt hat. Das ist politischer Standard.

…welchen man nun eben ändert. Ist doch eine feine Sache.

Weiterhin: gibt es auch nur den geringsten Anhaltspunkt, dass
sich der Standard ändert? Auch der Spendenausschuss hat den
Standard ja nur geändert, in dem die Gesetze verändert wurden.
Ohne andere Gesetze verändert sich gar nichts. Welche Gesetze
werden also im Anschluss an diesen UA verändert?

Das werden wir sehen, s.o. Sicher ist, dass sich ohne einen solchen Vorstoß gar nichts ändern würde. Und das wäre wirklich unangenehm.

Das Volk wird aufgeweckt (so hoffe ich jedenfalls).
Der Zusammenhang ist also mittelbar.

Das Volk ist nur gelangweilt. Der UA wird der Union auf die
Füsse fallen. Soviel ist sicher.

Ich sehe das eben anders.

Dann begründe mal. Du hast bislang nur Deiner Hoffnung
Ausdruck gegeben, dass aufgrund dieses UA in der Zukunft in
der Politik weniger gelogen wird. Näher begründen konntest Du
dies bislang nicht.

Natürlich nicht, denn Du scheinst ja nicht mitzulesen.

Denn spätestens in einigen
Monaten wird das Volk sich fragen, warum die Union sich nicht
mal mit Oppositionspolitik beschäftigen will.

Das steht auf einem anderen Blatt.

Nein, das steht genau auf diesem Blatt. Wenn sich das Volk -
anscheinend selbst nach Deiner Überzeugung - schon in wenigen
Monaten vom UA abwenden wird, warum soll dies dann noch einen
Einfluss auf zukünftige Wahlkämpfe haben?

Es wurde, und nichts anderes versuchte ich zu sagen, eine Diskussion mit mehr Tiefe als sonst, zu diesem Thema initiiert. Nun muss man eben sehen, was daraus wird.

Rotgrün kann sich nur bei der Union für die Einsetzung des UA
bedanken. Etwas dümmeres hätte die Union ja nicht tun können.

Glaube ich nicht. Es wird beide Seiten in die Pflicht nehmen.

Nö, es wird ein lächerlicher Klamauk werden. Das Ende der
Politik.

…was ja eigentlich das Ziel der Sozialisten in der Regierung ist…

  1. Die rotgrüne Regierung hat im Wahlkampf nichts anders
    gemacht als jede andere Regierung 1980.

Wie bereits gesagt, halte ich es nicht für den richtigen Weg,
die aktuellen Verfehlungen der Regierung mit denjenigen einer
früheren Regierung zu erklären/ins Recht zu setzen.

Darum geht es aber. Der Vorwurf ist ja nicht, dass rotgrün
gelogen hat sondern dass rotgrün gelogen hat, wie noch keine
Regierung vorher in der Geschichte Deutschlands. Also muss man
dies mit früheren Wahlkämpfen vergleichen.

Richtig. Genau darum geht es mir. Eine Diskussion darüber. Nicht einfach sagen: „die anderen haben es auch immer so gemacht, also ist das o.k. so“.

Glaube ich nicht. Das ist nur die polemische Seite der
Diskussion. Gehört eben dazu.

Wie? Angenommen rotgrün hätte im Wahlkampf gelogen, aber weit
weniger als es eine deutsche Regierung in allen Wahlkämpfen
zuvor getan hätte, wäre der UA Deiner Ansicht nach dennoch
sinnvoll?

Na endlich hat er es geschnallt!!!

Glaubst Du wirklich,
dass die Politiker sich ändern werden durch einen solchen
Untersuchungsausschuss?

Wenn man es jetzt richtig anstellt, werden sie es müssen.

Es hat aber niemand, der im UA sitzt, ein Interesse daran.
Denn da sind nur Politiker.

Man sollte sich das erst mal ansehen. Schließlich ist dies die
einzige Möglichkeit, in solchen Dingen überhaupt etwas zu
unternehmen. Der Versuch zählt.

Nein. Andere Versuche wären Demonstrationen,

s.o.

parlamentarische
Debatten,

mittlerweile nur noch wertlose Schaukämpfe

Gesetzesanträge, dass weniger gelogen wird

die können dann später kommen, s.o.

(wie die
auch immer aussehen, aber das wäre das Problem der Union).

Zu diesem Thema wurdest ja bereits von GünterW belehrt, das muss ich nicht wiederholen.

Das
hier ist nur hessischer Wahlkampf auf Bundesebene.

Echt? Interessante Interpretation, gib mir mehr davon!

Vor vier Jahren die Unterschriftenaktion gegen Ausländer,
heute der Untersuchungsausschuss gegen die politische Kultur.
Ernsthafte Politik kann Koch halt nicht machen.

Koch wird vermutlich 2004 unser nächster Bundeskanzler sein…

Man darf nun die Diskussion nicht versanden lassen, sondern muss
auch Sanktionen entwickeln. Sicherlich auch in straf- und
zivilrechtlicher Hinsicht.

Das ist lächerlich. Wie willst Du denn die gesetzliche
Regelung fassen? Wie willst Du nachweisen, dass eine Lüge
vorhanden war?

Das ist leicht: was wurde gesagt? Was wurde gemacht?

Und dass diese Lüge nicht notwendig war?

Wer will das bewerten? Welches Recht sollte ich haben, meinen Arbeitgeber (das Volk) zu belügen?

Das ist einfach. Es gibt ausreichend dokumentierte Interviews,
Wahlprogramme u.s.w.

Und? Du musst nachweisen, dass die Situation schon vorher
bekannt war.

Das ist leicht, s. Emaildatum, Aussagen von Beteiligten (hier: Metzger), Faxe u.s.w. u.s.f.

Und das ist schlechterdings nicht möglich.

Falsch, s.o.

Die
Regierung kann immer sagen, dass sie von einem viel besseren
vierten Quartal ausgegangen ist, als sich nachher eingestellt
hat.

In diesem fall nicht, denn der Abschwung war bereits dokumentiert. Das ist ja der Witz an der Sache.

Wahlprogramme sind übrigens schon Anfang 2002 geschrieben
worden. Die sind uninteressant.

Falsch, wenn sie bereits lügen oder wenn deren Inhalt nicht umgesetzt wird, sind auch sie interessant.

Wer also unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Macht an
sich reisst, muss sanktioniert werden können.

Und Du musst es eindeutig beweisen können.

s.o.

Im übrigen: warum?
Darüber muss dann das Volk entscheiden. Es ist ja möglich,
dass das Volk schon ahnte, dass die rotgrünen Aussagen so
nicht stimmten, sie rotgrün aber dennoch lieber wollten als
schwarzgelb. Auch dieses müsstest Du dann nachweisen.

Wäre dieser Punkt relevant (was ich nicht glaube), wäre dies anhand repräsentativer Umfragen leicht zu bewerkstelligen.

Somit habe ich eine mögliche Rechtsgrundlage geliefert.

Nein. Es fehlt jegliche Nachweismöglichkeit.

Falsch, s.o.

Sanktionen könnten zunächst Geldstrafen gegen die betr.
Parteien sein. Deren Protagonisten könnten im zweiten Schritt
auch persönlich zur Verantwortung gezogen werden. Analog zur
Rechtslage für Unternehmen, die sich der „Vorspiegelung
falscher Tatsachen“ oder beispielsweise auch des Mangels der
„nicht zugesicherten Eigenschaft“ schuldig machen.
Das wäre ein Ansatz.

Um eine solche Gesetzesveränderung geht es der Union aber
nicht.

Es ist nicht mehr wichtig, worum es der Union geht, s.o.

Dann könnte sie ja ein solches Gesetz in den Bundestag
einbringen. Warum tut sie das wohl nicht?

„Warum tut sie es NOCH nicht?“, muss die Frage lauten, s.o.

Denn natürlich gibt es in der Politik auch notwendige Lügen.
Z.B. internationale Geheimprotokolle.

Ich sehe einen Unterschied zwischen „Lügen“ und „Weglassen“.

Ich habe auch nicht ums Weglassen gesprochen. Schon der Satz
„Darauf antworte ich nicht.“ kann entlarvend sein. Ein
Politiker muss da häufig antworten und teilweise mit einer
Lüge.

…womit man ihn ja dann am Sack hat…

Klartext: m.E. sollten Volksvermögensvernichter wie Schröder,
Trittin, Waigel & Co. ihren Hintern finanziell Zeit ihres
Lebens nicht mehr auf den Boden bekommen dürfen.

Das hat aber nun mit dem Vorwurf der Lüge nichts mehr zu tun.

Natürlich. Sie alle versprachen eine Verbesserung der
Situation und konnten diese nicht herbeiführen…

Toll. Dann hättest Du jede Regierung seit 1969 juristisch
belangen müssen.

Warum nicht? Warum sollten sich diese Leute nicht für ihr Tun verantworten müssen? Sogar die Vorstände der größten Firmen müssen das.

Insofern geht es um die Wahl 2002. Da agiert
die Regierung nun erst seit knapp zwei Monaten. Etwas kurz
wohl, um sie juristisch belangen zu können. Zumal keiner eine
sofortige Verbesserung versprochen hat.

Das ist Winkeladvokatenstil. Man kann die regierung allein schon bzgl. ihrer Aussage zur Wirtschaftslage belangen.
Hier zählt auch das Argument nicht, die Länder würden ja die Zahlenbasis liefern, denn

1.) kennen diese nur ihre eigene Situation, die ja erheblich von der der anderen Länder abweichen kann, es zählt also ausschließlich das Gesamtbilod, welches nur die Bundesregierung kennen kann, und
2.) muss eine Bundesregierung immer genau über die Finanzlage des Landes bescheid wissen, sonst ist sie schlichtweg fehl am Platze und macht sich aufgrund von Inkompetenz schuldig.

Nur leider tut es das nach falschen Maßstäben. Vielleicht
ändert sich das jetzt und es wird nicht immer automatisch
jahrzehntelang dasselbe gewählt.

Das Volk entscheidet nach seinen eigenen Maßstäben, die -
automatisch in einer Demokratie - die richtigen sind.

Das stimmt nicht, denn unter falschen Versprechungen gewählt
zu werden, erfüllt die Anforderungen der Demokratie nicht.
Daher muss solches Verhalten ja auch sanktionierbar sein.

Ist es ja auch. In darauffolgenden Wahlen.

Das funktioniert nur begrenzt, wie wir sehen, denn dann gibt es neue Lügen, auf die der dumme Deutsche hereinfällt.

Schließlich muss
man ja auch berücksichtigen, dass das Volk lieber eine
lügende, aber gute als eine wahrheitsgetreue, aber schlechte
Regierung will.

Das will es offenbar nicht. Sonst hätte das Volk nicht hunderttausende Arbeitsplätze abgewählt.

Grüße,

Mathias

Die Union verfolgt das Ziel, der Regierung eins auszuwischen.
Die Verpflichtung, die sie hier eingeht, scheint den
Christlichen jedoch noch nicht so ganz bewusst zu sein.

Die Union geht keinerlei Verpflichtung ein.

Ich widerspreche.

Meinetwegen. Mit Argumenten?

Denn die SPD kann
meinetwegen 2006 andauernd auf 2002 verweisen. Die Union wird
immer sagen, dass 2002 anders und schlimmer war. Ein Vergleich
könnte nur eine neutrale Instanz - z.B. ein Gericht - bringen.
Dafür bräuchte man aber ein Gesetz. Das strebt aber auch die
Union nicht an.

Darum geht es noch nicht.

Doch genau darum geht es. Ein UA macht nur Sinn, wenn zumindest die, die den UA einrichten, hoffen, auf diesem Wege strafbare Handlungen nachweisen zu können.

Es geht mir persönlich gar nicht um den erfolg dieses UA oder
darum, dass die SPD/Grünen ja auch den Vorsitz in selbigem
führen würden, er daher sicherlich stark behindert werden
wird. Es geht darum, dass man das Thema nun nicht mehr einfach
unter den teppich kehren kann, wie ich hoffe.

Das Thema wird mit oder ohne UA in ein paar Wochen schon niemanden interessieren. Die Leute sind nicht so blöd, wie Du es Dir anscheinend erhoffst. Die wollen Zukunftskonzepte und nicht wissen, wer wann warum etwas gesagt hat.

Nach einer nicht repräsentativen Umfrage eines TV-Senders
scheint die Zustimmung im Volke vorhanden zu sein.
Eine repräsentative Umfrage mit 33% SPD und 40% CDU/CSU
(Spiegel) erhärtet diese Annahme.

Was war die Frage?

Das übliche: „wen würden Sie wählen, wenn heute Wahl wäre?“.

Ach so. Es ging also nicht um die Einsetzung des
Untersuchungsausschuss und ob dieser sinnvoll ist. Dann sind
diese Zahlen für diese Diskussion nicht zu gebrauchen.

Natürlich sind sie das. Sie zeigen, dass Schröder u.a. durch
seinen Wahlbetrug keinen Rückhalt mehr im Volk hat und somit
der UA sicherlich nicht gegen den Willen des Großteils der
Leute verstößt.

???
Woher leitest Du das ab? Es ist richtig, dass rotgrün gegenwärtig keine Mehrheit in der Bevölkerung haben. Über die Gründe hierfür sagen die Zahlen nichts aus. Möglich dass den Leuten die angeblichen Lügen egal sind. Vielleicht liegt es an der Politik und deren Umsetzung. Vielleicht an beidem. Vielleicht nur an den angeblichen Lügen. Dazu bräuchte man eine neue Frage.

Und selbst wenn Du recht hast, sagt es nichts dazu aus, ob die Leute es richtig finden, dass ein UA hierzu eingesetzt wird.

Wie Du meinst. Nur gibt es irgendwelche Anhaltspunkte für
diese „Anspruchshaltung seitens des Volkes auch gegen die
Initiatoren“?

Natürlich gibt es die. Liest Du Zeitung (Leserbriefe)?
Diskutierst Du darüber?
Schätzungsweise ja. Und alle Leute, mit denen ich darüber
sprach, wünschen sich eine seriösere Praxis.

Schätzungsweise sprichst Du mehrheitlich mit konservativen Leuten. Und Leserbriefe sagen auch nur wenig über die Stimmung in der Bevölkerung aus. Die Leute, mit denen ich rede, sind nicht so naiv, dass sie glauben, Politiker würden im Wahlkampf die Wahrheit sagen. Insofern ist auch bei denen die Enttäuschung gering.

Hättest Du recht, müsste das Volk doch allergisch auf all die Lügen nach der Wahl reagieren. Das ist aber nicht der Fall.

Danke, für die Zustimmung. Du merkst also auch, dass es nicht
um eine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema „Wahlbetrug in
der deutschen Geschichte“ geht sondern ausschließlich um die
Wahllügen 2002 gehen soll und zwar - nach Union-Sicht - um die
SPD-Wahllügen im Jahr 2002.

Darum geht es der Union, natürlich. Ich schrieb das doch alles
schon. Es ist nicht mehr wichtig, was die Union damit
erreichen wollte, sondern was sie erreichen wird. Und auch das
schrieb ich ja bereits.

Aha. Du weisst schon, was die Union mit dem UA erreichen wird. Und das sogar, obwohl selbst die Union das noch nicht weiss.

Eben. Dann geht es nur um die Fortsetzung des Wahlkampfes 2002
und um nichts anderes. Das Volk wird sich schnell angeekelt
abwenden.

Glaube ich nicht. Ich gehe von einer gewissen Eigendynamik der
Sache aus.

Gibt es hierfür auch nur einen Anhaltspunkt? Wie wird der denn ablaufen? Eichel sagt: „Ich habe das und das gewusst.“ Die Union bringt einen Zeugen aus dem Ministerium, der sagt: „Das und das war bekannt.“ Eichel bringt einen anderen Zeugen: „Das, das bekannt war, kann man nicht 100%ig sagen. Es bestand eine grosse Wahrscheinlichkeit, war aber nicht sicher.“ Ein Wirtschaftsexperte: „Ich sehe die Situation anders.“ Ein anderer Wirtschaftsexperte: „Ich sehe die Situation anders als der andere Wirtschaftsexperte.“

Und wie gesagt: die SPD kontert dann mit dem Wahlkampf 1990 und so weiter. Und da soll das Volk dran Interesse haben?

Meine persönliche Ansicht hierzu ist, dass dies auch wichtig
für die Union ist, denn ich rechne damit, dass die nächste
BT-Wahl nicht erst 2006 stattfinden wird.

Das ist die Täuschung der Konservativen. Sie haben die
Niederlage immer noch nicht akzeptiert und müssen sich daher
in diese Illusion begeben. Es gibt hierfür nicht die
geringsten Anhaltspunkte.

Dann bist Du für selbige blind. Schröder und seine Sozialisten

Welche Sozialisten von Schröder? Ist Schröder Parteivorsitzender der PDS?

(spare Dir die übliche Fage nach der PDS, ich habe ja
hinreichend erklärt, wen ich meine…)

Nein. Solange ich hier lese und Du Dich nicht entblödest bodenlosen Schwachsinn zu schreiben, werde ich hier klarstellen, dass Du bodenlosen Schwachsinn schreibst.

sind am Ende, bevor das
erste Fünftel der Legislaturperiode zuende ist.

Das erste Fünftel. Bei 48 Monaten also ca. 10 Monate. Also ca. Juli 2003. Gibt es hierfür irgendwelche Anhaltspunkte?

Bis Ende
nächsten Jahres wird sich die Situation weiter zugespitzt
haben,

Wieso Ende nächsten Jahres? Juli 2003 ist nicht Ende nächsten Jahres.

die gemäßigten SPD – Länderchefs werden die Nase voll
haben von der Mitregentschaft der Gewerkschaften. Dann könnte
es soweit sein. Mal sehen.

Hier schreibst Du „könnte es soweit sein“. Oben „sind am Ende bevor“. Was denn nun?

Das ist gleich mehrfacher Unsinn. Erstens gibt es in
Deutschland so gut wie keine sozialistische Lehrer.

Natürlich nicht… ,-)

Richtig. Natürlich nicht. Sind lange Zeit durch Berufverbot aussortiert worden.

Zweitens
lassen sich keine Schüler auf Bahngleise schicken.

Ralf, das ist passiert. Hier gibt es nichts wegzudiskutieren.

Nein, das ist niemals passiert. Die Schüler sind aus freien Stücken auf die Bahngleise gegangen.

Sie tun das
schon freiwillig.

…nach einschlägiger politischer „Meinungsbildung“ in der
Schule im Beisein des Lehrers. Ralf, lass` es, es ist nur
peinlich.

Aha. Der Lehrer hat Gehirnwäsche betrieben. Wenn Du hierfür Beweise hast, warum hast Du dann den Lehrer nicht verklagt?

Drittens gibt und gab es auch grosse Demos
in Deutschland, die mit Castor nichts zu tun haben.

Richtig. Vor ca. 35 Jahren vor der FU und LMU, ich vergaß…

Nein. Z.B. von Bauern, von Arbeitern etc.

Ich konnte bei der letzten Wahl gut mit der differierenden
Ansicht leben. Heute allerdings muss jeder einigermaßen wache
Mensch von nichts anderem als Dummheit sprechen, tut mir leid.
Oder ist es nicht dumm, seinen Arbeitsplatz, von dem man
wirtschaftlich abhängig ist, abzuwählen?

Hm. Nur hat das Volk Stoiber nicht wirklich zugetraut mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Die falschen Versprechungen Stoibers waren halt offensichtlich.

Das liegt, wie so oft, rein im Auge des Betrachters. Ich halte
diesen Vorstoß für äußerst positiv, da ich ja auch, wie oben
geschrieben, von einer Verpflichtung auch für die Initiatoren
des UA ausgehe.

Nur könntest Du bislang noch keinen Anhaltspunkt angeben, dass
es sich dabei nicht um eine Illusion handelt.

Ich schrieb, dass ich „davon ausgehe“. Was soll ich sonst tun?
Ich bin kein staatlich anerkannter Hellseher.

Aber Du könntest doch mal einen Anhaltspunkt angeben, warum Du davon ausgehst.

Dann begründe mal. Du hast bislang nur Deiner Hoffnung
Ausdruck gegeben, dass aufgrund dieses UA in der Zukunft in
der Politik weniger gelogen wird. Näher begründen konntest Du
dies bislang nicht.

Natürlich nicht, denn Du scheinst ja nicht mitzulesen.

Ich lese mit. Nur finde ich keine Begründung. Nur dass Du das glaubst. Das ist keine Begründung.

Es wurde, und nichts anderes versuchte ich zu sagen, eine
Diskussion mit mehr Tiefe als sonst, zu diesem Thema
initiiert. Nun muss man eben sehen, was daraus wird.

Das ist Quatsch. In und durch einen UA wurde noch niemals eine „Diskussion mit mehr Tiefe“ initiiert. Untersuchungsausschüsse sind Dreckschleudern. Eigentlich kein Problem, wenn das Ziel die Aufklärung einer strafbaren Handlung ist. Aber wenn es noch nicht einmal darum geht…

Nö, es wird ein lächerlicher Klamauk werden. Das Ende der
Politik.

…was ja eigentlich das Ziel der Sozialisten in der Regierung
ist…

Ich kenne das Ziel der PDS in diesem Zusammenhang nicht. Aber dieser Klamauk wurde von der Union initiiert.

  1. Die rotgrüne Regierung hat im Wahlkampf nichts anders
    gemacht als jede andere Regierung 1980.

Wie bereits gesagt, halte ich es nicht für den richtigen Weg,
die aktuellen Verfehlungen der Regierung mit denjenigen einer
früheren Regierung zu erklären/ins Recht zu setzen.

Darum geht es aber. Der Vorwurf ist ja nicht, dass rotgrün
gelogen hat sondern dass rotgrün gelogen hat, wie noch keine
Regierung vorher in der Geschichte Deutschlands. Also muss man
dies mit früheren Wahlkämpfen vergleichen.

Richtig. Genau darum geht es mir. Eine Diskussion darüber.
Nicht einfach sagen: „die anderen haben es auch immer so
gemacht, also ist das o.k. so“.

Ach so. Jetzt doch. Vorher hast Du noch widersprochen. Na dann viel Spass mit einem UA der alle Wahllügen in der Geschichte Deutschland aufarbeiten soll.

Glaube ich nicht. Das ist nur die polemische Seite der
Diskussion. Gehört eben dazu.

Wie? Angenommen rotgrün hätte im Wahlkampf gelogen, aber weit
weniger als es eine deutsche Regierung in allen Wahlkämpfen
zuvor getan hätte, wäre der UA Deiner Ansicht nach dennoch
sinnvoll?

Na endlich hat er es geschnallt!!!

Toll! Und daran soll das Volk Interesse haben? An einem UA, der die Wahllügen von Adenauer über Barzel, Schmidt und Vogel aufarbeitet?

parlamentarische
Debatten,

mittlerweile nur noch wertlose Schaukämpfe

Ach? Und UA sind ein Hort der Wahrheitsfindung?

Gesetzesanträge, dass weniger gelogen wird

die können dann später kommen, s.o.

Und wer soll die einbringen? Und wie sollen die aussehen? Welche Lügen sollen wie geahndet werden? Und wer soll in der Zukunft darüber entscheiden, ob (und in welchem Ausmass) gelogen worden ist? Und was ist, wenn Regierung und Opposition im Wahlkampf gleich lügen? Oder der eine in diesem Punkt und der andere in einem anderen? Wer entscheidet, welche Lügen schlimmer waren?

(wie die
auch immer aussehen, aber das wäre das Problem der Union).

Zu diesem Thema wurdest ja bereits von GünterW belehrt, das
muss ich nicht wiederholen.

Nein. Günters Blödsinn musst Du nicht wiederholen. Da stimme ich Dir zu.

Das
hier ist nur hessischer Wahlkampf auf Bundesebene.

Echt? Interessante Interpretation, gib mir mehr davon!

Du wirst sehen. Nach dem hessischen Wahlkampf wird der UA langsam eingestellt werden.

Vor vier Jahren die Unterschriftenaktion gegen Ausländer,
heute der Untersuchungsausschuss gegen die politische Kultur.
Ernsthafte Politik kann Koch halt nicht machen.

Koch wird vermutlich 2004 unser nächster Bundeskanzler
sein…

Wenn er überhaupt die Wahl 2002 gewinnt. Und selbst dann glaube ich es nicht. Erstens nicht vom Datum her und zweitens nicht wegen Merkel.

Man darf nun die Diskussion nicht versanden lassen, sondern muss
auch Sanktionen entwickeln. Sicherlich auch in straf- und
zivilrechtlicher Hinsicht.

Das ist lächerlich. Wie willst Du denn die gesetzliche
Regelung fassen? Wie willst Du nachweisen, dass eine Lüge
vorhanden war?

Das ist leicht: was wurde gesagt? Was wurde gemacht?

Nö, das ist nicht leicht. Eichel führt den Unterschied auf die Steuerschätzung im September zurück. Man muss sich also schon mal über die Bedeutung dieser Steuerschätzung unterhalten. Und das mach dann mal dem Volk klar.

Und in Zukunft - wenn Du es in Gesetze giessen willst - musst Du es auch für andere Zusammenhänge eindeutig machen.

Und dass diese Lüge nicht notwendig war?

Wer will das bewerten? Welches Recht sollte ich haben, meinen
Arbeitgeber (das Volk) zu belügen?

Wenn Dein Arbeitgeber nichts dagegen hat oder Dein Kollege noch viel stärker lügt (und der Arbeitgeber einen von euch nehmen muss). Wenn es sich um Informationen handelte, die aus internationalen Verpflichtungen nicht vorher veröffentlicht werden durften. etc.

Das ist einfach. Es gibt ausreichend dokumentierte Interviews,
Wahlprogramme u.s.w.

Und? Du musst nachweisen, dass die Situation schon vorher
bekannt war.

Das ist leicht, s. Emaildatum, Aussagen von Beteiligten (hier:
Metzger), Faxe u.s.w. u.s.f.

Eine Aussage von Metzger ist aber noch kein Beweis. Die Regierung wird sich immer darauf berufen, dass sie nicht vorher etwas als Tatsache hinstellen wollten (schon wegen der Aktienmärkte, immer eine gute Ausrede), was wahrscheinlich, aber (wegen der Septemberzahlen) noch nicht sicher waren. Die Regierung wird immer darauf hinweisen, dass sie auf die Schwierigkeiten hingewiesen hat.

Die
Regierung kann immer sagen, dass sie von einem viel besseren
vierten Quartal ausgegangen ist, als sich nachher eingestellt
hat.

In diesem fall nicht, denn der Abschwung war bereits
dokumentiert. Das ist ja der Witz an der Sache.

Nein, der Abschwung im vierten Quartal war vor dem vierten Quartal noch nicht erwiesen.

Wahlprogramme sind übrigens schon Anfang 2002 geschrieben
worden. Die sind uninteressant.

Falsch, wenn sie bereits lügen oder wenn deren Inhalt nicht
umgesetzt wird, sind auch sie interessant.

Ach? Wahlprogramme sind plötzlich für Dich juristisch einklagbare Verträge mit dem Volk? Dann bist Du aber wohl der Einzige, der so naiv ist.

Wer also unter Vorspiegelung falscher Tatsachen die Macht an
sich reisst, muss sanktioniert werden können.

Und Du musst es eindeutig beweisen können.

s.o.

Im übrigen: warum?
Darüber muss dann das Volk entscheiden. Es ist ja möglich,
dass das Volk schon ahnte, dass die rotgrünen Aussagen so
nicht stimmten, sie rotgrün aber dennoch lieber wollten als
schwarzgelb. Auch dieses müsstest Du dann nachweisen.

Wäre dieser Punkt relevant (was ich nicht glaube), wäre dies
anhand repräsentativer Umfragen leicht zu bewerkstelligen.

Nein. Die von Dir zitierten Aussagen sagen hierüber nichts aus. Im übrigen wäre es toll: jedesmal wenn eine Umfrage negativ für eine Regierung ist, muss die Regierung sofort zurüchtreten. Dann würde noch extremer als heute umfrageorientierte Politik gemacht werden. Willst Du das?

Sanktionen könnten zunächst Geldstrafen gegen die betr.
Parteien sein. Deren Protagonisten könnten im zweiten Schritt
auch persönlich zur Verantwortung gezogen werden. Analog zur
Rechtslage für Unternehmen, die sich der „Vorspiegelung
falscher Tatsachen“ oder beispielsweise auch des Mangels der
„nicht zugesicherten Eigenschaft“ schuldig machen.
Das wäre ein Ansatz.

Um eine solche Gesetzesveränderung geht es der Union aber
nicht.

Es ist nicht mehr wichtig, worum es der Union geht, s.o.

LOL! Wichtig ist nur noch, worum es Mathias geht. Klasse! :smile:
Bringst Du dann die Gesetzesveränderung persönlich im Bundestag ein?

Dann könnte sie ja ein solches Gesetz in den Bundestag
einbringen. Warum tut sie das wohl nicht?

„Warum tut sie es NOCH nicht?“, muss die Frage lauten, s.o.

Ja klar. Und später tut das die Union. Weil sie sich selbst binden will.

Ich habe auch nicht ums Weglassen gesprochen. Schon der Satz
„Darauf antworte ich nicht.“ kann entlarvend sein. Ein
Politiker muss da häufig antworten und teilweise mit einer
Lüge.

…womit man ihn ja dann am Sack hat…

Eben. Gespräche Bush-Schröder (oder meinetwegen auch später Chirac-Koch, wenn Du willst, ist egal) können dann gleich live im Fernsehen übertragen werden. Was meinst Du, wie viel dieser Gespräche dann noch stattfinden werden?

Natürlich. Sie alle versprachen eine Verbesserung der
Situation und konnten diese nicht herbeiführen…

Toll. Dann hättest Du jede Regierung seit 1969 juristisch
belangen müssen.

Warum nicht? Warum sollten sich diese Leute nicht für ihr Tun
verantworten müssen? Sogar die Vorstände der größten Firmen
müssen das.

Seit wann? Muss Sommer persönlich mit seinem Vermögen haften, weil die T-Aktien in den Keller gegangen sind?

Insofern geht es um die Wahl 2002. Da agiert
die Regierung nun erst seit knapp zwei Monaten. Etwas kurz
wohl, um sie juristisch belangen zu können. Zumal keiner eine
sofortige Verbesserung versprochen hat.

Das ist Winkeladvokatenstil. Man kann die regierung allein
schon bzgl. ihrer Aussage zur Wirtschaftslage belangen.

Kann man? Bisher ist es Dir nicht gelungen dies zu begründen. Wie gesagt: Eichel rechtfertigt sich mit dem „wichtigen Steuermonat“ September.

Das stimmt nicht, denn unter falschen Versprechungen gewählt
zu werden, erfüllt die Anforderungen der Demokratie nicht.
Daher muss solches Verhalten ja auch sanktionierbar sein.

Ist es ja auch. In darauffolgenden Wahlen.

Das funktioniert nur begrenzt, wie wir sehen, denn dann gibt
es neue Lügen, auf die der dumme Deutsche hereinfällt.

Aha. Und wenn heute Wahlen wären, gäbe es keine neuen Lügen? Aber wie gesagt: wenn Du eine umfrageorientierte Politik willst, musst Du diesen Weg gehen, dass eine Regierung abgesetzt wird, wenn die Umfragen mal schlecht für sie sind.

Schließlich muss
man ja auch berücksichtigen, dass das Volk lieber eine
lügende, aber gute als eine wahrheitsgetreue, aber schlechte
Regierung will.

Das will es offenbar nicht. Sonst hätte das Volk nicht
hunderttausende Arbeitsplätze abgewählt.

Oder das Volk hatte die Überzegung mit Stoiber hätte es auch hunderttausende Arbeitsplätze abgewählt. Oder Frieden war dem Volk wichtiger als Arbeit. Soll es auch geben.

ja natürlich! weg mit rot-grün!
hallo.

und her mit stoiber! wenn man mit der einen großen partei unzufrieden ist, dann wählt man halt die andere. „schließlich sagt die ja, sie würd alles besser machen. glauben wir ihr halt mal.“
super!

ich weiß nicht, ob das „gemeine volk“ merkt, wie sch…lecht die union (allen voran ihr lautester schreihals stoiber) derzeit „politik“ betreibt:

wenn’s bayern schlecht geht, dann liegt das natürlich an bundespolitischen vorgaben.
(daß es in bayern in ziemlich allen bereichen ein extremes süd-nord-gefälle gibt und daß von einem „schlanken staat“ hier überhaupt keine rede sein kann, ist das selbstverständlich auch an schröders versagen.)

wenn’s mehr arbeitslose gibt, dann is schröder schuld. schließlich hat’s er allein ja in der hand.
(die eigentliche verantwortung, arbeitsplätze zu schaffen, liegt aber bei der industrie. da fährt rot-grün die steuern für die großen kapitalgesellschaften praktisch auf null. die union schimpft drüber. schröder hofft, im gegenzug würden genau diese gesellschaften neue arbeitsplätze schaffen, schließlich ist jetzt mehr geld da. die industrie aber lacht sich eins und wirtschaftet mit weiterem stellenabbau schön weiter in die eigene tasche.)

wenn die 100 millionen für die flutopfer nicht schnell genug verteilt werden, dann trägt schröder die verantwortung.
(daß man bei zigtausenden betroffenen nicht jedem einen pauschalbetrag zahlen kann, daß erstmal der bedarf abgeschätzt werden muß, und daß das auch mit geringstem bürokratischem aufwand zeit braucht, davon redet keiner. natürlich wär mit stoiber alles schneller und besser und überhaupt gegangen.)

bei aller kritik, die man zu recht an der derzeitigen regierung und am kanzler üben kann: die schwarzen täten’s nur auf eine andere art schlecht.

ex-kaka stoiber hat jetzt natürlich leicht reden. aber was hört man von ihm und der union denn schon? nur tadel für schröder, nur stimmungsmache gegen rot-grün. konkrete vorschläge, was man besser machen könnte? fehlanzeige!

in einem der fernsehduelle hat er von „höherer neuverschuldung“ gesprochen. tolles rezept gegen einen überschuldeten staat!

schröder hat’s 1998 leider versäumt, den deutschen klipp und klar zu sagen, was für einen heruntergekommenen haushalt er da übernommen hat, und wie wichtig es deshalb ist, daß ALLE den gürtel etwas enger schnallen. hätte er die unterstützung des volkes gewonnen, dann wär’s ihm auch viel leichter gefallen, die geplanten (und notwendigen) reformen konsequent durchzuführen, anstatt eine flickschusterei zu betreiben, wie wir sie derzeit erleben. schade eigentlich.

und das volk hat nach jeder wahl nix besseres zu tun, als sich zu ärgern.

ich hab die regierung kohl auch einige jahre lang mitbekommen. und auch wenn rot-grün (zumindest mit dem derzeitigen kanzler) wirklich nicht überzeugt: union (oder gar fdp) wählen tu ich sicher nicht.
da gib ich meine stimme lieber der partei bibeltreuer christen oder einer anderen gruppierung, die noch nicht in den politischen sumpf geraten ist.

gruß

michael

der’s ganz lustig fände, wenn bei der nächsten wahl keine partei die fünf-prozent-hürde nimmt. das wär mal ein denkzettel für alle!