Schmuck Messing Kupfer Palladium nickelhaltig?

Es gibt derzeit bei Real Sammelpunkte. Für diese kann man sich Schmuck von „Liora“ zu günstigen Preisen kaufen. Im Flyer stand, daß der Schmuck hochwertig rhodiniert ist und auf Nickel getestet wurde. Nach etwas Sucherei im Internet hab ich dann herausgefunden, dass unter so einer Schicht alles mögliche darunter sein kann. Aufgrund einer Nickelallergie hab ich die Leute von Real dann angeschrieben. Als Antwort habe ich dann bekommen, dass der Schmuck von innen nach außen aus Messing, Kupfer und Palladium besteht. Soweit so gut… Wiki gefragt und nun ja… Nickel wird aus Kupfer gewonnen und Palladium ist das „zweite“ Metall aus der Nickelgruppe. Würdet ihr mir von dem Schmuck abraten??? Schön ist er schon, doch ich hab auch keine Lust, mir eitrige Ohren zu holen.
Danke für Eure Hilfe.

Das kannst Du nicht bei Wiki gelesen haben. Nickel ist ein Element, Kupfer ist ein Element, Du kannst nicht aus einem Element ein anders gewinnen. Genauso ist es ein Unsinn, zu glauben Palladium gehöre zu einer Nickelgruppe. Palladium ist ein Platinmetall !!!

Warum behauptest Du solche Recherchen ?

hallo,
da würde ich einen hautarzt bzw allergologen fragen. ich bi leider der falsche.
gruß
stefan

Wenn der Hersteller sagt es sei kein Nickel enthalten dann sollte man darauf vertrauen.

Heinrich Butschal
Gutahchter

Hallo, ich kenn den Schmuck von „Real“ nicht und kann dir daher nur eine allgemeine Antwort geben. In beinah jedem Schmuck ist Nickel enthalten, auch in jenem mit der Bezeichnug „nickelfrei“. Denn laut EU-Norm darf nickelfreier Schmuck einen Anteil von wenigen my (Mikromü) enthalten, was bei Legierungen von Vorteil ist und selbst bei Nickelallergikern keine Reaktionen verursacht (soll ?). Allerdings - und das sagt niemand dazu - trägt man ja nicht nur einen Ring oder eine Kette, sondern meistens mehrere. Dazu kommen noch Uhrbänder mit Metallschließe, Zahnplomben, Gürtelschnallen, … und dann summiert sich die Nickelmenge und man kann sehr wohl Unannehmlichkeiten bekommen!
Wenn der Schmuck (unecht, oder echt) rhodiniert ist, so bedeutet dies nur, dass er mit einer wirklich hauchdünnen Schicht überzogen ist. Der Begriff „hochwertig“ ist in diesem Zusammenhang unbedeutend, denn das Rohmaterial für die Rhodiumschicht ist zwar edles Metall, aber so gering, dass aus kaum der Rede wert ist. Und natürlich geht diese Rhodiumschicht mit der Zeit verloren (der Schmuck verändert seine Farbe).
Von unechtem Schmuck würde ich dir generell abraten, denn meitens habe jeme Menschen mit einer Nickelallergie auch eine allergische Reaktion auf andere Legierungsmaterialien die aber kaum ausgetestet werden.
Es gibt aber einen kleinen Trick, der Allergikern das Leben oft sehr erleichtert: streich den Schmuck öfters mit einem transparenten Nagellack ein. Das schützt die Haut vor direktem Kontakt mit dem Material und man sieht es auch nicht.
Ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben und wenn noch Fragen auftauchen, dann nur schreiben.

Liebe Grüße Gerhard

Ausschnitt aus Wiki Nikel:
Der überwiegende Teil des Nickels wird aus nickel- und kupferhaltigen Eisenerzen wie Nickelmagnetkies gewonnen. Um die Gewinnung wirtschaftlich zu machen, muss das Nickel zunächst durch Flotation auf etwa fünf Prozent Nickelgehalt angereichert werden. Danach wird das Erz ähnlich wie bei der Kupferherstellung geröstet. Dabei wird das Erz zunächst vorgeröstet, um einen Teil des Eisensulfids in Eisenoxid umzuwandeln. Anschließend werden Silikate und Koks dazugegeben, um das Eisenoxid als Eisensilikat zu verschlacken. Gleichzeitig bildet sich der Kupfer-Nickel-Rohstein aus Nickel-, Kupfer und Eisensulfid. Da dieser spezifisch schwerer als die Eisensilicat-Schlacke ist, können die beiden Phasen getrennt abgestochen werden.

Anschließend wird der Rohstein in einen Konverter gefüllt und Siliciumdioxid dazugegeben. Es wird Sauerstoff eingeblasen. Dadurch wird das restliche Eisensulfid zu Eisenoxid geröstet und danach verschlackt. Es entsteht der Kupfer-Nickel-Feinstein, der zu etwa 80 % aus Kupfer und Nickel und zu etwa 20 % aus Schwefel besteht.

Gewinnung von Rohnickel [Bearbeiten]

Zur Gewinnung des Rohnickels muss das Nickel vom Kupfer abgetrennt werden. Dazu verschmilzt man den Feinstein mit Natriumsulfid Na2S. Dabei bildet sich nur zwischen Kupfer- und Natriumsulfid ein leicht schmelzendes Doppelsulfid. Es bilden sich zwei einfach zu trennende Phasen aus Kupfer-Natrium-Doppelsulfid (flüssig) und Nickelsulfid. Nach der Abtrennung wird das Nickelsulfid zu Nickeloxid geröstet und danach mit Koks zu Nickel reduziert.

Wiki Ausschnitt Palladium:
Physikalische Eigenschaften [Bearbeiten]

Palladium ist ein Metall und das zweite Element der Nickelgruppe

>Das ist aus Wikipedia kopiert…ich bin kein Chemiker oder so was… aber ich dachte, wenns so in Wikipedia steht, wird schon was dahinter sein.

Liebe Hasenmamama,

nun hast Du’s doch selber kopiert: AUS EISENERZEN !

Alle möglichen Elemente begleiten einander. Aber sie werden nicht eins aus dem anderen gewonnen. Das wäre sehr schön, denn dann könnten wir endlich aus Blei Gold machen, denn sie liegen nebeneinander ( in der Ordnung der Elemente)

Aber vergiß Deine Angst, wenn die Firma schreibt, dass in Ihrem Schmuck kein Nickel ist, dann wird das wohl so sein. Denn die Schadensklagen betroffener Alergiker werden die sich garantiert etrsparen wollen.

ASber abgesehen davon, verträgst Du Kupfer und Kopferlegierungen, die können bei dafür empfindsamen Menschen auch sehr lästig sein…

Palladium ist jedenfalls eins der besten Schuckmetalle. Wenn die Sache rhodiniert ist, hat das zwar weniger mit Palladium direkt zu tun, dennn Rhodium ist auch nur eins der Metalle der Platingruppe, aber eigentlich ist es nicht Palladium. Palladium ist relativ weich, während Rhodium ziemlich hart ist und deshalb als galvanischer Überzug verwendet wird.

Liebe Grüße
Gerhard

Hallo,
durch den Einsatz von minderwertigem Schmuck (Schmuck-Legierungen) und Materialien ist die Zahl der Nickel-Allergiker in der Vergangenheit dramatisch angestiegen.

Zur Verminderung dieser Nickelallergien wurde im Jahr 1998 die Euro-Norm 1811 eingeführt, welche in 2000 ins deutsche Recht übernommen wurde. Das ist die sog. „NICKELVERORDNUNG“.
Diese Norm legt den Grenzwert der Nickelabgabe fest. D.h., dass Produkte, die in direkten und länger andauernden Kontakt mit der Haut kommen, in einer Woche nicht mehr als 0,5 Mikrogramm Nickel pro Quadratzentimeter abgeben dürfen. Dieser Grenzwert liegt bei Ohrsteckern/Erststeckern noch geringer (0,2 Mikrogramm pro Quadratzentimeter pro Woche).
Durch die Einführung dieser Verordnung in der Schmuck Industrie/ Brabche wurden die Fälle von Nickel-Allergien schon drastisch reduziert.
Allerdings reicht die Aussage „nickelfrei“ gem dieser Verordnung nicht aus, um allergische Reaktionen oder Komplikationen bei Schmuck ganz auszuschließen.
Daher der Rat:
Wenn bekannt ist, dass eine eine Chrom-Nickel-, Nickel-Kobalt- oder sonstigen Kontaktallergien
vorliegt, sollte man sehr sorgfältig bei der Auswahl seines Schmuckes und des Schmuck Kaufortes sein.
Vielleicht ist das Angebot nicht ganz so gut!?

Hallo,

also generell denke ich Du sollstest vorsichtig sein, eigentlich werden auch die Modeschmuckstücke Nickelfrei produziert. Da aber ein Metall aus der Gruppe drin ist würde ich trotzdem vorsichtig sein.

Generell rate ich immer zu echtem Silber oder Goldschmuck da bist Du auf der Sicheren seite.

Ich hoffe etwas geholfen zu haben

lg michael

www.schmucktime.de

Hallo Hasenmamama,
leider kann Messing und Kupferkegierungen allgemein Nickel zulegiert werden. Wenn ich selbst eine Nickelallergie hätte würde ich mir aus der Apotheke den Nickeltest kaufen, mit dem ein sicherer Nachweis dieses Materials möglich ist. Dazu müsstest du natürlich eins dieser Schmuckstücke beschaffen.
Bei Palladium ist keine Vorsicht angesagt, weil es eines der Platinmetalle ist und keine Reaktionen beim Tragen verursacht. Allerdings: sollten die Schmuckstücke mit Palladium galvanisch veredelt sein, also diese sehr edle Schicht auf der Oberfläche haben, muss damit gerechnet werden, dass auch das unedle Material darunter von z.B. Hautschweiß erreicht werden kann: diese galvanische Schichten sind auf Dauer durchlässig, wenn auch in geringem Maß. Ein Nickeltest gibt hier Auskunft. Bitte die Anweisungen dazu genau anwenden! Ist aber auch nicht schwer.
Viel Glück, Gruß von Cullinan

Palladium ist ein sehr hochwertiges Material. Wenn der Schmuck damit überzogen ist, sollte eigentlich keine Unverträglichkeit auftreten. Aber um wirklich heraus zu finden, ob Du das verträgst, helfen alle Antwortn nicht, sondern nur das Tragen jener Ohrringe. Alles andere wäre das Schauen in die Glaskugel! :smile:

Aber wenn man generell Probleme mit Modeschmuck hat, sollte man auf derartigen Schmuck besser verzichten. So würde ich es zumindest handhaben.

Hallo,
wenn du Bedenken hast, sollst Du auf Dein Bauchgefühl hören.
Alles gute

Hallo Mama,
der Nickelgehalt im Modeschmuck kommt meist durch eine Untervernickelung, die z.B. vor einer Rhodinierung gemacht wird.
Wenn dieses Schmuckstück aus Messing besteht, das verkupert und dann mit Palladium beschichtet wurde, ist weder Rhodium noch Nickel im Spiel -
sollte also kein Problem bedeuten, das „hochwertige Rhodinieren“ war dann eine nicht ganz korrekte Bezeichnung…
LG
Stefan