Schnecken ungiftig los werden

Hallo Wissende,
Wie kann ich die Nacktschnecken in meinem Garten los werden?
Da in meinem Garten auch Blindschleichen und anderes nützliches Getier herum läuft/schleicht/fliegt möchte ich auf Gift verzichten.
Die Bierfalle ist ungeeignet, als ich die ausprobiert habe, kam es mir so vor als würden es noch mehr werden.
Dank für Eure Tipps
Clemenz

Holzspäne helfen sehr gut. Muss man eben nach jedem Regen erneuern.

Hallo Clemenz

http://www.neudorff.de/produkte/produkt-katalog/kata…

http://de.wikipedia.org/wiki/Eisen%28III%29-phosphat

Gruß

Johnny

P.S.: Persönlich habe ich keine Erfahrung damit.

Hallo,

Ich hatte mich hier auch mal ähnlich erkundigt.
Als humanster Tod der Schleimer wurde das Köpfen (direkt hinter den Fühlern) empfohlen.
Es gibt wahrlich schöneres im Leben eines Gärtners als früh morgens und nach Regen mit der Schere in der Hand die Runde zu drehen, aber es ist effektiv und ich tröste mich damit, dass die Viecher so wirklich am wenigsten mitbekommen.
Ausserdem sind die Biester Kanibalen und so kann man beim nächsten Mal am Kadaver nagend oft schon die nächsten „Opfer“ finden.

Sonst helfen nur Schneckenzäune halbwegs, aber da darf der Garten wahrlich nicht gross sein dass sich das lohnt.

Grüsse
M.

Servus,

dieses:

Die Bierfalle ist ungeeignet, als ich die ausprobiert habe,
kam es mir so vor als würden es noch mehr werden.

trügt. Es werden nicht mehr Schnecken, sondern Du siehst in der Falle sehr viel mehr als vorher ohne diese.

Dennoch kann man einzelne, sehr empfindliche Kulturen (frisch Gepflanztes, Karottensaat etc.) damit nicht ausreichend schützen. Da hilft Ferramol, welches kein Gift ist und Nützlingen wie Igeln und Kröten nicht schadet.

Schöne Grüße

MM

Hallo,
wie Martin sagt - auch meine ERfahrung ist, daß Ferramol nur den Schnecken Böses tut - ich sehe in meinem Garten immer wieder Kröten, Frösche und Blindschleichen.
LG Annemarie

Hallo,

Weisst Du warum die Schnecken an dem Eisen-III-phosphat verenden? Und wie?

Ich ergoogelte den Satz: „Es sind keine toten Schnecken sichtbar, da sich die Schnecken zum Verenden in den Boden verkriechen.“
Hört sich ein bischen „unschön“ an.

Hätte ja gerne ne Alternative zur Scherenmethode, aber ein qualvolles Verenden muss ja dann auch nicht sein.

Gruss
M.

Hallo,

Weisst Du warum die Schnecken an dem Eisen-III-phosphat
verenden? Und wie?

„Ferramol® Schneckenkorn wird von den Schnecken gefressen und bewirkt nach der Aufnahme einen schnellen Fraßstopp. Der Wirkstoff führt zu Zellveränderungen im Kropf und der Mitteldarmdrüse. Kurz nach Aufnahme des Wirkstoffs hören die Schnecken auf zu fressen und ziehen sich in ihre Verstecke zurück, wo sie nach einigen Tagen verenden.“

Quelle: http://www.neudorff-profi.de/index.php?id=135

Gruß

Johnny

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Servus,

interessant ist, dass Neudorff in dem von Johnny verlinkten Text eine etwas andere Erklärung gibt, als im Zulassungsbericht für „Sluxx“ (ebenfalls Neudorff) steht - „Eingriff in den Ca-Stoffwechsel“:

[http://www.bvl.bund.de/DE/04__Pflanzenschutzmittel/0…](http://www.bvl.bund.de/DE/04 Pflanzenschutzmittel/00 doks downloads/03 zulassungsberichte/006683-00-00,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/006683-00-00.pdf)

Wenn man ein „Ich“-Empfinden von Schnecken unterstellt, ist das möglicherweise nicht grad angenehm. Eventuell sowas wie ein Alkoholkater mit tödlichem Ausgang.

Schöne Grüße

MM

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Hallo Clemenz,
ich kann mich da einigen Vorrednern nur anschließen: Ferramol ist ganz gut, inzwischen auch regenresistent und man sieht keine ekligen Schleimspuren auf der Erde und den Pflanzen. Außerdem ist’s für anderes Getier ungiftig. Die Möglichkeit, die Schnecken durchzuschneiden gibt’s ja auch wobei das natürlich schon recht aufwändig sein kann, je nach Größe des Gartens.
Bewährt hat sich auch die Methode den Nachwuchs zu regeln. Dazu einfach mal ein Holzbrett eine Weile auf den Boden legen, sodass die Schnecken schön brav ihre Eier drunter ablegen. Dann das Holzbrett an die nächste Stelle und den Vögeln was zum Fressen lassen.
Eingeschränkt funktioniert auch das Auslegen von Ködern wie alten Salatblättern o.ä. Da wird man die Viecher nicht los, sie fressen aber auch lieber son weiches Zeug als was anderes. Manchmal.
Dass es dir so vorkam als ob mit Bierfallen die Schnecken mehr wurden, ist sehr wohl möglich. Die riechen das von Weitem und kommen dann für so was Gutes auch extra mal vom Nachbarn herüber. (Ich hoffe du hast kein besonders gutes Tröpfchen dafür geopfert) Außerdem ist’s eine ziemliche Qual so verenden zu müssen. Scheinbar.
Gruß
Christoph

Hi Christoph,

vielleicht habe ich bei Dir endlich einmal jemanden gefunden, der dieses:

Die riechen das von Weitem und kommen dann für so was Gutes auch extra mal vom Nachbarn herüber.

irgendwie belegen kann.

Meiner nicht repräsentativen Beobachtung nach wandern Ackerschnecken (das sind die, die den Kahlfraß ausmachen) nur im Frühjahr, und graben sich dann in unmittelbarer Nähe ihrer Wirte ein.

Dem entspricht auch, dass man im März/April in Schneckenfallen pfundweise tote Schnecken findet, während im Mai/Juni einzelne Fallen leer bleiben und gleichzeitig in einem halben Meter Abstand z.B. Salatpflanzen bis auf die Wurzel kahlgefressen sind.

Wenn Du also für die viel gehörte und mir noch nie plausibel belegte These „Schneckenfallen ziehen Ackerschnecken über relativ große Entfernungen an“ irgendeinen brauchbaren Beleg hast, würde mich das sehr interessieren.

Ich bleibe zunächst bei meiner Hypothese, dass diese These ausschließlich darauf beruht, dass man nur einen kleinen Bruchteil der Schnecken lebendig sieht, die man beim Aufstellen von Schneckenfallen hinterher tot auszählen kann. D.h. lediglich die gefühlte Anzahl von Schnecken auf dem betreffenden Stück ist viel größer, weil man vorher geglaubt hat, nur die paar wenigen seien da, die man sieht.

Schöne Grüße

MM

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HAllo,

Vielen Dank, sei besternt.
Ich denke ich werde das Zeug als Alternative für Abwesenheitszeiten in Betracht ziehen, sonst eher bei der Scherenmethode bleiben.

Gruss
M.

Ps: Zu Deiner Theorie: Da ich längere Zeit im Frühjahr lahmgelegt war und untypisch viel Zeit für den Garten hatte haben die ersten Schnecken im Jahr ihre Wanderung wohl nicht überlebt. Habe derzeit Ruhe und fast gar keinen Frass, während Nachbarn klagen. Spräche doch sehr für das was Du meintest.

Huhu,

ich kann mich noch dran erinnern, daß meine Oma immer im Garten stand, und die Viecher mit dem Küchenmesser durchgeschnitten hat. Da wird mir jetzt noch übel, wenn ich dran denke…
Sie war halt so ne echte Bäuerin…

*inErinnerungenschwelg*
Belini

Aus dem Zeit Magazin - OT
Hi,

gerade gelesen und für euch im Netz gesucht:

http://www.zeit.de/2010/26/Martenstein

;o)

Gruss
M.

Hallo Martin,

vielleicht habe ich bei Dir endlich einmal jemanden gefunden,
der dieses:

Die riechen das von Weitem und kommen dann für so was Gutes auch extra mal vom Nachbarn herüber.

irgendwie belegen kann.

ja, kein Problem: allein mein Schulwissen reicht dafür schon aus, entsrechend findet man auch in diversen Büchern und auch im Internet dazu Literatur. Nur als Beispiel:
„Geruchssinn: Die Riechsinneszellen befinden sich am Mantel, der Fußsohle sowie in den Fühlerpaaren. Der Geruchssinn beruht, wie der Geschmackssinn auch, auf Reizen, die chemische Stoffe erzeugen. Schnecken können auf größere Entfernungen Nahrungsquellen erfassen und sich so gezielt auf sie hin bewegen. Auch die Oberfläche der Haut kann Geruchsinformationen wahrnehmen. Die Empfindlichkeit nimmt vom Kopf zum Schwanz hin ab. Sobald Schnecken etwas Abstoßendes riechen, beginnen sie als Schutzreaktion zu schäumen.“

Übrigens habe ich eher mit der Spanischen Wegschnecke zu tun, ist ja schon beinahe eine Besonderheit, eine Ackerschnecke im Garten zu haben. Sollte die dann nicht geschützt werden? :wink:

Wenn Du also für die viel gehörte und mir noch nie plausibel
belegte These „Schneckenfallen ziehen Ackerschnecken über
relativ große Entfernungen an“ irgendeinen brauchbaren Beleg
hast, würde mich das sehr interessieren.

Ich hoffe also dir einen brauchbaren Beleg geliefert zu haben, damit du nicht weiter bei Hypothesen bleiben musst.

Gruß
Christoph