Schneidezähne sind beweglich!?

Hallo an alle!

Ich wollte erst schreiben, dass die Zähne wackeln, aber dachte dann, das wäre missverständlich. Also es ist so: mir ist beim Reinigen der Zwischenräume mit Zahnseide aufgefallen, dass ich meine oberen Schneidezähne auseinander bzw. zusammenschieben kann. Natürlich nur ein ganz kleines Stück! Zuerst dachte ich, das hat vielleicht mit meiner Zahnspange zu tun, ich hatte nämlich bis letzten Sommer noch eine feste Zahnspange und trage seitdem - nachmittags und nachts - eine lose Spange. Ich habe dann aber mal herumgegooglet und alles, was ich zu wackelnden Zähnen finden konnte, war Parodontitis im fortgschrittenen Stadium. Dazu fiel mir dann ein, dass, als ich vor 3Jahren die feste Spange bekommen habe, meine Schneidezähne sehr schief waren und mit der Regulierung das Zahnfleisch zurückging. Es ist und war zwar nie gerötet oder blutig - einfach nur rosa - aber der Saum sieht etwas wülstig aus. Schmerzen hatte ich aber bis jetzt nicht.
Ich weiß, dass ich im zweifel am besten einen Zahnarzt fragen sollte, aber da kommt auch schon meine nächste Frage.
Geh ich mit sowas zum normalen Zahnarzt oder zu einem, der auf Parodontolgie spezialisiert ist?

Ich danke schon mal!
smokassi

Hallo,

also ich war bei einem normalen Zahnarzt bzw. Ärzten. Immer regelmäßig mit Bonusheft. Trotz alle dem ist es so dass keiner 13 Jahre lang fähig war auf meine Auffälligkeiten zu reagieren. Es ist alles immer ok, gewesen, laut Aussage dieser.
Nach 13 Jahren ging ich zu einem Zahnartzt der fähig war ohne Untersuchung nur vom Gespräch mir zu sagen dass ich Parantose habe. Die lies ich mir dann behandeln. Meine Taschen hatten bereits eine Tiefe von 7mm, dank das ich immer fleißig Zahnartzbesuche tätigte.
Ich würde dir empfehlen beim Zahnartz dir die Taschen messen zu lassen, 2mm sagt man sind ok und normal. Wenn die Stiftchen mit denen er das testet weiter ins Zahnfleisch gehen, weisst du dass du dich behandeln lassen musst. Und ganz billig ist das ganze obendrein auch nicht. Die Vorbehandlung bis zur eigentlichen Tiefe bezahlst du pro Sitzung selbst. Bei mir kostete eine Sitzung 120€. Die Hauptsitzung wird dann von der Krankenkasse bezahlt. Dann dürfen dir bis zu einem dreivierteljahr keine Kronen gesetzt werden etc. da der Knochen ausheilen muss. Nach der Hauptbehandlung wird dann alle 3-4 Monate eine weitere Säuberung notwendig. Es ist also ein sehr kostenintensiver Spaß. Denn diese Nachbehandlungen hast du dann so lange wie du Zähne hast. Oder du lässt es und gehst das Risiko ein, nochmal Parantose zu bekommen.
Ich frage mich warum ein Zahnartz das erst erkennt, wenn die Zähne schon anfangen auszufallen oder zu wackeln, liegts etwa am Geldbeutel???

Viele Grüsse

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo an alle!

Ich wollte erst schreiben, dass die Zähne wackeln, aber dachte
dann, das wäre missverständlich. Also es ist so: mir ist beim
Reinigen der Zwischenräume mit Zahnseide aufgefallen, dass ich
meine oberen Schneidezähne auseinander bzw. zusammenschieben
kann. Natürlich nur ein ganz kleines Stück!

Servus Smokassi,

Leute, die keine Zahnseide verwenden, merken sowas natürlich gar nicht - erster Pluspunkt für Dich!

Dann: kritische, gelassene-, aber neugierige Auseinandersetzung mit möglichen Symptomen einer Erkrankung. Zweiter Pluspunkt.

Weiter: Nutzung von gut zugänglichen Informationsquellen unter präziser Schilderung der Gegebenheiten - Idealpatient!

Zuerst dachte ich, das hat vielleicht mit meiner Zahnspange zu tun, ich hatte
nämlich bis letzten Sommer noch eine feste Zahnspange und
trage seitdem - nachmittags und nachts - eine lose Spange.

Das kann durchaus der Hintergrund sein. Wie ist es denn mit Deiner ‚losen Spamge‘? Dauert es ein paar Minuten, bis sie nach dem Einsetzen wirklich ‚passt‘? Oder - kannst Du Deine unteren Schneidezähne ein ganz klein wenig auseinanderdrücken, wenn Du den Daumennagel dazwischen zu drücken versuchst? Geht der seltsame Druck im Unterkiefer dann nach wenigen Sekunden wieder weg?

Das wären alles Zeichen einer normalen Zahnbeweglichkeit, die sich natürlich bei Zähnen mit nur einer Wurzel deutlicher bemerkbar macht. Wenn die Zähne nicht ‚gefedert‘ im Knochen stecken würden (Sharpey’sche Fasern), würde der Kieferknochen wahrscheinlich den Kraftspitzen, die bei der Zahnfunktion auftreten, nachgeben. So versteht der Knochen das ‚Wackeln‘ als Signal dafür, daß hier Stützsubstanz (also Knochen) vorgehalten werden muß.

Ich habe dann aber mal herumgegooglet und alles, was ich zu
wackelnden Zähnen finden konnte, war Parodontitis im
fortgschrittenen Stadium. Dazu fiel mir dann ein, dass, als
ich vor 3Jahren die feste Spange bekommen habe, meine
Schneidezähne sehr schief waren und mit der Regulierung das
Zahnfleisch zurückging. Es ist und war zwar nie gerötet oder
blutig - einfach nur rosa - aber der Saum sieht etwas wülstig
aus. Schmerzen hatte ich aber bis jetzt nicht.
Ich weiß, dass ich im zweifel am besten einen Zahnarzt fragen
sollte, aber da kommt auch schon meine nächste Frage.
Geh ich mit sowas zum normalen Zahnarzt oder zu einem, der auf
Parodontolgie spezialisiert ist?

Geh dorthin, wo Deine prophylaktische Eigenvorsorge professionelle Unterstüzung findet, gönn die mal eine Packung meiner Lieblingszahnseide (Satin-floss von Oral-B) und mach Dir weiter keinen Kopf - das passt schon so :smile:

Kai

Danke für die Aufmunterung!
Ich habe jetzt einen Termin beim Zahnarzt gemacht. Allerdings erst im Mai. Ich hoffe, das ist nicht zu spät, falls es doch was Ernstes ist…
smokassi