Hallo!
Eine ordentliche :Heizungsanlage hat eine :intelligente Reglung, die man :auf Tag, Nachtbetrieb und :Nachtabsenkung einstellen
kann.
Auf diese Weise wird aber nicht der tageszeitabhängige Wärmebedarf in einzelnen Räumen berücksichtigt.
…das Bad in dem man
sich viel aufhält und eine :wohlige Temperatur haben will :kann man ohne sowas :betreiben…
Wie denn? Willst Du extra zum Einstellen der Badtemperatur eine Stunde früher aufstehen? Und hinterher nach einiger Zeit regelmäßig vergessen, die Temperatur wieder herunter zu stellen, weil den ganzen Tag niemand zu Hause ist?
Man hält sich doch nicht :immer zur gleichen Zeit im :gleichen Raum Tag für Tag :auf.
Das ist wahr. Dennoch gibt es Nutzungs- und Lebensgewohnheiten. So wird z. B. das Wohnzimmer im Haushalt von Berufstätigen nur zwischen 18 und 23 Uhr genutzt, das Bad zwischen 6 und 7 sowie zwischen 22 und 24 Uhr und die Küche wochentags zwischen 7 und 8 Uhr. Vielleicht hat man noch Werkstatt- und Büroräume, diverse Kinderzimmer und ein Gästezimmer, mit jeweils ganz verschiedenen zeitlichen Nutzungen.
Beim Lüften ist es eine Eigenart von Thermostatventilen, daß sie voll öffnen. Das ist nicht sehr klug. Besser ist es, wenn Fensteröffnung und Zulaufregelung miteinander verknüpft werden. Natürlich muß Fensteröffnen und richtiger Durchzug möglich sein. Aber für die laufende, regelmäßige Lüftung wäre eine automatische Lüftung mit Wärmerückgewinnung deutlich kostensparender.
Den größten Kostenspareffekt bringt zeitgemäße thermische Isolierung der Außenhaut, also Dach, Wände, Fenster und Türen. In einem großen Haus kann sogar bei Niedrigenergiestandard von z. B. 50 kWh pro m² und Jahr noch ein satt 4stelliger Betrag für Heizkosten fällig werden. Dabei läppert sich im Laufe der Jahre und bei ziemlich sicher weiter steigenden Brennstoffkosten einiges zusammen. Dagegen ist mit Haustechnik ein Kraut gewachsen.
Wenn man schon dabei ist, von Fenstern bis zu den Heizkörpern (oder zu den Ventilen der Sektionen einer Fußbodenheizung) alles zu verkabeln, kann man bei der Gelegenheit auf große Teile der festen Unterputzinstallation verzichten. Kabelkanäle sind viel flexibler bei Veränderungen (und müssen nicht aus hübsch-häßlichem mausgrauen PVC bestehen). Dann hat man an jeder gewünschten Stelle Antennen-, PC-, Telefon-Anschlüsse und beliebige Mengen Steckdosen. Dann sucht man sich noch ein Stromschienensystem für die Beleuchtung aus und schaltet per Fernbedienung. Selbige kann, aber muß nicht unbedingt aus batteriebetriebenen Handteilen bestehen, sondern es können auch dekorative Säulen sein, die an passender Stelle im Raum stehen. Es gibt dafür suuuperschicke Sachen. Läuft die Kaffeemaschine noch? Hab ich den Herd ausgeschaltet? Gehört alles der Vergangenheit an, weil sich ganze Gruppen von Verbrauchern oder Räumen stromlos schalten lassen, etwa beim Verlassen und Abschließen des Hauses.
Wenn mal etwas verändert werden soll, ein zusätzlicher Strahler wird gebraucht oder ein paar Steckdosen, muß man üblicherweise mit Hammer und Meißel sowie Gips eine Menge Dreck machen und die spiegelglatt verputzten Wände ruinieren. Das ist mit einem System der beschriebenen Art alles Vergangenheit.
Der Pferdefuß: Der Spaß wird nicht ganz billig und ist auch eher ungeeignet, um auf die Husche von Laienhand realisiert zu werden. Aber im Zuge einer umfassenden Sanierung, wenn ohnehin alles erneuert wird, halte ich es für überlegenswert, die alten Gipsergewohnheiten bei der Hausinstallation hinter sich zu lassen.
Gruß
Wolfgang