Schnell lesen - wissenschaftliche Beweise?

Hallo,

ich habe im Netz viel ueber Schnelllesen gefunden aber keine wissenschaftliche Studie darueber die den Effekt (schneller lesen und aufnehmen) beweist oder widerlegt.

Hat jemand einen Link oder evtl. selbst Erfahrung mit Schnelllesen gemacht?

Gruss und Dank

Desperado

Also ich persönlich bin eine Schnellleserin… aber ich hab noch nie wirklich irgendetwas darüber erfahren.

Wenn du eine Antwort erhälst, kannst du sie dann an mich weiterleiten, das würde mich wirklich interessieren.

Danke. Gruß

Mandy

Moin,

wissenschaftliche Beweise kann ich Dir nicht bringen.

Es gab ca. 1972 im Fernsehen eine Sendung, es wird vermtl. NDR gewesen sein, Rationelles Lesen, es wurde das „Insel-Lesen“ gelehrt. Also einen Überblick über den Text zu bekommen und dann gezielt an wichtigen Stellen konzentriert nachzulesen.

Das funktioniert wirklich gut.

Gruß Volker

Hi,

Wenn du eine Antwort erhälst, kannst du sie dann an mich
weiterleiten, das würde mich wirklich interessieren.

Ich weiß nicht, ob Du es schon wußtest: Man kann sich Antworten per E-Mail schicken lassen. Also: Originalposting anklicken und rechts auf „Antworten auf diesen Artikel per E-Mail bestellen“ klicken.

Gruß S

Hallo,

ich habe im Netz viel ueber Schnelllesen gefunden aber keine
wissenschaftliche Studie darueber die den Effekt (schneller
lesen und aufnehmen) beweist oder widerlegt.

Beim schnelllesen lassen sich bestimmt einige Vorteil daraus ziehen,
zum Überblick verschaffen ist es allemal gut.
Rationelles Lesen (Insel-Lesen) finde ich sinnvoll.

Es gibt aber auch neben wissenschaftliche Meinungen, die keine
Probleme
im schnelllesen sehe, wissenschaftliche Forschungen die in dem Gebiet
genauer unterscheiden:

Genau wie über das Schreiben kursieren über das Lesen falsche Vorstellungen,
auch bei vielen Studierenden. „Gut lesen“ wird mit „schnell lesen“
gleichgesetzt – und das ist falsch.
Gut Lesende, so zitiert John C. Bean eine Studie , variieren das Lesetempo.
Sie lesen schwierige Texte und Textpassagen langsam und wiederholen
die Lektüre öfters: „Sie kämpfen mit dem Text, um ihn verständlich zu
machen“ (Bean 1996, 134; Übersetzung M.U.). Sie behalten unverstandene
Passagen im Kopf und versuchen, sie aus dem späteren Kontext zu erschliessen.
Sie destillieren Kerngedanken heraus, machen Randnotizen,
kommentieren und schreiben Fragen auf. Sie schliessen mit argumentativen
Strukturen den Text auf und unterstreichen respektive markieren
nur wenig.

Neben der Information und Kritik über schnelllesen bei Wikipedia,
hat der Psychologe Prof. Otto Kruse viele Forschungsarbeiten über
LESE-u. LERNTECHNIKEN erforscht.

Viele Grüße

Hi,

Hat jemand einen Link oder evtl. selbst Erfahrung mit
Schnelllesen gemacht?

Ich hab eben bei Wiki nachgeschaut und festgestellt dass ich ein „guter“ Leser bin. 400 Wörter/Minute kriege ich bei einem „algemeinbildenden“ Text hin.
Wenn ich in einem Lehrbuch mir ein neues Thema erarbeite, dann komme ich langzeitlich auf ~ 1 Wort/ Minute, weil ich gewisse Abschnitte selbst nach dreimaligem Lesen nicht kapiere und eine Denkpause brauche. Das liegt dann aber nicht am Text sondern am Stoff.

Es wurde bereits 2x das „Insellesen“ erwähnt. ich war mir bislang nicht bewusst darüber, aber genau das mache ich meistens.

Ich kenne mehrere Frauen, die gut Faktor 3 schneller lesen als ich, allerdings ist das dann meistens Belletristik.
Mir geht es bei derartigen Texten etwa so: „Gähn, wann kommt denn endlich der wesentliche Punkt?“
Das bedeutet, dass ich für solche Texte zu langsam lese.
Die selben Frauen tun sich aber schwerer als ich, wenn es um Inhalte geht, die nicht geläufig sind (Bedienungsanleitungen usw).

Was bedeutet das?
Je nachdem was jemand liest oder wie er beruflich arbeitet erscheint er nach „genormten“ Kriterien als besserer oder schlechterer Leser.

Gruss,
TR