Schnelle Hilfe gegen Antriebslosigkeit

Hey,
ich war gestern beiner Psychotherapeutin und hab mit ihr geredet über so die Sachen. Also sie meinte ich bin depressiv und wollt das ich zum Psychater gehe und mit ihm über Medikamente rede. Aber eig. lehne ich es ab irgendwelche krassen Medikamente zu nehmen, besonders weil ich noch nicht sehr alt bin…
Höchstens so paar Tropfen die man nimmt wenn es einem schlecht geht, weiss nicht ob es sowas gibt.

Aber das nur so vorweg. Eigentlich brauch ich irgendwie was was mir kurzfristig hilft die Antriebslosigkeit und den Druck im Kopf wegzubekommen. Ich habe Ende August viele Prüfungen an einer sehr sehr guten Hochschule in der Schweiz. Von der Intelligenz ist es kein Problem, allerdings fehlt mir jegliche Konzentration und Antrieb zum lernen. Bis ich von einem Psychiater was bekomme und dort Termin habe, dauert es ewig.
Habt ihr irgendwelche Tipps die mir schnell helfen, rezeptfreie Medikamente oder natürliche Sachen oder irgendwelche Strategien um seinen eigenen Kopf zu verarschen und ihn zu motivieren?

Vielen Dank

Es gibt keine schnelle Hilfe g. Antriebslosigkeit
Und Tipps bringen schonmal garnichts. Sorry.
Gruß,
B.

Hey,
ich war gestern beiner Psychotherapeutin und hab mit ihr
geredet über so die Sachen. Also sie meinte ich bin depressiv
und wollt das ich zum Psychater gehe und mit ihm über
Medikamente rede.

Und dann hast du dir heute gedacht: Frag ich doch heute lieber mal im Netz nach. Unter all den Dilettanten und Laien wird es schon jemand besser wissen als der Profi, der sich die Mühe einer Untersuchung und Diagnose gemacht hat.

Aber eig. lehne ich es ab irgendwelche
krassen Medikamente zu nehmen, besonders weil ich noch nicht
sehr alt bin…

Aha, Je älter desto mehr darf’s dröhnen? Oder sollte die Medikation sich vielleicht doch eher nach den Notwendigkeiten richten?

Höchstens so paar Tropfen die man nimmt wenn es einem schlecht
geht, weiss nicht ob es sowas gibt.

Da könnte man den Psychater ja mal fragen, wenn man hinginge. Ich hab mir mal erklären lassen, dass man mit solchen Leuten reden kann - auch was die einzunehmenden Medikamente angeht.

Aber das nur so vorweg. Eigentlich brauch ich irgendwie was
was mir kurzfristig hilft die Antriebslosigkeit und den Druck
im Kopf wegzubekommen.

Soweit mir bekannt ist, gibt es für Depressionen eher keine kurzfristigen Lösungen.

Ich habe Ende August viele Prüfungen an
einer sehr sehr guten Hochschule in der Schweiz.

Ich persönlich finde, die Gesundheit geht vor. Was jetzt vermurkst wird, an dem hast du lange zu knabbern. Einen verpassten Abschluss kann man in der Regel nachholen. Manche Hochschulen bieten in Fällen wie deinem auch Sabbaticals an. Möglicherweise wäre das die gescheitere Lösung, als Gefahr zu laufen, zugedröhnt Prüfungen zu versieben.

Von der
Intelligenz ist es kein Problem, allerdings fehlt mir jegliche
Konzentration und Antrieb zum lernen. Bis ich von einem
Psychiater was bekomme und dort Termin habe, dauert es ewig.
Habt ihr irgendwelche Tipps die mir schnell helfen,
rezeptfreie Medikamente oder natürliche Sachen oder
irgendwelche Strategien um seinen eigenen Kopf zu verarschen
und ihn zu motivieren?

Sorry, aus o.g. Gründen würde ich dir nichts anbieten, selbst wenn ich könnte. Mein Rat hingegen ist, die professionelle Hilfe zu suchen und anzunehmen. Ausserdem würde ich an deiner Stelle versuchen Unterstützung aus dem engsten sozialen Umfeld (Familie, Freunde) zu suchen. Unter Umständen empfiehlt sich eine völlige Neuausrichtung deines Lebens und deiner Ziele für die nähere Zukunft. Sobald es dir dann besser geht, kannst du ja die ursprüngliche Planung weiterverfolgen.
Viel Glück wünscht dir

Hermann

Hi Hermann,

Möglicherweise wäre das die gescheitere Lösung, als Gefahr zu
laufen, zugedröhnt Prüfungen zu versieben.

An dieser Äußerung merke ich, dass Du keine Ahnung von der Wirkungsweise von Antidepressiva hast. Da „dröhnt“ nämlich nix.

Der UP kann ich nur raten, sich an einen Facharzt (Psychiater) zu wenden. Wenn es nicht um einen Therapieplatz geht, kriegt man durchaus kurzfristig Termine.

Gruß,

Anja

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Da „dröhnt“ nämlich nix.

Möglicherweise nach deiner Definition von Dröhnung nicht.
Wie auch immer du das nennen willst, bei der Kernaussage bleibe ich: Prüfungen unter Medikamenteneinfluss sind in meinen Augen ein absolutes No-Go!
Gruß

Hermann

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Prüfungen unter Medikamenteneinfluss sind in
meinen Augen ein absolutes No-Go!

Da hätten chronisch Kranke aber schlechte Karten. Für den Beginn einer Therapie (und darum würde es hier ja gehen) gebe ich Dir allerdings Recht.

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Die haben sie in der Tat. Zu meinen Studienzeiten hatte man den Prüfer zu informieren, wenn man unter Einfluss von Medikamenten stand, welche die Leistungsfähigkeit beeinflussen könnten. In Absprache wurde dann entschieden, ob man zur Prüfung zugelassen wurde oder nicht.
Hatte man das versäumt und wollte dann hinterher mit Verweis auf Krankheit oder Medikation die Prüfung anfechten, wurde das regelmäßig mit Verweis auf o.g. Regelung abgelehnt.
Gruß

Hermann

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Ja ich denke schon.Ich habe heraus gelesen das Du zur Zeit unter enormen Druck stehst.Trotz Prüfung wäre es gut wenn Du gelegentlich auch was für Dich tust.Also Bücher weg und ein wenig Wellnes.Tu Dir gut.Gegen Antriebslosigkeit, so irre wie es klingt hilft nur Aktivität,damit mein ich nicht noch mehr ranzuklotzen sondern sich zu bewegen sich zu mobilisieren mit Dingen die Dir Spass machen.Meditieren, autogenes Training könnte Dir eine große Hilfe sein auch Yoga.Probier Dich aus was Dir gut tut.Gute Besserung

Hallo,
erst mal vorweg, wenn ich hier die Posts lese dann sträuben sich bei mir die Haare!
Entweder haben hier einige dein Problem nicht verstanden oder Sie sind selbst Psychiater oder „hobby“ Ärzte die von der Pharmaindustrie beraten werden.
Die Aussage deiner Psychotherapeutin macht mir auch angst. Sie schlägt sofort für dein Problem Medikamente vor. Das ist so typisch heute das viele Ärzte meinen Sie hätten da ein Mittelchen im Schrank das Wunder verspricht. Sie gehen auf die Symptome ein und NICHT auf die Ursachen.

Zu mir: Ich studiere ebenfalls und hatte die gleichen Probleme wie du. Antriebslos und depressiv war ich auch. Mein erster Arzt hat bei mir auch Depression analysiert und Medikamente vorgeschlagen die, wie ich später gelesen habe, Depressionen verschlimmern oder sogar auslösen können wenn man diese wieder absetzt nach der ersten Therapie. Der Arzt hat sich überhaupt keine Mühe gemacht oder gar Interesse gezeigt andere Untersuchungen heranzuziehen. Antriebslosigkeit und Depression können zich Auslöser haben, aber wird nach denen gesucht? Nein, es wir oft schnell diagnostiziert ohne wirkliche Untersuchungen heranzuziehen.
Ich habe diese Diagnose und den Vorschlag irgendwelche Antidepressiva einzunehmen abgelehnt und weitere Untersuchungen verlangt. Da hat der Arzt schon gemerkt dass man mir nichts verkaufen kann und dass er an mir sich keine Goldenen Zähne verdiene wird mit Hilfe der Pharmaindustrie.
Natürlich habe ich weiter Untersuchungen bekommen, es wurde eine Blutuntersuchung gemacht und das auf MEINE Rechnung. Naja, egal. Und siehe da!!! Es wurde ein Eisen-, Zink- und noch weiterer Mineral- und Vitaminmangel festgestellt. Ich bekam dann ein Ernährungsplan und Mineral und Vitaminpräparate für die erste Zeit um den Mangel wieder schnell auszugleichen. Dazu habe ich noch Sport getrieben da ich durchs lernen am Schreibtisch wenig Bewegung hatte. Die Monate langen Symptome waren schon nach kurzer Zeit verschwunden. Ich konnte mich auf einmal super konzentrieren, wie schon seit Jahren nicht mehr. Bei mir haben Zink, die B-Vitamine und Vitamin-C überdosiert wahre Wunder gewirkt in der ersten Zeit. Und genau diese können beim Mangel Depressionen auslösen. Aber daran hatte der Arzt am Anfang nicht gedacht. Und warum? Weil er und die Pharmaindustrie weniger oder kaum Geld damit verdienen. Ich weiß es ist eine Unterstellung, aber wenn nicht das der Grund ist, dann müsste ich vielen Ärzten Inkompetenz vorwerfen. Aber das letzte schließe ich aus. Und ich entschuldige mich bei allen anderen Ärzten die keine vorschnellen Diagnosen stellen. Es ist aber meiner Meinung nach die Minderheit wenn man sich die steigenden Arztbesuche anschaut. Denn ein guter Arzt hat leere Praxen!

Es gab glaube ich auch mal ein TV Beitrag zu diesem Thema es hieß „Das Pharmakartell“ von Frontal 21 oder ähnlich.

Ich habe dir hier mein Fall geschildert nur um dir zu zeigen wie vorsichtig du sein sollst. Es kann bei dir ja aber auch andere Ursachen haben, daher fühl dich nicht dazu animiert sofort in eine Apotheke zulaufen um dir Vitamin- und Mineralpräparate zu kaufen. Schließ das aber bei deinen Untersuchungen nicht aus. Meistens kannst du ein Bluttest schnell beim Hausarzt machen lassen. Überprüfe auch dein Gewohnheiten und deine Ernährung ob du da vielleicht schon auf eine schlechte Ernährung zurückführen kannst. Bedenke auch dass du in Stresszeiten wie deine Prüfungen mehr Vitamine benötigst und als Frau auch während deiner Regel. In dieser Zeit wird ein Mangel begünstigt.
Also mein Tipp: Lass dir nichts verkaufen! Sei lieber Kritisch als leichtgläubig wenn’s um deine Gesundheit geht! Aber da du ja Intelligent bist bin ich guter Hoffnung dass du den Überblick behältst und dir nichts andrehen lässt. Mein Motto: Immer die Münze umdrehen.
Ich wünsche dir viel Glück bei deinen Prüfungen und dass du sie alle bestehst. Und solltest du auch die ein oder andere verpatzen, Kopf hoch! Die schaffst du auch noch! The Show must go on!
Lg


Wer noch Lust zum Lesen hat der kann sich noch meine zweite Erfahrung zum gleichen Thema anschauen:
Das hier war auch nicht der erste Fall den ich erlebt habe. Schon in der Pubertät litt ich an Depressionen. Damals waren die aber um einiges schlimmer als die die vor kurzem. Der Arzt hat das damals auf die Scheidung meiner Eltern zurückgeführt. Meine Eltern haben sich aber im Frieden geschieden und mein Zwillingsbruder hatte komischerweise keine depriphase. Ich hatte auch zu beiden Elternpaaren guten Kontakt. Ich bekam damals auch irgendwelche antidepripillen die ich aber zum Glück nie eingenommen habe weil ich es gehasst habe Medikamente zu nehmen. Ich wollte damals meine Depressionen nicht zeigen und habe mich für diese geschämt. Deshalb habe ich meine Mutter angelogen und gesagt ich nehme die Pillen und es geht mir besser. Ich habe damals auch schon extrem viel Sport getrieben, hauptsächlich Kraftsport. Ich bekam davon schnell Hautrisse weil meine Haut mit dem Wachstum der Muskulatur nicht mitkam. Meine Mutter war wieder voller Sorge und ging mit mir zum Arzt, diesmal zu einem guten. Er erkannte sofort dass ich mit 15 Jahren zu jung für diese anstrengende Sportart bin und fragte mich ob ich unter Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Depressionen leiden würde. Ich habe diese Fragen nicht verstanden weil was die mit dem Sport und meiner Haut zu tun haben sollen habe ich mich gefragt. Als er von den Depris hörte machte er schnellst möglich eine Blutuntersuchung. Und damals hatte ich auch Zink-, Vitamin- und Eisenmangel. Das wurde dann auch Vorerst mit Präparaten und weiter mit Ernährungsumstellung behoben. Er klärte mich auf das beim Wachstum ein hoher Vitamin- und Mineralienbedarf entsteht den ich nicht gedeckt habe. Der Sport verbraucht auch extreme Mangen an Mineralien und Vitamine. Daher erst mal dem Körper die Nährstoffe zum Wachsen überlassen bevor ich an extreme Sportarten gehe. Eine echt super Diagnose war das! Alle Probleme waren weg.

Guten Tag,

ich bin auch geschockt über die ersten Reaktionen auf dein Hilfegesuch. Aber ich befürchte, dass Verständnis nur von denen kommen kommen, die
sowas schon mal erlebt haben.

Ein Psychopharmakum ist keine Lösung gegen Reaktionen auf Studienstress. So lange dein Anliegen nicht darin liegt, deine körperlichen Reaktionen auf Stress auszuschalten, damit du die Phase durchstehen kannst, würde ich mir auch keine Medikamente verschreiben lassen. Vor allem, weil du jung bist und in deiner Krankenakte für dein restliches Leben „Antidepressiva“ stehen wird. Dadurch kannst du in Zukunft nicht zuletzt eine Lebensversicherung vergessen. Es mag sein, dass so ein Mittel hilft, um die Imbalancen im Gehirn wieder auszugleichen, aber die Nebenwirkungen und das Eingreifen in die natürliche Physiologie des Menschen ist meiner Meinung zu stark, um darauf zurückzugreifen, so lange nicht eindeutig
klar ist, dass eine begründete neurologische Fehlfunktion vorliegt.

Ich möchte keine Ferndiagnose stellen, aber ich würde zumindest vermuten, dass dein Studium - so sehr es dir auch Spaß machen mag - anstrengend für dich ist. Der Druck auf gute Leistungen (und das deutest du an), der Konkurrenzkampf an einigen Unis, die Befürchtungen um die Zeit nach dem Studium, vielleicht Prüfungsangst gehen natürlich nicht spurenlos an dir vorbei. Wenn du sogar dann noch private Rückschläge erlitten hast oder dir in der bisherigen Studienzeit irgendwas gefehlt hat (z.B. Zeit oder Geld für dich), dann könnte das schon dazu führen, dass du dich jetzt so fühlst, wie du dich fühlst. Was ich grad gesagt habe, muss natürlich nicht alles so für dich gelten, aber es ist nunmal Studienalltag. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es einige Studenten gibt, die das alles sehr gut wegstecken können, andere wiederum nicht so gut.
Du könntest auch einfach antriebslos sein, weil du nicht mal dir selbst gegenüber eingestehen kannst, dass du einfach grad keine Lust mehr hast, weil du einfach mal Pause brauchst. Sowas darf man natürlich (leider) nicht zugeben, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man zwischendurch
einfach mal Urlaub haben möchte vom „als Lexikon und Kalender durch die Gegend laufen“. Und der strenge Lernplan führt leider auch dazu, dass man sich nicht traut, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, weil im Hinterkopf immer die nächste Prüfung vorbereitet werden sollte. Ich habe mich häufig dabei erwischt, mir keinen Spaß zu erlauben, weil ich eigentlich lernen sollte und dann doch den ganzen Tag Trash-TV zu gucken, weil ich keine Energie zum Lernen hatte.

Aber das hilft dir natürlich jetzt gar nicht. Du willst viel eher wissen, was du tun kannst, wo deine Energiereserven für die nächsten Prüfungen
herkommen sollen.
Ein Bluttest, wie jemand anders hier schon geschrieben hat, kann natürlich helfen: lass deinen Mineralienhaushalt prüfen (Stress laugt aus, vor allem Vitamin C) und evtl. deine Schilddrüsenwerte. Dein Arzt würde dich dann auf entsprechende Ergänzungsmittel setzen, die durchaus kurzfristig helfen können.

Langfristig müsstest du aber eher eine Lösung finden, dass dein Körper seine Balance wieder weitgehend von alleine findet, damit du wieder Lust hast, Dinge anzugehen. Abschalten / zur Ruhe kommen gehört zum Gesundsein dazu. Irgendwer hatte glaube schon Entspannung, Sport etc. empfohlen.
Wenn du dir guten Gewissens die Zeit nehmen kannst, dann tu das unbedingt. Sport fördert deine Atmungsfunktion, deine Sauerstoffverarbeitung, deine Herzfunktion, etc. Das wirkt sich u.a. positiv auf deine Gehirnfunktion aus und damit auf deine Freude am Leben. Für mich ist es schwer, in stressigen Zeiten, wo ich das Gefühl hab, meine Zeit gehört der Uni, diese Dinge umzusetzen, aber es ist schaffbar.

Dass die Ernährung auch bei Stress wichtig ist, muss ich glaub ich nicht sagen. Leider ist es sehr zeitaufwändig, bedacht seine Ernährung anzupassen, weil du damit automatisch mehr Zeit in der Küche und im Supermarkt verbringst (Zeit, die du in Prüfungsphasen vermutlich eher nicht hast). Aber google ruhig mal ein paar Minuten nach Ernährungstipps für Stress und such dir Sachen aus, die du jetzt schon einbauen kannst. Obst und Rohkost mit viel Vitamin C könnte garantiert nicht schaden und klaut keine Zeit in der Zubereitung.

Nimm dir ruhig mal ein paar Minuten und denk mal darüber nach, ob dir Dinge einfallen, die dich gerade vielleicht runterziehen. Mach dir bewusst, wie die letzte Zeit so gelaufen ist, ob du Sorgen hattest und wenn ja welche. Hast du das Gefühl, du stehst unter Zeitdruck? Macht dir
irgendetwas Angst oder Sorgen, auch privat? Welche Erwartungen stellst du an dich und dein Studium? Wenn du das für dich aufschreibst, kannst du es dir so „von der Seele reden“. Vielleicht fällt dir beim Schreiben das ein oder andere auf, was du leicht ändern kannst und was dir den Alltag erleichtert.
Wenn du jemanden hast, mit dem du ehrlich über diese Dinge sprechen kannst (so jemanden hat man nicht immer parat), dann nutz die Gelegenheit, die oben genannten Gedanken mit ihnen durchzusprechen. Manchmal hilft ein Außenstehender mit anderem Blickwinkel, dir vielleicht sogar Lösungen aufzuzeigen.
Im Grunde genommen hilft da auch eine psychologische Beratung. Mit Psychotherapeuten habe ich da nur leider schlechte Erfahrungen gemacht, die wollen lieber deine Kindheit analysieren statt dir dabei zu helfen, vielleicht Kompetenzen zu entwickeln, damit du im Alltag besser zurecht kommst. Der Vollständigkeit halber wollte ich dir diese Option nur aufzeigen.
An manchen Unis gibt es Beratungsstellungen oder vielleicht findest du in deiner Nähe eine öffentliche karitative Einrichtung, die Beratung anbietet. Das könnte helfen, wenn es dir grad an Ansprechpartnern für deine Sorgen fehlt.

Und zuletzt gibt es da doch noch die alternative Medizin, die ggf. kurzfristig helfen kann. Gute Naturheilkundler wissen, dass Körper und Psyche einfach zusammengehören und diagnostizieren gleich alles zusammen. Sie können dir u.a. Homöopathika, Kräuter etc. aufschreiben. Ein kleiner Geheimtipp, der sich langsam in Europa ein Dasein mausert, ist die TCM - Traditionelle Chinesische Medizin. Ich war mal bei einem solchen Heilkundler, einem Chinesen, der unsere Medizin nie gelernt hat (hier in Deutschland auch den Titel Dr. nicht tragen darf, in China aber schon). Er erzählte mir, er hat u.a. viele Medizinstudenten unter seinen Patienten, die immer dann wieder kommen, wenn der Stress unhaltbar wird. Vergiss Akkupunktur, die ein Arzt nebenher in einem Wochenseminar gelernt hat. In China muss man viele Jahre lernen, damit man Akkupunktur (ein Teil der TCM) beherrscht. Guck mal, ob du einen solchen TCM-„Arzt“ in deiner Stadt findest. Ich selbst habe es nicht geprüft, aber TCM könnte deine „depressiven Verstimmungen“ und „Antriebslosigkeit“ durchaus verbessern.
Der Nachteil - vor allem für Studenten - ist natürlich, dass diese Sachen viel kosten. Solltest du sowas zahlen können, dann probier es ruhig mal aus.

Auch wenn ich sehr viel geschrieben habe und du einige Punkte vielleicht für dich nicht akzeptieren kannst, so hoffe ich, dass du doch den ein oder anderen Tipp für dich gewinnen konntest.

Alles Gute für dich und dein Studium.

Hallo,

erstmal möchte ich mich bedanken bei allen die geantwortet haben und besonders bei den zwei letzten. Die beiden letzten Antworten haben mir am meisten gebracht.

Übrigens ist das nur ein Aufnahmetest zum Studium und ich hab grad Abi gemacht. Aber die Zeit war nun nicht wirklich stressig und Zeit hab ich genug. Mach auch schon viel Sport, das hilft auch gut. Das mit dem fehlenden Vitaminen und Stoffen kann durchaus sein.
Ich wollte damals abnehmen und habe extrem viel Sport gemacht und wenig gegessen. Was sich bis heute hinzieht, ich habe auch von 97kg zu 75kg (m, 19Jahre) abgenommen. Essen tu ich nichtmehr viel und die Ernährung ist auch nicht besonders gut. Ich werde mich die Woche darum kümmern einen Bluttest zu machen, da diese Erklärung plausibel klingt. Wenns das nicht ist, muss man sich wohl dann anders abfinden. Auch einen geregelten Tagesablauf werd ich versuchen. Ich denke so könnte es besser werden, die Sonne der letzten Tage hat auch schon etwas geholfen.

Dazu kamen noch viele Rückschläge und private Probleme, das war sicher der K.O.-Schlag. Ich werd auch versuchen schlechte Nachrichten und Probleme von mir fernzuhalten.

Ich bin den beiden letzten wirklich dankbar, ich seh, sofern es keine neurologische Erkrankung des Hirnstoffwechsels ist, das Licht am Ende des Tunnels wieder :wink:

Und allen die das später mal hier lesen, hoffe ich das denen der Beitrag auch viel bringt. Von den Medikamenten war ich auch sowieso nicht begeistert.

Vielen Dank!

Niine

Hallo,

aus deinen zwei Postings zusammengefasst:

Übrigens ist das nur ein Aufnahmetest zum Studium und ich hab grad Abi gemacht.

Habt ihr irgendwelche Tipps die mir schnell helfen,
rezeptfreie Medikamente oder natürliche Sachen oder
irgendwelche Strategien um seinen eigenen Kopf zu verarschen
und ihn zu motivieren?

Ein oder zwei „Semester“ jobben, oder ein Auslandspraktikum oder sonst etwas. Dann Aufnahmetest und dann Studium.

ich war gestern beiner Psychotherapeutin und hab mit ihr
geredet über so die Sachen. Also sie meinte ich bin depressiv

Und sie hat keine Pause zum Kopf frei machen (vom Lernen und anderen Ereignissen) und Regeneration in Erwägung gezogen?

Sofern du dich jetzt bereits auf die Schiene Psychotherapie etc. einlässt, wird es dir lange Zeit nachgehen. Manchen Dingen kann man sehr einfach begegnen (wenn man wie du kein Zeitproblem hat): Indem man sie eine Weile meidet und anschließend motiviert, engagiert, mit Frische in die Hand nimmt.

Grüße
Tommy

Manchen hilft auch motivierende Musik bei schweren Situationen.
Bei mir hat das auch vor Prüfungen gut funktioniert.

Also wenn du Queen magst dann zieh dir die beiden hier rein:

http://www.youtube.com/watch?v=lSkx34M3XtY

und

http://www.youtube.com/watch?v=iikKzQwgBJc

Mach volle lautstärke bis der Boden bebt und deine Nachbarn vom Stuhl fallen. Damit auch die dein Feuer spühren und deinen Feinden und Zweiflern vor Angst und respekt das Blut gefriert! Las es rocken!
Tschakka! Du schaffst es!
:wink: