Schneller ans Medizinstuium - aber wie?

Hallo Leute,

seit meinem Zivildienst beim Rettungsdienst und einer nachfolgenden Tätigkeit im Krankenhaus (OP und Intensiv), lässt mich der Wunsch, Medizin zu studieren, nicht mehr los! Leider Gottes war mir während meiner Schulzeit ein solches Studium niemals in den Sinn gekommen und ich habe deswegen nie viel wert darauf gelegt, einen guten NC zu ergattern. Dieses bereue ich nun natürlich sehr, aber leider ist nichts zu machen. Ich habe einen Abi-Schnitt von 3,1 und somit nur geringe Chancen, bald einen der begehrten Studienplätze zu erhalten! Weiß irgendjemand von Euch einen Trick/Tipp, wie man doch schneller dran kommt? Ich habe bereits vier Wartesemester und bin ausgebildeter Rettungssanitäter.

vielen Dank für Eure Hilfe! :smile:
Gruß
Hendrik

Hallo Hendrik,

Weiß irgendjemand von Euch einen Trick/Tipp, wie man
doch schneller dran kommt?

Dazu habe ich zwei Ideen:

  1. Versuch dein Glück beim Test - vielleicht gehörst du ja zu den Testbesten. Dann ist das Problem erledigt.

  2. Schau dich mal im Ausland um. In den USA z.B. gibt es sowas wie einen Mindestschnitt nicht - aber da wird es richtig übel teuer (z.B. SIU Illinois, $ 23,856 pro Semester, plus Lebenshaltungskosten).
    Kannst es dir ja mal ansehen: http://www.siumed.edu/studentaffairs/fahowtoapply.html

Vielleicht ist es in anderen Ländern (England?) billiger, aber so billig wie in Deutschland kommst du wohl kaum an dein Studium. Wie lange musst du denn warten?

Schöne Grüße

Petra

Hi Petra,

danke für Deine Antwort!

Über den Test habe ich mich bereits erkundigt und ich werde mich bei der nächsten Gelegenheit dafür bewerben. Leider bieten nur eine handvoll Universitäten diese Möglichkeit (hauptsächlich in Süddeutschland).

Ein Studium in den USA kann ich wohl gleich knicken - 23.000 Dollar pro Semester wäre meinen Eltern sicherlich etwas zu viel :wink:. Was die Studiengebühren anbelangt, fahren wir in Deutschland tatsächlich gut! Zwar stöhnen alle über die Beiträge von etwa 600€ pro Halbjahr, doch im Verhältnis zu den meisten anderen EU-Ländern ist das ein wahres Schnäppchen.

Ich schätze, dass ich jetzt noch ca. drei Jahre warten müsste, da die Erfahrung zeigt, dass sich ab 10-12 Wartesemestern der NC in Wohlgefallen auflöst. Ich überlege nun, einen Aufbaukurs zum Rettungsassistenten zu machen. D.h. ich müsste nochmal ein halbes Jahr die Schulbank drücken und danach ein Jahr auf dem Rettungswagen fahren. Ist für mich wirklich das Größte!
Meine Sorge bei der ganzen Sache ist einfach, dass ich etwa 25 bin wenn ich beginne mit dem Studium und es dann nicht packe! Das wäre ein Super-GAU!

Kennst Du Dich in der Medizin besser aus bzw. bist du Ärztin?

lG
Hendrik

Hallo Hendrik,

Über den Test habe ich mich bereits erkundigt und ich werde
mich bei der nächsten Gelegenheit dafür bewerben. Leider
bieten nur eine handvoll Universitäten diese Möglichkeit
(hauptsächlich in Süddeutschland).

Aha? Ich dachte, den müsste man machen, wenn man Medizin studieren möchte. Aber vielleicht bin ich da auch nicht ausreichend informiert.

Na, wenn du Glück hast, bekommst du so einen Studienplatz in München :smile: Dort sind zwar die Mieten etwas höher als anderswo, aber man bekommt auch was für sein Geld, um es einmal so zu sagen.

Ein Studium in den USA kann ich wohl gleich knicken - 23.000
Dollar pro Semester wäre meinen Eltern sicherlich etwas zu
viel :wink:.

Na ja - man kann ja nie wissen, wer hier so postet :wink: Und es müssen ja auch nicht unbedingt die USA sein - gibt ja noch mehr Länder. Aber wenn du nur noch drei Jahre warten musst, dann lohnt das den Aufwand nicht wirklich, außer du möchtest sowieso einmal Auslandserfahrung sammeln.

Ich überlege nun, einen Aufbaukurs
zum Rettungsassistenten zu machen. D.h. ich müsste nochmal ein
halbes Jahr die Schulbank drücken und danach ein Jahr auf dem
Rettungswagen fahren. Ist für mich wirklich das Größte!

Das klingt doch gut. Parallel dazu könntest du Fremdsprachen lernen. Englisch ist ein Muss, andere Fremdsprachen sind sicher nützlich, denn nicht alle deiner Patienten werden später Deutsch sprechen.

Meine Sorge bei der ganzen Sache ist einfach, dass ich etwa 25
bin wenn ich beginne mit dem Studium und es dann nicht packe!
Das wäre ein Super-GAU!

Ach geh - warum denn? Wenn du es wirklich nicht schaffen solltest, fährst du halt weiter im Rettungswagen mit. Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du ja bereits einen Beruf - also was kann denn groß passieren?

Lass dich nur nicht abschrecken, wenn mal etwas schwierig wird. Und es kann auch nicht schaden, wenn du dir bei Gelegenheit mal ein Buch über Lerntechniken zu Gemüte führst. Mir hat die Idee mit den Karteikarten geholfen - so sieht man viel besser, was man schon kann und was noch nicht. Ich lerne derzeit nämlich Hebräisch. Und es ist noch schlimmer, als es aussieht. :wink:
Google mal nach „Lernkartei“, da müsstest du eine Erklärung finden, wie das funktioniert.

Kennst Du Dich in der Medizin besser aus bzw. bist du Ärztin?

Nein, das leider nicht. Ich habe Sprachwissenschaft studiert. Weiß auch nicht, warum ich wieder mal auf dieses Brett geschaut habe.

Ach ja, übrigens, ich habe noch was für dich zum Lesen:
http://www.kein-einziges-maerchen.de/

Schöne Grüße

Petra

Einklagen
Hi,

hast du schon mal darüber nachgedacht dich einzuklagen? Ist halt auch nciht ganz billig.

MfG

CHris

Hi,

hast du schon mal darüber nachgedacht dich einzuklagen? Ist
halt auch nciht ganz billig.

ich hoffe nicht, dass er darüber nachdenkt. Warum müssen in Deutschland immer so viele klagen?! Es gibt halt gewisse Regeln und Voraussetzungen. Und wenn er diese nicht erfüllt hat, muss er halt warten. Das ist nur fair den anderen gegenüber, die sich mehr angestrengt haben als er. Ich wüsste auch nicht, wieso er damit Erfolg haben sollte. Jeder hat die Möglichkeit Medizin zu studieren in Deutschland. Allerdings mit den entsprechenden Noten.

Gruß,

Steffie

Hi,

Es gibt halt gewisse Regeln und Voraussetzungen.

Genau. das EInklagen ist eine davon…

MfG

CHris

Hi,

und warum sollte das erfolgsversprechend sein?

Gruß,

Steffie

Hi,

Die Freundin eines Freundes studiert in Ungarn Medizin. Hatte scheinbar das gleiche Problem (NC).
Sie absolviert dort den ersten Teil ihres Studiums und kann nach einer bestimmten Zeit oder nach bestimmten Abschlüssen einfach(er) nach Deutschland wechseln.
Genauere Infos hab ich leider auch nicht, aber vielleicht kannst du ja mal in diese Richtung suchen.

Viel Glück
Felix

Hi,

und warum sollte das erfolgsversprechend sein?

weil das regelmäßig funktioniert. Google liefert Dir ausführlichere Begründungen.

Gruß,

Malte

Hi Hendrik,

Ich schätze, dass ich jetzt noch ca. drei Jahre warten müsste,
da die Erfahrung zeigt, dass sich ab 10-12 Wartesemestern der
NC in Wohlgefallen auflöst. Ich überlege nun, einen Aufbaukurs
zum Rettungsassistenten zu machen. D.h. ich müsste nochmal ein
halbes Jahr die Schulbank drücken und danach ein Jahr auf dem
Rettungswagen fahren. Ist für mich wirklich das Größte!

Eine RA-Ausbildung wäre sicher eine gute Idee, du hättest davon mehrere Vorteile:

  • ein abgeschlossener Beruf im passenden Sektor, der Dich auch im worst case (Studienabbruch) ernähren kann.
  • Du kannst prima und fachbezogen jobben.
  • Die RA-Ausbildung ist eine gute Vorbereitung aufs Studium.
  • Du knüpfst vor und während des Studiums mehr Kontakte als andere, einfach, weil Du Dich im Metier bewegst.

Meine Sorge bei der ganzen Sache ist einfach, dass ich etwa 25
bin wenn ich beginne mit dem Studium und es dann nicht packe!
Das wäre ein Super-GAU!

Gerade deshalb wäre der RA eine gute Idee. Wenn Du die Möglichkeit hast…

Gruß Stefan

http://wga.dmz.uni-wh.de/medizin/html/default/slir-5…

Wenn du dazu noch Fragen hast, schreib mich mal an- bin aber jetzt im Urlaub und schaue nicht so regelmässig in mein Postfach wie sonst.
Die haben eigene Auswahlverfahren.

Gruß,
einhorn

Hallo, ich würde die Flinte noch nichts ins Korn werfen…
Du hast schon ein paar Wartesemester und aund auch schon was artverwandets gemacht.
Die ZVS hat seit ein paar Jahren ein neues vergabeverfahren, dh nur etwa 20 % werden über Wartesemster und NC verteilt, die anderen 60%per Uniwunsch, also schreibe auf jedenfall eine oder mehrere Unis in die ZVS-Bewerbung.
Dazu nimm erst mal eine Uni, die nicht so beliebt ist, also bei den Uni-rankings unten rumwustelt. Da hst du durchaus auch eine Chance mit einem 3er NC.
Die Unis die keinen Bewerbertest haben, nehmen die Studies nach reinem Ortswunsch und Rangliste der 60%derer die noch nicht per NC oder WS rankamen und eben die Uni an erster Stelle nannten (manchmal auch an 2.,3. etc. aber damit rutscht man eben niedriger in der Liste)

Danach bleiben immer noch Plätze frei, zT erst in den ersten tagen des jeweiligen Semsters, das sind zB. Plätze von auslänidschen Studies, die doch kein Visum bekamen, oder eine Zusage von Harvard oder so.
Dann Plätze von den unentschlossenen, die nun doch statt Medizin anzutreten eben Kunstgeschichte nehmen.

Diese Restplätze werden Uniintern zB. im normalen Bewerbungsverfahren an der Uni verteilt (also ähnlich wie zB. NC Kunstgeschichtsfächer oä.). Dafür lohnt es sich für die in Frage kommenden Unis deren Homepages anzuschauen und herauszufinden, was die mit den Restplätzen machen. (manche erweitern aber auch nur die ZVS-Liste, dh. nehmen nur Nachrücker die eben nicht ganz die gewünschten Kriterien erfüllen, eben die Uni erst an 9. Stelle nannten etc.)

Also 1. Such dir Unis aus, an denen du das Studium anfangen! willst und am besten auch schon die, wo du hinwechseln willst (denn die Unis am unteren Ende des ränkings sind es selten ohne Grund)
2. Bewirb dich bei der ZVS
3. Schick wo nötig deine Unterlagen auch an die jeweilige Uni.
4. Bewirb dich bei den Unis direkt für die Restplätze

Und sobald du einen Platz ghast kümmer dich drum, dass du wechseln kannst, falls es dir nicht doch da gefällt.
Auf den Seiten der ZVS findest du etwas versteckt auch die jeweiligen Anforderungen der einzelnen Unis,auch wie jeweils die 60 % nach Uniwunsch verteilt werden und welche NCs/Ws man wo brauchte aber nicht was sie mit diesen allerallerletzen Restplätzen machen!!!
Also schau dich großzügig um, dann kannst du immer noch nach Ungarn gehen (Semmelweiss-Universität lehrt Medizin auf Deutsch oder nach Wien)
Köln hat übrigens einen Reformstudiengang in Medizin, da würde ich mich noch einmal extra umschauen, evtl haben die noch ganz andere Einstellungskriterien…
Jedenfalls solltest du dir auch (je nach bundesland) das nötwendige Krankenpflegepraktikum von 3 Monaten bestätigen lassen (bestimmte Vordrucke gibts beim Prüfungsamt, warte aber besser erst das Ok für den Studienplatz ab, da es eben auf Bundesland ankommt, wie es geregelt ist)na und den Erste-Hilfe-Schein auch gleich.
Pflicht ist Rettungssani nicht, nur 3 Monate Praktikum auf einer Station oder eben im Rettungsdienst etc.

Schöne Grüße
Susanne

Hallo,

vielleicht echt im Ausland…kenne Leute mit Dreier-Abi, die nach deutlich kürzerer Wartezeit in Ungarn, Italien…sonstwo Medizin studieren.

Zum Überbrücken hierzulande würde ich über eine Krankenpfleger-Ausbildung nachdenken, oder überschneidet sich das sehr mit dem was du schon kannst?

Grüße

Sonja

Thx

Huhu Leute,

danke erstmal für die Antworten! Super feedback!

Zum Thema ‚einklagen‘ habe ich eher gemischte Gefühle. Einerseits ist es eine legitime und eventuell sogar erfolgreiche Methode, an einen Platz zu kommen, andererseits läuft man Gefahr, sich den Zorn seiner Professoren und Kommilitonen einzufangen. :smile:

Wird so etwas hochschulintern denn bekannt, auf welchem Wege sich jemand seinen Studienplatz besorgt hat? Oder werden solche Angelegenheiten ausschließlich von den Immatrikulationsämtern verwaltet?

Dann noch eine Frage: Kennt jemand von Euch eine Ranking-Liste, in der alle Hochschulen aufgeführt werden, die Medizin anbieten? Würde gerne wissen, welche so im unteren drittel herumkrebsen.

Gruß
Hendrik

Hi Sonja,

also mit dem Ausland ist es so eine Sache. Ich bin leider nicht so flexibel, wie manch andere Zeitgenossen. Ich beneide immer diejenigen, die es sich zutrauen, im Ausland zu studieren. Das Problem einer anderen Sprache macht das ohnehin schon schwere Studium der Medizin auch nicht gerade leichter. Außer natürlich, man studiert in Wien oder an einer deutschen Uni in Ungarn. Schweiz kann man sowieso knicken- habe mich dort bereits an der ETH in Zürich erkundigt. Diese nehmen nur Schweizer Staatsbürger oder solche, die mind. fünf Jahre dort gelebt haben.

Falls ich mich tatsächlich auf einige Jahre des Wartens einstelle, werde ich zum Rettungsdienst gehen und einen Aufbaulehrgang zum Rettungsassistenen absolvieren. Ist an den Unis eben so anerkannt, wie Krankenpfleger :smile:

Gruß
Hendrik

Hi Goosi,

das ist sicherlich richtig! Die Ausbildung zum RA ist wirklich sehr nah am Medizinstudium - klar, nicht so umfangreich und tiefgehend, aber immerhin!
Ernähren könnte es mich im absoluten Notfall sicherlich, wenn auch nur eher dürftig :smiley:

Gruß
Hendrik

HI,
wenn er das in BUdapest machen wollte, würde ihn das 10000€ pro Semester kosten …