Hallo Christian,
a) Wieso braucht man zur Gründung einen Kredit? b) Was hat
Basel II mit Gründungskrediten zu tun? c) Was spricht gegen
KfW-Darlehen?
Meine Fragen:
Hast du selbst schon ein Unternhemen gegründet?
Meine „Antworten“:
a) Geht eine Gründung grundsätzlich ohne Kredit?
b) Bleibt Ranking, Bonität, Eigenkapitalanteil, Sicherheiten, Rentabilitätsvorschau & Co. bei der Gewährung eines Kredites unberücksichtigt?
c) Welche Bedingungen sprechen dagegen? Wie einfach ist es eines zu bekommen? Kennst du die Voraussetzungen?
Hier ist einiges Material dazu, das meine Aussage teilweise untermauert.
http://www.kfw.de/DE/Service/OnlineBibl48/Publikatio…
Seite 24/ 25 Finanzierung -> zögerliche Kreditvergabe und besonders S. 26 Abs. 2 Bezug auf Basel II !
http://www.media.nrw.de/magazin/archiv/0103/art05_ge…
Besondere Schwächen sind die Selbsteinschätzung der Gründungsfähigkeiten seitens der Bevölkerung, ebenso wie die Wahrnehmung von Gründungschancen, die speziell von den eher pessimistischen Zukunftsperspektiven negativ beeinflusst wird. Hinzu kommt, dass die Angst zu Scheitern innerhalb der deutschen Bevölkerung stark ausgeprägt ist.
Die öffentlichen Förderprogramme in Deutschland gelten als sehr differenziert, nur in wenigen anderen Ländern gibt es eine solche Fülle von Hilfsangeboten.
Das reichhaltige Angebot wird aber auch mit Kritik bedacht: „Die Breite des Fördersystems und die Vielzahl der Programme hat nämlich zur Folge, dass das Fördersystem unübersichtlich erscheint und selbst Gründungsberater zum Teil Probleme haben, die Gründungsförderprogramme der verschiedenen staatlichen Ebenen zu überblicken.“
Statt einer vorsichtigen Unterstützung begegnet man in Deutschland dem Unternehmer eher mit abwartendem Zweifel. Folgt man bisherigen Ergebnissen der GEM-Studie, dann könnte sich diese Haltung als besonders schwerwiegendes Hemmnis erweisen.
http://www.lasa-brandenburg.de/brandakt/specials/spe…
Bei dem konkreten Zugang zur Finanzierung wurde Deutschland dagegen kritisiert, weil sich hier die negative Tendenz verfestigt hat, dass Banken und Kreditinstitute immer weniger Kapital für Unternehmensgründungen zur Verfügung stellen, so die GEM-Studie. Durch dieses restriktive Verhalten der Banken gerät auch allzu oft die Weitergabe öffentlicher Fördergelder an GründerInnen ins Stocken, da die Haubank immer involviert sein muss.
Um sich selbstständig zu machen, benötigen zukünftige ExistenzgründerInnen neben ihrer Geschäftsidee auch die Fähigkeit, ein Unternehmen zu führen. Welche Rahmenbedingungen bietet Deutschland nun an, damit GründerInnen ergänzend zur fachlichen Qualifikation sich auch betriebs- und marktwirtschaftliche Kenntnisse aneignen können? Während bei den Hochschulen die Angebote zur Vermittlung gründungsbezogenen Wissens in den letzten Jahren ausgebaut wurden, ist das Angebot an Schulen völlig unzureichend, so das Ergebnis von GEM. Diese Schwäche führt auch dazu, dass im internationalen Vergleich dieser Bereich am schlechtesten abschneidet: Deutschland liegt bei 27 untersuchten Ländern auf Rang 23.
Womit hier eine kleine Brücke zu Chancengleichheit und Bildung geschlagen werden kann.
O.k.!, jedoch nicht jeder kann schlau sein, nicht jedes
Elternhaus kann entspr. Unterstützung geben.
Es würde schon reichen, wenn den Kindern der Gedanke
vermittelt werden würde, daß Bildung was gutes ist.
Sehe ich auch so
Es würde
auch schon reichen, wenn Kinder nicht in dem Glauben daran
erzogen werden würden, daß auch gerne die dritte Generation
der Familie von Sozialhilfe leben könnte.
Das gibt es sicher auch, aber nicht nur!
Kinder aus einfachen
Verhältnissen sind nicht per se dümmer als ihre Altergenossen
aus Akademikerfamilien,
Das stimmt zum Glück, allerdings frage ich mich, warum das Schlagwort Chancengleichheit so stark thematisiert wird und Studien durchgeführt werden, wenn in D die Chancengleichheit wirklich absolut gewährleistet ist.
Es geht mir primär nicht um die verschiedenen Usachen, sondern um meine „Behauptung“, dass Herkunft (Eltern, Region) und Geld (Nachhilfe) die Chancengleichheit eben z. T. beeinträchtigen (können).
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpoliti…
Wer in Deutschland Abitur macht, hat in der Regel Akademiker als Eltern. Zu diesem Ergebnis kommt auch die aktuelle PISA-Studie. Nur ein Drittel der Kinder aus den so genannten bildungsfernen Schichten schafft den Weg auf das Gymnasium; sogar nur jedes fünfte Arbeiterkind wechselt danach an eine Hochschule. Alarmierende Zahlen, die auf einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Bildung und sozialer Herkunft verweisen.
Es sind also nicht die schulischen Leistungen allein, die über den späteren Ausbildungsweg entscheiden. Wenn es um Noten oder Versetzungen geht, scheint die familiäre Situation eine weitaus größere Rolle zu spielen, als man gemeinhin annimmt. Dieser Tatsache ist man sich spätestens seit der ersten Pisa-Studie vor drei Jahren bewusst. Doch seitdem ist wenig geschehen.
http://www.google.de/search?q=Bildung+Chancengleichh…
http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=916
http://www.bmbf.de/de/1021.php
nur wachsen sie mit einer anderen
Lebenseinstellung auf, die dazu führt, daß die Kinder mit den
guten Noten nicht um Nachhilfe ange- sondern auf dem Schulhof
verhauen werden.
Das ist mir zu pauschal und undifferenziert von dir dargestellt. Es passt für mein Empfinden zu deiner anscheinend negativ behafteten Einstellung (Voruteile?!) gegenüber Menschen aus bestimmten sozialen Schichten. Diesbezüglich lese ich bei dir häufig eine eher undifferenzierte pauschale Meinung heraus.
Für ein Kind aus
gewisser soz. Schicht ist es ohne besondere „Hochbegabung“
schlicht auch in D schwieriger, eine gute Ausbildung zu
bekommen.
Das liegt nicht an Deutschland sondern an den Eltern. Niemand
wird in Deutschland aufgrund seiner Herkunft oder seines
Einkommens davon abgehalten, die Schule gescheit zu Ende zu
bringen und zu studieren.
Siehe obige Links und meine „Unterstellungen“, bzw. subjektiven Eindruck über deine diesbezügliche Grundgesinnung.
Gruß Diphda, die schon ein (wenn auch kleines) Unternehmen gründete und den Wert guter Bildung kennt und an den Sohn weitergibt