Wie fährt man mit einem Auto, dessen Kupplung länger als ein paar Wochen halten soll, schnellstmöglich an?
Für mich gibt es diese drei Möglichkeiten, anzufahren:
leicht Gas geben und Kupplung kommen lassen; wenn eingekuppelt ist, Vollgas geben
leicht Gas geben und im gleichen Maße, wie man die Kupplung kommen lässt, den Druck aufs Gaspedal erhöhen; wenn eingekuppelt ist, besteht bereits Vollgas
mittelmäßig bis stark Gas geben (bis so 4k bis 5k rpm) und dann schnell das Kupplungspedal loslassen
Die untere Variante ist natürlich die schnellste. Jedoch habe ich es vor einiger Zeit in jugendlichem Übermut während dieser Studien fertiggebracht, die Kupplung damit um die Ecke zu bringen.
Wie machen die das denn bei Autorennen? Da hört man doch kurz vor dem Start, dass die Gas geben und dann schlagartig aus diesem Zustand losfahren. Die werden also auch die letzte Methode anwenden.
Tauschen die die Kupplungen von Rennautos jede Woche aus?
Was ist der beste Weg, um schnell anzufahren ohne dass die Kupplung extrem leidet?
was nutzt es wenn ich 5000 U/min auf das Getriebe jage , sämtliche Antriebsräder Gummi lassen um nur das Material zu zerdeppern .
Alle 3 Methoden zeugen von Anfänger -Unsinn !
die 4 Version wäre richtig , was aber wiederrum nur mit vernünftigen Motoren realisierbar ist .
bei einem 890 ccm Uno mit 45 Ps kann man aber tatsächlich Variante 1 nehmen , ohne das etwas kaputt geht
Nersion 4 wäre kurz Gasgeben , damit der Motor sich nicht verschluckt , Drehzahl fallen lassen bis er wieder kurz vor der Leerlaufdrehzahl ist , ziemlich schnell einkuppeln und dann nur soviel Gas , das die Räder gerade nicht , oder nur ganz knapp anfangen zu scheuern , dann haben die den besten Vortrieb , dabe entsprechend bis zum Vollgas weiter durchtreten
jo, ist nen Golf 6
Die ESP-Lampe leuchtet regelmäßig bei solchen Versuchen auf.
Auch ein Drücken des ESP-Knopfes schaltet es nicht vollkommen ab.
Nersion 4 wäre kurz Gasgeben , damit der Motor sich nicht
verschluckt , Drehzahl fallen lassen bis er wieder kurz vor
der Leerlaufdrehzahl ist , ziemlich schnell einkuppeln
Das muss ich mal ausprobieren.
und dann nur soviel Gas , das die Räder gerade nicht , oder nur
ganz knapp anfangen zu scheuern , dann haben die den besten
Vortrieb , dabe entsprechend bis zum Vollgas weiter
durchtreten
jo, mit „Vollgas“ meine ich natürlich so zum Vollgas überzugehen, dass die Räder nicht allzu sehr durchdrehen.
Dies tun sie aber ‚dank‘ dem nicht zu deaktivierenden ESP sowieso nicht.
Deine Version 4 hört sich sehr intressant an.
Gibt es noch andere Möglichkeiten?
wenn man im Bereich des höchsten Drehmomentes schaltet.
ohne dass die Kupplung extrem leidet?
Das Produkt aus Drehzahldifferenz und Drehmoment ist ein Maß für den Verschleiß.
Dein Wunsch ist gleichzusetzen mit : „Wasche mich, aber mach’ mich nicht nass.“
Wer schnell (an)fahren will, der muss auch bereit sein, dafür zu zahlen.
Gruß
Karl
ganz unrecht gebe ich Ihnen nicht , doch wer es provessionell gelernt hat , hat bei vernünftigfen zügigen schärferen Anfahren nicht mehr verschleiss als bei normalen Altaggsgebrauch .
Ich bekomme manchmal mit , wie Fahrschulen unterrichten und wundere mich nicht , wenn an einem Fahrschulauto nach 20.000 die Kupplung platt ist .
Ich habe bislang in keinem Auto aus Verschleissgründen eine Kupplung ersetzen lassen
hierbei war ein VW T4 mit 266.000 km , ein Volvo 850 mit 248.000 km , ein Audi A6 mit 377.000 km und ein Opel Calibra mit 241.000
letztere beiden sind noch in meinem Besitz und immer noch kein Kupplungsverschleiss erkennbar .
Korrekterweise hätte ich posten sollen: Das Produkt aus Drehzahldifferenz und Drehmoment , und das über die Zeit des Kupplungsvorgangs integriert , ist ein Maß für den Verschleiß.
Schon rein rechnerisch ein anspruchsvoller Vorgang.
Für die Praxis heisst das:
1.) Für möglichst wenig Verschleiss den Kupplungsvorgang mit geringer Drehzahldifferenz kurz halten. Erst wenn eingekuppelt ist, dann das Gaspedal (voll) durchtreten, so der erhöhte Spritverbrauch einem egal ist.
2.) Wer mit einem Maximum an Beschleunigung anfahren will, der jubelt den Motor im Leerlauf bis auf Maximaldrehzahl hoch und lässt dann - nach Einlegen des ersten/zweiten Gangs - die Kupplung schlagartig los. Was alles andere als schonend für den Antriebsstrang ist.
Zwischen diesen beiden Grenzfällen kann man sich nun eine Stufe aussuchen, die einem als kommod erscheint.
2.) Wer mit einem Maximum an Beschleunigung anfahren will, der
jubelt den Motor im Leerlauf bis auf Maximaldrehzahl hoch und
lässt dann - nach Einlegen des ersten/zweiten Gangs - die
Kupplung schlagartig los. Was alles andere als schonend für
den Antriebsstrang ist.
so wird das auf jeden Fall überhaupt nix.
Richtig schnelles anfahren geht so:
Motor auf etwas über dem maximalen Drehmoment im Stand aufdrehen (etwas darüber weil man beim Einsatz der Kupplung dann ein bisschen Drehzahl verliert)
Kupplung so weit kommen lassen, dass sie geraden noch nicht fasst - dabei bischen bremsen, um ja nicht zu früh über die Linie zu rollen
dann auf Kommando weg von der Bremse, Kupplung gefühlvoll kommen lassen, dass sie greift, aber die Räder nicht durchdrehen. So wie die Drehzahl durch die greifende Kupplung runtergeht, mit dem Gas hochhalten
sobald die Räder richtig rollen, spätestens nach 1 bis 2 Radumdrehungen tun sie das, voll aufs Gas und bis zur maximalen Leistung beschleunigen
beim Gangwechsel in den nächsten Gang, die Kupplungszeit so minimal wie möglich halten um keinen Vortrieb einzubüßen
Wichtig dabei ist natürlich auch die Getriebeabstufung. Die Gänge müssen so aneiander angepasst werden, dass man beim Hochschalten auch in der Nähe des maximalen Drehmoments des nächsten Gangs rauskommt. Deswegen schaltet man beim Drehmoment des nächsten Gangs und nicht beim Drehmoment des derzeitigen Gangs
Wie fährt man mit einem Auto, dessen Kupplung länger als ein
paar Wochen halten soll, schnellstmöglich an?
Für mich gibt es diese drei Möglichkeiten, anzufahren:
leicht Gas geben und Kupplung kommen lassen; wenn eingekuppelt
ist, Vollgas geben
diese Methode würde ich Dir empfehlen. Die Kupplung sollte so wenig wie möglich schleifen.
Sinn von Kupplungen ist es ja unterschiedliche Drehzahlen von Kurbelwelle und Getriebeeingangswelle auszugleichen. Je weniger da ausgeglichen werden muss, desto länger hält das Teil.
mittelmäßig bis stark Gas geben (bis so 4k bis 5k rpm) und
dann schnell das Kupplungspedal loslassen
Die untere Variante ist natürlich die schnellste. Jedoch habe
ich es vor einiger Zeit in jugendlichem Übermut während dieser
Studien fertiggebracht, die Kupplung damit um die Ecke zu
bringen.
ganz falsch, wie es geht: siehe unten
Wie machen die das denn bei Autorennen? Da hört man doch kurz
vor dem Start, dass die Gas geben und dann schlagartig aus
diesem Zustand losfahren. Die werden also auch die letzte
Methode anwenden.
Tauschen die die Kupplungen von Rennautos jede Woche aus?
Zumindest wird das Teil vor jedem Rennen kontrolliert. Und in manchen Klassen kann man eine neue Kupplung auch am Start verbrennen, wenn man einen Fehler macht. Das Teil ist dann ratz-fatz hinüber.
Was ist der beste Weg, um schnell anzufahren ohne dass die
Kupplung extrem leidet?
Wie oben beschreiben: schnell und gefühlvoll einkuppeln und erst dann aufs Gas wenn der Fuss von der Kupplung weg ist
2.) Wer mit einem Maximum an Beschleunigung anfahren will, der
jubelt den Motor im Leerlauf bis auf Maximaldrehzahl hoch und
lässt dann - nach Einlegen des ersten/zweiten Gangs - die
Kupplung schlagartig los. Was alles andere als schonend für
den Antriebsstrang ist.
so wird das auf jeden Fall überhaupt nix.
Warum nicht ? So kann man nämlich noch die kinetische Energie des Motors zwischen voller Drehzahl und der bei maximalem Drehmoment nutzen. Der Betrag ist nicht von „Pappe“.
2.) Wer mit einem Maximum an Beschleunigung anfahren will, der
jubelt den Motor im Leerlauf bis auf Maximaldrehzahl hoch und
lässt dann - nach Einlegen des ersten/zweiten Gangs - die
Kupplung schlagartig los. Was alles andere als schonend für
den Antriebsstrang ist.
so wird das auf jeden Fall überhaupt nix.
Warum nicht ? So kann man nämlich noch die kinetische Energie
des Motors zwischen voller Drehzahl und der bei maximalem
Drehmoment nutzen. Der Betrag ist nicht von „Pappe“.
Zum anfahren braucht man nicht max. Leistung - sondern max Kraft, weil man das Auto ja aus eine ruhenden Position heraus bewegen muss.
Deshalb fährt man am Rand des Drehmoments an und nicht am Rand des roten Bereichs. Schau Dir nur mal die willkürlich ausgewählte Motorkurve an. Da wird schlagartig klar was ich meine. http://www.blank-martin.de/Leistungskurve%202,3l.jpg
Ansonsten enpfehle ich mal ein Auto mit Launchkontroll.
Einmal mit und einmal ohne probieren.
Da merkt man erst, was man für ein mickriger Amateur in Sachen Automobil ist und wie weit Theorie und Praxis auseinander liegen.
Zum anfahren braucht man nicht max. Leistung - sondern max Kraft,
Das ist mir seit vier Jahrzehnten wohlvertraut.
Das geht auch aus meinen vorhergehenden Postings hervor.
Ansonsten enpfehle ich mal ein Auto mit Launchkontroll.
Einmal mit und einmal ohne probieren.
Da merkt man erst, was man für ein mickriger Amateur in Sachen
Automobil ist und wie weit Theorie und Praxis auseinander
liegen.
Als allererstes haben die Entwickler der Launchcontrol reichlich gerechnet (Theorie betrieben), die heute vorhandenen Berechnungswerkzeuge sind wahrhaftig enorm leistungsfähig. Erst danach erprobt, denn das ist der teurere Part der Entwicklung. Und dabei auf Grund der Ergebnisse festgestellt, dass Theorie und Praxis sehr wohl eng beieinander liegen.
Gruß
Karl