mein Problem ist folgendes: ich nuschle ab und an bei einigen wörtern, eigentlich schon mein leben lang (bin 22).
naja daraus, wahrscheinlich durch das resultierende schwache selbstbewusstsein, hat es sich entwickelt dass ich verdammt schnell spreche. einen langen satz hau innerhalb von paar sekunden raus und kein mensch kann ihn verstehen.
ich WILL langsam sprechen aber ich schaff es nicht, es ist einfach ne kopfsache.
dieses problem beschäftigt mich sehr, ich würde sogar sagen dass ich depressionen deswegen habe. neue soziale kontakte zu knüpfen fällt mir schwer, da ich eben immer den „sprachfehler“ im hinterkopf hab und deswegen versuche nicht viel zu reden.
aber ich muss und will das jetzt einfach bekämpfen, das klingt für viele vielleicht unverständlich, aber das leben ist einfach beschissen wenn man nicht eine normale konversation führen kann.
Was kann ich dagegen tun? Logopädische Behandlung? Therapie? Das Problem wäre allerdings dass ich bald für über nen halbes Jahr verreise - was könnte ich bis dahin machen?
ich habe die letzten Tage mal versucht mit nem korken zwischen den zähnen oder einfach mit nem finger in mund zu sprechen. komischerweise sprech ich da von der geschwindigkeit her PERFEKT, nehm ich den finger oder korken raus und versuche den selben satz zu sprechen ist es wieder viel zu schnell… ich verstehe es einfach nicht
Vorneweg ein dickes Lob, Johnny:
Du bist der Erste aus deiner Generation Schnellsprechender, die das hier kritisch reflektiert und als Problem erkennt und beseitigen möchte.
Ich hab jedenfalls vorher noch nie jemanden gehört oder gelesen, der das problematisiert hat.
Das ist schonmal Klasse und der este Schritt.
Ich wundere mich oft über die maschinengewehrartig hervor gestoßenen Sätze der jüngeren Generation. Sie eden großenteils so schnell, ohne das ein äußerer, nachvollziehbarer Grund besteht. Man steht irgendwo zusammen, man hat Zeit, nichts pressiert, alles scheint entspannt („gechillt“, sagen meine Kinder dazu) und dann rattert einer ein paar Sätze herunter, wir gucken uns an, keiner vesteht ein Wort.
Ich finde es also wiegesagt ungewöhnlich aufmerksam von Dir, dieses als echtes Problem zu erkennen.
Deine Idee, zu einem Logopäden zu geen, finde ich nicht schlecht. Wahrscheinlich ist es wirklich de beste Anlaufstelle.
Viel Erfolg wünscht Dir
Branden
ein logopäde ist die richtige adresse. ein therapeut könnte prüfen, ob du zur durchführung einer logopädischen behandlung extra unterstützung benötigst oder ob du schon im selbstwert therapiebedürftige leiden hast. ein neurologe könnte prüfen, ob dein gehirn und die nervenbahnen beim sprechen gesund sind.
ich empfehle dir, langsam laut zu lesen. wäre das keine gute übung?
Vorneweg ein dickes Lob, Johnny:
Du bist der Erste aus deiner Generation Schnellsprechender,
die das hier kritisch reflektiert und als Problem erkennt und
beseitigen möchte.
Hei, nun, mir sind diese Schnellsprecher schon oft begegnet, aber das Problem wird immer mehr
Ich hab jedenfalls vorher noch nie jemanden gehört oder
gelesen, der das problematisiert hat.
Das ist schonmal Klasse und der este Schritt.
Ich wundere mich oft über die maschinengewehrartig hervor
gestoßenen Sätze der jüngeren Generation.
Das seh ich auch so
Deine Idee, zu einem Logopäden zu geen, finde ich nicht
schlecht. Wahrscheinlich ist es wirklich de beste
Anlaufstelle.
Ja, vor allem, weil ja hier eine Vermeidungstendenz besteht wie beim Stottern auch. Oder Geprächstherapie beim Psychologen, wenn der Leidendruck so groß ist. Logos gucken zwar mit auf die psychische Seite, aber manchmal sprengt das Problem,das dahinter stecken KANN,den Rahmen.
das mit der logopädischen behandlung werd ich denk ich aufjedenfall machen. nur das problem ist wie gesagt dass ich bald für über ein halbes jahr verreise. was könnte ich bis dahin machen?
Vorher SOS - Plan mit der Logo erarbeiten.
Nicht Vermeidungs - Strategie ect., wenn die psychologisch bissl fit ist, kriegt die das hin,
NACHFRAGEN!!(Wg. Zusatzausbildung und so, NLP, IP wär gut)
LG! Allu
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das mit der logopädischen behandlung werd ich denk ich
aufjedenfall machen. nur das problem ist wie gesagt dass ich
bald für über ein halbes jahr verreise. was könnte ich bis
dahin machen?
Ja, ein Logopäde ist die richtige Anlaufstelle für "Schnellsprecher/ Polterer.
Wie bereits gesagt evtl. in Zusammenarbeit mit Psychologen. …
Was kannst Du bis zu einer Therapie tun?
Du hast doch schon prima angefangen - die Übung mit dem Korken ist gut - Du mußt langsam und überlegt Deine Sprechwerkzeuge steuern, damit man etwas verstehen kann (gleichzeitig werden sie trainiert - Body-building für Zunge, Lippen…) - aber etwas Geduld mußt Du schon haben. Was man sich in ca.22 Jahren erworben und „perfektioniert“ hat, verlernt man nicht nach 1,2 Mal!
Außerdem versuche Dir Entspannungszeiten zu verschaffen- Dösen, Träumen bei beruhigenden Klängen/ wenn Du kannst direkt Entspannungsübungen… oder mache etwas „Ruhiges“ : zeichne ein
Comic, Schreibe eine Geschichte für ein Kind…
Du kannst Dir auch Reime/leichtere Gedichte vornehmen und sie gestalten - „schauspielern“ ( wenn Du kannst: Dich selbst dabei aufnehmen und es Dir dann anhören - verändern, ausprobieren…).
Schwerere Sachen, wie Balladen… würde ich an Deiner Stelle nicht nehmen, weil auch die Atmung, Atemstütze … mit dem Sprechen harmonieren muß - da ist es doch günstiger, wenn ein Therapeut dabei ist.
mein Neffe hatte mit ca. 15 Jahren ein sehr dramatisches Stotterproblem. Es war so schlimm, dass er sich kaum noch traute zu reden. Er hatte dann so ca 1- 2 Jahre lang geübt sämtliche Texte, die er gelesen hat, zu singen! Also eine bestimmte Melodie zum Beispiel (alle meine Entchen) und mit dieser Meldodie dann den neuen Zeitungsartikel singend laut lesen. Er hatte sich zur Abwechslung immer wieder neue melodien ausgesucht, allerdings langsame Kinderlieder melodien. Das machte er über 1 Jahr, ich glaube fast 2 Jahre lang täglich (natürlich zum grössten Teil in seinem Zimmer für sich) hatte bei ihm aber super geklappt. Mit 18 hatte man überhaupt nichts mehr gehört. Sämtliche Sprachprobleme waren verschwunden. Diese Übungen hatte er allerdings in Begleitung mit einer Sprachtherapie. Also diese Texte-singen Idee kam von seinem Arzt. Was bei der Therapie noch so alles geübt wurde weiss ich leider nicht. Ich kann mich nur an das ständge Buch/Zeitungs Texte singen erinnern und wie gut es ihm geholfen hat.
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