Hallo Karin!
Kannst Du Dir eigentlich vorstellen, daß es ganz schön
schwierig ist, berufstätig zu sein und seinem Kind während der
Arbeitszeit Aufmerksamkeit zu widmen.
Vielleicht bin ich ja etwas atltmodisch, aber wenn man nicht gerade einen Beruf hat, den man von zuhause aus ausüben kann, sollte man wohl entweder auf den Job oder auf Kinder verzichten. Ich habe schon Kinder aufgegriffen, die bei Minustemperaturen nur mit einer Turnhose bekleidet draußen herumgeirrt sind, weil „zuhause“ niemand war, der sich um sie kümmerte. Oder welche, die autistisch tagein/tagaus mit dem Skateboard die Straße rauf- und runtergefahren sind.
Klar, auch 12 Wochen Urlaub bringe ich nicht zusammen, da muß
doch hin und wieder eine Freizeit herhalten.Was glaubst Du wohl, warum sich viele Kids „Geborgenheit“ bei :irgendwelchen Sekten oder diversen Gruppierungen holen?
Ich habe nur ein Problem: Ich kenne doch so einige Nationen,
die
habe Ganztagsschulen schon sein „ewigen Zeiten“ als
Regelschulen, Frankreich zum Beispiel. Aber daß toute la
France in einer Sekte sei, ist mir neu.
Gerade Frankreich ist reich an seltsamen Gruppierungen und rechtsradikalen Organisationen.
Die Qualität der Aufmerksamkeit macht es eher als Quantität.
Auch eine hauptberufliche Mutter bzw. ein hauptberuflicher
Vater kümmern sich hoffentlich nicht den ganzen Tag um ihr
Kind. Das Kind müßte einem ja leid tun, so wenig Freiraum wie
es das hätte.
Das hängt vom Alter ab. Kennst Du den Spruch
„Wenn Dein Kind klein ist, gib ihm tiefe Wurzeln. Wenn es größer wird, gib ihm Flügel“?
Daß ich bereit sein muß, mein Kind als meine liebste
Freizeitbeschäftigung anzusehen, ist dabei für mich klar.
Bereit sein muß? Ich hoffe, daß Opfer ist nicht zu groß 
Ciao
Uwe

